10 comments

  1. Thomas Holzer

    weil wir gerade dabei sind, so etwas wird man in Österreich nicht sehen, geschweige denn hören

  2. W. Maurer

    Es ist nicht Christian Ortners Art, Gelegenheit nur zur allgemeinen Erbauung zu geben. Er gibt uns hier auch Gelegenheit über uns selber nachzudenken. Ich warte gespannt auf ein paar Kommentare über ein – wenn auch nur rudimentäres – Ergebnis.

  3. Hausfrau

    Bei den jährlich stattfindenden Promenadenkonzerte und besonders dem jeweiligen Höhepunkt in der Alberthall in London wird britische nationale Eigenheit demonstriert. Vergangenes Jahr (dies ist schon eine ältere Versien) hat man aber der BBC den Vorwurf gemacht, gegenüber den Schotten und Walisern zu sehr die Zensurschere verwendet zu haben.

  4. Erich

    Wir schauen uns jedes Jahr gerne die Last Night an. Leider ist diese Übertragung kein Thema für den Bildungsauftrag des ORF. Auch in Deutschland wird das nur lokal gebracht. Der ORF kann ja zu dieser Zeit zB einen seiner belehrenden Krimis wiederholen. Oder die Vorstadweiber. Genug Kultur für Österreich. “Leider” ermöglichen die modernen Techniken des Kabel- und SAT-fernsehens allen Europäern dem britischen Patriotismus zuzusehen.

    Die Royal Albert Hall ist einfach einzigartig (der Musikverein in Wien ebenso – auf andere Art). Die Begeisterung der Menge ist faszinierend. Aber ich sehe praktisch immer nur “Weiße”. Die vielen anderen Nationen Britanniens interessiert diese Kultur nicht?

    Bei aller Freude: “Rule Britannia” und vor allem der Refrain “Britons never, never, never shall be slaves” muten leider heutzutage angesichts der Völkerwanderungen aus Asien und Afrika und dem Überhandnehmen anderer Völker in Britannien, anachronistisch und unwiederbringlich. Obwohl überzeugter Österreicher befürchte ich den Untergang der eigentlichen Briten. Trotz Brexit.

  5. elfenzauberin

    Nationen mit einem gesunden Nationalstolz sind schon zu beneiden. Bei uns ist das undenkbar, zwei en suite verlorene Weltkriege waren einfach zuviel. Dazu kommt noch, dass jede aufkeimende nationale Regung von der politischen Linken mit der Brachialgewalt der Nazikeule rückstandslos vernichtet wird. Sogar harmlose Vokabel wie “Vaterland” sind negativ konnotiert und führen zu einem sofortigen Ausrasten der Feministinnen. “National” darf man schon gar nicht sagen, außer wenn es um den Nationalsozialismus geht, wobei akribisch darauf geachtet wird, dass die Nachsilbe -sozialimus nicht verwendet wird, könnte doch auf diese Weise ein Schatten auf die marxistische Heilslehre fallen, die im Kern mit dem Nationalsozialismus wesensverwandt ist.

    Doch es gibt den Nationalismus auch noch bei uns. Zwar hängt praktisch niemand die österreichische Fahne zum Nationalfeiertag aus dem Fenster. Wenn es jedoch um Fußball, Skispringen, und Skilauf geht, dann zeigt sich eine andere Wesenheit des Österreichers. Die aus den Boden schießenden Trachtenmodengeschäfte sowie die besonders im ländlichen Raum vermehrt zu beobachtenden jungen Leute in Dirndl und Lederhose, sprechen Bände. Mir scheint, dass wir gerade einen Paradigmenwechsel erleben, denn nicht von ungefähr hat sich UHBP in traditioneller Kleidung ablichten lassen und sogar das Wort “Heimat” in den Mund genommen. Wohl handelte es sich dabei um ein wahltaktisches Manöver. Nichtsdestoweniger zeigt dieses Beispiel, dass Tradition und nationales Selbstwertgefühl wieder zunehmen.

    Die Zukunft wird zeigen, ob ich mich irre oder recht behalte.

  6. Rennziege

    Mir läuft’s immer wohlig-schaurig über den Rücken, wenn ich diesen britischen Stolz auf alle ihre Völker und Regionen miterlebe: mit einer Hymne aus dem 18. Jahrhundert, deren betagtes Englisch für heutige Menschen nicht mehr so einfach verständlich ist. Und an der niemals auch nur eine Silbe oder eine Achtelnote verändert wurde, noch jemand je so ein Sakrileg andachte.
    Wenn ich da an die wesentlich jüngere österreichische Bundeshymne denke, an der diverse Emanzen und andere Grenzdebile mit Schaum vorm Mund herumgedoktert haben; dieser Unfug wurde ja sogar Gesetz — dann wird mir übel. (O.K.,ich geb’s ja zu, einen Teil meiner Jugend- und Studienjahre im UK zugebracht zu haben.)
    Ein weiteres unvergängliches Beispiel: Edward Elgars “Land of Hope and Glory” in Last Night of the Proms, 2012:
    https://www.youtube.com/watch?v=gLKSDT_2zPA
    (Trailer-Werbung kann überspringen werden.)

  7. Johannes

    Immer ein Genuss, in allen Variationen, zb. auch bei Miss Marple und Schiff Ahoi;)

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