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Geld aus Luft, ganz schön teuer

(ANDREAS TÖGEL) „Mich interessiert nicht, wer die Gesetze macht, so lange ich das Geld kontrolliere.“ Dieses ebenso berühmte, wie denkwürdige Zitat des Bankiers Amschel Meyer Rothschild, bringt auf den Punkt, was sich leider nur den wenigsten Zeitgenossen erschließt. Wer das Geldsystem beherrscht, verfügt auch über die politische Herrschaft, oder besser: er steht über dieser. Die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank EZB, Weiterlesen

Buch: „Die blinden Flecken der Geschichte / Österreich 1927 – 1938“

(ANDREAS TÖGEL) Im Zuge ihres erfolgreichen Marsches durch die Institutionen haben es die Linken geschafft, bestimmte Forschungsbereiche nahezu vollständig unter ihre Fuchtel zu bringen. Die Geschichtswissenschaft – namentlich die Zeitgeschichte – zählt dazu. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wird daher weitgehend von den Narrativen bestimmt, die linke Historiker – weithin unwidersprochen – in die Welt setzen.

Fünf der Mantras, die diesen von den Roten gerne – kontrafaktisch – als „Ära des Austrofaschismus“ bezeichneten Abschnitt der jüngeren Geschichte prägen, hat die Historikerin und Erfolgsautorin Gudula Walterskirchen in ihrem letzten Buch einer kritischen Prüfung unterzogen und ist, nach Berücksichtigung bisher ungenutzter Quellen, zu einer weit vom Mainstream abweichenden Beurteilung der Ereignisse gekommen.

Ob es um das Drama von Schattendorf und den damit zusammenhängenden Justizpalastbrand geht; um den „Aufstand friedlicher Arbeiter“ gegen das „faschistische“ Dollfuss-Regime; um die tatsächlichen Ziele der sozialdemokratischen Putschisten im Februar 1934; und um die Frage, welche Rolle der illegalen Nationalsozialisten dabei gespielt haben: hier wird mit kritiklos nachgebeteten Mythen abgerechnet. Das betrifft auch die Beurteilung des Einmarsches Adolf Hitlers im März 1938.

So kann etwa gar keine Rede von einem politisch motivierten Fehlurteil gegen die ruchlosen Mörder „friedlicher Arbeiter“ in Schattendorf sein, wie die Autorin anhand eingehenden Quellenstudiums und der Einschätzung prominenter Juristen nachweist. Auch war das Ziel der angeblich „demokratischen Arbeiter“, die anno 1934 (entgegen den Direktiven der eigenen Parteiführung) den von Vornherein zum Scheitern verurteilten Putsch gegen die ständestaatliche Regierung versuchten, keineswegs die Wiederherstellung der Demokratie, sondern vielmehr die Errichtung einer sozialistischen Diktatur.

Das klingt anders, als man es aus den tiefroten Geschichtsinstituten zu hören gewohnt ist. Zum Kämpfen gehören nämlich allemal zwei Parteien und niemals liegt die Schuld am Ausbruch von Feindseligkeiten allein bei einer der beiden. Das war auch 1927 und 1934 nicht anders.

An der Bewertung der Persönlichkeit des von den Sozialisten bis heute als „Arbeitermörder“ denunzierten und inbrünstig gehassten Kanzlers Dollfuss, der ein halbes Jahr nach dem roten Putschversuch von Nationalsozialisten ermordet wurde, scheiden sich bis heute die Geister. Gudula Walterskirchen formuliert eine sehr differenzierte, aber dennoch keineswegs apologetische Beurteilung seiner Politik.

Die Sozialisten haben es geschafft, die Begebenheiten der Zwischenkriegszeit in einer Weise zu deuten und den Menschen einzubläuen, dass sie bei Bedarf jederzeit dazu eingesetzt werden können, ihrer rezenten Politik Vorschub zu leisten. Die rigorose Tilgung der Namen ihr missliebiger Persönlichkeiten aus der Bezeichnung von Straßen und Plätzen, ist ein schöner Beleg dafür. Geltung und Bestand hat nur, was roter Politik dient. Der Einsatz moralischer Doppelstandards ist dabei obligat.

Wer an einem nicht ideologisch determinierten Bild Österreichs in der Zeit zwischen 1927 und 1938 interessiert ist, sollte dieses Buch gelesen haben.

 

Die blinden Flecken der Geschichte

Gudula Walterskirchen

Verlag Kremayr & Scheriau

232 Seiten, Hardcover

ISBN: 978-3-218-01063-4

22,90,- Euro

Die Ethik der Kapitalrente: Sind Kapitaleinkommen ungerechtfertigt?

 

(ANDREAS TÖGEL) Vom 14. bis 19. September ging die Jahreskonferenz der Property and Freedom Society in Bodrum / Westtürkei über die Bühne. Wie in den Jahren zuvor, konnte Hausherr Hans-Hermann Hoppe wieder ein beachtliches Aufgebot interessanter Referenten gewinnen. Einer davon war Professor Guido Hülsmann, Weiterlesen

Warum sich bessere Ideen nicht durchsetzen

(ANDREAS TÖGEL) …… Zur Frage der Transformation der derzeit bestehenden sozialistisch-kollektivistischen in freiheitliche Gesellschaften sind zunächst die wesentlichsten Gegner und die derzeitigen Opfer zu benennen. Bei den ersteren handelt es sich primär um die willigen Vollstrecker des Wohlfahrtsstaates: Politiker, Banker und staatsabhängige Intellektuelle. Als Opfer stehen in erster Linie die Nettosteuerzahler Weiterlesen

Deutschland? Schade drum….

(ANDREAS TÖGEL) Wer, angesichts der dräuenden Regierungsoptionen, nach dieser Wahl von einem „Rechtsruck“ faselt, sollte dringend seine Medikation überprüfen. OK, die Regierung hat immerhin 14 Prozentpunkte an Zustimmung eingebüßt. Das ist schon was. Schön, die einzige ernstzunehmende Oppositionspartei, Weiterlesen

Geld ist das Mittel zur Freiheit

Gedanken eines Skeptikers zum Phänomen der „Kryptowährungen“ (von ANDREAS TÖGEL) Geld ist geprägte Freiheit, meinte Fjodor Dostojewski und lag damit völlig richtig. Denn Geld ist in einer modernen, arbeitsteiligen Gesellschaft nicht nur dafür erforderlich, die Kosten des täglichen Lebens zu bestreiten, sondern sein Besitz schafft Weiterlesen

Hände weg vom Miet-Preis!

(ANDREAS TÖGEL) Wie in Deutschland, wird im Herbst auch in Österreich gewählt. Am 15. Oktober ist es so weit. Da die Geburtsstunden der mit Abstand dümmsten Ideen regelmäßig in Wahlkampfzeiten fallen, kommt es auch jetzt knüppeldick. Auf der Jagd nach der Gunst des Stimmviehs scheint kein Versprechen zu unsinng, keine Ankündigung zu unwahrscheinlich zu sein, um nicht gemacht zu werden. Knapp vor Wahlen Weiterlesen

Ist der Ruf einmal ruiniert….

(ANDREAS TÖGEL) Dass die Schamlosigkeit der in öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten tätigen Redakteure ziemlich unübertroffen ist, dürfte jedermann erkannt haben, der ihre politische Berichterstattung und die von ihnen moderierten Diskussionssendungen verfolgt. Eine Grundtugend des guten Journalismus´, Weiterlesen

Buchtip: „1866 – Königgrätz“

(ANDREAS TÖGEL) Mit dem Ortsnamen Königgrätz, verbindet der einigermaßen geschichtsinteressierte Zeitgenosse, in erster Linie den Begriff „Zündnadelgewehr“. In der Tat trug die modernere Infanteriebewaffnung der preußischen Truppen, einen wichtigen Teil zu ihrem Triumph über die mit Vorderladern ausgerüsteten Österreicher bei. Schwerer als dieser zweifellos vorhandene technische Vorteil, Weiterlesen