Die Mär von der krassen Benachteiligung von Frauen beim Geldverdienen

“(C.O.) Warum die Behauptung, dass Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld als Männer verdienen, weitgehend ein Fall von Fake News ist.” (weiter hier)

12 comments

  1. Daniel B.

    Mehr als zwei Drittel der Gesamtsteuer- und Sozialversicherungsleistung im Staat erbringen Männer!
    “Halbe Halbe” ist nur die Bevölkerungsverteilung!

  2. Mourawetz

    Sechs Prozent? Die Agenda Austria kommt auf 3,5 bis 11 Prozent, je nach Branche, Firmengröße, Ausbildungsniveau, Position und Berufserfahrung.
    Die Agenda Austria hat auch gleich den Grund dafür mitgeliefert: die Männer sind mit schuld! Wer hätte das gedacht? Und das am Frauentag. Diese nämlich weigern sich in Karenz zu gehen. Deshalb die Forderung: Karenz auf maximal ein Jahr verkürzen, je 6 Monate für Vater und Mutter. Denn arbeitende Mütter verdienen um sechs Prozent weniger als ihre kinderlosen Kolleginnen. Dass Mütter eventuell einen anderen Lebensentwurf verfolgen als ihre Kolleginnen in der Arbeit, kommt ihr dabei nicht in den Sinn. Ein Leben, das Kinder mit einbezieht und weniger auf den Beruf ausgerichtet ist, eine Gehaltssteigerung durch Karrieresprung, der auch mit einer höheren Belastung einher geht, wenig wünschenswert ist, kommt ihr nicht in den Sinn. Frauen, wenn sie Mütter sind, sehen vielleicht ihren Lebensmittelpunkt nicht so sehr im Büro, weil sie mehr Freude zu Hause mit ihren Kindern haben. Die mit Karrierefrauen sowas von nichts am Hut haben, dass sie einen etwas geringeren Verdienst von 6 Prozent gerne in Kauf nehmen. Dafür möchten sie aber auch pünktlich um eine gewisse Uhrzeit nach Hause gehen. Der Beruf ist für so manche Frauen ein notwendiges Übel und keine Erfüllung. Die liegt oft zu Hause beim Kind! Frauen kennen auch Lebensentwürfe, die keine steile Karriere im Beruf beinhalten. Diese Wahlfreiheit haben Frauen. Männer übrigens nicht, die müssen Geld verdienen, das erwartet man von ihnen.
    Wann werden Frauen endlich verstehen, dass es auch Frauen gibt, die anders ticken als sie? Denn wer hat diese „Agenda Austria“-Studie ausgeheckt? Eine Frau. Wo ist der Chef dieser Anstalt? Arbeitet Schellhorn überhaupt noch dort? Die Schlagzeile „Männer sind mit schuld an der Lohnkluft“ ist einer Agenda Austria nicht würdig.
    https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5384061/Maenner-sind-mit-schuld-an-Lohnkluft?from=suche.intern.portal

  3. Luke Lametta

    Unklar bleibt, warum ein möglicherweise vorhandener gender pay gap unter den Voraussetzungen von Vertragsfreiheit überhaupt problematisch sein soll. Ist das nicht die eigentliche untold story bei dem Thema? Sehr mühsam alles.

  4. Falke

    Am gestrigen (kommunistischen) “Frauentag” habe ich den ganzen Tag lang erfahren, wie schlecht es den Frauen bei uns geht: brutal ausgebeutet von gewissenlosen Kapitalisten, für die sie weit mehr arbeiten müssen als die Männer und dabei viel schlechter bezahlt werden, überall (in der Arbeit und zu Hause) ständig sexuell bedrängt und vergewaltigt werden, keine verantwortungsvollen Jobs bekommen, allein weil sie weiblich sind, großteils von Altersarmut betroffen sind und überhaupt total entrechtet und hilflos sind. Mir sind den ganzen Tag über die Tränen gekommen. Und am allerschlimmsten: sie dürfen schon mit 60 in Pension gehen und müssen keinen Wehr- bzw. Zivildienst leisten – wirklich eine schreiende Ungerechtigkeit. 😉

  5. dna1

    Auch bei Uber verdienen Frauen pro Stunde im Schnitt weniger als Männer, und das obwohl das Fahrentgelt nicht vom Geschlecht abhängig ist und jeder mehr oder weniger machen kann, was, wie und wann er will. Und genau da liegt die Ursache: Männer fahren im Schnitt schneller ergo mehr Kohle, Männer fahren im Schnitt öfter auch zu lästigen Zeiten und ungünstigen Verkehrssituationen = ertragreicher, und Erfahrung macht einen Unterschied, je mehr gefahren wird umso mehr Erfahrung umso bessere Planung umso mehr Geld, und Männer fahren im Schnitt mehr als Frauen.
    Frauen verdienen also nicht weniger, weil sie Frauen sind, sondern weil sie sich wie Frauen verhalten.

  6. Thomas Holzer

    @Luke Lametta 09:17h
    Sie bringen es auf den Punkt.
    Aber in einer Gesellschaft, die nicht mehr patriarchalisch, aber auch nicht matriarchalisch sein möchte, sondern anscheinend am liebsten obrigkeits-, “nanny”staatlich, nie aber eigenverantwortlich, ist der Ruf, die Forderung nach gesetzlichen Regelungen, gesetzlicher Bevormundung, nur allzu verständlich 🙁

  7. Daniel B.

    Es gibt einen Gender Lohnsteuer Gap, einen TAX-GAP!
    Ein Mann zahlt im Durchschnitt 88% MEHR an Lohnsteuer als eine Frau!
    Alle Männer zusammen zahlen 141% MEHR an Lohnsteuer als alle Frauen!

    Zahlen von 2016 (Österreich)

    Lohnsteuerzahlende Gesamt, inkl. Beamte, Unternehmer und Pensionisten ,
    Männer: 2.845.138
    Einbehaltene Lohnsteuer Männer Gesamt [Euro]: 17.842.600.000
    Einbehaltene Lohnsteuer pro Mann [Euro]: 6.271
    Arbeitsvolumen Männer: 4,1863 Milliarden Stunden
    Männer, Durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche (normale) [Stunden]: 40,7
    Teilzeitquote, Männer [%]: 11,8

    Lohnsteuerzahlende Gesamt, inkl. Beamte, Unternehmer und Pensionisten
    Frauen: 2.223.503
    Einbehaltene Lohnsteuer Frauen Gesamt [Euro]: 7.391.200.000
    Einbehaltene Lohnsteuer pro Frau [Euro]: 3.324
    Arbeitsvolumen Frauen: 2,7397 Milliarden Stunden
    Frauen, Durchschnittliche Arbeitszeit pro Woche (normale) [Stunden]: 31,9
    Teilzeitquote, Frauen [%]: 47,7

    Quellen:
    Steuerpflichtige 2016 nach Geschlecht, sozialer Stellung und Bruttobezugsstufen
    http://statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&RevisionSelectionMethod=LatestReleased&dDocName=021854

    Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und Bruttobezüge 2016 nach Geschlecht und wirtschaftlicher Aktivität
    http://statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&RevisionSelectionMethod=LatestReleased&dDocName=021853

    http://statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/oeffentliche_finanzen_und_steuern/steuerstatistiken/lohnsteuerstatistik/index.html

    Ergebnisse im Überblick: Arbeitszeit
    http://statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&RevisionSelectionMethod=LatestReleased&dDocName=023272

    Ergebnisse im Überblick: Tatsächlich geleistete Arbeitsstunden (Arbeitsvolumen)
    http://statistik.at/wcm/idc/idcplg?IdcService=GET_PDF_FILE&RevisionSelectionMethod=LatestReleased&dDocName=062886

  8. Johannes

    Ok gleicher Lohn für gleiche Arbeit, die Grundforderung von der ich immer höre. Wenn es eine solche Benachteiligung gibt dann an die Öffentlichkeit damit, wer,wann, wo und die Sache ist in 5 Minuten erledigt.
    So einfach scheint es aber dann doch nicht zu sein, man vergleicht meist Äpfel mit Birnen.
    Der Eingriff des Staates in die Besetzung von Vorstands und Aufsichtsrats-Bestellungen von privaten Firmen und Konzernen ist im globalen Zeitalter ein sozialistisches Steckenpferd mit sozial-romantischer Weltfremdheit die seines gleichen sucht.
    Ich glaube jene Frauen die wirklich in den obersten Etagen erfolgreich arbeiten tun es deshalb weil sie es sich im Wettbewerb verdient haben und nicht weil eine politische Frauenrechtlerin ihnen den Job verschafft hat.

  9. sokrates9

    Kann mir wer ein nationales / internationales Aktienunternehmen empfehlen welches vonFrauen gefuehrt wird und besser performed als eii maennlich gefuehrtes?.

  10. Christian Weiss

    Ich möchte nicht frauenfeindlich erscheinen, aber könnte es sein, dass das geringere Einkommen der Frauen den gleichen Mechanismen geschuldet ist, die dazu führen, dass Frauen weitaus mehr Esoterikmessen besuchen, “Der Bachelor” oder “Germany’s Next Topmodel” gucken, bei Zalando surfen und bei TV-Geistheilern anrufen als Männer?

  11. Luke Lametta

    @Daniel B.
    Sehr interessant. Ein Einkommensteuervergleich all jener, die noch nicht zu wehrlosen, quellenbesteuerten Blutkonserven des Staats transzendiert wurden, dürfte noch _deutlich_ spektakulärer ausfallen…

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