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Keine Regierung – und die Wirtschaft blüht auf…

„Seit Oktober 2015 wurde (in Spanien, Anm.) kein Gesetz mehr verabschiedet. Kann Demokratie so funktionieren? Die Bürger jedenfalls kommen derzeit auch gut ohne eine handlungsfähige Regierung über die Runden. Die spanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2016 mit 0,8 Prozent mehr als doppelt so schnell wie die gesamte Euro-Währungsgemeinschaft im gleichen Zeitraum. Für das Gesamtjahr 2016 werden in Spanien 3 Prozent Wachstum erwartet. Die Arbeitslosenquote fällt stetig und sank im Juli 2016 zum ersten Mal seit 2010 unter die 20-Prozent-Marke.“ (hier)

Brauchen wir eigentlich Regierungen?

(A. UNTERBERGER) Es ist ein interessantes Phänomen. Phasen langer politischer Lähmung führen in der Wirtschaft oft zum unerwarteten Gegenteil: zu einem Aufblühen; zu gutem Wachstum. Das ist erstaunlich und lehrreich. Derzeit ist das etwa in Spanien zu beobachten, wo im Sommer das Wachstum alle Prophezeiungen und Werte der letzten Jahre übertroffen hat. Gleichzeitig ist das Land aber politisch in Schockstarre, weil sich einfach keine Regierungsmehrheit findet. Die einen wollen mit den anderen nicht. Und die dritten wieder nur dann mit den einen, wenn diese ihren Spitzenmann austauschen.

Ähnliches hat man einst sowohl in Belgien wie auch in Tschechien gesehen. Lange Monate ohne Regierungsmehrheit, nur mit provisorischen Kabinetten und – vor allem – ohne Gesetzesbeschlüsse haben einen wirtschaftlichen Boom ausgelöst. (weiter hier)

 

Wer sein Land saniert, wird abgewählt

(ANDREAS UNTERBERGER) Die spanischen Wahlen haben der absolut regierenden Volkspartei einen argen Dämpfer versetzt. Sie ist aber mit 29 Prozent dennoch Nummer eins geblieben, vor den Sozialisten (22 Prozent), die ebenfalls viel verloren haben. Das Wahlergebnis hat drei Hauptursachen – von denen nur eine in Spanien zu finden ist. Für die Zukunft bedeutet es die massiv erhöhte Weiterlesen

Das Menschenrecht auf Sezession

„…..Es könnte eine Kettenreaktion geben hinsichtlich Südtirol, Schottland, Belgien oder sogar dem Baskenland. Es wäre eine Gegenbewegung zur Zentralisierung hin zu Brüssel und würde damit die Eurokraten unter Druck setzen. Werden Abspaltung durch einen Präzedenzfall möglich, dann wird es sehr schwierig, die Europäische Union zusammenzuhalten auf dem Weg zu einem europäischen Zentralstaat….“ (hier)

Spanien: „Der Mittelmeerkorridor des Dschihadismus“

„…….Die Verhaftung mehrerer Dschihadisten in Katalonien hat einmal mehr das dortige Problem des radikalen Islam ins Licht gerückt; Katalonien hat die größte Zahl von Muslimen in Spanien. In der Region leben schätzungsweise 465.000 Muslime, das sind mehr als 6 Prozent der 7,5 Millionen Katalanen. Mindestens zehn Prozent dieser 465.000 Muslime sind als „Radikale“ einzuschätzen, die zum harten Kern derer gehören, die an die „Doktrin des Dschihadismus“ glauben, sagt Jofre Montoto, ein katalonischer Terrorismus-Analyst….“ (hier)

Europas gefährlichster Chart

Recent polls show pro-default parties growing popular in peripheral euro-area countries such as Greece, Italy and Spain. As Bloomberg Brief’s Maxime Sbaihi notes, in a depressed economic environment, their promises to restructure public debt might soon bring them to power and tempt traditional parties to adopt their ideas. This return of political risk in the euro area doesn’t appear to be priced in by market participants. As Italy’s Beppe Grillo recently exclaimed, „we will leave the Euro and bring down this system of bankers, of scum.“ (hier)