Der Albtraum der Eurozone

Italiens Koalitionäre in spe möchten gerne 250 Milliarden Euro von der EZB geschenkt bekommen. Wer sagt ihnen, was für ein Unsinn das ist? weiter hier

14 comments

  1. sokrates9

    Das sieht doch der ganze “Club Med” so. Wie der Strom aus der Steckdose kommt, wird halt der EURO gedruckt und das war es schon!

  2. Johannes

    Die europäischen Notenbanken, wer sind das? Ich nehme an auch wir in Österreich mit unserer Notenbank zählen dazu und haben uns also als Mosaikstein der Europäischen Zentralbank an diesem Wahnwitz haftend beteiligt.
    Auch an Griechenlands Schulden haben wir uns in eben genau dieser Form beteiligt und an etliche anderen nicht einbringbaren Schulden ebenfalls. Das war damals die so leichtsinnige Verallgemeinerung der Schulden.

    Damals haben wir fiktiv Schulden übernommen, von denen uns ein Herr Pröll weismachen wollte wir würden sie mit Zinsen zurückbekommen.

    Das alles wurde zur “ Rettung des Euro“ fabriziert, so die allgemeine Behauptung.
    Dabei wäre alles so einfach gewesen, der Euro war es nicht der gerettet werden musste, jene Länder die den Euro freiwillig gewählt hatten hätten nur das Lettische Beispiel übernehmen müssen und die gesamte Konsolidierung wäre ohne fremde, pardon europäische solidarische “Hilfe“ möglich gewesen.

    250 Milliarden sind, wenn ich richtig informiert bin in etwa das doppelte des gesamten EU Budgets eines Jahres.

    Ich behaupte den Euro hätte es nicht gekratzt wenn Italiens Schulden nicht verallgemeinert worden wären.
    Aber die Italiener hätten sich mit ihren Schulden auseinandersetzen müssen, sie hätten überlegen müssen was sie verändern müssen um wieder an Geld zu kommen.
    Der Euro wäre nicht in Gefahr gewesen, Italien, als Beispiel für alle anderen Schuldenländer, wäre vor der Wahl gestanden Einschnitte und Reformen zu verwirklichen um aus der Krise selbst herauszukommen oder, wenn sie diesen harten Weg nicht hätten gehen wollen, aus dem Euro auszutreten.
    Diese Chance wurde vergeben, man hat sich entschlossen die Probleme vor sich herzuschieben und sie wurden dadurch so groß das sie jetzt alle sehr, sehr hart treffen werden.

  3. Nimbus59

    ad Sokrates9:

    Es ist tatsächlich so, dass unser Geld nur bedrucktes Papier, bzw ein paar bits & bytes auf irgend einem Rechner sind!

    Ich hätte ja die Vision, ALLE Staatsschulden bei der EZB auf Null zu stellen.

    Allerdings mit der Begleitmaßnahme des absoluten Verbots, neue Staatsschulden zu machen. Wenn doch, Entmachtung der jeweiligen Regierung durch Finanzexperten bis zur Konsolidierung.

    Durch den Wegfall von erforderlichen Zinszahlungen und Tilgungen, sollten die Staaten und deren jeweilige Steuerlast auf die Bürger drastisch entlastet werden, was automatisch die Wirtschaft stark ankurbeln würde.

    Aber wie gesagt, das ist nur eine Vision.

  4. sokrates9

    Nimbus59@Das würde leider wieder mittelfristig nichts bringen! Der EURO verzerrt die unterschiedliche Wirtschaftskraft und Produktivität der Länder! Da möchte ich noch gar nicht auf interkulturelle Eigenheiten wie verschiedene Arbeitsethik, Motivation usw eingehen..Wenn ihre Registrierkasse in Deutschland kaputt ist, haben sie innerhalb 24 Stunden Ersatz, in Griechenland dauert das länger bis ein Schiff auf die Insel kommt…
    Früher hat man das mit Währungsänderungen ausgeglichen, mit dem Euro geht das nicht!”. Damit ist natürlich weniger Investitionsdynamik zu bemerken, niedrige Zinsen tragen auch zur Intransparenz bei, Braintrain der Jungen in Griechenland, Italien usw..

  5. Tom Jericho

    Die Staatsschulden via EZB per Federstrich (oder modern: per Mausklick) auf Null zu stellen ist in Wirklichkeit doch die einzige Option (ein neuzeitliches Jubeljahr, sozusagen). Die Verlierer sind natürlich wie immer die Anleihenzeichner, aber das war in der Geschichte noch nie anders…

  6. Namor

    Wenn die Staaten so exorbitante Schulden haben. Wer sind dann die Gläubiger mit den exorbitanten Guthaben?

    Ausgehend von dieser Antwort ergeben sich spannende Überlegungen zum Funktionieren unseres Räderwerkes.

    Also wer, mit Quellen oder Gedanken dazu, sind die Gläubiger!?

  7. Leitwolf

    12,3% ist der italienische Anteil an der EZB. Das Anleihenkaufprogramm der EZB hat sich inzwischen auf über 2,5 Bio Euro summiert. Das heißt den Italienern gehören schon über 300 Mrd. an gekauften Anleihen. Im Falle Österreichs sind es übrigens über 50 Mrd. Euro, was interessanter Weise kaum thematisiert wird.

    Diese Seignoragegewinne sind längst angefallen, und sie werden nicht wieder verschwinden. Früher oder später stellt sich also notwendiger Weise die Frage was damit zu tun ist. Begehrlichkeiten gibt es jedenfalls genug.

  8. Falke

    Immerhin wollen sie auch etwas einsparen, nämlich die illegale Einwanderung stoppen. Wenn ihnen das konsequent gelingt (was ich allerdings nicht glaube), bringt das dem Land doch einige Milliarden jährlich.

  9. Gerald Steinbach

    Es ist zu befürchten das das Irrenhaus in Brüssel Eurobonds als Allheilmittel diagnostizieren wird

  10. Rennziege

    Italien, zumindest südlich Roms, ist seit Jahrhunderten das Land der Taschendiebe, Mafiosi und Trickbetrüger. Damit ist “la bella Italia” stets gut gefahren. Warum sollten diese altbewährten Berufe nicht auch in der EU erfolgreich bleiben? Schließlich wird die ja von Berufskollegen regiert.
    P.S.: Ich bin gern (heutzutag’ leider selten) in Italien, einem liebenswerten Land mit interessanten Menschen. Aber ich habe gelernt, dort ohne Schmuck und Wertsachen spazieren zu gehen; nur mit einer abgeschabten Handtasche von Oma, in der sich eine längst abgelaufene Kreditkarte und 10 Papiertaschentücher befinden.

  11. Kluftinger

    @ Rennziege
    Habe ein Jahr in Rom gelebt, die Zeiten haben sich wahrlich geändert.
    Aber ich sage meinen Freunden nehmt nicht mit was ihr nicht nicht bei Ikea wieder bekommt.

  12. Christian

    Aufpassen, dann streicht man auch alle Guthaben (vielleicht nicht die über HUnderte Millionen, aber sicher die über ein paar Tausender)…. Austreten wäre, glaube ich, gescheit. Die Briten sind nicht blöd.
    Und auch für Italieb wäre das Verlassen der Union segensreich; was haben die , bewußt oder unbewusst, aus der europäischen Wiege des Christentums und der Kunst gemacht……. Und aus dem autarken, ruhigen, friedlichen Österreich – oder hatten wir in der Vergangenheit Kinder, die andere Kinder umbrachten? Ich hör schon auf….

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