Die FPÖ, die Juden und die Idioten

“……Da sollte die FPÖ nicht wehleidig sein. Sie hat einfach noch zu wenig getan, um sich von ihren Altlasten zu befreien. Und doch verdienen Straches Bemühungen Anerkennung: Er hat sich im Regierungsprogramm zum Kampf gegen Antisemitismus bekannt und Nachfahren von Nazi-Opfern Doppelstaatsbürgerschaften angeboten, etliche Radikale aus der FPÖ ausgeschlossen und auf dem Burschenschafterball offen gesagt, dass Antisemiten unerwünscht seien. Skepsis bleibt angebracht. Doch wer diese Gesten mit keinem Wort honoriert oder auch nur erwähnt, erweckt den Eindruck, dass er die FPÖ gar nicht in die Mitte ziehen, sondern für immer im Schmuddeleck halten will” (hier)

10 comments

  1. astuga

    Vor einigen Jahren gab es mal eine Doku über die 68er und die RAF.
    Dabei kam auch ein Herr Köhlmeier zu Wort, soweit ich mich erinnere hat er sich relativ entspannt und locker zum damaligen linken Terror geäußert, der ua. eine schwer antijüdische Grundhaltung besaß.
    Ähnlich damals übrigens Robert Menasse.
    In Verbindung mit dem Schweigen und Verharmlosen aktueller Übergriffe und Morde in Europa (durch eh schon wissen) darf man konstatieren, dass Idiotie offensichtlich unterschiedliche Ausprägungen haben kann.

    Als kleine Anmerkung: ich erinnere mich auch keiner relevanten Wortmeldungen etwa von Oskar Deutsch wegen antijüdischer Hetze und ebensolcher Demos im rot-grünen Wien.
    Man fragt sich mitunter, wessen Interessen solche Personen überhaupt vertreten.

  2. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel:
    “Dass jedoch Juden bei der FPÖ auf der Hut bleiben, ist mehr als verständlich.”

    Mehr ist zu dieser Causa nicht zu sagen

  3. Kluftinger

    @ astuga
    “Der Geist der Zeit ist meist der Herren eigner Geist…” heisst es im Faust I
    Und was die Interessen der Personen betrifft, das ist nicht schwer zu erraten: pecunia non olet soll Vespasian gesagt haben. Oder mit Karl Kraus zu sprechen: “Eine der verbreitetsten Krankheiten ist die Diagnose”
    Da kann man schon Rückschlüsse auf Herrn Köhlmeier ziehen?

  4. Wanderer

    In ein paar Jahren werden auch hierzulande politisch Blinde sehen, von welcher Seite die Judenfeindlichkeit tatsächlich ausgeht. Es wird nicht die freiheitliche sein. Frankreich nähert sich aktuell bereits den bei Houellebecq beschriebenen Auswanderungsszenarien.

  5. Giovanni B.

    Dieses Mauthausen kommitee besteht fast ausschließlich aus knallroten Genossen! Sollte der Herr Ultsch eigentlich wissen. Genauso wie die israelische Kultusgemeinde in Wien von Genossen dominiert wird. All die Genannten haben für die aktuelle israelische Politik und insbesondere Herrn Premier Nethanyahu nichts übrig. Nethanyahu ist für diese Herrschaften genauso voll Nazi wie Strache. Orban, …. na jeder kennt die Liste.

  6. Christian Peter

    Dieser H.C. Strache soll sich weiter zum Narren machen. Ist in Israel unerwünscht, tut aber alles, um sich den Israel – Lobbyisten anzubiedern – einfach nur peinlich.

  7. aneagle

    Strache ist ein Pragmatiker. Er weiß um die Verlässlichkeit des Antisemitismus im politischen Islam und um die charakterlichen Mängel der Linken in Österreich.
    Einmal fragte er als Oppositionspolitiker in die Runde:
    “Was muss ich in Österreich tun, um zu Regierungsverantwortung zu gelangen?” und gab gleich selbst die Antwort: ” Gesund bleiben ”
    Es hat sich also nichts geändert. Bleibt Strache konsequent bei seinem Pro- Israel Kurs und nimmt sich weiterhin Geert Wilders als Vorbild, ist das Entgegenkommen Israels lediglich eine Frage der Zeit. Und die Zeit spielt für die FPÖ, denn der linke Antizionismus und das offene Hofieren eines Radikal-Islams mit türkischen nationalfaschistischen Zügen, ist ein schweres Handikap für den Mitbewerber SPÖ. Die SPÖ träumt ja noch immer von den Wählerstimmen der islamischen Bevölkerungsteile und negiert unerschütterlich die europaweit aufkommenden Islamparteien. Geduld bringt Rosen. Vor allem, wenn man gegen politische Mitbewerber unterwegs ist, die einen auf immer in der Schmuddel-Ecke halten möchten

  8. Der Realist

    @ Christian Peter
    Hier muss ich Ihnen zustimmen, wirklich peinlich, einfach lauwarm wie sich Strache da verhält.
    Und wenn ich von gewissen Seiten mehrfach klar signalisiert bekommen, dass kein Kontakt oder eine Gesprächsbasis erwünscht ist, dann muss ich halt auch entsprechend klare Antworten geben.

  9. Rado

    Etwas OT: Den nahöstliche Antisemitismus der Prägung nach 1947 gibt es durchaus auch Islamfrei!
    Die beiden Gründer der PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) von 1967 waren Wadi Haddad und George Habash. Neben ihren marxistisch-leninistischen “Werten” waren beide Christlich-Orthodoxer Abstammung.

  10. Astuga

    @Rado – auch die mutterpartei des sog Arabischen Nationalismus bzw Sozialismus, die Baath-Partei (vorbild war vor allem die Nsdap), wurde zu beginn von vielen arabischen christen getragen. In syrien stellen wieder die alevitischen assads bis heute die führung. Aber im isl. Raum ist das islamische element früher oder später immer der einzige und wichtigste faktor. Gleich welche politische richtung, gleich welche gesellschaftspolitische entwicklung. Alles steht unter dem primat des islam. Umweltschutz, feminismus, demokratie, sozialismus, nationalismus, kapitalismus, wissenschaft… nur im kontext des islam gelten sie als wahrhaftig und zulässig.

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