Das Geheimnis des Kern-Effektes

Hans Bürger im ORF zum schlechten Abschneiden der SPÖ in Salzburg: »Der ‚Kern-Effekt‘ ist nicht zum Tragen gekommen.« Ich glaube schon. Thomas Eppinger)

24 comments

  1. Der Realist

    Wieso schlechtes Abschneiden? Die Genossen sind eh vor der FPÖ, das war ja das Wahlziel, war ja auch jahrelang das einzige Wahlprogramm der Grünen, nur ist das halt nie wirklich bei den Wählern angekommen.

  2. Rado

    Die SPÖ setzt langfristig ohnehin auf den Erdogan-Effekt. Die umworbenen Türken scheinen aber diesmal zuhause geblieben zu sein.

  3. Kluftinger

    @ Der Realist
    Die Freude der Genossen in Salzburg ist deshalb getrübt, weil sie genau wissen – und so viel Realismus traut man ihnen zu – dass sie nur deshalb noch vor der FPÖ liegen, weil es in Salzburg die FPS mit Karl Schnell gibt (gegeben hat?). Sonst würde auch in Salzburg die Welt anders aussehen.

  4. sokrates9

    Der Kerneffekt wird bewirken dass die SPÖ sich schnell einstelligen Wahlergebnissen nähert!

  5. Gerald Steinbach

    Christian Peter
    Wie hätte das Ergebnis lauten müssen, um ihren Gute Nacht Sager zu einen Wunderschönen Guten Morgen Sager zu bekommen
    Kritik ja, aber eine Alternative dann anbieten

  6. Christian Peter

    @Gerald Steinbach

    Alternativlos, wie ehemals die SED in der DDR ? Es gibt mehr als genug Parteien in Österreich, noch nie sind mehr Parteien / Listen angetreten, als bei den Nationalratswahlen 2017. Dennoch habe sich knapp 85 % (!!!?) der Bürger für die seit 70 Jahren regierenden ÖVP, SPÖ und FPÖ entschieden.

  7. Falke

    (etwas O.T.): Schlagzeile auf der ORF-Homepage: „Kritik aus ÖVP an Gudenus wegen Soros-Aussagen“. Wer es noch nicht gelesen hat: dreimal dürfen Sie raten, woher diese Kritik „aus“ der ÖVP kommt! Richtig: von Othmar Karas. Für ihn eine „skandalöse Entgleisung“. Man muss sich langsam fragen, wie lange Kurz sich diese Lachnummer im EU-Parlament noch leisten will.

  8. Rado

    @Christian Peter
    Hm naja: da wäre dann:
    https://www.salzburg.gv.at/stat/wahlen/ltw/index.html

    Die NEOS, Nudelsieb- Antihofer und Haselsteinerpartei, ist jetzt eh im Landtag, dort wird sich sich bewähren dürfen.
    Die Grünen: Eigentlich keine Altpartei, Ihrer Definition nach, aber in der alten L-Regierung. Die hatten ihre Chance und wurden vom Wähler geschasst.
    Dann waren da noch:
    -Die FPS des Karl Schnell, dem geschassten alt FPÖ-Landeschef
    -Die KPÖ+ (nehme an, „Plus“ irgendwelche geschassten ex-Jungen Grünen)
    -Liste Mayr (ehemals Stronach, geschasst, davor ÖVP)
    -CPÖ (Christliche Partei Österreichs)
    Also ich weiß ja nicht, was an denen da so toll sein sollte, dass die Leute scharenweise anlocken könnte.

  9. Gerald Steinbach

    Rado
    Danke für die Liste

    Christian
    Da möchte ich mich user Rado zustimmen, die Alternativen schauen wirklich nicht toll aus und Nichtwählen macht auch keinen schlanken Fuß

  10. Christian Peter

    @Rado

    Immerhin kandidierte mit der Christlichen Partei Österreich eine Partei, die um Welten wählbarer ist als die (Ur-) Altparteien ÖVP und FPÖ. Außerdem gibt es keine Wahlpflicht in Österreich, d.h. niemand wird gezwungen, Parteien zu wählen, von denen er nicht überzeugt ist. Aber es ist in Österreich doch völlig egal, welche und wie viele Parteien / Listen zur Wahl antreten (siehe Nationalratswahlen 2017), es werden ohnehin seit 70 Jahren immer immer dieselben Parteien gewählt – derartige politische Verhältnisse wie in Österreich (und Deutschland), gibt es nirgendwo in Europa. Selbst in den schlimmsten Diktaturen Afrikas gibt es häufigere Regierungswechsel als in der Bananenrepubliken Österreich.

  11. Rado

    @Christian Peter
    So unrecht haben Sie allerdings nicht. Einige haben es Mithilfe in Jahrzehnten aufgestellter Apparate, Medien und Verflechtungen und Strömen aus Geld, welches ihnen nicht gehört, geschafft, sich gegen Wahlen und Veränderungen weitgehend zu Immunisieren.

  12. Christian Peter

    @Rado

    Sowieso. In totalen Parteienstaaten werden die Bürger immer die Machthaber wählen. Man müsste in Österreich zuallererst der Einfluss der Parteien minimieren, aber wer sollte es tun, wenn es keine Regierungswechsel gibt und immer dieselben Parteien regieren ?

  13. Rennziege

    Merkwürdiges Sammelsurium verdrängter Komplexe hier. Die Salzburger Landtagswahl lief demokratisch und rechtlich einwandfrei ab. Wozu also dieses skurrile Lamentieren?
    Immerhin dürfen wir erfahren, welche bunten (aber seltenen) Vögel ein Christian Peter, der wasserdichte Guru dieses Blogs, mit seinem Wahlzettel eventuell geehrt hätte.

  14. Rennziege

    Der sogenannte Kern-Effekt, mit Verlaub, wird zu einer verzweifelten Kernspaltung der SPÖ führen — sosehr alles, was mit Atomen auch nur rudimentär zu tun hat, in rotgrünen Kreisen des Teufels ist. Der Exkanzler, der stets nur hohle Sprechblasen von sich gegeben hat, wartet halt auf ein Job-Angebot aus der Industrie; aber die, sofern nicht staatsnah, wird sich hüten. Schließlich war auch Kerns ÖBB-Karriere … na ja, lassen wir das lieber unerwähnt.

    23. APRIL 2018 – 16:54 — Rado
    Alle politischen Manöver sind PR-Maßnahmen. Manche gelingen, manche nicht. Da helfen keine Pillen.
    Wenn ein überraschend selbstbewusster Frischling wie Sebastian Kurz es schafft, „eine Parteiruine wie die ÖVP österreichweit … zu liften“, wie Sie sagen, läuft alles in dieser Demokrate rund, sehr rund sogar. Wo ist Ihr Problem?

  15. Christian Peter

    @Rennziege

    Das Problem in diesem Zusammenhang ist, dass mit dem Marketing – Gag ,Liste Kurz‘ ein Etikettenschwindel betrieben wurde, was auch aus rechtlicher Sicht bedenklich ist, da die Bevölkerung getäuscht wird. Eigentlich dürfte es gar nicht zulässig sein, dass Parteien bei Wahlen unter anderen Bezeichnungen antreten. Aber zumindest hätte die Liste Kurz als vermeintlich neue Partei am Wahlzettel nicht den Platz der ÖVP einnehmen dürfen, sondern hätte zum Schluss gereiht werden müssen – dann hätte das Wahlergebnis vermutlich ganz anders ausgesehen.

  16. Rennziege

    23. APRIL 2018 – 21:53 — Christian Peter
    @Rennziege
    Etilkettenschwindel? Ihre Vermutungen in allen Ehren, Herr Peter. Aber meines bescheidenen Wissens dürfen sich Firmen, Parteien und Sportvereine tagtäglich umbenennen, wie sie lustig sind. Sie argumentieren wie immer: mit Unterstellungen und wolkigem Gewäsch. 23. APRIL 2018 – 21:53

    Vorschlag zur Güte: Dienen Sie sich die paar Zentimeter hoch zum nächsten roten Kanzlerkandidaten! Vielleicht reichen dieser bankrotten Partei ja Ihre hiesigen löwelstraßigen Postings als Qualifikation. Nur Mut!
    Hinter dem ohnedies ermüdeten Kern-Buam ist viel Platz. Und der Herr Silberstein ist wieder einmal zufallsfrei.

  17. Rado

    @Rennziege
    Mein Problem ist das „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht …“
    Die ÖVP hat ja eine Vergangenheit, die den Wählern daraus besteht (bestand) sich als etwas auszugeben, was sie nicht ist.
    Das ist jetzt aber nicht neu für Sie oder?

  18. Christian Peter

    @Rennziege

    Sie irren, weil Sie wenig Ahnung haben. Die Liste Kurz hätte als vermeintlich neue Partei nicht den Platz der ÖVP einnehmen dürfen, sondern hätte auf dem Wahlzettel hinten gereiht werden müssen, wie alle anderen neuen Parteien. Es hat entsprechende Wahlanfechtungen gegeben, die aber skandalöserweise abgewiesen wurden.

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