Der Fall Kamerun

„In Kamerun zeigt sich beispielhaft die direkte Verbindung zwischen politischer Macht und Reichtum. Die Wohlhabenden sind hier nicht die Unternehmer, sondern die Günstlinge des Regimes. Die miserable Platzierung auf dem Korruptionsindex von Transparancy International ist nicht etwa eine abstrakte Zahl, sondern sie wird bei jeder Bewegung im Alltag fühlbar. Wer im Geschäftsleben ohne Korruption arbeiten möchte, läuft Gefahr, zum Störfaktor zu werden.

Eine Unterscheidung zwischen Privatem und Öffentlichem existiert kaum. Als 2008 der französische Journalist Philippe Bernard in „Le Monde“ über die Korruption in Kamerun berichtete, war seine Kernaussage, dass 40 Prozent der Staatseinnahmen der Korruption zum Opfer fallen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Alle, auch „kleine Leute“ wie Polizisten, Zöllner, Richter, Ärzte (ohne Bestechung gibt es im Krankenhaus kein Bett), Lehrer und Soldaten, leben von Bestechungsgeldern und Erpressung. Die Gehälter im Staatsdienst sind niedrig und begünstigen die Korruption. Sich auf der Straße zu bewegen, ist teuer und muss an jeder Sperre von neuem erkauft werden. Illegale Straßenkontrollen erhöhen natürlich die Transportkosten von Waren.“ (weiter hier)

2 comments

  1. Der Realist

    Warum nur Kamerun? Es gibt noch viele andere dieser ……. (hier könnte man Präsident Trump zitieren).

  2. sokrates9

    Der Realist@ Drehe die Frage um: Wo in Afrika gibt im Vergleich zu Kamerun andere Zustände ? Warum wollen Millionen Afrikaner zu uns? Trump hat leider völlig Recht! Und da wird auch kein Marshallplan für Afrika helfen!

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