Eine Gesellschaft knickt ein vor den Dauerempörten

„Forderungen, die man mit einem Schmunzeln abtun sollte, werden von Politikern viel zu ernst genommen.“ (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Aus dem Artikel: „……………..dass man lieber einmal zu viel als zu wenig nachgibt.“

    Nein, ist für mich nicht nachvollziehbar. Mit derlei „Argumentation“ bereitet man der Diktatur der Wenigen, Unfähigen, andauernd Frustrierten und Beleidigten den Weg.

  2. Der Realist

    Auch in Zusammenhang mit Politik gibt es diese Dauerempörten, ständig warnen sie vor irgendwas und mahnen Toleranz und Solidarität ein, lassen diese aber gegenüber Andersdenkenden stets vermissen.
    Und solange Frauen bei Misswahlen, Modelagenturen und anderen „Fleischbeschauen“ Schlange stehen, macht mir ein nackter Frauenrücken keine Sorgen.

  3. Selbstdenker

    „Das wirkliche Problem sind nicht die Stänkerer. Es sind jene, die ihren abstrusen Forderungen nachgeben.“

    Das ist korrekt.

    Bei den Dauerempörten handelt es sich um Menschen, die sich zwanghaft an anderen messen wollen. Sie vergleichen unterschiedliche Ergebnisse und verschweigen gleichzeitig die realen Faktoren (Fleiß, Ehrgeiz, Talent, etc.), die ursächlich zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben.

    Anstatt sich selbst ehrlich klar zu werden a) was sie wirklich wollen, b) worin ihre eigenen Stärken liegen und c) wo und wie sie sich selbst verbessern können, begeben sie sich in Bereiche in denen sie nichts verloren haben.

    Dadurch, dass sie die Leistung, das Talent und – ja! – auch die naürlichen Voraussetzungen anderer kleinreden und negativen, möglichst abstrakten „Kräften“ zuschreiben, die sie angeblich persönlich nach unten ziehen, drücken sie sich um zentrale – zugegeben schmerzhafte – persönliche Fragen.

    Eine Gesellschaft steuert aber zielstrebig auf den Abgrund zu, wenn man solchen, sich selbst und andere hassenden Gestalten – wenn auch nur für wenige Tage oder Wochen – Macht gibt. Derartige Phasen hat es über Jahrhunderte und Jahrtausende Menschheitsgeschichte immer wieder gegeben und sie endeten immer in einer Katastrophe.

    Aber warum lässt „man“ das zu? Historisch gesehen, waren es meist a) politisches Kalkül, b) Unfähigkeit der Herrschenden, c) allgemeines Chaos und d) anfängliche Gleichgültigkeit der Bürger, die solche Gestalten die Ausübung von Macht ermöglicht bzw. zugestanden hat.

    Insbesondere der Punkt d) wiegt für mich sehr schwer, da die Bürger – wenn sie sich tatsächlich organisieren und gegen den sie zunehmend beherrschenden Wahnsinn auflehnen – eine enorme Macht hätten.

    Die gute Nachricht: es geht vorbei. Die schlechte Nachricht: das Ende ist erst erreicht, wenn alles am Boden liegt oder wenn jemand vorher den Stecker zieht.

    Aus eigener Erfahrung habe ich gelernt, dass man nicht warten sollte, bis der Feind vor der eigenen Haustüre steht. Man muss ihn und seine Helfer klar identifizieren und ins innerste seines Kaninchenbaus eindringen.

    „Kenne deinen Feind und kenne dich selbst, und in hundert Schlachten wirst du nie in Gefahr geraten.“

    Im vorliegenden Fall haben wir es mit Gegnern zu tun, die aus einem pathologischen Gleichheitswahn, der zum religiösen Kult erhoben wurde, „Legitimation“ für die eigene Bösartikeit, die sie geschickt hinter einer „moralischen“ Maske verbergen, ableiten.

    Sie wurden und werden durch eine gut vernetzte Clique in den Universitäten ideologisch indoktriniert. Wenn sie diese ideologische Werkseinstellung im späteren Leben durch Kontakt mit der Realität nicht überwinden, werden sie als Prokrustes-Klone ihren „Sinn“ darin finden, andere nach unten zu ziehen.

  4. Falke

    Es ist eine Wechselwirkung: Wenn die „Dauerempörten“ wüssten, dass die Mehrheit nicht immer (oder besser: nie) vor ihren absurden Befindlichkeiten einknickt, würden sie sich ja nicht ständig empören und sich damit lächerlich machen. Sie tun das ja nur, weil aus Erfahrung wissen, dass sie sich meist durchsetzen und können dann als großartige „Retter“ der Moral und vor allem der PC dastehen.

  5. Giovanni B.

    @Falke – genauso ist es! Niemand zwingt diese Urschel das besagte Bild permanent anzustarren! Niemand zwingt Menschen eine Kirche zu besuchen und sich bspw Deckenfresken anzusehen, wo es nur so von Nackten wimmelt!

  6. Thomas Holzer

    @Falke, Giovanni B.
    Dies gilt in Demokratien aber nur, weil eben die demokratisch gewählten Politiker vor den Dauerempörten einknicken; die Mehrheit, so sie dies auch ganz anders sieht, wählt weiterhin die „Hadscherln“, welche vor den Dauerempörten einknicken und die „Hadscherln“ fühlen sich halt, berechtigterweise, durch die Wiederwahlen bestätigt in ihrem „Handeln“

  7. Johannes

    Absolut d´accord, das Meiste der Dauerempörten wäre zum schmunzeln, wäre da nicht die unheilvolle Verbindung zur Politik und somit Gesetzgebung die aus Dauerempörten plötzlich Empörte mit Macht generiert die sich in unser Privatleben einmischen und uns nach DDR Manier piesacken.
    Die Aufsplittung der Gesellschaft führt dazu das es in fast keinen Fällen mehr übereinstimmende Mehrheiten gibt, geschickte NGO stoßen in diese Lücke und treiben die Politik vor sich her.
    Dazu kommt meiner Meinung nach ein öffentlich rechtlicher Rundfunk der für mein Erkennen eine sehr strikte Linie fährt. Diese Meinungsbildner scheinen Übermächtig, auch wenn sie nur eine selbsternannte Elite sind können sie Druck aufbauen. Hin und wieder ist das Volk dieser Bevormundung überdrüssig und wählt „falsch„, da herrscht dann helle Empörung und blankes Entsetzen und es wird alles getan um die Bürger wieder auf den rechten Weg zu bringen.

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