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Warum überhaupt einen Staat?

„……Nun zeichnen sich aber die zivilisierten, arbeitsteilig organisierten Volkswirtschaften heutzutage dadurch aus, dass sie alle einen Staat haben. Wie erklärt sich das? Aus der Logik des Handelns lässt sich einsehen, dass es für ein friedvolles und produktives Zusammenleben keines förmlichen Gesellschaftsvertrages bedarf, und damit auch keines Staates, der für seine Einhaltung sorgt. Wir haben daher zu fragen: Wie ist der Staat entstanden? Um die Antwort zu finden, müssen wir zunächst definieren, was unter dem Begriff Staat zu verstehen ist. Eine positive (also erklärende) Definition lautet wie folgt:….weiter hier

Warum Staaten immer wuchern wie ein Geschwür

„Ein grundlegendes Merkmal moderner Zivilisationen ist das kontinuierliche Staatswachstum.[1] Dieses Staatswachstum vollzieht sich auf zwei Art und Weisen, entweder durch eine stärkere Besteuerung der bisherigen Untertanen oder dadurch, den zu beherrschenden Personenkreis zu erweitern. Das Staatswachstum kann also in Form einer „Intensivierung“ oder in Form einer „Extensivierung“ Weiterlesen

Wenn der Staat Stundenhotels betreibt

„Die Regierung in Kuba will ein Netzwerk staatlich betriebener Stundenhotels in der Hauptstadt Havanna wiederbeleben. Diese Einrichtungen, in denen Paare stundenweise Zimmer mieten können, sollen laut der kommunistischsen Regierung „mehr Optionen für die Liebe eröffnen“, wie die offizielle Wochenzeitschrift der Gewerkschaft „Trabajadores“ am Montag schrieb….“ (hier)

Zitat zum Tage

In den meisten Epochen der Vergangenheit hatte der Staat auch die Religion fest im Griff. Dabei festigte er gewöhnlich ein komfortables, auf beiderseitigen Nutzen angelegtes Bündnis mit einer vorherrschenden Kirche: Der Staat gab den Priestern Macht und Reichtum, und die Kirche ihrerseits lehrte der unterworfenen Bevölkerung ihre göttlich verordnete Pflicht, Caesar zu gehorchen. Nun jedoch, da die Religion viel von ihrer gesellschaftlichen Überzeugungskraft verloren hat, ist der Staat häufig willens, von der Religion abzulassen und sich auf ähnliche, wenn auch losere Bündnisse mit eher weltlichen Intellektuellen zu konzentrieren. In jedem Fall stützt sich der Staat auf die Herrschaft über die Druckmittel der Propaganda, um seine Unter-
tanen davon zu überzeugen, dass sie ihren Herrschern gehorchen oder diese sogar lobpreisen sollen. (Murray Rothbard)

Das Wort zum Wochenende

Trotz der Logik der These, dass der Staat im Grunde nicht notwendig ist, und obwohl eine geordnete Anarchie sehr reizvoll erscheint, lohnt es sich kaum, für die Abschaffung des Staates einzutreten. Aber es lohnt sich, immer wieder seine Legitimität in Frage zu stellen. Die fromme Lüge vom Gesellschaftsvertrag darf nicht dazu führen, dass der Staat den Gehorsam seiner Bürger allzu sehr als Selbstverständlichkeit voraussetzt. (Anthony de Jasay)