Die Schweizer Lösung für die Eurokrise

“…Am Sonntag stimmen die Schweizer über eine radikale Reform des Geldsystems ab. Die Schweiz braucht diese Revolution nicht zwingend. Für den Euro könnte sie die letzte Rettung sein….”  weiter hier

One comment

  1. CE___

    “bestehende Geldordnung – wie sie in allen kapitalistischen Systemen weltweit besteht…”

    Naja, man kann es auch tongue in cheek als ein pures sozialistisches System bezeichnen und liegt auch nicht falsch.

    “Zentralbanken…schwach Einfluss auf die Entwicklung der Geldmenge, nämlich über den Zinssatz und die geforderte Mindestreserve”

    Ich denke, und soweit ich das Geldsystem verstehe, ist der Einfluss der Zentralbanken sehr stark bzw. fundamental für das System. Das sind keine “Zaungäste” und Nebenakteure, sondern stehen mittendrinnen im Reigen den dann die privaten Geschäftsbanken rundherum aufführen (können).

    Zentralbanken begeben nämlich in den Wirtschaftskreislauf die Basisgeldmenge, vulgo gesetzliches Zahlungsmittel, vulgo Banknoten (Scheinchen) und Münzen für ihr jeweiliges Währungsgebiet.

    Dieses Basisgeld wird heutzutage dann von den Wirtschaftsteilnehmer üblicherweise (und durch Zwangsmassnahmen wie Beschränkungen des Bargeldverkehrs weiter befeuert) zu Geschäftsbanken/Kreditinstituten getragen, dort zu Giralgeld auf Privat/Unternehmenskonten, und dann darauf aufgebaut erfolgt dann die weitere eigene (Giral)geldschöpfung durch Kreditvergabe durch die Insitute aufgebaut auf einem Teilreservesystem, in gewisser Weise limitiert durch Zinssatz, Mindestreservesätze (und auch, wenn es korrekt zugeht, durch die Bonität der Kreditnachfrager)

    Zusätzlich zu der Basisgeldmenge drücken Zentralbanken aber auch eigenes neu geschaffenes Giralgeld in den Kreislauf, eben wenn zB. Staaten Anleihen zur hoffnungslosen Verschuldung emittieren, diese durch willfährige Mittler (Banken, Versicherungen, Fonds, etc) aufgekauft, und bei Bedarf bei der Zentralbank diskontiert oder überhaupt an diese voll verkauft werden, oder aber auch wenn eine Zentralbank einen auf “whatever it takes” macht und alles aufkauft was ihr angetragen wird oder sprichwörtlich nicht bei drei am Baum ist.

    Dieses Zentralbank-Giralgeld fliesst dann auch wieder höchstwahrscheinlich in Geschäftsbanken, die dann wenn möglich natürlich wieder durch Kreditvergabe Geldschöpfung betreiben wie oben geschildert. Das Problem ist halt das Giralgeld von Natur her (Eintrag am Konto, Bits&Bytes) kein Mascherl hat und das jenige von Zentralbanken und Geschäftsbanken begebene bzw. geschöpfte nicht unterscheidbar ist.

    Ich sehe dass alles als eine umgedrehte Pyramide, und die Basisgeldmenge ist die kleine Spitze am Boden die alles stützt, und weshalb auch Regierungen, Zentralbanken und private Kapitalsammelstellen so aggressiv wie Hornissen sind wenn es um Bargeldentnahmen aus diesem System geht (sprich Abhebungen von eigenen Bankkonten um Banknoten und Münzen in Händen zu halten) und alle am liebsten zu Kriminellen stempeln würden die das tun.

    Obwohl die wahren Kriminellen in diesem Krimi ganz woanders zu finden sind, nämlich weiter oben in der umgedrehten Pyramide.

    Sind meine 50 Cent….wenn es jemand anders sieht interessiert es mich wie.

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