Was tun (oder nicht) in Syrien?
Einen ausserordentlich fundierten Artikel über die strategischen Optionen der USA und des Westens im syrischen Bürgerkrieg hat das “Wall Street Journal” publiziert. Lesenswert, hier.
Einen ausserordentlich fundierten Artikel über die strategischen Optionen der USA und des Westens im syrischen Bürgerkrieg hat das “Wall Street Journal” publiziert. Lesenswert, hier.
Der Westen, angeführt von der Supermacht USA, scheint endlich ein Instrument gegen das Blutbad in Syrien gefunden zu haben: intensives Wegschauen in der Hoffnung, Lesen Sie hier weiter…
“… Obamas rote Linien: Nach dem Einsatz von Chemiewaffen durch Assad muss der Westen stufenweise in Syrien eingreifen. Denn der Iran wird sehr genau beobachten, ob die USA nun passiv bleiben…” (Welt)
“…Nach Jemen wäre Syrien das zweite Land der Region, das an den Folgen des «arabischen Frühlings» und damit am Ruf nach Teilhabe an der politischen Macht zerbricht. Gefallen an dieser Entwicklung fänden jene Jihadisten, die den gesamten Orient zu einem supranationalen islamischen Verbund umgestalten wollen….” (Exzellente Analyse in der NZZ)
“….Nordkorea und Syrien zeigen, welche Gefahr von irrationalen, hoch gerüsteten Regimen ausgeht. Parallelen zum Iran sind unübersehbar. Was heute Südkorea ist, wäre morgen der Persische Golf…” (WELT)
“So schlimm wie im März hat das syrische Regime noch nie gewütet. Doch der Westen will der Opposition noch immer keine Waffen liefern – und verschanzt sich hinter zunehmend fadenscheinigen Argumenten….” (Welt)
“Syriens Rebellen im Kampf gegen den Diktator Assad mit Waffen zu beliefern – das klingt gerecht. Aber so löst der Westen kein Problem, sondern schafft nur neue….” (Welt)
Syriens Diktator Assad darf sich bei seinem Überlebenskampf auf einen eher unverhofften Helfer freuen: die USA. Denn die überlegen Medienberichten zufolge nun, mit Drohnen jene radikalislamischen Dschihadisten und Al-Kaida-Ableger in Syrien zu bekämpfen, die Teil des Aufstandes gegen Assad sind. Als Beitrag zur Demokratisierung der arabischen Welt wird das nur bedingt durchgehen können.
“….Die israelische Forderung nach einer Intervention in Syrien ist richtig. Doch das beeindruckt weder die Europäer noch die interessengeleitete Arabische Liga. So hat Assad weiter Narrenfreiheit.” (Von Richard Herzinger, “Welt“)
“…Der Westen braucht eine andere Strategie als einfach nur zu warten, bis der Krieg in Syrien von selbst aufhört. In dieser zweijährigen “Ära des Zu- und Wegschauens” wurden 70.000 Menschen getötet….” (Presse)
“….Zwei Jahre nach Beginn der Umstürze im Nahen Osten droht der Freiheitsimpuls in Gewalt und neuer Unterdrückung zu versinken. Der Westen muss sich von Illusionen verabschieden. (Von Richard Herzinger, “Welt“)