Das Problem sind die vielen Kinder

(VOLKER SEITZ) Der französische Präsident Emmanuel Macron hielt am 28. November 2017 in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, in der dortigen Universität eine Grundsatzrede, die ich auch gerne mal von einem deutschen Politiker gehört hätte:

„Es gibt in Afrika viele Familien mit sieben, acht oder neun Kindern pro Frau. Sind Sie sicher, dass dies jedes Mal die Entscheidung der jungen Frauen war? Ich will, dass ein junges Mädchen darüber entscheiden darf, ob sie mit 13 oder 14 Jahren heiratet und Kinder bekommt.“

Bereits im Juli 2017 beim G20-Gipfel in Hamburg sagte Macron, dass die beste Entwicklungshilfe nicht funktionieren könne, wenn afrikanische Frauen weiterhin sieben oder acht Kinder bekämen. Eine Verbesserung der Bildungschancen, insbesondere für Mädchen und Frauen, hätte viele positive Auswirkungen, besonders auf die Wirtschaft und die Gesundheit. (weiter hier)

17 comments

  1. Gerald Steinbach

    „Ich will, dass ein junges Mädchen darüber entscheiden darf, ob sie mit 13 oder 14 Jahren heiratet und Kinder bekommt.“
    Ich möchte überhaupt kein 13 jähriges Mädchen verheiratet sehen, Herr macron

  2. Astuga

    @Gerald Steinbach – macron passt sich eben bereits an die realitäten des kalifats in frankreich an.

  3. Johann Sebastian

    Beziehungsweise hat er in ja in disem Alter seine Frau kennen gelernt…….

  4. Johann Sebastian

    Beziehungsweise hat er selbst ja in diesem Alter seine Frau kennen gelernt…….

  5. Reini

    Warum will man dann diese Problem nach Europa importieren? … Afrika kann sich nur selbst helfen! Jeder weitere Eingriff von Europäern hat bisher den Schaden vergrößert! Man kann durchaus den Vergleich mit der australischen Karnickelplage machen. Ein weiteres finanzielles Anfüttern verschlimmert die Lage nur,…

  6. Falke

    Jetzt weiß man endlich, was an der frühen Heirat und am Kinderreichtum afrikanischer Mädchen und Frauen tatsächlich schuld ist: natürlich der Klimawandel, was sonst! Steht heute als Schlagzeile mit (Fake-)Foto auf der ORF-Homepage: http://orf.at/stories/2417134/

  7. KTMtreiber

    @Falke:

    Mein Sohn lernte vor noch gar nicht langer Zeit in der VS, dass die vielen Kuhfürze und Autoabgase schuld seien, dass nun die „wenigen“ Eisbären, einsam, hilf- und herrenlos auf einzelnen Schollen quer durch die Arktis treiben.
    Hat er sich übrigens gemerkt, was ihn jedoch nicht wirklich von einem guten t-bone- Steak abhält, beseelt von dem Wunsch, wenn er groß ist, einen dicken V8 zu fahren … 😉

  8. Mona Rieboldt

    Wenn Macron schon das Richtige macht und in Afrika das Thema der zuviel Menschen, die zu starke Vermehrung anspricht, sollte das nicht hier negiert werden. Kein deutscher Politiker hat sich bis jetzt getraut, das Thema der Überbevölkerung in Afrika anzusprechen. Und Deutschland zahlt seit den 60er Jahren Entwicklungshilfe, die nur in den Taschen der korrupten afrikanischen Oberschicht landet, den Regierenden. Entwicklungshilfe sollte an Familienplanung gekoppelt werden.

    Dass gerade in dieser Sache Macron lächerlich gemacht wird, weil er eine ältere Frau geheiratet hat, geht an der Sache völlig vorbei. Wenn ein Mann eine 40 Jahre jüngere Frau heiratet, dann ist das wohl für Euch in Ordnung. Man kann sich auch kleingeistig geben.

    Ich mag Macron nicht, weil er deutsches Geld haben will und eine Schulden-Union. damit D noch die Südländer füttert. Es kommt nicht von ungefähr, dass Macron und auch Griechenland den SPD-Schulz „anflehen“, eine Groko zu machen.

    Aber in der Afrikarede hat er das Richtige angesprochen, was nicht einer der deutschen Politiker je gewagt hat.

  9. Gerald Steinbach

    KTMtreiber

    Ich kann den Vorschlag durchaus etwas abgewinnen, in Frankreich ist der Point of no return bereits erreicht, wie so etwas dann durchführbar ist erschließt sich mir aber nicht

  10. astuga

    @Mona Rieboldt
    Das mag schon sein, das Problem sind aber nicht nur die vielen Kinder…
    Das Problem ist auch, dass sich in Afrika oder im Arabischen Raum niemand dafür interessiert, was ein Macron (mit wenigen Jahren politischer Halbwertszeit, als Weißer, Christ, Franzose, Europäer und selbst kinderlos mit einer viel älteren Frau verheiratet – gerade das respektiert in Afrika niemand) an der Universität von Ouagadougou in einem Halbsatz von sich gibt.

    Da hat wahrscheinlich jeder chinesische Botschafter dort mehr politisches Gewicht.
    Wenn man für eine Generation ca. 30 Jahre ansetzt, dann zeigt eine solche Politik im Idealfall frühesten in 20-30 Jahren Wirkung.
    Denn alle jetzt bereits lebenden Afrikaner (auch die Nordafrikaner und Araber im Nahen Osten) werden in der Mehrzahl einfach ihren jetzigen Lebensstil fortführen.

    Also selbst diesen Idealfall wird keiner von uns mehr erleben, aber ich glaube ohnehin nicht an Wunder.

  11. astuga

    @Gerald Steinbach & KTMtreiber

    Wenn diese Leute bereits nicht in ihren eigenen Herkunftsländer verblieben sind, warum sollten sie sich dann in Zukunft auf „ihre“ Gebiete innerhalb Frankreichs oder Europas beschränken?

  12. Johannes

    Die Überschrift kann missverstanden werden, das Problem sind die geschlechtsreifen Männer und Frauen die entgegen jeder Verantwortung Kinder zeugen.
    Ich las kürzlich über eine gewisse Dambisa Moyo was sie sagte sollte dem Westen zu denken geben, sie sagte unter anderem China habe in den letzten 5 bis 10 Jahren mehr für Infrastruktur und Arbeitsplatzbeschaffung in Afrika weitergebracht als Europa mit seinen Hilfsprogrammen in 60 Jahren.
    Als Grund nannte sie, der Westen und mit ihm die ganze Popstar-Community setze nur auf Mitleid und Geschenke während China echte Wirtschaftsbeziehungen aufbaut.
    Sicherlich nicht uneigennützig von China aber wohl gerade deshalb so effektiv würde ich meinen.

  13. Mona Rieboldt

    astuga
    Ja sicher, die Rede Macrons wird nichts ändern. Seit den 60er Jahren zahlt Deutschland Entwicklungshilfe und noch nie hat ein deutscher Politiker gewagt, das Problem der Überbevölkerung in Afrika anzusprechen. So gesehen, finde ich die Rede Macrons positiv, auch wenn sie nichts bewirkt.

    Ihr habt in A jetzt die „Ehe für alle“, da können u.a. zwei Männer heiraten. Da ist es doch wirklich egal, ob Macron eine viel ältere Frau geheiratet hat.

  14. Johann Sebastian

    Es geht nicht darum, wie viele Jahre aelter die Frau ist. Wenn sich ein 35-jaehriger Lehrer mit 3 Kindern von seiner Frau scheiden laesst, um eine Affaere mit einer 15jaehrigen Schuelerin einzugehen, moechte ich die Kommentare lesen. Was das psychologisch ueber die Frau (die 3 Kinder fuer ein neues „Kind“aufgibt) oder den „Buben“ aussagt, mag sich jeder selbst denken. Freud taet‘ sich freuen.

  15. astuga

    @Mona Rieboldt & Johann Sebastian
    Mir ging es gar nicht um solche Überlegungen oder gar um Werturteile, sondern einfach darum, dass in Afrika wie im Orient von einem Mann erwartet wird, dass er Frau(-en) und Kinder hat.
    Eventuell auch noch mindestens eine Geliebte.

    Erst recht bei einem Mann mit Macht, Geld und Einfluss.
    Sonst fragt man sich, was mit dem nicht stimmt.
    Da akzeptiert man stillschweigend eher noch, dass einer homosexuell ist, als dass er kinderlos mit einer Alten (pardon!) durch die Weltgeschichte schreitet.

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