Die große Angst vor Fake-Ärzten aus Drittstaaten

Kurz vor Weihnachten hatte das Deutsche Ärzteblatt noch eine stimmungsvolle Nachricht für seine Leser parat: Sechzehn „geflohene“ Ärzte hätten in Hessen die Approbation erhalten und dürften nun uneingeschränkt als Mediziner in Deutschland arbeiten. Sechs Wochen später nennt der Präsident der Bundesärztekammer, Montgomery, es „überhaupt nicht mehr tragbar“, Berufszulassungen und Approbationen nur auf der Grundlage von Sprachprüfungen und nach Kontrolle der eingereichten schriftlichen Unterlagen auszusprechen. Man müsse zum Beispiel ausschließen, so Montgomery weiter, „dass Menschen als Arzt tätig werden, die sich in ihren Heimatländern Zertifikate gekauft haben, ohne jemals die Universität besucht zu haben“. Auch habe man mittlerweile festgestellt, „dass das Qualitätsniveau einiger Drittstaatler (also Personen aus dem Nicht-EU-Ausland) so schlecht ist, dass man es mit der alleinigen Überprüfung der Dokumente und durch Kenntnisprüfung nicht auseichend feststellen kann“. (hier)

6 comments

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „Auch habe man mittlerweile festgestellt, „dass das Qualitätsniveau einiger Drittstaatler……..“
    Nein wirklich?! Aber das sind doch alles Menschen knapp vor dem Erhalt des Nobelpreises 😉

  2. Falke

    Es ist ja wohl auch sicherlich zu erwarten, dass sich Ärzte aus Syrien, Afghanistan oder Eritrea bei uns in Zukunft der Patientenmassen gar nicht erwehren können. Ganz sicher.

  3. Mourawetz

    Menschen wertvoller als Gold… Ausbildung mindestens gleichwertig wie Österreich, wurde zweimal behauptet im Jahresabstand.

    Und nun, Welcomer? Was stimmt denn nun? Und was hat eigentlich die Lügenpresse zu ihrer Verteidigung zu sagen?

  4. Der Realist

    @Thomas Holzer
    Ist ja wurscht, Hauptsache Flüchtlinge zahlen ins Sozialsystem mehr ein, als sie herausnehmen (so haben wir es zumindest aus berufenem Munde gehört, ich glaube es war Ewald Nowotny)

  5. Rennziege

    In unserer Gegend Ontarios gibt es etliche Ärzte indischer, iranischer und ägyptischer Herkunft in Praxen und Krankenhäusern. Sie zeichnen sich durch gute Nasen, hohes Fachwissen, stetige Weiterbildung und liebevolle Empathie aus. Allerdings kamen sie schon als Kinder nach Kanada oder in die USA, haben hier studiert und sprechen bisweilen ein gepflegteres Englisch als die Einheimischen. — Sind halt bessere Voraussetzungen als gefälschte oder gekaufte Zeugnisse, mit denen sich deutsche (österreichische auch?) vielfach betäuben lassen.

  6. Christian Weiss

    Dass die Vorstellung, da kämen lauter Quantenphysiker, Raketeningenieure, Robotik-Spezialisten, Biochemiker und Gehirnchirurgen, reichlich naiv ist, hätte man schon bemerken können, wenn man sich die einfache Frage gestellt hätte, warum zum Beispiel Mercedes-Benz-Automobile in Stuttgart gebaut werden und nicht in Aleppo.

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