Die EU ist schon unregierbar – Bloß keine Erweiterung!

„Im Jahr 2025 könnte sich die Europäische Union aus mindestens 31 Partnern zusammensetzen – falls sie dann überhaupt noch existiert. Serbien und Montenegroverhandeln bereits ihren Beitritt, und Albanien und Mazedonien könnten schon bald damit beginnen – schließlich haben Brüssel und Federica Mogherini ja den jeweiligen Regierungen gerade mitgeteilt, sie sollten die Verhandlungen bis Juni eröffnen. Und anschließend könnten dann das Kosovo und Bosnien an der Reihe sein.“ (weiter hier)

29 comments

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Niemand könnte dem französischen Präsidenten vorwerfen, er sei ein Gegner Europas – genau wie niemand sich vorstellen kann, die Balkanländer ihren historischen Streitigkeiten zu überlassen, statt sie nach Europa zu holen.“

    Welch dummer Satz!
    Richtig sollte er lauten: Niemand könnte dem französischen Präsidenten vorwerfen, er sei ein Gegner der EU – genau wie niemand sich vorstellen kann, die Balkanländer ihren historischen Streitigkeiten zu überlassen, statt sie in die EU zu holen.

    Diese permanente, jedoch falsche Gleichsetzung Europa=EU trägt meiner bescheidenen Meinung nach nicht zu einer konstruktiven Diskussion -eben über die EU- bei.

  2. Astuga

    Ahja, die nomenklatura in brüssel ist an allem unschuldig… Böse sind hingegen die regierungen und vollends böse personen wie orban. Die EU krankt eben auch an solch dummen diagnosen ihrer willfährigen anhänger.

  3. Kluftinger

    Die Brüsseler Bürokratie hat längst das Stadium der Dysfunktionalität erreicht. Nur will es keiner zugeben (des Kaiser neue Kleider).
    Aber eines Tages wird das böse Erwachen kommen, dann allerdings sind veraltete Problemlösungsverhalten nicht mehr gefragt (weil zu spät).

  4. Rado

    Wen man der EU ein neues Mitgliedsland zuführt, darf man dann selber austreten?

  5. sokrates9

    Hat es nicht geheißen dass alle Länder darüber abstimmen müssen ob ein neues Mitglied aufgenommen wirfd? Bereits vergessen? Oder gilt das nur für die Türkei???

  6. Gerald Steinbach

    Es gibt Menschen/Institutionen die machen immer neue Fehler, und es gibt solche die machen immer den gleichen Fehler

  7. Christian Peter

    Nicht vergessen : Die EU ist eine Diktatur, ein Projekt, das gegen den Willen der Völker Europas fortgeführt wird, vergleichbar mit der ehemaligen Sowjetunion. Gäbe es in allen Mitgliedsländern Volksabstimmungen, wäre die EU Geschichte. Auch die EU – Verfassung wurde in mehreren Ländern von der Bevölkerung abgelehnt, diese wurde dann (ohne weitere Volksabstimmungen) unter anderer Bezeichnung in Kraft gesetzt.

  8. Falke

    1. Macron will zwar die EU reformieren; Hauptanliegen ist ihm jedoch das Geld der Deutschen.
    2. Ob die EU dann 31 Mitglieder haben wird, ist gar nicht so sicher; so wie es jetzt aussieht, tut die EU alles, um die Ablehnung und damit den Austrittswillen der Menschen aus der EU zu fördern. Erste Kandidaten sind im Moment Ungarn und Polen, möglicherweise bald gefolgt von Tschechien und der Slowakei.

  9. Thomas Holzer

    Wie verrottet die EU ist, zeigt sich ja u.a. auch daran, daß niemand, weder der Herr Juncker noch der Herr Öttinger oder sonst einer dieser Kapazunder genau sagen kann, wieviel Milliarden die EU durch den Brexit verliert; da geistern Summen zwischen 9 und 19 Milliarden durch die EU-Welt.
    Würde ein Unternehmer so agieren, stünde er schon längst wegen -zumindest fahrlässiger- Krida vor Gericht und hätte nebstbei ein Finanzstrafverfahren am Hals.

  10. jaguar

    Je schneller die EU zentralistischer und zu einem macronschen Umverteilungsmechanismus wird – desto schneller kommt die berechtigte Gegenbewegung.
    De facto wird ja schon seit längerem der marode Süden durch niedrige Zinsen und damit kalte Enteignung unserer Sparer in Überanspruchnahme der EU Solidarität und wider alle Versprechen über Wasser gehalten.

  11. sokrates9

    Was hat uns die EU in den letzten Jahren eigentlich gebracht?? Wo sind die großen Vorteile die wir in einem EWR nicht gehabt hätten??

  12. Christian Peter

    @sokrates9

    Ob Österreich vom Binnenmarkt profitiert, ist zweifelhaft. Schauen Sie sich die Wachstumsraten Österreichs vor der Einführung des Binnenmarktes 1992 an – damals wuchs Österreichs Wirtschaft ca. 4 % pro Jahr, heute sind es etwa 1 %.

  13. Christian Peter

    @sokrates9

    Schauen Sie sich einmal die Innenstädte der österreichischen Landeshauptstädte an. Vor 25 Jahren verkauften dort fast ausschließlich österreichische mittelständische Unternehmen ihre Waren, heute fast ausschließlich ausländische, multinationale Konzerne.

  14. Gerald Steinbach

    sokrates9
    Die einzigen Argumente die die EU Fans vorbringen ist die Reisefreiheit, freie Arbeitswahl in der EU,….

    Leider wissen die meisten Jungen nicht, das dies bereits vor der EU möglich war

  15. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer
    Unglaublich,….was für ein Signal wird da ausgesendet, auf jeden Fall ein Signal das sich Gewalt auszahlt

  16. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Aber die „EU-Autochthonen“ sind leider auch nicht viel besser, sieht man sich die Bilder einer Amtshandlung eines Polizisten vergangenes Wochenende beim „GTI-Vortreffen“ in Kärnten an..

  17. Rennziege

    Aha. Welch weiser Plan, die EU vollends ins Chaos zu stürzen!
    Aus dem Artikel: „Im Jahr 2025 könnte sich die Europäische Union aus mindestens 31 Partnern zusammensetzen — falls sie dann überhaupt noch existiert. Serbien und Montenegro verhandeln bereits ihren Beitritt, und Albanien und Mazedonien könnten schon bald damit beginnen — schließlich haben Brüssel und Federica Mogherini ja den jeweiligen Regierungen gerade mitgeteilt, sie sollten die Verhandlungen bis Juni eröffnen. Und anschließend könnten dann das Kosovo und Bosnien an der Reihe sein.“

    Große Freud‘ bei allen angehenden EU-Mitgliedern, freilich: Das Gemauschel der dortigen Bonzen darüber, wie man die EU-Fördermilliarden in die eigenen Brieftascherln umleiten kann, ist schon jetzt unüberhörbar. Die können das ja getrost tun, denn Brüssels Nomenklatura arbeitet ja nicht anders. So gesehen, ist der Halbsatz „falls sie [die EU] dann überhaupt noch existiert“, so wahr er auch ist, sehr gewagt für einen „Welt“-Redakteur.

    Alle aufgeblasenen Staatsgebilde auf Erden sind an ihrem expansionistischen Größenwahn untergegangen. Überschaubare, mit ihren Bürgern in Eintracht und Einvernehmen lebende Kleinstaaten (z.B. Liechtenstein, Monaco, Andorra, Singapur) sind florierende Paradiese im Vergleich mit dem grenzdebil gemanagten, korrupten und geldfressenden Leviathan namens EU.

  18. Johannes

    Wer sagt das die EU regierbar sein muss? Das ist doch der größte Trugschluss überhaupt, da reibt man sich an angeblich iliberalen Demokraturen ( welch eine Ignoranz einer demokratischen Mehrheitsentscheidung dieses Wortspielchen doch ist.)
    Na gut, dann sage ich die EU ist eine lobbyistische Eurokratur und wem ist nun geholfen? Niemanden!
    Lassen wir doch die EU wieder zu dem werden was sie über Jahrzehnte war, eine überaus prosperierende Handelsgemeinschaft. Der freie Handel und Warenverkehr ist es in Wirklichkeit der die EU so erstrebenswert macht. Nicht die machtgeilen Bürokraten in Brüssel die ein Paralleluniversum zum echten Europa, seinen Menschen und seiner Wirtschaft darstellen. Diese gouvernantenhafte Einmischung in jede innerstaatliche Angelegenheit eines Mitgliedstaates ist unerträglich. Die politische Entwicklung der EU ist eigentlich unnötig, und in Wirklichkeit unmöglich, will man nicht ein Gebilde errichten in dem sich die Völker wie in einem Kerker fühlen.(vor allem die Kleinen). Niemand der beigetreten ist wurde mit dieser EU-Einschüchterung an Bord geholt, vielmehr war, zumindest in Österreich, immer und immer wieder von Subsidiarität die Rede.
    Subsidiarität macht Sinn, vielleicht wurde sie ja gerade deshalb aufgegeben.
    Eine Weiterentwicklung der EU hätte nur mit Großbritannien, Frankreich und Deutschland stattfinden können.
    Diese drei Staaten hätten die Vorreiter jeder Entwicklung sein müssen an die sich die anderen freiwillig orientieren hätten können.
    Das dies nicht mehr möglich ist mache ich nicht den Engländern zum Vorwurf.

  19. Rennziege

    2. MAI 2018 – 21:20 — Johannes
    „Dass dies nicht mehr möglich ist, mache ich nicht den Engländern zum Vorwurf“, schreiben Sie.
    Stimmt. Die Briten haben das Rettungsboot flottgemacht, aber noch nicht umfassend bestiegen. Auch an Bord der „Titanic“ dachten viele auch nach dem Aufprall auf den Eisberg, der Dampfer sei unsinkbar. Viele, besonders EU-Angestellte, verkünden diese erlogene Unsinkbarkeit naturgemäß, weil sie ihre Pfründen sichert.
    Den Briten kann man absolut null vorwerfen; sie sichern sich nur rechtzeitig die Rettungsboote, die an Bord der „Titanic“ (wie an Bord der EU) rar und umkämpft waren. Die verbleibenden EU-Armutschkerln, die heute so speichelreich wider die Briten motschkern, werden sie um deren Absprung ins kalte Wasser noch heftig beneiden.

  20. sokrates9

    Es war die „alternativlose“ Merkel in führender Position die die EU als politisches Projekt umfunktionierte(um Griechenland sinnloserweise in das Boot zu bringen!)

  21. astuga

    Der Brexit an sich ist zu begrüßen, auch wenn er teilweise aus den falschen Motiven heraus erfolgte.
    Wahr ist aber auch, dass alle bisherigen britischen Regierungen mit Schuld an den Fehlentwicklungen der EU waren.

    Und sie waren dabei in nichts weniger egoistisch und manipulativ als etwa die Franzosen.
    Das historische Motto der Briten gegenüber Kontinentaleuropa lautete immer schon „teile und herrsche“.
    Kann man realpolitisch als legitim betrachten, aber heute sind sie als ehemalige Großmacht damit bloß Erfüllungsgehilfen der US-amerikanischen Geostrategie.
    Alleine wenn ich an Großbritanniens erbärmliche Rolle zu den türkischen EU-Beitrittsverhandlungen denke kommt mir das Speien.

  22. astuga

    Ergänzend: Gerade die Briten haben damals Österreich wegen seiner kritischen Haltung niveaulos und unangemessen attackiert.
    Und das bloß weil sie damals auf einen Waffendeal mit der Türkei geschielt haben, der aber in die Hose ging.
    Weil die Türken letztendlich lieber die Kampfjets der USA gekauft haben.

  23. Christian Peter

    @astuga

    ‚Wahr ist aber auch, dass alle bisherigen britischen Regierungen mit Schuld an den Fehlentwicklungen der EU waren.‘

    Nicht wirklich. Die Briten wollten die EU von innen reformieren, erst als dies nicht gelangt, entschloss man sich, die Bevölkerung in dieser Angelegenheit zu befragen. Die Briten wären noch Mitglied der EU, wenn sich die EU in einigen Fragen nicht derart starrköpfig gegenüber Großbritannien verhalten hätte.

  24. Lisa

    @Johannes: schön auf den Punkt gebracht: die EU müsse nicht regierbar sein. Vielleicht bin ich da zu sehr basisdemokratisch aufgewachsen; jedenfalls zucke ich beim Wort „regieren“ immer leicht zusammen. Das hat mir zu viel mit Machtkonzentration zu tun.
    @Thomas Holzer: EU ungleich Europa, richtig, aber wer liest schon genau…
    Was soll der Vorteil sein, die balkanischen Streithähne in den eh schon ziemlich zerstrittenen Hühnerhof EU zu holen? Lassen wir doch jedem Gockel seine eigene Schar. Will heissen: Eher den Kleinstaaten/Regionen mehr Autonomie zugestehen. Gegen eine lockere EU der Regionen wenigen (!) und für jeden Bürger einsehbaren und verständlichen Regeln, die den Handel erleichtern, die BIPs in die Höhe schnellen lassen und Hilfe bei Angriffen von aussen garantieren, kann kann ja kaum jemand etwas einwenden. Wenn dann auch noch Nichtangriffspakte respektiert würden… (Dass Barthahn und Schlotterkamm sich deshalb in Ruhe lassen werden, ist allerdings auch dann nicht wirklich sicher…)

  25. astuga

    @Christian Peter
    Den Briten ging es nie um eine funktionsfähige EU, sondern immer nur um britische und transatlantische Eigeninteressen.
    Die Ziele die dabei verfolgt werden mag Reform nennen wer mag…
    Die Absurdität sieht man an der Migrationsdebatte, wo man sich vor Polen und anderen Osteuropäern fürchtet, aber die eigentlichen Probleme verursachen in Wahrheit die Migranten aus dem Commonwealth (was für ein lustiger Name im Kontext).
    Aber egal, der Brexit hat so oder so seine Vorzüge.
    Mitunter geschieht auch das Richtige aus den falschen Gründen.

  26. Christian Peter

    @astuga

    ,Den Briten ging es nie um eine funktionsfähige EU‘

    Das stimmt nicht. Bloß entwickelte sich die EU in den vergangen 2 Jahrzehnten zu einem Monster, keine vernunftbegabte Regierung / kein vernunftbegabtes Volk wird sich freiwillige einem Moloch wie der EU unterwerfen.

  27. Manfred Moschner

    Es geht auch gar nicht um „Regieren“. Je größer die Zahl der tributpflichtigen Steuersklaven, umso größer die Pfründe der neuen Lehensherren!

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