Das Trump-Merkel-Medien-Paradoxon

(WERNER REICHEL) Zu meinem morgendlichen Aufstehritual gehört neben Duschen, Zähneputzen und Kaffeetrinken mittlerweile auch der tägliche Trump-Hass-und-Hetz-Beitrag im Ö1-Morgenjournal. Ohne ihn würde mir etwas fehlen. Der ORF enttäuscht mich aber selten. Irgendetwas hat er ja immer angestellt, dieser dumme, weiße, alte, heterosexuelle, kapitalistische Mann. Irgendein Haar in der Suppe finden sie immer. Wenn er etwa wichtige Fortschritte im Nordkoreakonflikt erzielt, jammern sie, dass er mit Kim Jong-un überhaupt gesprochen hat. Er kann einfach nichts richtig machen. Der Depp.
Diese Woche wurde unter anderem Ö1-Morgenjournal etwa die Entscheidung der USA, den UN-Menschenrechtsrat zu verlassen, heftig kritisiert. Dabei sind die Gründe für diesen Schritt absolut nachvollziehbar. Wenn Länder wie Saudi-Arabien, Afghanistan oder Nigeria sich um die Einhaltung der Menschenrechte auf der Welt kümmern, dann ist das eine Farce. Nicht wenige Staaten in diesem seltsamen UN-Menschenrechtsverein haben die „Kairoer Erklärung“ unterzeichnet, für sie steht also die Scharia über der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“. Realsatire.
Dass sich der UN-Menschenrechtsrat mit Vorliebe Israel vorknöpft, während er bei vielen anderen Staaten doch recht großzügig selbst über gröbste Verstöße gegen die Menschenrechte hinwegsieht, ist die logische Folge. Es ist wie bei den meisten anderen heftig kritisierten politischen Entscheidungen Trumps, wenn man näher hinsieht, wenn man die linken Halbwahrheiten, Verdrehungen, Auslassungen, Umdeutungen und kreativen Übersetzungen vom Englischen ins Deutsche berücksichtigt, erscheinen sie plötzlich in einem ganz anderen Licht.

Es ist schon seltsam, wenn ein US-Präsident Tag für Tag fatale politische Fehlentscheidungen trifft, wie uns das die meisten linken Mainstreammedien unentwegt weismachen wollen, dann müsste nach über einem Jahr Amtszeit das Land längst in Trümmern liegen, im Chaos versinken und die Bürger rebellieren. Und Angesichts der militärischen und wirtschaftlichen Stärke der USA müsste die ganze Welt darunter leiden. Interessanterweise ist das Gegenteil der Fall. Die Arbeitslosenrate in den USA ist so niedrig wie seit Jahrzehnten nicht mehr, das gilt auch für Afroamerikaner, der Wirtschaft geht es blendet, Tendenz positiv, Trumps Popularitätswerte sind anhaltend hoch und im Gegensatz zu seinem von den Linken verehrten Vorgänger Obama hält er sich beim Krieg führen und Bombardieren anderer Länder zurück.
Während Trump also alles falsch macht, ist es bei Angela Merkel genau umgekehrt. Die Mutti-Figur der linken Multikultiapologeten in Politik und Medien macht, egal wie verheerend und blutig die Folgen ihres Tuns auch immer sein mögen, alles richtig. Sie gilt in diesen Kreisen mehr denn je als weise und vorausschauende Staatslenkerin, als Fels in der rechtspopulistischen Brandung, gar als „Weltkanzlerin“. Ihre Kritiker und Widersacher, allen voran der ohnehin harmlose und knieweiche Seehofer, werden hingegen als Bedrohung für Demokratie, Europa und den Frieden an den medialen Pranger gestellt. Diesen rechten Lumpen gehe es nicht um das Land, sondern nur um ihre eigene Macht, so die linke Journaille. Sie meinen das ernst. Eines der Leitmedien dieses Milieus, der Spiegel, versteigt sich gar zu solchen Aussagen: „Mit seiner Agitation gegen Merkel befördert Seehofer eine Politik, die Tausende von Opfern fordern wird.“ Der war gut. Die anderen linken Medienschafe trotten hinterher.
Deutschland ist international zunehmend isoliert und wird selbst von jenen Ländern verarscht, die von den Geldströmen aus Germany abhängig sind, allen voran Frankreich. Außerhalb der EU ist Deutschland ohnehin nur noch eine Lachnummer. Die Chinesen verspotten Merkel gerne als „Baizuo“, als naiven europäischen Gutmenschen. Die Baizuo-Frau tourt derzeit durch Europa, um den Konflikt mit der CSU beizulegen, indem sie bilaterale Verträge mit Frankreich, Italien und anderen Staaten abschließt. Das werden zwei sehr teure Wochen für die deutschen Steuerzahler. Denn um an der Macht zu bleiben, ist Merkel zu allem bereit, das weiß man in Rom, in Paris und in Athen. Macron hat schon mal den Anfang gemacht und für ein paar vage Zusagen an Merkel bekommt er sein heißersehntes Eurozonen-Budget. Damit können Frankreich, Griechenland und Co. Deutschland ungehemmt ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Sie wird noch mehr weitreichende und teure Zugeständnisse machen müssen. Diese windigen und sündteuren bilateralen Verträge dann auch noch „europäische Lösung“ zu verkaufen, ist mehr als dreist.
Merkel hat die EU mit ihrer irrwitzigen Zuwanderungspolitik tief gespalten und steht mittlerweile mehr oder weniger allein da. Unterstützung kommt nur noch von den linken Parteien und den Medien in Deutschland und der EU. Auch innenpolitisch sieht es nicht besser aus. Auch die deutsche Gesellschaft ist tief gespalten, Merkels Einwanderungspolitik verschlingt Milliarden. Ohne jede Aussicht auf Besserung. Die Schäden ihrer Politik der offenen Grenzen sind irreversibel und die in Gang gesetzten Prozesse werden Deutschland über kurz oder lang in einen Dritte-Welt-Staat verwandeln. Schon jetzt ist der Unterschied zwischen dem versifften Berlin zu asiatischen Metropolen wie Singapur, Taipeh oder Tokio ebenso augenscheinlich wie schmerzhaft.
Wir stehen erst am Anfang dieser unheilvollen Entwicklung. Dass Trump mit seiner viel kritisierten und angeblich unmenschlichen Einwanderungspolitik grundsätzlich richtig liegt, werden die linken Europäer noch leidvoll erkennen müssen. Irgendwann wird man sich seine Schutzsuchenden und ihre Ansprüche und Erwartungen auch mit en heiß laufenden Gelddruckmaschinen nicht mehr leisten können. Immer mehr Leistungsträger wandern ohnehin ab, unter anderem in das Reich des bösen Trump.
Eine restriktive und kluge Einwanderungspolitik ist längst zur Existenzfrage für die Nationen der Ersten Welt geworden. Auch hier ist Trump rechtzugeben, wenn er sagt: „If you don’t have borders, you don’t have a country.“ Und Grenzen hat man nur, wenn man sie auch zu schützen bereit ist.
Noch können sich die europäischen Multikultiapologeten, gestützt auf kreativ gestaltete und interpretierte deutsche Kriminalstatistiken, über Trumps Einwanderungspolitik echauffieren. Dass die Kriminalität im multikulturellen Deutschland laut Medien und Politik zurückgeht, liegt vor allem daran, dass Laden-, Taschendiebstähle und andere harmlose Delikte gar nicht mehr angezeigt werden, weil die Bevölkerung längst resigniert hat und ihnen die Polizei ohnehin nicht mehr nachgeht. Ein Bremer Polizist hat unlängst angemerkt, dass alleine in seiner Stadt wegen Überlastung ca. 10.000 Verbrechen unbearbeitet sind und damit in keiner Statistik aufscheinen. Bei den Gewaltverbrechen geht die Kurve ohnehin steil nach oben. Wie lange kann und will man sich eigentlich noch auf diese Weise durchschummeln?
Würde man die linken Mainstreammedien ernst nehmen, müssten die Deutschen in einem bunten Multikultiparadies, in dem afghanische Techniker und syrische Wissenschaftler für Wohlstand und Fortschritt sorgen, die Amerikaner hingegen in einem brutalen, faschistischen Führerstsaat leben. Die Realität sieht, entgegen der linken Propaganda, etwas anders aus. Da kann die Lückenpresse so laut „Fake News“ brüllen wie sie möchte. Die Realität hält sich eben selten an linke Drehbücher

14 comments

  1. Selbstdenker

    Die völlig realitätsfremde Verzerrung von Trump als “Bösewicht” und Merkel als “Heilige” ist mir schon sehr lange augefallen. Und zwar zu einem Zeitpunkt bei dem sich selbst liberal-konservative Kommentatoren in Europa nur positive Dinge über Trump zu schreiben trauten, wenn sie sich gleichzeitig von anderen (vermeitlich) negativen Eigenschaften von Trump – häufig handelt es sich um substanzlose Anschuldigungen – distanzierten.

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie Ronald Reagan zum US-Präsidenten gewählt wurde. Auch damals feuerten die üblichen Verdächtigen vom steuerfinanzierten Linkspol aus allen Rohren gegen den neu gewählten US-Präsidenten.

    Das öffentliche Bild, das die westliche Intelligenzija, ihre Herolde und Mitläufer von Reagan zeichneten, war das eines ungebildeten Cowboys, eines drittklassigen Schauspielers und einer Gefahr für den Weltfrieden. Sogar im Firmunterricht vermittelte uns ein linksgewickelter Theologie-Student, dass Reagan das personifizierte Böse sei und der Kommunismus unausweichlich wäre.

    Mitter der 1980iger bis Mitte der 1990iger Jahre war die westliche Intelligenzija nach außen hin vergleichsweise schmähstad, weil der Erfolg der Reagan-Administration einerseits und die krachende Katastrophe des Kommunismus anderseits nicht mehr zu leugnen waren.

    Ich habe diese geradezu konditionierten Verhaltnsmuster der westliche Intelligenzija irgendwann in den 1990iger Jahren verdrängt und erst mit der Kandidatur von Trump wurde mir wieder richtig bewusst, dass die alten Strukturen der westlichen Intelligenzija unverändert stark präsent sind.

    Das Selbstverständnis und die Methoden der westlichen Intelligenzija beschreibt Thomas Sowell sehr ausführlich und mit einer enormen Fülle an Fakten untermauert im Buch Intellectuals and Society.

    Aus diesen im Jahre 2009 erschienen Buch lässt sich geradezu jede mediale Offensive der Linkspol-Bewohner ableiten.

  2. sokrates9

    Eigentlich müsste man erwarten dass Journalisten einen gewissen Weitblick haben und rechtzeitig die Fahnen umschwenken! Davon ist derzeit aber wenig zu bemerken! Trump ist derzeit nach wie vor der große Bösewicht und Merkel die ” Heilige”! Wenn Merkel darauf besteht dass Flüchtlinge permanent Gesetzesbruch begehen dürfen und Seehofer droht ihm zu entlassen wenn er nicht mitspielt müssten doch sämtliche die an ein Rechtssystem glauben und nicht an Verordnungen per Mufti sofort für einen Rausschmiss Merkels plädieren! Was sind das für Journalisten, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen? Ein Unternehmer der permanent die falschen Produkte verkauft ist sofort weg! Man sieht wie sich diese Presseförderung, ORF Zwangsbeiträge systemstabilisierend auswirken!

  3. Franz Meier

    @Selbstdenker
    Ich pflichte Ihnen 100% bei. Kann mich gut an die Sache mit Ronald Reagan erinnern. Er wurde als drittklassiker Politiker und B-Movie Star ohne Bildung und Ahnung von der Welt verschrien. Das von Ihnen beschriebene Phänomen der linken Psychopathen – gibt es da ernste Erklärungen, seriöse Erkenntnisse? Was geht in diesen Köpfen wirklich ab? Ist das eine psychische Störung? Gibt es neurologische Erklärungen?

    Ich habe den Eindruck, dass dieser Irrsinn, dieser pathologische Hass auf Amerika und vor allem auf konservative, weisse Präsidenten, aus der Zeit des Vietnamkrieges stammt. Dort ist der Ursprung. Magazine wie der Spiegel und Psychopathen wie der (zum Glück) pensionierte grüne Abgeordnete Hans-Christian Ströbele sind für mich die Erzeuger und Mitbegründer dieses krankhaften Hasses.

  4. Susanne Fetz

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich stimme ihnen in jedem Satz vollkommen zu.

  5. Marcel Elsener

    Vielen Dank für diesen treffenden Kommentar, Herr Reichelt. Es gibt nur wenige Artikel/Sendungen in West-/Mitteleuropa, die sich neutral oder gar positiv über Präsident Trump äussern. Seit zwei Jahren mache ich dasselbe wie Sie – allerdings mit einer Schweizer Gratiszeitung anstatt dem Ö1. Ich komme zum selben Ergebnis: praktisch täglich ein (oder häufig auch mehrere) Artikel, die sich ablehnend bis gehässig mit Präsident Trump auseinandersetzen. Das hat schon etwas zutiefst manisches und neurotisches. Mir ist in dieser Zeit genau ein einziger Trump-freundlicher Artikel der besagten Gratiszeitung im Gedächtnis geblieben; das war allerdings wirklich eine Belanglosigkeit und bezog sich nicht auf seine politische Arbeit.

    Die Harvard-Universität hatte vor einigen Monaten eine Studie herausgegeben, wie Medien über Herrn Trump berichten. Selbst die als Trump-freundlich verschrieene ‘fox news’ brachte es nur auf etwas mehr als Hälfte positive Beiträge, die sich mit Donald Trump befassten; etwas weniger als die Hälfte waren kritische Beiträge. Nüchtern betrachtet, könnte man ‘fox news’ als eines der wenigen Medien bezeichnen, das ausgewogen über den amerikanischen Präsidenten berichtet. Die normalerweise als fair eingestufte BBC brachte es auf etwa drei Viertel kritische/ablehnende Beiträge, wenn sie über Trump berichtete. Den Vogel abgeschossen hatte das sogenannte Qualitätsmedium ARD mit sagenhaften 98 Prozent Trump-feindlichen Beiträgen. Von den üblichen Verdächtigen CNN, New York Times und Washington Post braucht man gar nicht weiter zu berichten; aber selbst die waren nicht so extrem in ihrer Ablehnung von Präsident Trump wie die ARD.

    Deshalb habe ich es mir angewöhnt, immer nach Original-Quellen zu suchen, wenn von den Medien wieder mal irgendeine Äusserung von Präsident Tump einheitlich ablehnend beurteilt wird. Trumps Reden kann man normalerweise auf Youtube anschauen und dann selbst beurteilen, ob man von der famosen Lückenpresse wieder einmal für dumm verkauft wurde; meistens ist es so, wie ich feststellen musste. Zumindest was Deutschland anbelangt, ist der Begriff ‘Lügenpresse’ inzwischen eine angemessene Bezeichnung für die Mainstreammedien – nicht bloss in Bezug auf Donald Trump.

    Fazit: die Gutmenschen haben heutzutage nur noch wenige Objekte, die sie legitim hassen dürfen. Donald Trump im besonderen und der weisse, hetersoxuelle Mann im allgemeinen gehören dazu. Da schütten die achso toleranten und niemals-nie-nichthassenden Gutmenschen dann kübelweise verbalen Unrat über diese Hassojekte. Wenn sie ausnahmsweise schon mal politisch-korrekt hassen dürfen, dann tun sie es voller Inbrunst…

  6. Falke

    Einer der Gründe für die Hasskampagne der europäischen und auch amerikanischen Systemmedien gegen Trump (und gleichzeitig auch einer der Gründe für seinen Wahlsieg) ist seine völlige Ignoranz der “political correctness”. Er spricht unumwunden aus, was er sich gerade denkt, in einer eindeutigen und oft auch rauhen Sprache. Er sagte einmal “I have no time for political correctness”. Damit wirkt er authentisch und glaubwürdig (etwa im Gegensatz zu Hillary Clinton), und wird auch von den “einfachen weißen Männern” verstanden, denen er großteils seinen Wahlsieg zu verdanken hat. Für die linksversiffte Presse ist so etwas allerdings unerhört und inakzeptabel – die reine brutale Wahrheit darf man ja keineswegs aussprechen.

  7. braquarius

    @sokrates: “eigentlich sollten…”
    Warum sollten unsere Journalisten einen Weitblick haben? Grammatik können sie ja auch nicht. Wozu auch, wenn schon bald “Bist du Zeitung” genügen wird.
    P.S.: Trump hat schon mehr erreicht als die demokratischen Präsidenten seit Kennedy (weil er in der Kuba-Krise Standfestigkeit bewies)

  8. Rupert Wenger

    Bis vor nicht allzu langer Zeit war ich auch der Meinung, dass dieser Gleichklang der Aussagen über Präsident Trump und das Forcieren linker Standpunkte in den Medien mit Masse auf die weltanschauliche Ausrichtung der Journalisten zurück ginge. Inzwischen habe ich bereits einige Indizien für eine zentrale Steuerung durch eine Stelle in der Regierung Deutschlands und bis zum Regierungswechsel auch in Österreich. Diese Stelle in Deutschland hat bereits Göbbelsches Qualität erreicht:
    • Die Welt vom 16.6. „Merkel verliert den Status als Retterin der westlichen Welt“
    • Die Zeit vom 21.11.2016 „Anführerin der freien Welt“
    • Die Zeit vom 7.6. „Angela Merkel bleibt mächtigste Frau der Welt“
    • Die Welt vom 3.7.2016: Schulz gilt als „mächtigster Parlamentspräsident aller Zeiten“
    Besonders der mächtigste Präsident aller Zeiten weckt Erinnerungen. Aus einem anderen Mund hätte die Aussage erhebliche Reaktionen ausgelöst, aus dem Mund einer Regierungsbehörde scheint sie problemlos durchzugehen.
    Der Fall M.Schulz gibt ein starkes Indiz für zentrale Steuerung von parteipolitisch motivierten Kampagnen: Während seiner Tätigkeit als „mächtigster Parlamentspräsident“ galt er als Sprachrohr Merkels bei der EU. Dann wurde er nach Berlin zurückgeholt und nach einer wahren Hype in den Medien zum Parteivorsitzenden der SPD gemacht. Diese Kampagne hatte keinerlei erkennbare Handlung oder Aussage von Schulz als Hintergrund. Kaum wurden Schulzs Umfrageergebnisse für die CDU ungemütlich, startete schon die nächste Kampagne, die ihn wieder auf den Boden holte. Auch für diese Kampagne gibt es keinerlei äußeren Anlass. Er wäre als ein von Merkel im diskret Hintergrund geführter Parteivorsitzender ein idealer Vertreter ihrer Interessen in der zweiten Regierungspartei gewesen, als Gefahr für Merkel jedoch untragbar und musste daher weg.
    Ein weiteres ziemlich starkes Indiz für eine zentrale Steuerung der Propaganda kann bei der Beurteilung des G7-Treffens vom Juni 2018 gesehen werden. Man erinnert sich noch an die Verhandlungen zum TTIP, bei denen ein Handelsabkommen zwischen EU und USA geschlossen werden sollte. Sie endeten erfolglos wegen hohen Drucks USA-feindlicher Kräfte von links und rechts in der EU. Bei dem G7-Treffen hätte wohl wieder etwas Derartiges auf den Weg gebracht werden können. Nachdem Trump die Hoffnungslosigkeit dieses Vorhabens einsah, schlug er lauthals eine zollfreie G7-Zone vor und entflog vorzeitig nach Singapur. Die übrigen Teilnehmer „vergaßen“ eine schnelle Zustimmung, womit sie den schwarzen Peter der Ablehnung des Vorschlages in Händen hielten.
    Die Frankfurter Allgemeine betitelten am 9.6. in ihrer Online-Ausgabe den Bericht zum G7-Treffen mit „Trump schlägt zollfreie G7-Zone vor“ und fügten ein Titelbild ein, das den triumphierenden Trump im Vordergrund und eine nachdenkliche Merkel im Hintergrund zeigt. Bild und Überschrift waren nicht geeignet, Merkel und ihren Verhandlungserfolg ins „rechte Licht“ zu rücken. Daher wurde in einem 1.Schritt am 10.6. der Titel in „Der Präsident mimt den großen Freihändler“ geändert, das Bild jedoch belassen. Das reichte aber noch lange nicht aus.
    In der Welt Online-Ausgabe vom 11.6,., also 2 Tage nach dem Erscheinen des Berichtes in der FAZ, erschien ein Artikel unter dem Titel „Alles eine Frage der Perspektive“ eine Abhandlung über die Deutung der Bilder speziell im Fall des G7-Treffens. In ihm wird offen beschrieben, wie Bilder in Zeitungen wirken, und wie man die Wirkung beeinflusst und zwar gerade am Beispiel des G7-Treffens. Dabei wurde ein Bild besprochen, auf dem Merkel in Pose eines Lehrers oder zornigen Vorgesetzten im Kreis weiterer zorniger Personen einem auf der Schulbank sitzenden Schüler namens Trump gegenübersteht. Und dieses Bild wird auf derselben Seite noch zweimal gezeigt. In einem weiteren Schritt schrieb man den Abschlussbericht zum Treffen völlig neu und unterlegte es mit dem jetzt offiziell von der Regierung ausgegebenen „amtlichen“ Bild. Der Eindruck des Bildes von der FAZ sollte also in den Hintergrund gedrängt werden.
    Der ganze Vorgang wurde erstens nicht von einzelnen parteipolitisch eingefärbten Journalisten gesteuert, sondern von einer zentralen mächtigeren Organisation, weil sie zwei Zeitungen unabhängig voneinander umfasst, „Steffen Seibert, Regierungssprecher“ ist unter dem Bild in der FAZ zu lesen. Und zweitens geht er offensichtlich nicht von einer Partei des linken Spektrums aus, in dem die beiden angesprochenen Zeitungen wohl nicht zu verorten sind.

  9. sokrates9

    Einer der Gründe für den Hass der Journalisten auf Trump könnte auch sein, dass Sie mit Ihren Wahlprognosen völlig daneben gelegen sind! Monatelang galt es denkunmöglich für die gesamte Journaille dass Trump eine Gefahr für Clinton sei! Schön wie sehr sie die Meinung des Volkes reflektieren! Wenn ein Wirtschaftsredakteur Aktien pusht, die dann völlige Flops sind fliegt er 8hoffentlich) hochkantig raus! Doch Politkommentatoren können sich eigentlich alles erlauben!

  10. Franz Meier

    @Rupert Wenger
    Wenn Ihre Thesen und Überlegungen nur annähernd richtig sind, dann bewahrheitet sich, was viele Stimmen leise und laut vermuten und mutmassen – dass nämlich die deutsche Kanzlerin keineswegs die gute, nette, kultivierte, sympatische, vielleicht sogar naive und gut meinende, wohlwollende, grosszügige Person ist, zu der sie durch die linken Medien hochstilisiert wurde (Mutti) – sondern eine sehr kluge, Macht orientierte, Macht besessene, Macht erhaltende, intrigante, abgefeimte Person, die alle Tricks und Methoden kennt und anwendet. Immer findet sich jemand aus ihrem Team, der die “Dreckschleuder” macht und ihr den Rücken freihält. Deswegen übersteht sie auch die vielen katastrophalen, unprofessionellen Fehler die sie macht.

    Frau Merkel hat eine klare, radikallinke, grüne politische Agenda – auch wenn sie gelegentlich eine Kehrtwende macht – das geht in der heutigen Zeit nicht anders, das gehört heutzutage zur Taktik des Machterhalts. Sie hat, wie wir wissen, alle Konkurrenten oder Menschen, die ihr auch nur irgendwie gefährlich werden könnten, weg gebissen, wegbefördert, vorgeführt, klein gemacht. Das geschah nicht nur mit den Herrn Merz, Sommer, Schäuble, Röttgen et alii. Frau Merkel hat auch seinerzeit die FDP und später die SPD buchstäblich zu einer SED zerknetet und zerdrückt. Sie macht es sehr raffiniert, sehr subtil, sehr unauffällig, einfach perfekt. DDR extra! Der Deal mit Steffen Seibert als Pressesprecher war auch sehr intelligent eingefädelt – hier wurde der Grundstein für die hysterische “Fan Gemeinde” der Journalisten gelegt. Der wichtige Propaganda-Draht zu den linksrotgrünen Medien und intellektuellen Meinungsmachern passt perfekt, ist sehr hilfreich und funktioniert äusserst effektiv. Wirklich sehr gut gemacht. Bravo! Auch ihr Lakaien- und Hofschranzen Team mit Peter Altmaier, ist stets untergeben zu Diensten. Es gibt keine Opposition und Kritik in der CDU. Die ganze alte Garde wurde unauffällig über die Jahre ausgewechselt, nur Seehofer nervt noch. DDR extra! Heute wird zwar keiner mehr nach Sibirien ins Lager geschickt oder vom Geheimdienst NKWD erschossen (das macht die Presse und die Antifa), aber Stalin, Mao, Castro, Honecker und Ulbricht wären trotzdem, stolz auf ihre Tochter. DDR Extra!

  11. Falke

    @sokrates9
    Ich kann mich erinnern, dass sich am Wahlabend Armin Wolf aus Washington gemeldet hat und triumphierend verkündet hat, die Wahl sei praktisch für Hillary Clinton gelaufen, es könne nichts mehr passieren.

  12. sokrates9

    Falke@ Ist das der Wolf, den Strache als einen der Besten Journalisten Österreichs bezeichnet?? 🙂

  13. Falke

    @sokrates9
    Muss wohl so sein; viele andere “Wölfe” gibt es ja nicht, jedenfalls nicht beim ORF. 🙂
    Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, gab es allerdings noch einen Journalisten namens Wolf beim Kurier – aber den wird Strache wohl nicht gemeint haben. 😉

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