Das Geld der Sparer ist schon weg, sie wissen es bloß nicht

„……Offensichtlich können Nationen von einer Art geistigem Fieber befallen werden. Dieses Fieber geht in der Regel von den Eliten aus, die den wirtschaftlichen Folgen ihrer Fehlentscheidungen weitgehend enthoben sind. Erst wenn der Schmerz der gegängelten und ausgepressten Bürger größer ist als ihre Angst vor Veränderung, kommt es zur Katharsis.“ (weiter hier)

7 comments

  1. Humanist

    meine süsse tochter guckt grad pippi langstrumpf, während ich diesen artikel lese. Hans Werner Sinns letztes buch las ich unlängst. Das alles kongruiert irgendwie. Traurig. Meine kinder tun mir leid, ich nicht.

  2. Christian Peter

    Nicht die Gemeinschaftswährung ist das Grundübel, sondern ein nicht funktionierender Binnenmarkt, dass sollte mittlerweile jedem klar sein, der es schafft, 1 + 1 zusammenzuzählen. Freihandel macht nur Sinn, wenn alle Partner davon profitieren, ist dies nicht der Fall, müssen Freihandelsabkommen nachverhandelt oder gekündigt werden (wie z.B. aktuellen in den USA durch Donald Trump). Zwei Dutzend Volkswirtschaften in Europa auf Gedeih und Verderb in einen Binnenmarkt zu zwingen – das muss zu einer Katastrophe führen.

  3. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Italien hat über 130% Schulden in Relation zum Sozialprodukt.“

    Alleine diese „Berechnungsmethode“ zeigt, wie falsch das ganze System ist; die Schulden sollten in Relation zum Steueraufkommen berechnet werden; das wäre ehrlicher

  4. Namor

    Auf den Tod läßt sichs gut schimpfen, auch ohne ein ewiges Leben in der Hinterhand zu haben.

    Angenommen das System ist gar nicht schlecht sondern hervorragend, angesichts des Dramas das im Leben steckt. Das Problem sind die stetig zunehmenden Schulden. Die kann man auch ohne Euro haben, wie fast jedes Land von Marokko bis Japan.

    Schulden sind solange kein Problem, solange man sie nicht begleichen muss. Und selbst dann sind sie kein Problem, wenn man genug Souveränität besitzt um die Zahlung unbeschadet zu verweigern. Kommt nun darauf an, bei wem man Schulden hat, bei Oma Lotte oder einem US Hedge Fonds.

    Der Artikel gibt schon mal etwas Licht ins Dunkel der Staatsschulden. 1800 Mrd Euro leisten sich LVs, Banken (Eigenkapital?), Pensionskassen, etc. Vermutlich auch die Sozialkassen (private KK in Deutschland haben, soweit ich weiss, 250 Mrd, Rückstellungen). Vermutlich sind über Umwege auch die ganzen Rücklagen der Eigentümergemeinschaften von Immos dort veranlagt. Lauter Guthaben von MaxMustermann.

    Immer mehr Schulden, das System kollabiert, es trifft den kleinen Mann. Alles ganz böse, klare Sache. Nur hat wer ein besseres System, das dann auch tasächlich funktioniert, in der Hinterhand? Anders gefragt, was könnte das gut am jetzigen System sein. Was ist gut am Leben, wenn es letztlich doch im Tod endet?

    Die Schulden der Staaten (salopp die Guthaben der Bürger) kamen ja irgendwie in die Welt. Ich habe ein Guthaben (salopp der Staatschuldet mir) ja nicht geschenkt bekommen. Sondern in aller Regel dafür gearbeitet (PKs, Sozialkassen, aber auch LVs und Bankkonto). Der Mehrwert (A) meiner Arbeit behält sich heute nicht nur der Kapitalist ein, nein der teilt sich meinen Mehrwert mit dem Saat (Sozialsteuern und Normalsteuern) (B). Und weil mir immer noch zu viel bleibt, kassiert der Staat diesen weiteren Mehrwert (alles Mehr als ich zum Leben brauche) (C) über Schulden. Genau genommen leiht er sich meinen Mehrwert (C) offiziell. Wenn aber der Ausfall wie im Artikel beschrieben kommt, wird aus dem leihen ein einkassieren.

    Wohlstand und Entwicklung kommt nicht von ungefähr. Japan und Deutschland haben die fleißigsten, ordentlichsten und gewissenhaftesten Menschen. Deshalb läuft es dort gut (klar kann man sich das Leben schwer machen, wie Deutschland seit geraumer Zeit zeigt). Es läuft eben auch gut, weil die Menschen mehr arbeiten als sie müßten und dieser Mehrwert (B+C) für „Allgemeinwohl“ verwendet werden kann. Von Krabbelstuben über Gemeindepsychiatrie bis zur Palliativstation. Dazwischen ein paar Museen, Brücken und Eurofighter.

    Das Leben ist hart, für die Eiche die gegen die Buche gewinnt und gegen den Efeu verliert. Es ist eine Entscheidung ob das Leben gut ist, mit all den Schmerz und Siechtum. Einen Himmel auf Erden wird es nie geben. Unser jetziges System ist auch kein Himmel, aber hat bisher erstaunlich gut funktioniert, nicht trotz, sondern sicher auch wegen der stetig steigenden Staatsverschuldung.

  5. Falke

    @Humanist
    Ich hoffe, Ihre Tochter sieht die Originalversion von Pippi Langstrumpf, und nicht eine „moderne“, gegenderte und von allem Rassismus und Sexismus befreite… 🙂

  6. Gerald Steinbach

    Falke
    „gegenderte und von allem Rassismus und Sexismus befreite“ „“

    Ich würde ich die Terry Langstrumpf empfehlen, sie brauchen nur einmal runter scrollen, garantiert Rassismus frei und nur lustige Gesichter

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