Die Unterdrückung des Prager Frühlings wirkt bis heute in ganz Europa nach

„Das brutale Ende des tschechoslowakischen Reform-Experiments begrub auch die Hoffnung auf einen sanften Wandel im Ostblock. Das zerstörte Vertrauen ist bis heute nie ganz zurückgekehrt – mit Folgen für ganz Europa….“ (NZZ, hier)

6 comments

  1. Rado

    Wurden schon die österreichischen Verstrickungen zu den Ereignissen aus dieser Ära aufgearbeitet? Denke eher hierzulande wird massiv gemauert und vertuscht.
    Es gibt da Geschichten um gewesene Journalisten später in die Politik gingen und tw. noch dort sind, singuläre Buchveröffentlichungen wie „Titos langer Schatten“ mit Geschichten über Geheimdienstmorde und Bombenanschläge, die bis tief in die österreichische Innenpolitik reichen.

  2. Rado

    Wie sieht es mit der Aufarbeitung dieser Geschichte in Österreich aus?
    Besonders viel konnte ich da nicht bemerken, wenn man von der Geschichte um einen gewissen ORF Journalisten absieht, der später in die Politik ging.

  3. Rado

    PS:
    Sorry, hätte natürlich beinahe den „Fall Euler“ vergessen:
    Und als eines der sehr lesenswerten Werke über damals das Buch „Marschmusik für Glockenspiel“.

  4. Falke

    Es ist zumindest fraglich, ob die Reformen Dubceks tatsächlich etwas gebracht hätten. Den Sozialismus an sich wollte er ja auch nicht abschaffen; wie man inzwischen mehrfach erfahren konnte, führt Sozialismus, in welcher Form auch immer, geradewegs ins Verderben.

  5. Thomas F.

    Und heute besetzt die Russische Armee Gebiete in Südossetien, Abchasien, Moldawien und der Ukraine. Dort herrscht Polizeiterror nach alter sowjetischer Tradition. Und unsere Aussenministerin tanzt mit dem Terrorpaten auf der Hochzeit.

  6. astuga

    Eine etwas krude Analyse.
    Letztlich unterstellt man hier den Tschechen (Ungarn, Polen etc.) damit bloß wieder eine unterentwickelte Demokratiefähigkeit und Mangel an Rechtsstaatlichkeit.

    Womit aber erklärt man dann den Erfolg von sog. Populisten oder rechten Bewegungen in westeuropäischen Ländern wie Italien (mindestens seit Berlusconi), Frankreich (was ist Macron denn anderes?) oder Großbritannien, Schweden, Norwegen und Deutschland?
    Oder auch in Griechenland und Spanien, hier eben unter linksradikalen Vorzeichen.
    Man sucht sich halt ein Erklärungsmuster das ins Weltbild passt – wie jenes des rückständigen Ostens!

    Man kann es aber auch so sehen, der Prager Frühling (wie ähnliche Aufstände und Bewegungen im Ostblock, bis hin zum Mauerfall der DDR) ist etwas das uns Tschechien vorraus hat.
    Eine breite Bewegung aus der Mitte der Bevölkerung, in der man sich aktiv und unter echter (!) Gefahr für Demokratie und Freiheit eingesetzt hat.
    Während man 1968 im Westen zur gleichen Zeit Stalin, Lenin, Ho Chi Minh und Mao hochleben ließ.
    Und von einem kommunistischen Umsturz träumte.
    Wir haben damals diese Länder im Stich gelassen – moralisch, politisch und intellektuell.
    Der Prager Frühling gehört deshalb für viele Linke und Linksliberale auch nicht ins Narrativ eines maßlos verklärten Jahres „1968“.

    Und was sehen heute viele Bürger dieser Länder wenn sie nach Westen blicken?
    Rechtsbrüche, Rechtsbeugungen, Großmannssucht, Überheblichkeit, Selbstgerechtigkeit, Ideologie und Unfähigkeit.
    Und den Hass auf die eigene Kultur und den eigenen souveränen Staat, der von vielen Politikern und sog. Intellektuellen propagiert wird.
    Erneut unter dem Deckmantel eines angeblichen Internationalismus.

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