Belgien: 77% fühlen sich nicht mehr zu Hause

Eine kürzlich durchgeführte belgische Studie, in der 4.734 Belgier befragt wurden, hat gezeigt, dass zwei Drittel der Belgier das Gefühl haben, dass ihre Nation “zunehmender Invasion ausgesetzt” ist. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass es “zu viele Einwanderer in Belgien gibt”, 77% stimmten der Aussage zu: “Heute fühlen wir uns nicht mehr so Zuhause wie vor der Massenmigration”. Laut 74% der Befragten ist der Islam “keine tolerante Religion”, während 60% der Befragten sagen, dass die Anwesenheit so vieler Muslime in ihrem Land eine Bedrohung für ihre Identität darstellt. Nur 12% gaben an, dass sie glauben, dass die Religion für Belgien “eine Quelle der Bereicherung” sei.

Die Studie befragte auch 400 belgische Muslime: 33% gaben an, dass sie “die westliche Kultur nicht mögen”, 29% gaben an, dass sie glauben, dass die Gesetze des Islam dem belgischen Recht überlegen sind, und 34% sagten, dass sie “definitiv ein vom Koran inspiriertes politisches System bevorzugen würden”. Die Studie ergab auch, dass 59% der Muslime in Belgien die Heirat “verurteilen” würden, wenn ihr Sohn einen nicht-muslimischen Partner wählte, und 54% würden die Heirat verurteilen, wenn ihre Tochter einen nicht-muslimischen Partner wählte. Die vielsagende Reaktion der Forscher hinter der Studie – der öffentlich-rechtliche Rundfunk RTBF, die liberale Tageszeitung Le Soir, das soziologisches Forschungsinstitut Survey and Action und eine Stiftung namens This is Not a Crisis – war, dass sie “die Entwicklung einer echten anti-muslimischen Paranoia [unter Belgiern] beobachteten, die eine pathologische Dimension angenommen hat”. (hier)

6 comments

  1. Reini

    In Wien wird so eine Studie schwierig,… dort musst einmal 4734 “Echte” Wiener finden! … 😉

  2. Lisa

    @Reini: Einer davon lebt in meiner Nachbarschaft, eine andere arbeitet mit uns zusammen, ein dritter ist Mitglied der freiwilligen Feuerwehr – alle drei in der Schweiz…

  3. Falke

    Der belgische staatliche Rundfunk sowie die dortige “liberale” Presse scheinen ganz ähnlich gestrickt zu sein wie ihre österreichischen Pendants.

  4. Rennziege

    7. FEBRUAR 2018 – 08:10 — Reini
    Knuspriger Kommentar, und lustig noch dazu. Kleiner Einwand: Auch bei den “echten” Wienern wird es immer schwieriger, Lese-, Schreib- und Sprachkundige aufzutreiben. Den niemals endenden Schulreformen (incl. ständiger Senkung der minimalen Kriterien) sei Dank! 🙂

  5. Mourawetz

    Und was erfreut einen in Wien auf der Heimfahrt nach einem reichlichen Arbeitstag im vollgestopften Autobus? Drogendealer, die die Frechheit besitzen, mitten im Autobus coram publico ihren Geschäften nachzugehen! Ein Aufschrei hat sie veranlasst, bei der nächsten Haltestelle auszusteigen. Aber wie kommt man als Bürger dazu, sich mit solchen Gestalten anzulegen? Wozu haben wir eine Polizei? Aber nein, die Polizei kann da nichts machen, sonst heißt es gleich wieder Polizeigewalt und es hagelt Rassismus-Vorwürfe! Und wenn man über diese unfassbaren Zustände in Wien etwas sagen würde, hieße es von Seiten der SPÖ, sie würde sich “ihre” Stadt nicht schlecht reden lassen.

    Was würde daher so eine Umfrage in Wien ergeben? Na, was wohl. Aber es bringt eh nichts, denn dann würden die, die tagtäglich den Wahnsinn erfahren, genauso als “paranoid” abgestempelt werden wie in Belgien.

  6. Johannes

    77% wäre eine satte Mehrheit um diese Zustände zu ändern, ein einfaches Kreuzchen an der richtigen Stelle und es gäbe zumindest die Chance einer Verbesserung.
    Es scheint sich etwas zu ändern im Denken der Europäischen Bevölkerung, langsam aber beständig wächst die Zahl der Unzufriedenen bezüglich unbegrenzter Immigration.

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