Der Kampf um die Meinungshoheit im Internet

“…..Die Politik hat gelernt. Der Brexit und die Trump-Wahl in Amerika waren Phänomene, die sich ereigneten trotz öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Großbritannien und medialer Hoheit der Clinton-Befürworter in den Hauptstrommedien der USA – entgegen den Wünschen und Prognosen des Establishments. Was war passiert? Die Regierenden und Meinungsschaffenden hatten die Hoheit über die öffentliche Meinung verloren. Damit es bei der Bundestagswahl am 24.09.2017 keine bösen Überraschungen geben wird, wird der Bundestag voraussichtlich das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verabschieden. Und an anderer Front wird durch die Landesmedienanstalten die Lizenzierung von YouTube- oder twitch-Kanälen gefordert….” (weiter hier)

10 comments

  1. Selbstdenker

    Ausgezeichnete Analyse.

    Wie im Artikel korrekt aufgezeigt, versuchen Big Government (aber auch Big Media und Big Business) ihre Meinungshoheit abzusichern, indem sie auf Social Media Plattformen direkt (Gesetz) und auf Content Creators indirekt (Rufmordkampagnen, Boykottaufrufe, Bestechungsinserate, etc.) einwirken. Beispiele: die Zensurbestrebungen in Europa und die vom WSJ initiierte Demonetarisierungskampagne auf Youtube.

    Ironischerweise liefern ökonomische Mechanismen umgehend neue Lösungen, wenn der Staat, die mit ihm verbandelten Lobbyisten und die von beiden finanzierten Meinungsmacher sich dran machen, mächtige Plattformen wie Youtube in ihren Sinne zu regulieren bzw. zu vereinnahmen.

    Ich möchte hier auf die Blockchain Technologie verweisen, mit der die Verwundbarkeit de facto zentraler Plattformen überwunden werden kann:

    https://www.youtube.com/watch?v=wqIAl4O4k_8&feature=youtu.be

    Je mehr nun auf Youtube eingewirkt wird, umso schneller wachsen neue Mitbewerber wie Minds.com oder Vidme.com wie Schwammerl aus dem Boden.

    Viele Leute haben inzwischen begriffen wie sehr sie manipuliert und angelogen werden. Dieser Geist geht nicht mehr zurück in die Flasche und jeder Versuch durch zusätzliche Manipulation und Lügen auf diese Leute einzuwirken, wird diese Erkenntnis noch mehr bestätigen.

  2. Thomas Holzer

    Alleine der Name dieses neuen Gesetzes (und vieler anderer) zeigt eigentlich die Ratlosigkeit dieser Politikerdarsteller, indem sie zu immer abstruseren Wortkonstrukten Zuflucht nehmen

  3. Mona Rieboldt

    Thomas Holzer
    Kreativ sind sie aber schon, solche Worterfindungen müssen einem erst mal einfallen 😉

  4. Christian Peter

    @Mona Rieboldt

    Den Begriff ‘Netzwerkdurchsetzungsgesetz’ haben sich die Altparteien vermutlich von den Nationalsozialisten abgeschaut, deren Gesetze waren nicht nur inhaltlich vergleichbar, sondern klangen auch ziemlich ähnlich.

  5. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Von solchen Meldungen halte ich gar nichts. In der Regel werden Aussagen konservativer Politiker von linken Journalisten verfälscht dargestellt und aus dem Zusammenhang gerissen. Man müsste man das Original – Interview lesen, um sich ein Bild zu machen.

    Vom Bundesverfasungsgericht erwartet man sich nicht viel, aber derart gravierende Rechtsbrüche kann ein Verfassungsgericht nicht ignorieren. Andernfalls kann man diese Einrichtung gleich auflösen.

  6. mariuslupus

    @Christian Peter
    “Netzwerkdurchsetzungsgesetz”, dieser, eigentlich eine NS Erfindung, wird sich doch kein Gericht trauen zu kippen. Die Vorstellung das so etwas in der heutigen Machtkonstellation geschehen könnte, ist mehr als naiv.

  7. Christian Peter

    @mariuslupus

    Richtig, aber derart gravierende Rechtsverstöße kann kein Gericht ignorieren. Die Altparteien haben auch andere Dinge von den Nationalsozialisten übernommen, z.B. die Weisungsgebundenheit der Staatsanwaltschaft, die in Österreich und Deutschland als einer der letzten Ländern Europas noch heute gilt.

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