Die Banken sind der neue Feind – aber der Falsche

Die Politik sucht sich griffige Feindbilder, doch der Bankensektor eignet sich dafür nicht. Zu sehr hat die Politik die Bankenkrise mitverschuldet, zu wenig helfen Verbote bei der Überwindung. („Welt„)

6 comments

  1. Christian Peter

    Banken sind der richtige Feind, denn die Instrumente EFSF, ESM, etc. dienen
    vordergründig der Sozialisierung der Schulden von Kreditinstituten auf Kosten
    der Steuerzahler (für alle, die es immer noch nicht mitbekommen haben).

    Neueste Meldung : Geldspritze von 37 Milliarden Euro aus Mitteln des ESM
    für eine Bank, deren Unternehmenswert bei Minus 4.2 Milliarden Euro liegt :

    http://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/spanisches-geldhaus-bankia-aktionaeren-droht-totalverlust/7564472.html

  2. Christian Peter

    @rubens

    Es geht nicht um das Wohl der Aktionäre, sondern um unser Vermögen,
    das uns von Merkel, Spindelegger & Co zwecks Sanierung von Banken
    entzogen wird.

  3. Rennziege

    @Christian Peter

    Simple Erklärung: Kein Junkie lässt seinen Dealer verkommen, da ansonsten der Dope-Nachschub erlahmt. Also geht der Junkie halt mehr einbrechen oder Autos knacken, sprich: Rabenvater Staat fasst seinen Bürgern noch tiefer in die Tasche. Es handelt sich um drogenbedingte Kriminalität.

  4. Smarti

    @Christian Peter
    Banken sind eben nicht der richtige Feind. Die haben nämlich nur exakt das getan, was Politik von ihnen wollte. Wo liegt denn bitteschön der ganze Sinn in den gewollten euro-induzierten Zinssenkungen für die PIGS-Staaten, wenn diese Staaten dann nicht auch mehr Schulden machen dürfen (also von eben den Banken Geld geliehen bekommen)?
    Das zweite Problem liegt in dem Schneeballsystem „Fractional-Reserve-Banking“. Das sorgt nämlich dafür, dass wenn die Banken aufgrund der wertlosen Staatsanleihen in ihrem Portfolio Ziel von Bank Runs werden (ob nun offen oder verdeckt), das zuvor emittierte Giralgeld (also vom Bankensystem geschaffenes Buchgeld) nahezu komplett wertlos wird. Da die gesamte umlaufende (und Preis- und Lohnniveau determinierende) Geldmenge zum überragenden Teil aus diesem Giralgeld besteht, wird sie bei großflächigen Bankenbankrotten extrem zusammenschmelzen, was in Verbindung mit inflexiblen Löhnen (Mindestlöhne, Tariflöhne) zu einem proportionalen Schrumpfen der Produktion führen würde.
    Die einzelne Bank kann sich aber aus Wettbewerbsgründen dem FRB gar nicht entziehen, weshalb nur der Staat FRB (durch entsprechende Gesetze) verhindern kann. Ein Verzicht auf FRB würde es gleichzeitig ermöglichen, schlechte Banken einfach pleite gehen zu lassen, ohne dass dies großartige Auswirkungen auf den Rest des Systems hätte.
    Die drei wirkliche Probleme rühren alle vom Staat:
    1. FRB
    2. Bankenregulierung, die konsequent den Erwerb von Staatsschulden begündtigt
    3. Gelddruckerei
    Leider wird keiner dieser drei Punkte auch nur diskutiert, weshalb sich nichts an dem fundamentalen Problem ändern wird.

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