CH: Islamischer Zentralrat für Mädchen-Beschneidung

“Die Verstümmelung weiblicher Genitalien ist in der Schweiz verboten. Eine Variante hält der IZRS dennoch für zulässig.” (hier)

9 comments

  1. astuga

    Zitat: “In der Schweiz ist weibliche Genitalverstümmelung seit 2012 explizit verboten. Je nach Schwere wird sie mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft.
    Auf Anfrage schreibt IZRS-General­sek­retärin Ferah Ulucay, dass der Zentralrat zur Sunna-Beschneidung keine Empfehlung abgebe. Etwas anders klingt das bei IZRS-Pressesprecher Qaasim Illi. Er behauptet auf Twitter, die Entfernung der Klitorisvorhaut sei keine Genitalverstümmelung. Die Sunna-Beschneidung sei zwar wohl keine Pflicht, aber dennoch empfohlen und erzeuge keinen Schaden oder Nachteil.”

    Um das richtig einzuordnen, auch die männliche Beschneidung ist genau genommen keine ausdrückliche Pflicht (fard), und gilt ebenfalls als sunna (empfohlene Handlung nach dem Vorbild des Propheten Muhammed, was überwiegend aber faktisch einer Verpflichtung gleichkommt).

    Die grotesk anmutende Fatwa-Argumentationskette kann dann beispielsweise so aussehen:
    https://islamfatwa.de/soziale-angelegenheiten/84-familie-und-kinder/kinder-neugeborene/1496-beschneidung-khitaan-des-kindes

  2. astuga

    Übrigens auch interessant, dass in den ganzen Gender-, Feminismus- und metoo-Debatten sich fast niemand an dem auch bei uns auftretenden Phänomen der operativen Wiederherstellung des Jungfernhäutchens stößt.
    Das Binnen-i und Gender-Sternchen sind scheint`s wichtiger.

  3. Gerald Steinbach

    Da wäre nach den Kopftuch Toleranz Aufruf des VdB jetzt eigentlich wieder ein Aufruf des selbigen fällig

  4. Falke

    Solange die “männliche Genitalverstümmelung” (Beschneidung) allgemein – und nicht nur in der Schweiz – erlaubt und akzeptiert ist, ist der Aufruhr gegen die “weibliche” nicht ernst zu nehmen.

  5. Christian Weiss

    “Solange die „männliche Genitalverstümmelung“ (Beschneidung) allgemein – und nicht nur in der Schweiz – erlaubt und akzeptiert ist, ist der Aufruhr gegen die „weibliche“ nicht ernst zu nehmen.”

    Mir ist nicht bekannt, dass bei der männlichen Beschneidung gleich die ganze Eichel abgesäbelt wird.

  6. Falke

    @Christian Weiss
    Aber die ganze Vorhaut. Genügt Ihnen das nicht? Offenbar kennen Sie sich auf diesem Gebiet nicht so gut aus. Ich sage es Ihnen: Die ungeschützte Eichel verliert sehr rasch an Empfindlichkeit, was in der Jugend ja nicht so schlimm ist, im Alter aber einen normalen Geschlechtsverkehr so gut wie unmöglich macht. Und warum das Ganze? Um Gott (oder die Schöpfung) zu “korrigieren”? Genauso wie die Klitoris? Der Mensch (so wie das Tier) hat nichts Überflüssiges an sich, nicht einmal den Blinddarm. Jede medizinisch unnötige Abtrennung ist ein Eingriff in seine Lebensqualität, umso mehr, als er sich ja im Falle der “Beschneidungen” gar nicht wehren kann. Abgesehen davon, dass es sich juristisch um Körperverletzung handelt.

  7. Anton Matthias Kaczmarek

    Sicherlich muss die FGM (d. i. FGM Typ I, II, III, IV) weltweit überwunden werden.

    Aber was soll die Aufregung dieser Tage seitens Terre des Femmes Schweiz bzw. seitens von Desert Flower: der fürchterlich gottesfürchtige islamische Radikale hat doch völlig recht. Ganz Brunei, irakisch Kurdistan, muslimisch Thailand, ganz Malaysia, vor allem aber ganz Indonesien beschneidet Tag für Tag die Mädchen! In jeder Region Saudi-Arabiens gibt es den Chitan al-inath bzw. chitan al-banat, die Islamic FGM, die Dawoodi Bohra sagen Chatna und deshalb wartet in Detroit, Michigan, US, die amerikanische Ärztin und schiitische Muslima Jumana Nagarwala auf ihren nächsten Prozesstermin, weil sie die Siebenjährigen beschnitten (FGM) hat, wie es der Syedna für richtig hält. Das alles ist auch kein “Islamismus”, das ist 1000 Jahre Scharia, Islam.

    FGM und Islam.

    Eines Tages begegnete Mohammed der zum Islam konvertierten muqaṭṭiʿatu l-buẓūr (amputatrice di clitoridi, coupeuse de clitoris, cutter of clitorises), der Frauenbeschneiderin Umm ʿAṭiyya. Die Gottgehorsame befragte den Propheten nach der religiösen Rechtmäßigkeit ihrer täglichen Arbeit und Allahs Sprecher stellte fest:

    أشمِّي ولا تنهَكي
    ašimmī wa-lā tanhakī
    [Cut] slightly and do not overdo it
    [Schneide] leicht und übertreibe nicht

    Oder Mohammed verkündete den Willen des Himmels so:

    اختفضن ولا تنهكن
    iḫtafiḍna wa-lā tanhikna
    Cut [slightly] without exaggeration
    Schneide [leicht] und ohne Übertreibung

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