Schlagworte: Terror

Das Ende der Welt oder der Illusionen? (2)

„Im Jahr 2013 habe ich gemeinsam mit der Journalistin Tina Hüttl im Piper-Verlag Porträts von Holocaust-Überlebenden veröffentlicht, die als Kinder oder Jugendliche versteckt in Deutschland überlebten. In den letzten Wochen sind mir die Interviews mit den sehr alten jüdischen Menschen stark in Erinnerung, insbesondere ihre plastischen Schilderungen der innerfamiliären Konflikte rund um die Frage, wie sich die Situation für Juden mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland verändern wird. Selbst als eigentlich alle Fakten sichtbar waren, einzelne Familien schon deportiert wurden, insistierten viele, vor allem die Älteren, noch darauf, „es werde sicher nicht so schlimm werden.“ (weiter hier)

Was wurde aigentlich aus Charlie Hebdo und der Redefreiheit?

Der 7. dieses Monats markierte zwei Jahre seit dem Tag, an dem zwei Männer mit Gewehren in die Büros der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris marschierten und zwölf Leute ermordeten. Dieser Zeitraum markiert daher auch den zweiten Jahrestag der Zeitspanne von etwa einer Stunde, in der sich ein Großteil der freien Welt als „Charlie“ proklamierte und, durch das Gehen durch die Straßen, einer Schweigeminute, oder durch Wiederholung des Hashtags #JeSuisCharlie, der ganzen Welt zu zeigen versuchte, dass Freiheit nicht unterdrückt werden kann und dass die Feder mächtiger Weiterlesen

Das Ende der Welt oder der Illusionen? (1)

„Das wirklich Erschreckende nach dem Terrorangriff auf den Berliner Weihnachtsmarkt war für mich das Schweigen danach. Damit meine ich nicht die unsägliche Haltung der Regierung, sondern die Tatsache, dass mich niemand, keine einzige Person – ich lebe in Berlin – am nächsten Tag darauf ansprach. Es war, als ob der Anschlag des 19. Dezember nicht stattgefunden hätte. Nur Stille, Weitermachen, Alltag. Ich habe mich, auch weil mir andere von ähnlichen Erfahrungen berichteten, danach oft gefragt: „Wie kann man sich dieses Schweigen erklären?“ (weiter hier)

Warum es vernünftig ist, zu diskriminieren

(CO) Wer unmittelbar nach dem Terroranschlag auf den Brüsseler Flughafen Zaventem im März 2016 von dort abflog, hatte für ein paar Monate erstklassige Chancen, seinen Flug zu verpassen. Denn die Polizei durchsuchte bereits vor dem Betreten des Terminals die Passagiere penibel, und zwar alle Passagiere. Das führte zu extremen Wartezeiten, nicht selten war darob der Flieger weg. Deshalb wird mittlerweile Weiterlesen

„10.000 sind aufgebrochen, um zu morden“

„Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) soll unter dem Vorsitz Österreichs stärker gegen die Terrorgefahr durch radikalisierte Islamisten vorgehen. Es genüge nicht, die Terrormiliz IS militärisch zu bekämpfen. Notwendig seien auch polizeiliche Maßnahmen und Präventionsarbeit, sagte Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) in seiner Auftaktrede als OSZE-Vorsitzender. „Wir wissen, dass rund 10.000 Menschen aus dem OSZE-Raum aufgebrochen sind, um in Syrien und im Irak zu vergewaltigen und zu morden“, sagte Kurz. Auch als Rückkehrer seien sie eine enorme Gefahr.“ (hier)

Chemie-Anschlag auf britischen Küstenort geplant?

„….Der MI5 jagt offenbar einen syrischen Wissenschaftler, der sich als Flüchtling ausgegeben hat und einen chemischen Anschlag auf einen britischen Küstenort plant. Die deutsche Terrorabwehrpolizei durchsuchte am Tag nach dem Weihnachtsmarktanschlag ein Migrantenzentrum in Berlin, wo angeblich Dokumente gefunden wurden, die einen Anschlagsplan enthalten. Angeblich waren verschiedene chemische Mittel aufgelistet, sowie die Namen von zwei englischen Ortschaften. Der Verdächtige, von dem gesagt wird, er sei Anfang 30 tauchte unter, wobei nun laut Sunday Express befürchtet wird, dass er bereits in Grossbritannien ist…..“ (hier)

Wenn Terroropfer die Politik stören

„Doch während die Opfer aus Italien, Polen und Israel öffentlich und auch von den jeweiligen Regierungsvertretern betrauert und damit geehrt werden, bleiben die deutschen Betroffenen bislang weitgehend unbekannt. Es gibt keine Auskünfte über sie, aber auch keine Bilder, etwa von Besuchen des Regierenden Bürgermeisters oder der Bundeskanzlerin bei Verletzten im Krankenhaus. Es gibt offenbar auch keine Pläne für eine Gedenkveranstaltung oder auch nur eine Schweigeminute wie zu anderen Anlässen.“ (hier)

Terror 2016: So viele Tote bei Selbstmord-Anschlägen wie noch nie

„Bei Selbstmordattentaten sind im vergangenen Jahr weltweit so viele Menschen getötet worden wie noch nie zuvor. Rund 5.650 Menschen kamen ums Leben, wie das angesehene israelische ‚Institut für Nationale Sicherheitsstudien‘ (INSS) am Freitag in Tel Aviv mitteilte. 800 Täter hätten 469 Bombenanschläge in 28 Ländern begangen.“ (Details hier)

Das Gnadengewinsel des Westens

„….Wann immer einer dieser Fanatiker mit Axt, Bombe oder Lastwagen losgezogen ist, um möglichst viele Ungläubige zu töten, wie neulich wieder auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin, wird reflexartig abgewiegelt und zur Mässigung aufgerufen. Und wer soll sich mässigen? Die Anhänger des salafistischen Todeskultes? Nein, deren Jagdobjekte: die Menschen der westlichen Kultur. Kerzen werden angezündet, Gottesdienste abgehalten, vor Pauschalverdächtigungen gewarnt. Letzteres befeuere die «Denkweise der Extremisten». «Hass und Terror haben keine Religion, kein Geschlecht, kein Herkunftsland», fasste Eurokrat Juncker nach dem jüngsten Berlin-Massaker die grosse Verleugnung der politischen Eliten zusammen. «Zusammenleben im Miteinander und in Offenheit» seien die «besten Waffen» gegen den Terror.“ (hier)

Tschechien: Innenminister für Recht auf Schusswaffenbesitz

„Als Reaktion auf die Terrorangriffe von Nizza und Berlin will der tschechische Innenminister Milan Chovanec das Recht auf Schusswaffenbesitz in der Verfassung verankern. In einer heute bekanntgewordenen Vorlage heißt es, „aktive und rasche Verteidigung“ könne die Chancen von Angreifern verringern. Den Bürgern des Landes soll das Recht zugestanden werden, mit Schusswaffen „Leben, Gesundheit und Eigentum“ zu verteidigen. Auf diese Weise könnten sie zur „Sicherstellung der inneren Ordnung, Sicherheit und territorialen Integrität“ des Landes beitragen…“ (hier)