Die Kinder vom Bahnhofs-Zoo

(MARCUS FRANZ) Jeder von uns erinnert sich an den Willkommens-Herbst 2015. Und an die Bahnhöfe, wo die orientalischen und nordafrikanischen Ankömmlinge bestaunt und akklamiert wurden. Die Stimmung bei den Hiesigen war ein bisschen so wie im Zoo, wenn ein neugeborenes Elefanten-Baby begrüßt wird. Die Menschen standen auf den Bahnsteigen Spalier und winkten den Exoten voller Freude zu. Fleißig wurden selbstgemachte Transparente entrollt und manche jubelten sogar unter heftigem Schwenken von mitgebrachten Fahnen – so, als ob die eigenen Weltmeister von einer WM nach Hause kämen.

Man bestärkte sich gegenseitig in der Refugeeswelcome-Euphorie, oft sogar mit Tränen der Rührung in den Augen. Und man übersah, dass gar nicht selten der persönlich gespendete und freudig überreichte Pullover mangels modischer Marke im Dreck landete oder die wohlwollend übergebene Trinkflasche in die Ecke geworfen wurde. Von den Wurstsemmeln, die aus Glaubensgründen sowieso im Mist endeten, gar nicht zu reden. Wirklich wichtig waren für die Migranten nur die Stecker für die Smartphones. Die Handys hatte man ja noch, die Pässe waren leider verloren.

Nein, das wird jetzt kein Text gegen die heute gern abwertend als Bahnhofsklatscher bezeichneten Bürger. Die Mehrzahl der Leute meinte ihren Willkommensgruß damals ernst. Eine pauschale Kritik an den vielen Österreichern, die wirklich und schnell helfen wollten, ist fehl am Platze. Die Motive der Helfer waren überwiegend ehrlich und altruistisch. Sie wussten damals einfach noch zu wenig über die Hintergründe und die Fakten des Migrationsdesasters. Die vielen ehrlichen Helfer fielen einer durch die tendenziösen, einseitigen Medienberichte und durch die entsprechenden politischen Statements dramatisch verstärkten gutherzigen Naivität zum Opfer.

Weniger ehrlich waren von Beginn an die Motive der Verantwortlichen: Angefangen von der deutschen Regierung, die den Migrationszirkus und die heute irgendwie beschämend wirkende, weil Zoo-ähnliche Atmosphäre auf den Bahnhöfen erst ermöglichte, bis hin zu den professionellen NGOs und den Linksparteien – sie alle haben schuldhaft gehandelt, weil sie wussten, dass ein Desaster unvermeidlich werden würde. Und sie haben wissentlich und fortgesetzt bestehendes Recht gebrochen – alles unter dem Signum der „Menschlichkeit“.

Aber es war und ist natürlich in deren ureigenstem Interesse, in humanitären Fragen möglichst gut dazustehen und sie nützten die im September fraglos heikle Lage für ihre Zwecke nicht nur populistisch aus, sondern missbrauchten sie sogar dafür. Der Ruf nach „Menschlichkeit“ und das nicht enden wollende humanistische Selbstlob der Akteure und Migrations-Apologeten übertönten in diesem denkwürdigen Herbst 2015 fast alles. Und der Ruf hat gewirkt. Die frühen Kritiker wurden sämtlich in die Nationalisten-Rassisten-Ecke verwiesen und waren sofort verfemt.

Für die Durchsetzung der definitiv linken Ziele wurden die Rechte und die Interessen der österreichischen Nation preisgegeben und die grundlegenden Pflichten gegenüber der Republik Österreich vernachlässigt. Das betraf übrigens auch die ÖBB, deren damaliger Chef heute Bundeskanzler ist: Die werbetechnisch wirksamen großen Gesten der „Menschlichkeit“ haben Herrn Kern geholfen, seine Reputation als smarter Manager mit Herz zu festigen. Obwohl er – objektiv betrachtet – eine Reihe von rechtlich zumindest fragwürdigen Aktionen ermöglicht hat, schaffte er sich damals eine von den Mainstream-Medien hochgelobte Position. Mit „Menschlichkeit“ wurde über Monate alles zugedeckt und alles gerechtfertigt. Und als Kanzler Faymann endlich begann, politisch richtig zu handeln und sich von Merkel distanzierte, war die Stunde des Kern gekommen. Faymann musste gehen, der Humanitäts-Spezialist durfte kommen und noch ein bisschen weiter im Menschlichkeitstheater agieren.

Heute wissen wir aber alle, dass die Politik der offenen Grenzen grundsätzlich falsch und höchstens pseudo-humanitär war. Wir wissen, dass wir zigtausende Leute ins Land gelassen haben, die keinerlei Bleiberecht bekommen werden. Wir wissen, dass zahlreiche Radikale unter den Migranten sind und die Zahl der Schläfer beachtlich. Wir wissen, dass die Kulturen aufeinanderprallen und die Stimmung und das Klima im Land furchtsam und auch aggressiv geworden sind. Und wir wissen, dass wir alle für den Herbst 2015 bitter bezahlen werden – in jeder Hinsicht.

Die einst naiven Kinder vom Bahnhofs-Zoo sind mittlerweile gereift, besser informiert, besorgter und klüger geworden: Die große Mehrheit der Österreicher sieht die Situation längst kritisch bis ablehnend. Kaum jemand würde heute noch auf einen Bahnhof fahren und einen Zug mit hunderten männlichen jungen illegalen Migranten beklatschen.

Nur in der Regierungspolitik wird leider noch immer versucht, Zeit zu gewinnen und klare Handlungen zu vermeiden. Die drei Minister Kurz, Sobotka und Doskozil dürfen zwar Dinge sagen, für die man im Herbst 2015 noch öffentlich verdammt wurde, aber der Weg vom Wort zur Tat ist noch lange nicht beschritten. Grillparzers Diktum vom Zauderer „auf halbem Weg zur halben Tat“ gilt offenbar uneingeschränkt und überall. Anders gesagt: Die freie Wildbahn ist halt doch etwas anderes als der Bahnhofs-Zoo. Das hat nun wohl auch der nicht mehr im geschützten ÖBB-Bereich werkende Bundeskanzler bemerkt. (unverwandt.at)

37 comments

  1. Fragolin

    Doch, man darf auch die Bahnhofsklatscher anklagen, denn es stand schon damals jedem frei sein Hirn zu benutzen anstatt sich in euphorischer Wellkamm-Besoffenheit selbst zu feiern. Die, die damals ihr Hirn benutzten werden noch heute als Rassisten verhetzt.

  2. Marcus Franz

    Freilich darf man kritisieren – aber ich denke, die allermeisten sind klüger geworden. Spät, aber nicht zu spät. Wir können den Karren noch herumreissen.

  3. Der leiwaunde Johnny

    Bei aller Liebe, aber gar nichts hat sich geändert. Es fehlen zur Zeit einfach nur die entsprechenden Bilder in den Medien, um die Bahnhofsklatscher hervorzulocken. Könnten die Medien Bilder von echten Flüchtlingsströmen herbeizaubern, stünden sie alle wieder da. Der Linke per se ist nicht lern- oder gar zur Einsicht fähig. Und – ganz wichtig – der Linke ist mit seinem Weltbild nunmal in der Mehrheit in diesem Land. Wer es nicht glaubt, möge die Stichwahl im Oktober abwarten, um sich dann neuerlich zu wundern, warum die angeblich so deutliche Mehrheit wieder mal in der Minderheit ist.

  4. Herbert Manninger

    Ich stand damals, zufällig vorbei gekommenen, am Westbahnhof, beobachtete mit ungläubigigem Staunen applaudierende, geistig völlig entrückte junge Frauen beim Hinterherwerfen von Stofftieren, Wasserflaschen und Bananen, besoffen vom Gutsein – auf Kosten anderer.
    Die endgültige Verabschiedung von rationalem Denken.

  5. Gerald

    @Fragolin
    Gebe Ihnen vollkommen recht. Jeder hatte die Möglichkeit, ja hatte sogar die Pflicht seinen Verstand einzusetzen, zu allererst die Politiker, Behörden, Medien etc.
    @Marcus Franz
    Nur eine erwiesene geistige Unzurechnungsfähigkeit schützt vor Strafe, einfache Dummheit nicht. Auch eine verspätete Einsicht reduziert bestenfalls das Strafmaß. Dies sollte auch Ihnen als Mediziner klar sein.
    Hier werden aber genau jene hauptsächlich zur finanziellen Verantwortung gezogen, die damals schon warnten. Zudem kommt noch die weiterhin bestehende gesellschaftliche Ächtung und Diskreditierung der Warner. Dagegen tun die Regierungsparteien nach wie vor nichts.

  6. wbeier

    Die meisten dieser Bahnhofsklatscher haben nicht das geringste Problem, über einen hiesigen, im fiktiven Rinnsal liegenden Verlierer drüber zu steigen. Oder gar einer Greisin die Einkaufstasche zu tragen. Zur moralischen Selbsterhöhung taugt wohl nur die Fernstenliebe.
    Es tut halt so wohl in einer Welt voll Nazis im Lager der Guten zu stehen. Und sollten die Nazis einmal ausgehen müssen schnell welche geschaffen werden:
    http://www.krone.at/city4u/zeitschrift-beschimpft-kasperl-als-nazidrecksau-von-stadt-gefoerdert-Story-525345

  7. Familienvater

    @Fragolin: Auch ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Ich war letzten Sommer selbst 5x am Westbahnhof, um mir den ganzen Wahnsinn mit eigenen Augen anzusehen. Den Medienberichten habe ich schon damals nicht getraut. Ich kann mit Stolz sagen, nicht ein einziges Mal geklatscht und keinen Teddybären geworfen zu haben.

    Denn mir war damals (trotz geringer Recherche) schon völlig klar, dass da gerade ein gigantisches Desaster fabriziert wird. Man hätte es wissen können. Aber man wollte nicht. So ist es bei vielen heute noch.

    Denn einzugestehen, dass das, was da letzten Sommer passiert ist, ein riesiger Fehler war, würde bedeuten, sein gesamtes Weltbild (samt positivem Selbstbild: „Wir sind die Guten!“) zu zerstören. Und das schafft kaum jemand.

  8. Fragolin

    @wbeier
    Wundert mich nicht, dass ein linker Schreiberling seine „mutmaßlich“ verkorkste Kindheit (wahrscheinlich von links-antiautoritären Eltern traumatisiert) an einer einfachen Handpuppe abarbeitet, denn jene anzugehen, die sich wirklich wie selbstgefällige präpotente Drecksäue aufführen, könnte mit Gegenwind enden. Sehen wir es milde als Psychotherapie eines Gescheiterten, der seine Selbstreflexion auf eine Handpuppe fokussiert. Wenn ihm danach leichter ist, bitte. Ansonsten ist sein Gastbeitrag in diesem Wurstblatt mit dem gleichen Gewicht zu betrachten wie die putzigen Ausflüsse unseres Forenkarlchens. Und wenn ich mir anschaue, was unsere Regierigen mit unseren Steuergeldern alles so bezahlen, da läuft dieses Elaborat unter Hühnerdreck.

  9. Calderwood

    Vielen Österreichern, die 1938 auf der Straße jubelten, als Hitler einmarschierte, war das nach 1945 peinlich, so daß sie es besser nicht erwähnten. Mit jenen, die der Refugee-Welcome-Hysterie verfallen sind, wird es wohl ähnlich kommen.

  10. Dr.Fischer

    In den heutigen Zeitungen zusammengelesen: Kern ließ so an die achthunderttausend Migranten befördern, u.a. deswegen, weil sie ja ohnehin sonst entlang der Gleise gekommen wären, und weil es so viele waren, die da anmarschierten.
    Aus Traiskirchen vermeldet Herr Babler via Medien, daß er mit Kern als Kanzler zufrieden sei, schließlich er hätte ja auch dazu beigetragen, und dann sei es eben so weit gewesen, daß Faymann ab- und Kern eingesetzt wurde.
    So bezw so ähnlich verlautend kann man es heute in den Online Zeitungen lesen.

    Wieder einmal frage ich mich entsetzt, was sich da in der politischen Riege gemauschelterweise so abspielt. Zum Vorteil einer großen Pyramide von unlauteren Menschen, zum Nachteil einer großen Masse blind und dumm gehaltener Untertanen. Das Konzept geht ist seit Jahrzehnten vorbereitet worden und geht
    Schritt für Schritt auf.

  11. Selbstdenker

    @Marcus Franz:
    „Wir können den Karren noch herumreissen“
    Dazu wird es aber auch Taten und nicht nur klare Worte benötigen.

    Eines kann man jedenfalls jetzt schon festhalten: die Ereignisse vom Spätsommer 2015 und die darauffolgenden Monate waren ein echter Augenöffner.

    Die Bahnhofsklatscher sind nur die Spitze des Eisbergs: leichtgläubige, unerfahrene Leute, die sich für die vermeintlich gute Sache engagieren wollten, letztlich aber hemmunhgslos instrumentalisiert wurden. Fast jeder hat sich im jugendlichen Idealismus einmal zu engagierten Handlungen hinreißen lassen, die er später wieder bereut. Mir ging es damals mit der Befürwortung vom EU-Beitritt so, für den ich mich in einigen Diskussionen ins Zeug gelegt habe. Heute schäme ich mich dafür.

    Ich werfe niemanden einen einmaligen Fehler vor, aber was ich Leuten vorwerfe, ist, wenn sie entweder nicht daraus lernen oder sogar trotzig in den Verdoppelungsmodus gehen.

    Und hier kommen wir zu anderen Beteiligten dieser Katastrophe: Politik, Medien, NGOs, Kirchen, Sozialindustrie, super- und supranationale Organisationen, etc.

    Das was sich hier über die letzten Jahrzehnte zusammengebraute hat, bedarf einer eingehenden, scharfen Analyse. Keinesfalls sollte man zum Tagesgeschäft übergehen und die Verantwortlichen einfach so davonkommen lassen.

    Es ist ein Gebräu aus toxischen Ideologien, emotionalen und materiellen Egoismus sowie ein unerträglicher substanzloser Moralchauvinismus. Diese Leute gehen bei der Verfolgung ihrer Ziele über Leichen.

  12. Selbstdenker

    @Dr. Fischer:
    „Kern ließ so an die achthunderttausend Migranten befördern, u.a. deswegen, weil sie ja ohnehin sonst entlang der Gleise gekommen wären, und weil es so viele waren, die da anmarschierten.“

    Das verstehe ich sogar noch irgendwie. Allerdings war die Fahrtrichtung der Züge falsch.

  13. sokrates9

    Zu den Bahnhofsklatschern zählten nicht nur irgendwelche kleinen Gutmenschen, sondern auch unser (?) Bundespräsident Fischer stand dort mit der Willkommensfahne! Anscheinend sind 10 Jahre hunderte Staatsbesuche von ihm total abgeprallt und er hat keine interkulturellen Unterschiede bemerkt! Aber wie üblich unsere halbalphabeten die sich so eine schöne Gutmenschenideologie zurechtbasteln sind die gefährlichsten!
    Wie schön wäre doch ein körndlfressender Löwe umgeben von Gazellen und der Glawischnigg in der Mitte in einem heile – Welt Bild! Leider spielt die Natur da nicht mit!

  14. Thomas Holzer

    „Heute wissen wir aber alle…………“

    Nein, das haben viele schon damals gewußt!
    Man blättere z.B. -so noch verfügbar- nur auf dieser Seite zurück ins vergangene Jahr.

    Naivität mag ein Grund, definitiv aber kein Hindernis dafür sein, das eigene Gehirn dafür zu verwenden, wofür es uns der liebe Gott geschaffen hat: nämlich zum (Nach)Denken!

  15. Hanna

    Und bitte nicht vergessen, die „WillkommensklatscherInnen“ haben geklatscht, weil die Leute auf dem Weg DURCH Österreich waren, nicht, weil sie sich hier ansiedeln wollten. Dann hätte es mit dem Klatschen schon anders ausgeschaut. Es war Hilfe beim Durchreisen, nicht beim Ankommen! Also alles Pseudo und nochmals Pseudo. Und ich habe mir die Situation am Westbahnhof angeschaut, als die Züge ankamen und die Freiwilligen Berge von „Hilfsmaterial“ aufgetürmt hatten … die Sachen wurden durchgeklaubt und vielfach richtig verachtungsvoll angeschaut, nur das Beste vom Besten wurde genommen, … und die Wurstsemmel- und Wasserflaschenbeispiele sind sehr liebevoll beschrieben. Das waren meist keine armen Flüchtlinge, die aus dem letzten Loch piffen, das waren MigrantInnen, die oft sogar erstaunt waren, dass in Ö kein Islam herrscht. Die waren ignorant und fordernd. Und sie sind es doch. Ja, manche zeigten Dank und wachtelten mit Tafeln („Danke Österreich“), die sie natürlich nicht selber geschrieben oder gemacht hatten. Es war eine unerträgliche Atmosphäre … und a propos „Tränen in den Augen“. Ja. Eine gewisse Stemberger begegnete einem auf Schritt und Tritt, mit leidend geneigtem Haupt, weinend, sich in einen Umgang hüllend. (Das war dann der Zeitpunkt, wo ich wegmusste. Denn wenn ich mich dort übergeben hätte, wäre ich des Platzes verwiesen worden, man hätte keine Zeit und keinen Anlass gehabt, mir zu helfen.)

  16. Pinot Noir

    in einem jahr 100.000 jugendliche dauerarbeitslose importiert…und nicht nur ist die regierung weiter im amt, sondern der verantwortliche exkanzler wird allen ernstes UNO sonderbeauftragte fuer jugendarbeitslosigkeit…

  17. Fragolin

    @Hanna
    „Das waren meist keine armen Flüchtlinge“
    Es wird ja auch konsequent bis heute ausgeblendet, dass hunderte Taxler im Dauerpendelverkehr zu Wucherpreisen tausende Invasoren nicht nur von der ungarischen und steirischen Grenze nach Wien, sondern teilweise bis Salzburg gekarrt haben. Und dort haben sich dann die armen Traumatisierten eine normale ICE-Fahrkarte nach München oder Köln gekauft.
    Das Bild vom armen, in zerfetzten Lumpen über den gefrorenen Boden des Balkans sich dahinschleppenden verzweifelten Flüchtlings wurde nur verbal gezeichnet, die gefilmten Bilder zeichneten ein ganz anderes Bild und ein Lokalaugenschein in Spielfeld belehrte auch mich, dass die armen zerlumpten Fauen und Kinder sich geschickt als in Markenklamotten gekleidete frisch frisierte Jungmännchen verkleidet haben, die auf die bereitgestellten Apfelkisten spuckten und sich lieber im Supermarkt versorgten.
    Die medien können nicht mehr wirklich zurückrudern, ohne zuzugeben, dass sie damals nicht kleine Fehler in der Euphorie begangen haben, wie in Deutschland gerade versucht wird, sondern bewusst und faustdick gelogen haben. Sie haben den letzten Fetzen Vertrauenswürdigkeit auf dem Altar des Opportunismus geopfert und sich wellkammbesoffen dem Glückstaumel der eigenen Bessermenschlichkeit ergeben, um jetzt weinerlich feststellen zu müssen, als Lügenpresse dazustehen. Tja, wenn man schon dem, der einmal lügt nicht mehr glaubt, wie geht es dann wohl dem, der permanent lügt…

  18. Fragolin

    @Pinot Noir
    Naja, das passt ja. Ein Saudi ist ja auch UNO-Kapo für Menschenrechte. Wer kennt das Problem besser als der, der es verursacht? Vielleicht wird Kern auch mal Sonderbeauftragter gegen Schlepperei? Wer weiß?

  19. Mona Rieboldt

    Diese ganzen Helferinnen in den Asylheimen, die es immer noch gibt, helfen sich in erster Linie selbst. Entweder saßen sie einsam in ihren Wohnungen oder langweilten sich in ihren Reihenhäusern. Und mit den „armen Flüchtlingen“ hatten sie endlich eine Aufgabe gefunden, die sie befriedigte. Dass es mehr Frauen als Männer als Helfer gab und gibt, liegt allerdings daran, dass traditionell Frauen mehrheitlich in der Pflege tätig sind.

    Und das Gejubel von jungen Frauen mit bunten Transparenten am Bahnhof wäre sicher damals nicht anders gewesen, als Hitler noch „in“ war.

  20. Thomas Holzer

    @Pinot Noir
    Mit (Jugend)Arbeitslosigkeit, vor allem dem Steigen derselben, hat Herr Faymann ja Erfahrung 😉

  21. Selbstdenker

    @Calderwood:
    „Vielen Österreichern, die 1938 auf der Straße jubelten, als Hitler einmarschierte, war das nach 1945 peinlich, so daß sie es besser nicht erwähnten. Mit jenen, die der Refugee-Welcome-Hysterie verfallen sind, wird es wohl ähnlich kommen.“

    Da ist was dran. Meiner Meinung nach setzen die heutigen Social Justice Warriors – ähnlich wie damals in der NS-Zeit – kultbasierende Methoden zur Indoktrination ein.

    Anbei eine längere, aber sehr sehens- bzw. hörenswerte Analyse von Cult Behaviour:
    https://www.youtube.com/watch?v=htqOIjzi-jE

    Na, kommt da wem etwas bekannt vor?

    Die Bahnhofsklatscher wurden instrumentalisiert. In gewisser Weise wurden sogar auch die Migranten instrumentalisiert. Auf die Bahnhofsklatscher zu zeigen, greift viel zu kurz. Man muss sich die Leute ansehen, die das ermöglicht bzw. gefördert haben: ganz speziell die Uni-Professoren, die Lehrer und die Beinflusser dieser naiven Verblendeten.

  22. waldsee

    @calderwood
    die nazis waren nach 7 jahren weg,die schutzsuchenden menschen werden viel,viel länger bleiben und der großteil wird dann integriert sein.( kann man auch wörtlich verstehen.)

  23. Falke

    @wbeier
    Jetzt weiß ich endlich, woher die 50% minus 30.000 Nazis herkommen: sie haben wahrscheinlich alle in der Kindheit Kasperl geschaut 🙂

  24. Historiker

    @Calderwood
    Mein Vater hatte beim Einmarsch Hitlers bereits eine Hakenkreuz-Armbinde in der Tasche und Tränen der Freude in den Augen ! Bis in den Tod 1987 leugnete er den Holocaust und bezeichnete die Filme aus den KTs als Fälschung. – Zu glauben, die Bahnhofsklatscher würden sich „umorientieren“ halte ich für eine völlige Illusion. Die in ihrer Ideologie Gefangenen bleiben oft bis in den Tod bei ihrer subjektiven Wahrheit. Das ist das Märtyrer-Syndrom.

  25. Fragolin

    Wer sind die wirklichen Rassisten?
    Eine interessante Antwort:

    „Es ist das Schuldbewusstsein der Weißen (und dieses Schuldbewusstsein wird von den Islamisten und Fundamentalisten ausgenutzt), aber es ist auch eine besondere Art des Rassismus.

    Es ist ein Rassismus der niedrigen Erwartungen. Ein moralischer Rassismus. Sie nehmen einen weißen Mann, beurteilen ihn nach den höchsten, makellosesten moralischen Maßstäben,

    aber bei farbigen Völkern sagen sie, ‚Ja nun, sie machen das halt eben so.‘ Sie sind rassistisch und fühlen sich gut zur gleichen Zeit.“

    Sie kommt aber nicht von Jörg Meuthen oder Micael Mannheimer, sondern von einer, die es wissen muss:
    Ayaan Hirsi Ali.

    Die einfache Formel, die sich daraus ergibt:
    Gutmenschlichkeit = moralischer Rassismus.

  26. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Neoprogressivismus eben.

    Anstatt die Menschen (unabhängig von ihrer Herkunft) nach ihren Handlungen zu beurteilen, werden sie als Person auf- oder abgewertet um ein bestimmtes, politisch erwünschtes Ziel (z.B. Ergebnisgleichheit) zu erreichen.

    Linksextremisten, Rechtsextremisten und religiöse Sektierer katapultieren uns schnurstracks in die Zeit vom 30-Jährigen Krieg zurück. Mit der einen oder anderen Form des Kastenwesens haben interessanterweise alle drei „Menschheitserlöser“ kein Problem.

  27. Fragolin

    @Selbstdenker
    Richtig. Daraus resultieren Tatsachen, die vielen Menschen durch die Begriffsverdrehungen schwer vermittelt werden können:
    Feminismus = Sexismus
    Antirassismus = Rassismus
    Antifaschismus = Faschismus
    Wir leben in einer gespiegelten Welt.

  28. Selbstdenker

    @Fragolin:
    Vor allem unterstellen die Neoprogressiven zuerst ihren ausgewählten menschlichen Zielen (häufig exponierte Projektionsflächen für Neidreflexe) Dinge, die sie in der Realität dann selbst ausgiebig praktizieren. Neoprogressive teilen mit pathologischen Lügnern weitgehend idente Verhaltensmuster:
    1) konstituierende Lüge
    2) Projektion
    3) Verdopplungsstrategie

    Der Neoprogressive sucht sich gezielt ein bestimmtes Opfer aus, dem er dann ein Verbrechen unterstellt, das er später selbst begehen wird. Wenn man ihn erwischt, bettet er die bestehende Lüge in eine noch größere Lüge ein; z.B. „die systematische Unterdrückung von hat mich dazu gezwungen“.

  29. Der Realist

    Die Bahnhofklatscher sind nicht klüger geworden, nur ihr medialer Staus ist eben ein wenig anders, derzeit bleiben sie eher in Deckung, so entgehen sie unangenehmen Fragen auf die sie ohnehin keine Antworten haben. Diesen „guten“ Menschen geht es ja primär nur um öffentliche Anerkennung, sie klopfen sich ja auch gerne selbst auf die Schulter, und willfährige Medien bieten ihnen eine entsprechende Plattform um ihre Menschlichkeit und Solidarität penetrant zur Schau zu stellen. Bettelt ein hiesiger Sandler auf einem der derzeit sehr beliebten Märkte um ein Almosen, so wird diesem mit lässiger Arroganz signalisiert, dass man beim Sektfrühstück nicht von Untermenschen gestört werden will. Beim Gratiskonzert am Heldenplatz wurden auch Spenden gesammelt, von den 150.000 Obermoralisten hat im Schnitt jeder einen Euro gespendet, finde ich schon etwas dürftig, hat sich doch dort angeblich das „andere Österreich“ versammelt.

  30. Gerald Steinbach

    Der Realist

    Beim brucker stadtlauf habe ich unwissentlich auch einen Euro für Flüchtlinge gespendet wie die meisten Teilnehmer auch unwissentlich dies taten
    Erst nach dursicht meiner Quittung sah ich dies kleingedruckt, wie auch die Teilnehmer beim kremser donaufestival,

  31. Zaungast

    „Der leiwaunde Johnny“ hat recht: Die Stichwahl im Oktober wird wieder ein Tag der Wahrheit werden. Da werden wir dann sehen, ob sich was geändert hat.

    Die Belastung und Probleme, die wir uns bisher bereits hereingenommen haben, werden wir bestimmt nicht mehr los. Und so wie es aussieht, wird das laufend noch mehr. Mit Karren herumreißen ist da nix. Das Ding geht den Bach runter bis zum Endsieg.

  32. Fragolin

    Die Wolken werden dichter, die Blitze zucken heller:
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/katastrophenfall-bevoelkerung-soll-vorraete-anlegen-a-1108760.html
    Da braut sich was sehr Unappetitliches zusammen. Die Bundeswehr soll im Inland eingesetzt werden und die Leute ihre Vorratskeller aus dem Kalten Krieg wieder auffüllen.
    Noch vor einem halben Jahr wurde ich verlacht, weil ich meine Familie für 2 Monate aus dem Keller versorgen kann – heute empfiehlt die deutsche Regierung ihrem Volk sich für „mindestens 10 Tage“ einzudecken. Wissen die was, planen die was?
    Mein schon lange geäußerter Verdacht, in der Merkel-Diktatur wird es keine Bundestagswahlen mehr geben, verfestigt sich immer mehr. Das Regime hat eine Krise gebastelt, die es mit sich bringen wird, dass noch vor der Wahl der Deckel vom Topf fliegt und in den Großstädten der Bürgerkrieg tobt. Und dann ist die Demokratie am Ende und die Merkel-Diktatur wird einbetoniert.
    Die Zeichen stehen auf Sturm…

  33. Selbstdenker

    @Fragolin:
    „Wer geltendes Recht einfordert, wer für die Demokratie eintritt, wer eine funktionierende Gesellschaft verteidigt, der gilt heute als verrückt. Was für ein Wahnsinn!“

    Das kann ich bestätigen. Ein „höherer“ Beamter der Bezirkshauptmannschaft meinte zu mir unlängst wörtlich, dass der Gleichheitsgrundsatz Ewiggestriges Denken sei.

    Derartige Behauptungen hätten vor 15 oder 20 Jahren mindestens einen Karriereknick bedeutet.

  34. mariuslupus

    Das waren keine Kinder, die Oxytocinüberflutet, die Eindringlinge meinten eiligst begrüssen zu müssen. Diese Menschen haben ihre Ideologie nicht abgelegt, nur agieren sie diskreter, aber um so gefährlicher. Die Untewanderung der Gesellschaft durch verrordneten Jubel, geht immer weiter. Fakten werden ausgeblendet.
    Erdogan ist gerade dabei, seine Erpressungspolitik zu reaktvieren. Jeden Tag kommen in Griechenland
    wieder hunderte von potentiellen Eindringlingen, an. Diese Leute könnten, ohne die Hilfe der Türken, sich nicht auf die Überfahrt nach Europa aufmachen.
    Nur zu Erinnerung. Im letzten Herbst waren die gesamten gleichgeschalteten Medien voller Bewunderung über die geniale Weitsicht Merkel`s, die mit dem anatolischen Kalifen den Frieden für die Lebenszeit
    ausgehandelt hat.
    Jetzt zeigt der Kalif, wer am längeren Hebel sitzt und wer sich erpressbar gemacht hat.

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