Der Konsument zahlt immer die Zeche

(C.O.) Zölle sind eine wichtige Geldquelle für die Europäische Union. Ein Schelm, dem dazu Böses einfällt. weiter hier

4 comments

  1. Marcel Elsener

    Vielen Dank für Ihren treffenden Kommentar, Herr Ortner. In der Mainstreampresse wird jedoch grossmehrheitlich die ideologische Überzeugung, dass Amerika im allgemeinen und Präsident Trump im besonderen böse sind, durch keinerlei Fakten getrübt. Der Hurra-Patriotismus der wackeren EU-Kämpen mit ihrer selbst eingeredeten Gutheit ist ebenfalls durch keinerlei Fakten zu erschüttern. Da stehen Sie mit Ihrer Aufklärung wohl auf verlorenem Posten, werter Herr Ortner.

    Die USA sind natürlich die eine Seite, die sich nach jahrelangem Monieren der höheren Zölle der EU gegenüber den USA nun endlich zur Wehr setzen. Die USA sind mächtig genug, das tun zu können.

    Auf der anderen Seite sind hingegen die Entwicklungs- und teilweise die Schwellenländer in einer deutlich schlechteren Situation. Da sie über viel weniger (Markt-)Macht verfügen als die USA, können sie keine solchen Massnahmen wie der amerikanische Präsident androhen oder gar ergreifen.

    Die Entwicklungsländer exportieren v.a. Agrarprodukte in die EU, und diese sind mit besonders hohen Zöllen belegt. Auch das monieren die Entwicklungsländer schon seit Jahrzehnten. Aber die EU-Kämpen fühlen sich natürlich moralisch überlegen. Verschieben sie doch schon seit bald 60 Jahren Millionenbeträge in Form von Entwicklungshilfe in die betr. Länder, wo nicht selten die dortigen Potentaten sowie eine grosse Zahl von Entwicklungshilfeorganisationen sich daran bereichern. Ja, meine lieben Kinder, da fühlen wir uns doch alle wirklich gut dabei, wenn wir diese Almosen verteilen, oder nicht?

    Wenn jedoch die Zölle für Agrarprodukte stark gesenkt oder gar beseitigt würden, dann wäre das eine viel bessere Entwicklungshilfe für diese Länder – und der europäische Konsument würde ebenfalls infolge billigerer Agrarprodukte davon profitieren. Derzeit nützen die hohen Zöllen nur drei Parteien: der EU-Nomenklatura, die dadurch Einnahmen für sich selbst generiert; der heimischen Agrarindustrie durch den Schutz vor billigeren Produkten aus dem Ausland und den Grossproduzenten in den Entwicklungsländern, welche kostengünstig produzieren und damit immer noch mit Gewinn ihre Ware in der EU absetzen können trotz der hohen Zölle. Der von den europäischen Linken vielbeschworene Kleinbauer in Afrika oder Mittelamerika hingegen hat keine Chance; er wird dann halt mit Max-Havelaar-Sonderpreisen gepäppelt und damit auch in Abhängigkeit gehalten. Immerhin fühlt sich der europäische Konsument dann in seiner moralischen Gutheit bestätigt, weil er noch einmal höhere Preise für diese Fair-Trade-Agrarprodukte bezahlt.

    Dünkelhaftigkeit und Selbstgerechtigkeit waren und sind die grössten Laster der Linken – schon immer.

  2. Falke

    “Stärkerer Wettbewerb” ist bekanntlich für die EU-Entscheider der Inbegriff des teuflischen Manchester-Liberallismus Gerade bemühen sie sich ja krampfhaft, Steuer-Unterschiede in den verschiedenen Mitgliedsstaaten abzuschaffen.

  3. Johannes

    Wenn es so ist, dass die EU wesentlich höhere Zölle für Importe aus USA verhängt, dann frage ich mich wie kann man so empört sein. Ich verstehe schon das man auf Trump reagieren will aber wenn es so ist wie im Artikel beschrieben dann ist es doch gar nicht logisch Trump zu verurteilen.
    Andererseits wenn man es bedenkt, Orban war der Einzige der Schengen ernst genommen hat und wurde für das Einhalten der EU-Gesetze zum Buhmann. So gesehen ist die Reaktion der EU auf Trump auch wieder logisch im Sinne brüsselscher-Logmatiker.
    Handel muss fair sein, nicht nur mit den Ländern der dritten Welt, sondern auch unter den Ländern der reichen Staaten. Ich habe das Gefühl alle die billig nach USA liefern wollen saugen an der Wirtschaftskraft der USA und werden ganz böse wenn man ihnen das vorhält.
    Wenn ich bedenke wie US Agenturen mitgeholfen haben beim Darstellen der griechischen Euro-Reife, wie erwünscht das auch von der EU damals war und wie übrigens ein ehemaliger Kommissionspräsident sich nach seiner Amtszeit dort eingefunden hat, so glaube ich ist Europa dadurch ein wesentlich größerer Schaden entstanden als durch Tumps legitime Forderungen.

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