Die EU und der Iran: Ohne Kondom auf den Strich gehen

(THOMAS EPPINGER) Es ist bedauerlich, dass sich bislang kein EU-Land Trumps Strategie anschließen mochte, den Iran wirtschaftlich unter Druck zu setzen, um ihn zu einem neuen, tatsächlich umfassenden Abkommen zu bewegen. Doch aus anderer Perspektive mag es für ein neutrales EU-Mitglied nachvollziehbare Gründe geben, den iranischen Präsidenten einzuladen und eine gute Gesprächsbasis mit Iran aufrecht zu erhalten. Neben wirtschaftlichen Motiven das Vermitteln zwischen den Parteien, das Andienen als Konferenzort, das „Brückenbauen“, wie es in den offiziellen Statements heißt. Diplomatie beweist sich nicht zuletzt im Umgang mit dem Gegner. In diesem Licht gewinnt Kurz‘ Statement in seiner Direktheit zusätzlich an Gewicht, umso mehr, wenn man sich an den Umgang anderer Spitzenpolitiker mit Rohani erinnert. weiter hier

3 comments

  1. Rado

    Sehr treffend. Ein Wiedersehen mit Heinzi Fischer ist im Text auch enthalten. Der Herr ist ja mittlerweile völlig im Dunkel verschwunden. Dessen Rolle als weisen Zwischenrufer haben sich die Sozis vermutlich auch anders vorgestellt.

  2. Falke

    Es sei in diesem Zusammenhang nochmals darauf hingewiesen, dass Trump aus dem Iran-Abkommen keineswegs deswegen ausgestiegen ist, weil letzterer die Auflagen nicht erfüllt hätte, sondern weil sich Obama einen absolut schlechten Vertrag hat aufschwatzen lassen, dessen Erfüllung überdies kaum kontrolliert werden kann. Die “Garantie” des Vertrages durch die EU ist absolut lächerlich, kein Land und keine Firma kann es sich leisten, gegen US-Sanktionen weiterhin wirschaftliche Beziehungen mit dem Iran zu pflegen.

  3. AD

    einen nicht unwesentlichen Anteil am Ausstieg aus dem Iran-Abkommen dürften die Saudis gehabt haben. Schließlich geht es ums Geschäft

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