Schlagworte: Tögel

Das Wesen staatlicher Konjunkturprogramme: Wenn etwas wächst, dann nur die Staatsverschuldung

(ANDREAS TÖGEL) Der bis heute wirkungsmächtige Wirtschaftswissenschafter aller Zeiten, John Maynard Keynes, hat mit seinem 1936 erschienenen Hauptwerk, „The General Theory of Employment, Interest, and Money“ (Allgemeine Theorie der Beschäftigung des Zinses und des Geldes), Generationen von Ökonomen geprägt. Sein Einfluss auf die Wirtschaftspolitik kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Von F. D. Roosevelt, über die deutschen Nationalsozialisten, die Regime von Kreisky, Palme und Brandt, bis zu den rezenten Regierungen Eurolands, Weiterlesen

TTIP „Insiderpapiere“ – eine inszenierte Erregung

(ANDREAS TÖGEL)  Die Veröffentlichung einiger vertraulicher Unterlagen zum TTIP durch Greenpeace, kommt sowohl der Obama-Administration, als auch der EU-Kommission ungelegen. Hatten doch beide gehofft, die Chose hinter gut schallisolierten Polstertüren in trockene Tücher bringen und die staunenden Bürger hernach vor vollendete Tatsachen stellen zu können. An eine Befragung der Bürger war in Sachen TTIP schließlich nie gedacht – ja selbst die nationalen Parlamente Europas sollen dazu gar nicht erst gehört werden. Wir haben es hier mit der ganzen Pracht von Arroganz der Macht zweier zentralistisch organisierter Imperien Weiterlesen

Aus für den 500er: Auf dem Weg in den bargeldlosen Polizeistaat

(ANDREAS TÖGEL) Jetzt ist es amtlich: Die 500-Euro-Banknote ist ein Auslaufmodell. In der EZB wird lediglich noch über die technischen Details der Einziehung entschieden. Immerhin muss das im Umlauf befindliche Geldvolumen durch kleinere Scheine ersetzt werden. Für den deutschen Ökonomen Hans-Werner Sinn steht die Maßnahme im Zusammenhang mit der Durchsetzung negativer Zinsen. Denn die Lagerung großer Bargeldmengen verursacht höhere Kosten, wenn die Stückelung der Noten kleiner ist. Wollen die Geschäftsbanken Strafzinsen für die Haltung von Einlagen bei der EZB entgehen, müssen sie künftig mindestens zweieinhalbmal Weiterlesen

Und jetzt Waldheim 2.0?

(ANDREAS TÖGEL) Die Meinungsforscher kürten Alexander Van der Bellen, den Kandidaten der Grünen, schon lange vor dem ersten Wahlgang unisono zum haushohen Favoriten. Es war demnach gar keine Frage, dass er bei der Wahl am 24. 4. als Erster durchs Ziel gehen würde. Nun stehen die Damen und Herren Demoskopen eher blöd da: Ein Favorit, der um rund 16 Prozent der Stimmen (ohne die der Wahlkartenwähler) hinter dem von ihnen offenbar schwer unterschätzten Erstplatzierten landet?

Der erste Verlierer dieser Wahl steht also zweifelsfrei fest. Es sind die Meinungsforscher. Ihre Vorhersagen unterscheiden sich offensichtlich ins Nichts mehr von denen beamteter Ökonomen: Sie liegen chronisch daneben. Während letztere aber – als Apologeten der Regierung und deren professionelle Meinungsmanipulanten Weiterlesen

Österreich sucht seinen Ersatz-Kaiser

(von ANDREAS TÖGEL) Nach zwei Amtsperioden von Heinz Fischer, der seine Politkarriere als Kofferträger Bruno Kreiskys startete und die Inkarnation des politisch korrekten linken Spießertums darstellt, soll am kommenden Sonntag ein neuer Bundespräsident gekürt werden. Das heißt, falls einer der Kandidaten im ersten Wahlgang die nötige Mehrheit schafft, was, glaubt man den Meinungsumfragen, unwahrscheinlich ist. Es wird voraussichtlich eine Stichwahl Weiterlesen

Wie man ohne Staat auskommt

(ANDREAS TÖGEL)  Buchtip: „Frei statt Staat- Selbsteigentum, Ethik und die Verfassung der Privatrechtsgesellschaft“ von Peter J.Preusse. Der Autor legt mit diesem Büchlein eine „…systematische Hinführung zur Logik der Privatrechtsgesellschaft“ vor und setzt dabei die Kenntnis der libertären Denkweise voraus. Ausgehend vom historisch belegten Befund, dass das klassisch-liberale Ideal vom Minimalstaat keinen dauerhaften Bestand hat (da auch der „Nachtwächterstaat“ die Tendenz aufweist, unaufhörlich zu wachsen und sich zum allsorgenden Gouvernantenstataat aufzuschwingen), präsentiert er, nach einer nicht einfach zu lesenden theoretischen Deduktion, seine praktischen Weiterlesen

Wohlstand für alle – eine gescheiterte Idee?

(ANDREAS TÖGEL)  Der deutsche Ökonom Marcel Fratzscher zu Gast bei der Agenda Austria.  Seit 1957, als der deutsche Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sein Buch mit dem Titel „Wohlstand für alle“ veröffentlichte, ist viel Zeit vergangen. Von dem von ihm vertretenen Erfolgsmodell der „Sozialen Marktwirtschaft“ ist kaum etwas übrig – ein Befund, den sozialistische und liberale Beobachter teilen – wiewohl aus unterschiedlichen Gründen.

Fratzscher, der von der FAZ links der politischen Mitte verortet wird, widmet sich in seinem jüngsten Buch dem Thema der materiellen Ungleichheit. Diese bildet auch das Thema seines Vortrags Weiterlesen

Warum die Schule radikal privatisiert werden sollte

(ANDREAS TÖGEL) Immer wieder wird, meist von Vertretern der Wirtschaft, die Forderung erhoben, man möge doch den Kindern in den Schulen mehr wirtschaftlichen Sachverstand vermitteln. Immerhin erklärt ein Großteil der Erwachsenen bei einschlägigen Befragungen, in wirtschaftlichen Angelegenheiten wenig bis gar nicht informiert zu sein. Außerdem wird der Großteil der Schüler doch später auf der immer ungemütlicher werdenden freien Wildbahn des Marktes bestehen müssen (nicht jeder kann schließlich beamteter Radfahrbeauftragter Weiterlesen

Pleitenrekord 2016 und die Politik der falschen Anreize

(ANDREAS TÖGEL) Die vielfach debattierte Pleite der Zielpunkt-Einzelhandelskette war erst der Anfang. Gläubigerschutzverbände wie der KSV, rechnen für das Jahr 2016 mit einem neuen Pleitenrekord. Das betrifft nicht nur die Zahl, sondern auch das Volumen der heuer zu erwartenden Insolvenzen. Welche Auswirkungen das auf die Arbeitsplatzsituation hat, liegt auf der Hand. Und das Bundesbudget wird infolge der Belastung durch wachsende Arbeitslosenentgelte Weiterlesen

Die Torheit der Regierenden, wieder einmal

(ANDREAS TÖGEL) In ihrem großartigen Buch „Die Torheit der Regierenden“ beschreibt die US-Historikerin Babara Tuchmann eine Reihe von Beispielen für katastrophales Politikversagen – „von Troja bis Vietnam“. Im Vorwort schreibt sie: „Die gesamte Geschichte, unabhängig von Zeit und Ort, durchzieht das Phänomen, daß Regierungen und Regierende eine Politik betreiben, die den eigenen Interessen zuwiderläuft.“ Das allerdings ist im Lichte der rezenten Ereignisse Weiterlesen