Ein genialer Dirigent auf politischen Abwegen (Teil 1)

Quelle: Sebaso/Wikimedia Commons

(Von Thomas Eppinger) Daniel Barenboim schäme sich, ein Israeli zu sein, schrieb der weltberühmte Pianist und Dirigent in einem Artikel für die Haaretz, der am selben Tag erschien wie die Nachricht, dass Israel über 400 Syrer gerettet hat. Israel habe ein Gesetz verabschiedet, heißt es in seinem Text, welches das Prinzip der Gleichheit und universellen Werte durch Nationalismus und Rassismus ersetze. Eine „ganz klare Form von Apartheid“ sei das „rassistische“ Gesetz, das die arabische Bevölkerung als Bürger zweiter Klasse zementiere. (weiter hier)

3 comments

  1. Falke

    Wenn sich der Herr Barenboim schämt, Israeli zu sein, steht es ihm natürlich frei, die israelische Staatsbürgerschaft zurückzulegen – er besitzt ja noch drei andere, darunter die Palästinensische. So weit geht aber seine Scham offenbar nicht.

  2. aneagle

    Wenn Herr Barenboim sich nicht schämt palästinensischer Staatsbürger zu sein, eines „Staates“, den es ohnehin nicht gibt, der jedoch Homosexuelle,Juden und vom Islam Abgefallene mit dem Tode bedroht, Frauen unterdrückt und seit langem Demokratie und Menschenrecht in ihren totalitär, zu Unrecht beherrschten Gebieten ausgesetzt hat, dann wird er es mit seiner Scham Israeli zu sein, gerade noch aushalten können. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Sicher wird ihn trösten, dass wenigsten in Israel die israelischen Araber und alle anderen dort lebenden Menschen, demokratisches Wahlrecht haben und nicht verfolgt werden, es sei denn, sie sind kriminell. Alleine schon seine überaus gratismutige Kritik an Israel, sagt Bedeutendes über die Toleranz dieses Landes aus. Ähnliche Kritik an einem auch nur milde islamischen Regime der Umgebung, von Hamas bis Erdogan, könnte sich doch als gesundheitsschädlich herausstellen. Verständlich, wenn auch bei einem großen Geist der überwiegende Hauptteil des Verstandes für seine geniale Musikleistung aufgeht und nur ein vernachlässigbarer Rest sich mit politischen Vergleichen auseinandersetzen kann. Wäre er weniger eitel, wäre er sich seiner Verantwortung als schädigendes Beispiel bewusst. Als Schädiger am Image eines Staates, der auch ihm Menschen- und Rückehrrechte gewährt, falls einmal, in nicht zu ferner Zukunft, eine größere Mehrheit klassische Musik als haram empfindet. Es möge ihm nicht widerfahren, aber auch dann würde er sich schämen haben- allerdings zu Recht für seine abgehobene Undankbarkeit.

  3. Johannes

    Herr Barenboim macht einen grundsätzlichen Fehler er schätzt die Feinde Israels falsch ein.
    Er glaubt ein Miteinander wäre möglich obwohl er weiß wie groß der Hass der meisten Araber auf Israel ist.
    Würde Israel die Grenzen öffnen würden die Israelis innerhalb kürzester Zeit zu einer Minderheit in diesem ohnedies dicht besiedelten Gebiet. Chaos und tägliche Gewalt gegenüber den Israelis wäre die Folge.
    Es wäre eine so dichte Besiedelung das kein zivilisiertes Leben möglich wäre und ich bin überzeugt die Araber würden Israel für diese Zustände verantwortlich machen.
    Ein Komponist träumt einen Traum das Löwe und Lamm gemeinsam weiden.
    Aber noch leben wir in der Realität und die ist nicht allein vom Wunsch abhängig.

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