Das Ende der sozialdemokratischen Epoche

Die sozialdemokratische Ära neigt sich dem Ende zu. Jene Länder, die mit dem interventionistischen Wohlfahrtsstaat fortfahren, werden in den Staatsbankrott und in wirtschaftliche Not geraten. Mehr Sozialismus wäre noch schlimmer, da er neben den materiellen Entbehrungen zusätzlich politische Unterdrückung brächte. Der Ausweg ist ein marktwirtschaftlicher Kapitalismus, der Staat und Politik ersetzen wird. weiter hier

9 comments

  1. sokrates9

    Hervorragender Artikel! Nur leider übersieht der Autor dass die sozialistische, kommunistische Indoktrination immer mehr zunimmt! Wenn in Frankreich jetzt schon 3- jährige in den Zwangskindergarten kommen um „soziale Kompetenz“ zu lernen damit die Chancengleichheit gesichert wird??- ( und der Ali dadurch dann sofort Mathematikgenie wird ?)- (gestriger Bericht im ORF 2)- ist die Frage ob dieses Konzept aufgehen kann! Unsere sozialistisch indoktrinierten 2akademischen“ Kindergärtnerinnen werden sicherlich die Individualität und das freie Unternehmertum der Kinder massiv fördern!Beginn 8Uhr – die Mütter müssen schließlich sich als Billaverkäuferin profilieren – 9 Uhr 30 Brotzeit 11 Uhr kollektives Nickerchen – genau halbe Stund usw, da wird der Individualismus massiv gefördert! PISA zeigt dass uns die Asiaten hier total abhängen!

  2. Lisa

    Ein paar bedenkenswerte Punkte im Artikel (Parteipolitik etwa, weniger Staatseingriffe). Es geht indes auch heute schon nicht darum, wie man eine Arbeit, sondern darum, wie man Geld erhält. Die so hochgelobte Produktivität – auch wenn sie dannzumal durch Roboter, 3D-Drucker o.ä. und nicht direkt durch Menschen erreicht wird – braucht ja Absatzmärkte und Kaufkraft. Roboter-/Produktionsmittelhertsteller sind dann wohl die einzigen, die noch für Geld arbeiten müssen. Die andern wären dann frei? Auf welche Weise für die Kaufkraft die „Lebenshaltungskosten gesenkt werden müssen“ wird aber nicht einmal angedeutet.
    @sokrats9: In F ist das seit Generationen so: dir Kindergarten ist da eine Art Vorschule, das Eintrittsalter flexibel: das Kind muss etwa zwei Jahre alt sein, sprechen, sich anziehen und aufs Klo gehen können. Da Migranten ihre Sprösslinge nicht in erster Linie zu Unabhängigkeit, Wissensaneignung und Selbständigkeit erziehen, sondern zu patriarchalem Gehorsam, Familientreue und Mama-Abhängigkeit, beissen sich die Sozialisationssysteme. So versuchen sie, die Kleinen möglichst lange von der obligatorischen Schulpflicht wegzuhalten, die auch in F erst zwischen vier und spätestens ab sechs angesetzt ist. Wenn Macron die école maternelle nun ab drei – da ist denn wohl auch ein Brustkind endlich entwöhnt 🙂 – zum Obligatorium erklärt. wird er vielleicht bessere Schüler heranzüchten, aber innerhalb der Familien/Communities noch mehr Generationenkonflikte hervorrufen. Zudem ist ein guter Schulabschluss in F noch lange kein Garant dafür, dass mans in die Gesellschaft geschafft hat… Königshof und Adel sind trotz Revolution noch in den Köpfen und Herzen… Es reicht, die Lohnunterscheide zwischen Handwerksberufen und den andern anzusehen…

  3. Falke

    Dazu „passen“ die Fantasie-Vorstellungen des Gründers und Eigentümers der „dm“-Kette, gestern bei Markus Lanz genauer vorgestellt. Demnach soll jeder – vom Säugling bis zum Greis, einschließlich Millionäre und Milliardäre – ein monatliches Grundeinkommen von 1000-1500 Euro erhalten, finanziert durch 50-100% Steuer auf jedes Produkt. Der Herr ist allerdings schon sehr alt, das mag als Entschuldigung gelten.

  4. bill47

    Schon 1930 hat John Maynard Keynes prophezeit, dass, wegen der Automatisierung in der Produktion, die wöchentliche Arbeitszeit bis zur vergangenen Jahrtausendwende auf etwa 15 Stunden wöchentlich reduzieren würde. Hat’s nicht gespielt. Arbeitsplätze, die durch Automatisierung verloren gehen wurden und werden durch neue Arbeitsplätze ersetzt.

  5. sokrates9

    lisa@ Sehen sie Macron`s Vorschlag positiv oder negativ? Völlig Emotionslos: Ist das französische Ausbildungssystem für eine freie Wirtschaft und Gesellschaft erstrebenswert??

  6. Marcel Elsener

    @sokrates9
    Richtig, die sozialistische/kommunistische Indoktrination nimmt derzeit zu. Aber nimmt auch ihre Wirksamkeit zu? Oder ist es nicht eher so, dass der Aufwand der Indoktrination stetig zunimmt, und man mit der zunehmenden Indoktrination in den Mainstreammedien inzwischen bestenfalls noch auf der Stelle tritt? Und was passiert, wenn die Indoktrinierten in der völlig andersartigen Realität aufschlagen? Bricht dann nicht schlagartig die sozialistische/kommunistische Illusion zusammen? Wir leben in höchst interessanten Zeiten.

    Für mich sind das, was die Indoktrinatoren derzeit veranstalten, eindeutig Verzweiflungstaten. Man versucht mit immer mehr Einsatz den Status quo beizubehalten; aber zu mehr reicht es nicht. Im Gegenteil! Die Massenmedien, welche die Indoktrination mittragen, werden immer unglaubwürdiger.

  7. Johannes

    Zu Beginn des Industriezeitalters gab es den reinen Kapitalismus, die Folge war das entstehen des Sozialismus und das hat einen einfachen Grund, viele, sehr viele Menschen wurden so ausgenützt das sie schwere körperliche Schäden davontrugen, ihre Familien trotz Arbeit nicht ernähren konnten, keine Wohnungen und kein menschenwürdiges Leben möglich war, für Arbeiter.
    Warum der Kapitalismus, der reine Kapitalismus es diesmal humaner machen würde entschließt sich mir.
    Nur weil die Sozis in die Jahre gekommen sind und nicht mehr wissen was sie noch fordern sollen, heißt das meiner Meinung nach nicht das wir ohne soziales Gewissen gedeihlich leben können.
    Kapitalismus und Kommunismus sind zwei Extreme denen ich sehr vorsichtig begegne, ich bin für Leistung und ich bin für Gerechtigkeit, ich weiß das sind dehnbare Begriffe aber nur wenn wir mit Augenmaß und ehrlich agieren kann es eine Symbiose sein.
    Und gerade das scheint mir verloren gegangen zu sein, ich weiß nicht aber bei Sallinger und Benya hatte ich als Kind immer das Gefühl die beiden wissen wie man es macht.

  8. Lisa

    @sokrates9: Macrons Vorschlag ist, wie erwähnt, gut für bessere Sprach- und Schullesitungen, wird aber über kurz oder lang als Vergewaltigung anderer Kulturen kritisiert werden (s. etwa Erdogans Aufforderung, die Türken in D sollten sich nicht integrieren!). Für ehrgeizige und und/oder bildungsnahe Kinder ist das französische Schulsystem okay. Der Bruch zwischen zukünftigen blue und white collar entsteht ab etwa elf Jahren, wenn die Sprache elaborierter und viel Abstraktionsvermögen verlangt wird. Auch wenn das System für das ganze Land gilt, die Berufsausbildung steht dann noch mal auf einem andern Blatt. Was die Wirtschaft betrifft, besteht ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Der Norden ist durchaus mit (West-)D vergleichbar. In der CH wurde vor Jahrzehnten , um dem Vorwurf der Kulturentfremdung auszuweichen, von sog. Linksparteien Unterricht in „heimatlicher Sprache und Kultur“ eingeführt, nicht beachtend (oder lalkulier?), dass damit a. unterschwellig gehofft wurde, dass man die bald wieder würde abschieben können, da sie dank dieser Massnahme den Schulanschluss im Heimatland ja nun schnell finden wüden und es b. alles andere als sozial ist, eine Gruppe gesondert zu unterrichten und damit ihre Besonderheit zu akzentuieren. Aber das ist num mal der Unterschied zwischen sozial und sozialistisch…

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