Ansichten eines Wendehalses

Nicht alles, was Kern will, steht in diametralem Gegensatz zu dem, was Kurz fordert. Kern kann etwa seiner immer wieder propagierten Idee, in AfrikaAsylzentren aufzubauen, durchaus etwas abgewinnen: „Wir brauchen Transfercenter außerhalb Europas, am sinnvollsten in Nordafrika“, sagt er.weiter hier^

13 comments

  1. sokrates9

    Alle rufen nach Transferzentren außerhalb Europas! Im Prinzip richtig! Doch niemand traut sich zu sagen dass wir keine Analphabeten brauchen und de facto niemand nach Europa hereinlassen wollen. Der Schmäh mit den politisch verfolgten ist doch totaler Nonsens, der gilt doch für alle Afrikaner; nirgends werden da „Menschenrechte“ eingehalten

  2. Selbstdenker

    Die Linken sind zum überwiegenden Teil Anhänger der Massenzuwanderung.

    Ironischerweise verläuft die Bruchlinie innerhalb vom linken Lager ausgerechnet zwischen postmodernen und klassischen Marxisten. Während die letzeren in den Migranten die „industrielle Reservearmee“ sehen, vor die sie ihre ideologische Vaterfigur schon immer gewarnt hat, sieht die gelangweilte und lendenschwache postmoderne akademische Bourgeoisie in ihnen ein Reserveproletariat, das – so ihre Hoffnung – unter ihrer Anleitung doch noch eine proletarische Revolution anzettelt.

    Vielen islamischen Migranten geht es jedoch nicht darum für Nicht-Moslems zu arbeiten oder als revolutionärer Subcontractor Aufgaben zu übernehmen, für die ihre pseudointellektuellen Auftraggeber zu verwirrt und schmalschultrig sind. Sie wollen sich vielmehr über Transferleistungen auf Kosten jener Steuer- und Sozialversicherungsbeitrags-Dhimmys, die schon etwas länger hier sind, zunächst materiell und dann religiös selbstverwirklichen.

    Leute wie Tony Blair und Christian Kern kennen diese Zusammenhänge. Es geht ihnen nicht darum, ob die Neuhinzukommenden jemals einer legalen Arbeit nachgehen werden, sondern dass sie als berechenbarer, wachsender und materiell von Transferleistungen abhängiger Wählerblock den Linken den Machterhalt sichern.

    Christian Kern ist in erster Linie ein Hütchenspieler, der seine Positionen so oft wechselt, bis sich der passive Durchschnitts-Informationskonsument damit abfindet, dass er es nicht herausfindet, wofür er steht. Er interpretiert dann halt das hinein, was am bequemsten für ihn erscheint.

    Wer ernsthaft glaubt, dass Christian Kern die Massenzuwanderung eindämmen möchte, dem ist nicht mehr zu helfen.

  3. Christian Peter

    Man kann es Kern nicht verdenken : Wenn ÖVP und FPÖ mit dem Thema Asyl Bauernfang im großen Stil betreiben, warum nicht auch ein wenig die SPÖ. Die ÖVP hat sich mit diesem Thema den Wahlsieg erschlichen, geliefert wurde selbstverständlich nichts.

  4. astuga

    @Christian Peter
    Ich war nie ein großer Fan von Kurz und er hat damals anfangs auch Unsinn verzapft (später dann deutlich weniger), aber der Fairness halber…

    Ihnen ist auch als Nichtwähler schon der Unterschied zwischen einem Staatssekretär, einem Minister und dem Bundeskanzler geläufig?

  5. astuga

    Ich sagte ja bereits, er hat anfangs auch Unsinn verzapft.
    Einem unerfahrenen Jungpolitiker in einer Position ohne echter Gestaltungskompetenz gestehe ich das zu.

    Und es ist zwar immer noch ungenügend (!), aber seither ist mehr an positiven Schritten umgesetzt worden als in allen Regierungen davor.
    Also alle Nichtwähler husch zurück ins Körbchen – wer sich selbst aus dem Spiel nimmt, der sollte auch nicht über den Spielverlauf meckern.

  6. Selbstdenker

    Merkel wäre nie BK geworden, wenn sie ihre Vorstellungen in Sachen Transformation offen gelegt hätte.

    Kurz wäre nie BK geworden, wenn er sich in seiner politischen Frühphase gegen die Zuwanderung geäussert hätte.

    Kern will aus Machtgründen die Massenzuwanderung, muss sich aber aufpassen, dass die Arbeiter, die noch! einen wesentlichen Anteil der SPÖ Wähler stellen, nicht zu früh draufkommen, dass er sie zugunsten eines importierten Ersatzproletariats über die Klinge springen lässt.

    CP ist mehr ferngesteuerter Aktivist als Nichtwähler.

    Mit der Strategie Teile und Herrsche sowie politischer Selbstkastration vom bürgerlichen Lager wurden vorher erst jene politischen Kräfteverhältnisse geschaffen, die es Merkel 2015 ermöglichte den weiblichen Tony Blair zu spielen.

    Man vergleiche die Silberstein-Strategie mit den „Positionen“ die CP vertritt.

  7. dna1

    Das möchte ich sehen, wie so ein Asylzentrum in Afrika aussehen soll.
    Da kommen doch jeden Tag 100.000e, wenn man da einfach so hineinspazieren kann. Wie soll dieses „Zentrum“ dann versorgt werden, bei den zu erwartenden Bearbeitungszeiten für Millionen von Menschen braucht man Schulen, Spitälern, etc. etc., Platz und „Qualität“ für den notwendigen Beamtenapparat, und den Flughafen nicht vergessen bitte (gut, wenn ihn die Deutschen bauen wird dieser eh nie fertig), und ab wann darf man ein „Asylzentrum“ dann „Asylgroßstadt“ nennen?
    Es sind noch viele Fragen offen… 🙂

  8. Johannes

    Holler-ie und Holler-o die Asylzentren sind do. Einmal hin, einmal her, rundherum ist gar nicht schwer.
    Aber Vorsicht schon geht es im Affenzahn in eine andere Richtung, Macron will keine afrikanischen Asylzentren, er will sie lieber in Europa. Da bahnt sich die nächste scharfe Kehrtwendung in der österreichischen Opposition an.

    Also das er gleich Asylzentren sagt hätte ich nicht erwartet, da kommt ja dieses schiache Wort vor das schon Kickl fast zum Verhängnis geworden wäre. Warum nennen wir es nicht AMS Afrikanisches-Migrations-Service, das ist unverdächtig und läßt sich auch gleich von unserem AMS mitverwalten.

  9. Christian Peter

    Wendehälse gibt es mehr als genug in Österreichs Politik, Straches FPÖ sollte auch nicht unerwähnt bleiben. Diesen Rattenfängern waren ein paar Regierungsämter wieder einmal wichtiger (wie bereits bei der letzten Regierungsbeteiligung) als in Österreich politisch etwas zu bewirken.

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