Die Notenbanker als Helfershelfer der verantwortungsscheuen Politik

“…Da die Wirtschaft nicht richtig anspringt, man aber als Zentralbank als einziger staatlicher Akteur über unbegrenzte Munition verfügt, lässt man sich zu weiteren Interventionen hinreissen. Zwar versuchen die Notenbanker, die Erwartungen zu dämpfen mit dem Hinweis, dass sie nicht allmächtig seien. Ihre Handlungen suggerieren aber das Gegenteil. Mit immer neuen Salven wecken sie Hoffnungen, verwischen die Verantwortlichkeiten weiter – und tappen damit in die Falle der Politiker, die sich eine solche Verwischung wünschen, um sich aus der Verantwortung zu stehlen….” (Gute Analyse der NZZ)

3 comments

  1. rubens

    Wir haben keinen Grund mehr, uns über diktatorische, mafiose und Nazi-Regimes aufzuregen.
    Wir leben mittendrin, das Schiff steuert auf den Eisberg zu, doch siehe da, wir werden nicht zerbersten. Erst fallen wir weich und dann werden die vielen Helfershelfer, Opportunisten und Büttel die Ziele der selbsternannten und breit abgesicherten Nomenklatura übererfüllen auf unsere Kosten. Solange Substanz da ist, gilt es diese auszusaugen und das Regime wird leben, danach wird es eben eng. Für Zuckerl für Kinder bis 10 Jahre zum Geburtstag des “Führers” wird es dann schon noch reichen.

  2. aneagle

    @ rubens
    aber, abe;, sehen Sie das doch nicht so düster!
    Wir Österreicher, oder zumindest die Wiener tun sich leicht, wir haben das in der Kultur. Das ist eine gewohnte Lebensweise für uns und wir sind in der uns bekanntermaßen gebührenden Vorreiterrolle (ausgenommen vielleicht Griechenland):

    “Verkaufts mei Gwand i far in himmel” und der “liebe Augustin” waren längst Leitkultur in Österreich, lange bevor “Helicopter-Ben” Geldscheine über (hoffentlich meine) Häuser abzuwerfen gedachte.

    Sie sehen, wir Österreicher sind bestens gerüstet und können mutig in die neuen zeiten schreiten. 🙂

    Und was unsere “selbsternannte und breit abgesicherte Nomenklatura” betrifft:
    nun, die erfüllen eher die rolle jener Zwerge, die nachmittags, wenn die Sonne tief steht, riesig lange Schatten werfen, wenn Sie, in ihrer lemminghaften raffgierigen Blödheit, uns und sich mit uns, über die Klippen führen, aber einen Vergleich mit Mördern am eigenen Volk halte ich für überzogen.

  3. rubens

    Überzogen, das hoffe ich. Ich habe da auch gar nicht an erster Linie an unsere Zwerge gedacht.

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