Bestechungsinserate „marktorientiert“ ?

(von ANDREAS UNTERBERGER) Selbst die – vor allem mit ihrer österreichischen Tochter – sehr linksgestrickte Gruppe „Reporter ohne Grenzen“ konnte in ihrem neuen Ranking nicht umhin, die Pressefreiheit in Österreich vom 5. auf den 12. Platz abstürzen zu lassen. Als Begründung werden „gezielte Postenbesetzung im Bereich des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ORF“ genannt. Diese haben in der Tat seit Machtantritt von Werner Faymann dramatisch zugenommen. Damit gibt die Gruppe aber auch indirekt und wahrscheinlich ungewollt zu, dass die Postenbesetzungen in der ach so bösen schwarz-blauen Zeit offenbar viel weniger parteipolitisch gewesen sind. Die weiteren Begründungen für die schlechte Bewertung verschleiern die Wahrheit jedoch mehr, als sie enthüllen: Da findet sich die: „zunehmend schwierige ökonomische Lage von Qualitätsmedien sowie der wirtschaftliche Druck, dem Redaktionen und Journalisten ausgesetzt sind“; hinzu kämen eine „Presseförderung und Anzeigenpolitik, die vornehmlich marktorientiert ist“. So formulieren es die „Reporter ohne Grenzen“. Beides zeigt von großer Ahnungslosigkeit oder geringer Wahrheitsliebe: Es gibt nämlich absolut keinen Grund, nur bei Qualitätsmedien – sofern es die in Österreich überhaupt gibt – von einer schwierigen ökonomischen Lage zu sprechen. Und die seit Faymanns Antritt unglaubliche Fülle von Bestechungs-Inseraten durch Gemeinde Wien und Faymann-, Bures-, Schmied- wie auch Berlakovich-nahe Bundesbudgets als „marktorientiert“ zu bezeichnen, ist geradezu absurd. Dort findet ja ganz offensichtlich das Gegenteil von Markt statt. (Tagebuch)

4 comments

  1. Kassandra

    Schwierige Lage der Qualitätsmedien? Selbst schuld. Wenn ich jeden Inhalt der Zeitung erst auf den Wahrheitsgehalt abklopfen muss, verzichte ich lieber darauf. Zu mühsam. Was die parteiabhängigen Zeitungen darüber hinaus verschweigen darüber könnte man Bibliotheken füllen. Mich nervt ganz besondern diese ständige Panikmache. Ja, die Klimahype ist tot, aber begriffen haben es die Journalisten noch immer nicht. Die Frage ist, was kommt jetzt. Ein Angriff der Außerirdischen? Ist doch sonst fast alles abgelutscht. Ich bezweifle, dass es in Österreich so etwas wie ein Qualitätsmedium überhaupt gibt. Aber das ist Ansichtssache.

  2. Mona Rieboldt

    @Kassandra

    Ja, selbst schuld, sehe ich auch so. Diese Medien schreiben ja alle so gut wie das Gleiche, dazu kommen noch die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, und alle sind auf dem Trip rot-grün.

    Und was die „Katastrophen“ angeht, kleben sie noch am Klimawandel, obwohl es seit 15 Jahren nicht mehr wärmer geworden ist. Unter anderem wie Waldsterben, Versiegen des Golfstroms und damit die nächste Eiszeit, war viele Jahre das Ozonloch Thema. Wir würden an Hautkrebs sterben etc. Heute spricht niemand mehr über das Ozonloch. Wurde es gestopft?

    Ich bin sicher, dass nach Klimawandel etwas Neues kommt, eine neue Sau durch’s Dorf getrieben wird.

  3. aneagle

    @ mona rieboldt

    Der grosse Wasserraub am ureigensten Wasser, eines jeden einzelnen Österreichers, steht schon an der Tür zum Dorf und rauscht ungeduldig mit den Zeitungsblättern.

  4. Mona Rieboldt

    @aneagle
    Das war hier in D ebenso, aber die EU hat verkündet, dass sie nun doch keine Privatisierung des Wassers will, da ist nun Ruhe in den Zeitungen.

    Sie haben den Leuten eingeredet, selbst schuld zu sein an der Klimaerwärmung. Und wenn sich Menschen schuldig fühlen, sind sie eher bereit bzw. lassen sich bereitwillig dafür Geld abnehmen. Daher wollen sie noch nicht vom Klimawandel lassen.

    Eine weitere staatliche Abzocke ist der „Feinstaub“ in den Städten. Da kassieren sie von den Autofahrern. Ja selbstverständlich gibt es in den Städten Staub, was sonst. Man muss aber erstmal drauf kommen, dafür auch noch Geld zu kassieren.

    Und der Staat wird sich was Neues einfallen lassen, um noch mehr Geld aus dem Bürger zu pressen. Verstärkt wird jede „Katastrophe“ dann von den Medien.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .