Ein Parteibuch ist die beste Qualifikation

“Was jeder vermutet, ist nun erstmals auch wissenschaftlich belegt: Laut einer Studie sind von 1242 Managern in staatsnahen Konzernen 719 einer Partei zuzuordnen. Aktuelle Beispiele dafür gibt es genug.” (“Presse“)

4 comments

  1. Gerhard

    Es ist zum Kotzen, wie dabei die jeweils am Ruder befindlichen Parteien ihre Feunde und Inhaber ehemaliger politischer Ämter “versorgen”. Fachliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Führungsqualitäten sind dabei nur nebensächlich. Bei den regelmäßigen Besprechnungen der zwei Verbindungsleute von den beiden Koalitionsparteien werden – lt. Insiderinformationen – immer wieder solche Listen abgestimmt und Nominierunsgvorschläge unterbreitet. Die erzwungenen öffentlichen Ausschreibungen sind dabei meist auf eine bestimmte Person zugeschnitten bzw. die Ergebnisse oft sogar ignoriert. Dazu bedient man sich oft gerne externen Beratern, welcher dann die (ihnen empfohlenen) Entscheidungen tragen. So einfahc geht dies bei uns in Wienistan.

  2. FDominicus

    Das Problem liegt darin, daß es staatsnahe Betriebe gibt. Was soll man dort anderes erwarten, als das eben Parteinahe (liest Parteiamitglieder) bevorzugt werden. Auch in AU ist wohl der Staat die Beute der Parteien. Die logische Schlußfolgerung die Macht der Parteien zu beschneiden dürfte aus naheliegenden Gründen nicht in Betracht gezogen werden. Wie auch von Mises schon sagte in der Kommandowirtschaft spielen andere “Tugenden” eine Rolle, das es da der Qualifikation durch ein Parteibuch bedarf kann nur jemanden wundern der von Mises niemals gelesen hat.

    Es gibt eben Freiheit oder Diktatur. Kapitalismus steht dabei für Freiheit und das ist nun mal für die Parteien absolut kein “zentraler” Punkt. Wie soll die SPD geschrieben haben, die Parteien sind dazu da das Leben der Menschen zu regulieren. Nun offensichtlich sind Sie da in den staatsnahen Betrieben schon weiter zu kommen. Dazu dann noch die Flankierung durch Gesetze und zugestandenen Monopole und schon sind wir genau das wo wir gerade sind. In einer Kommandowirtschaft, die offensichtlich Ihrem Ende entgegensieht. Was nur heißt die Einschränkungen der Freiheit werden noch größer. Denn eine gegen die Freiheit gerichtete Aktion erfordert immer die Flankierung durch weitere.

  3. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Reinhard
    ist es doch gerade etwas mehr als ein Jahr her, dass der “staatsnahe” Betrieb ORF , den höchst qualifizierten und durch keine parteipolitische Bindung beleckten Superstar Niki Pelinka nicht einstellen konnte?
    Ein Verlust für die “objektive” Postenvergabe im Parteiengeflecht?

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