Ein ehemaliger ÖVP-Chef patzt die ÖVP an

” (C.O.) Busek erweist seiner Partei aber auch einen schlechten Gefallen, wenn er eigens darauf hinweist, dass “offenkundig Herbert Kickl” beim UNO-Migrationspakt “die Linie bestimmt”. Denn es ist stark anzunehmen, dass ein Pakt, der Migration wie jene seit 2015 nach Mitteleuropa “als eine Quelle von Wohlstand, Innovation und nachhaltiger Entwicklung in unserer globalen Welt” bezeichnet, sich gerade bei einer eher bürgerlichen ÖVP-Klientel äußerst überschaubarer Beliebtheit erfreuen dürfte. Und in dieser Situation ausgerechnet dem FPÖ-
Innenminister zuzugestehen, dass er “der Mann ist, der die Linie bestimmt”, wird der ÖVP nicht wirklich nützlich sein; anzunehmen ist eher das Gegenteil. weiter hier

22 comments

  1. Rado

    Was würde wohl herauskommen, wenn man alle anderen ÖVP-Chefs der letzten Jahre hierzu um ihre Meinung fragen würde? Oder aktuelle Windschattenfahrer wie die ÖVP Landeshauptleute?
    Habe nicht vergessen, wie Johanna Mikl-Leitner samt Gefolge 2015 zum Jubeln am Bahnsteig angereist ist.

  2. Rado

    Wieviele andere ehemalige ÖVP-Chefs hier wohl Busek insgeheim zustimmen?
    Oder wieviele Landeshauptleute, welche die grosse Koalition quasi in den Genen haben? Oder die Granden aus der 2 Reihe wie ein Koordinator Konrad.

  3. Kluftinger

    Busek wie er leibt und lebt! Schon in früheren Jahren agierte er nach dem Motto: lieber einen Freund verlieren als einen “Sager” auslassen. Auf diese Weise hatte er sich viele Feinde (auch innerhalb der ÖVP) gemacht die letztlich zu seinem Abgang führten.

  4. GeBa

    Auch da bist du nicht alleine, es gibt schon jemand aus einem anderen Bundeland.
    Wäre ja schon schön ein privater Mailaustausch, schreib mir einfach auf die angegebene Mailaddy,
    dann kann man besprechen

  5. sokrates9

    Mangels Argumenten ist es doch altbewährter sozialistischer Brauch damit zu kommen, dass die “Mehrheit”
    der Staaten, der Länder, der Lemminge dafür sei!!

  6. aneagle

    Die Äußerung Buseks, dass Kickl hier federführend sein soll, ist für viele Wähler, auch der ÖVP, ungemein beruhigend. Das ist der Zweck der nicht jedermann sympathischen FPÖ in der Regierung. Die ÖVP vor dem dauernden Umfallen nach linxsgrün abzuhalten. Schafft sie das nicht, können wir uns genauso gut den genialen Herrn Kern als ÖVP- Chef vorstellen. Vor allem mit einer ÖVP- Truppe aus alten uneinsichtigen Herren, die sich bis heute nicht vorstellen können, was die ÖVP bei den Wählern in Wien mittlerweile in den soliden einstelligen Bereich gebracht hat- ähnlich der SPD in Bayern. Aber schlimmer noch, als diese Selbstdemontage, ist die Fehlsicht der small old party, wie Busek sie tragisch dokumentiert. Alt geworden-nichts dazugelernt, hier zum Mitschreiben und auswendig lernen:
    Besser in Gesellschaft von Trump und Orban, als in Geiselhaft von Juncker, Moscovici und Genossin Merkel.

  7. Falke

    Busek, Neisser, Konrad, Fischler und neuerdings auch Mitterlehner … alles ehemalige ÖVP-Granden, die es offenbar nicht verkraften können, dass heute kein Hahn mehr nach ihenen kräht, deren politischer Erfolg sehr begrenzt war und die überdies nichts anderes kennen als die “große” Koalition mit der SPÖ. Anscheinend wollen sie sich in Erinnerung rufen, indem sie dem erfolgreichen Kurz immer wieder in den Rücken fallen; gescheite und ihrer Partei nützliche Aktionen fallen ihnen wohl nicht ein. Ich hoffe, dass Kurz sie ganz einfach ignoriert. Bemerkenswert übrigens, dass etwa Schüssel sich mit Kommentaren absolut zurückhält.

  8. GeBa

    @Falke !!!
    Willst du nicht auch mitmachen bei dem geplanten ortner online Stammtisch?
    Schau oben bitte

  9. Mourawetz

    Jemand, der den Satz unterscheiben möchte, dass die Invasion 2015 ein Born des ewigen Wohlstands und Gedeihs ist, nur damit er bei den Starken und Tonangebenden mit dabei ist, würde wohl auch seine Großmutter verkaufen. Leute, denen es das Wichtigste ist, allseits beliebt zu sein, dürfen kein Rückgrat haben. Und das widerspricht jedem Menschen mit einer konservativen Einstellung, das wäre unter seiner Würde. Busek ist ein Linker!

  10. Falke

    @GeBa
    Grundsätzlich wäre ich nicht abgeneigt; ich wohne zwar auch nicht in Wien, allerdings nicht allzuweit entfernt, das wäre kein grundsätzliches Problem. Im Moment bin ich aber – sieht leider so aus, als ob das langwieriger wäre – im Krankenstand, also wenn, dann nicht sehr bald.

  11. GeBa

    Schick einfach einmal eine Mail an lucky.7020@web.de, dann müssen wir hier nicht die Threads mit für manche nicht Interessantem vollstopfen. Gut Ding braucht sowieso Weile
    LG

  12. doc.west

    ERHARD, DER ENTBEHRLICHE

    wenn sich pensionierte oder/und abgetakelte politiker zu wort melden, lässt das meist nichts gutes erahnen. einer der wenigen, der sinnvolles von sich gab – wobei ich mich frage, warum er dies in seiner intelligenz nicht während seiner aktiven zeit tat – war helmut schmidt. spät, aber doch, erkannte er, dass der zuzug von 1 million muslimen den inneren frieden gefährden könnte und der zuzug von vielen türken nicht sinnvoll war. okay, der schaden war angerichtet, aber dies hätte seinen nachfolgern ein warnung sein sollen, denselben fehler nicht zu wiederholen. wobei ich mir vorstelle, wie die politik und der verfassungsschutz reagierten, kämen solche worte aus dem mund eines AfD-politikers.
    einer der abgetakelten, der seinen erzwungenen abgang aus der politik noch immer nicht überwunden zu haben scheint, ist erhard busek, ein zu seiner zeit mäßigst erfolgreicher ÖVP-politiker.
    er sieht sich als intellektuellen leuchtturm und berufen, ab und zu seine geistigen ergüsse absondern zu müssen, wie vor wenigen tagen in einem interview der „presse“ gegenüber.
    da behauptete er folgendes:  “Der Weg der Regierung, aus dem geplanten Migrationspakt der UNO auszusteigen, bringt uns in eine Gesellschaft mit Donald Trump und Viktor Orbán. Wären die Migrationspaktverweigerer eine breite Bewegung, könnte man ja darüber diskutieren. Momentan aber ist es nur eine pointierte Minderheit, von der man nicht sagen kann, dass wir uns da in eine gute Gesellschaft begeben. Hier ist offenkundig Herbert Kickl der Mann, der die Linie bestimmt”.
    und
    “Wären die Migrationspaktverweigerer eine breite Bewegung, könnte man ja darüber diskutieren”
    mit dieser aussage und dem vorwurf unserer aktuellen regierung gegenüber definiert er ein wort fast perfekt, das lautet: „FEIGHEIT“.
    erstens hat er vergessen, dass die regierung gewählt wurde, um sachpolitik zum wohle österreichs zu machen und nicht, um mehrheiten nachzulaufen. wenn dem so wäre, müssten wir, deutschland gleich, alle migranten, die das wort „asyl“ aussprechen können ( auch wenn es sich um einen österr. offizier des bundesheeres handelte ) aufnehmen und bis zum nimmerleinstag alimentieren.
    zweitens scheint er nicht zu wissen, dass jede große bewegung mit einem mann begann und mehrheiten sich erst danach einstellten.
    gleichzeitig der vorwurf, dass wir mit einer ablehnung des „global cpmpact for migration“ in schlechter gesellschaft, sprich in der von trump und orban wären, sollte uns egal sein, denn „austria first“ and not „merkel first“. und wer sagt, dass nicht mehr länder auf den zug aufspringen werden? vielleicht sind deren politiker ebenfalls feig und warten, bis sich mehrheiten bilden, um dann im mainstream mitschwimmen zu können?
    außerdem ist es für mich nicht vorstellbar, dass polen, tschechien, die slowakei und dänemark ( betreibt in letzter zeit eine ziemlich restriktive einwanderungpolitik ) dieses teufelswerk unterzeichnen werden. papua-neuguinea, bhutan und chile können locker unterschreiben, denn dorthin wird sich wahrscheinlich aus geographischen und finanziellen gründen kein einziger migrant verirren.
    außerdem attackiert busek in dem interview speziell den innenminister, da dieser die zügel in der hand hätte. anscheinend weiß busek nicht mehr – vielleicht bedingt durch seine lange politische absenz – wer für die innere sicherheit eines landes zuständig ist.
    alles in allem ein entbehrliches interview eines abgetakelten, gekränkten, feigen ex-politikers, dem der glanz der politischen bühne abgeht.

    w.

  13. astuga

    Busek ist auch bloß ein weiterer NPC…
    Ein seelenloser, linksliberaler “Nonplayable Character”.

  14. Johannes

    Ich genieße jeden Auftritt von Busek. Diese Verliebtheit, die ich an ihm zu entdecken glaube, in jede Silbe die er sich selbst sprechen hört. Diese Erfurcht vor unerschöpflicher Weisheit, die ich an ihm zu entdecken glaube, in jedem Satz den er spricht. Und nicht zuletzt die Erhabenheit, die ich an ihm zu entdecken glaube, wenn er einen langen Monolog zu ende gebracht hat.
    Das alles amüsiert mich, ich finde er ist ein Typ, so wie Zilk ein Typ war, nur leider hatte er nie die Gelegenheit sein Genie in politische Verantwortung umzusetzen.
    Es ist traurig und fast schon tragisch das seine Genialität von der Mehrheit der Österreicher nie in Anspruch genommen wurde;-)

  15. astuga

    @Johannes
    Wobei ich Zilk zumindest die Fähigkeit zur Selbstironie zugestehe.
    Etwas das Busek vollkommen fehlt, da er sich selbst zu ernst und zu wichtig nimmt.

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