Entwicklungshilfe – ein Aussteiger berichtet

„Seit Jahrzehnten wird Entwicklungspolitik mit einem gigantischem Personal- und Finanzeinsatz betrieben. Trotzdem werden die Minimalziele nicht einmal annähernd erreicht. Länder wie Ruanda, Botswana, Mauritius oder Ghana zeigen, dass sie ganz oder weitgehend mit eigener Kraft vorankommen. Dauerhilfe aus dem Ausland dagegen zementiert die Abhängigkeit der Regierungen und verlangsamt eine nachhaltige Entwicklung. Warum reden wir den Afrikanern immer wieder ein, dass sie ihre Probleme nicht selbst lösen können? Es scheint schwer zu sein, die Menschen einfach ihren eigenen Ideen zu überlassen. Immer nimmt sie jemand bei der Hand. Der „White Savior Industrial Complex“ (Teju Cole) macht die Afrikaner zu ewigen Opfern….“ (hier)

12 comments

  1. Kluftinger

    Das Traurige ist daran, dass derartige Beiträge seit Jahren bekannt sind, aber nichts unternommen wird oder wurde.
    (Sogar in Buchform bereits 2008 publiziert – deutsche Übersetzung 2010: Linda Polman : Die Mitleidsindustrie; Campus).

  2. Gerald Steinbach

    Alles was mit Afrika, sei es „Entwicklungshilfe,Integration“ zu tun hat, kennt jeder den Spruch „da muss man halt etwas Geld in die Hand nehmen“ ,
    Besonders von Linken wird der Satz strapaziert, schließlich ist es fremdes Geld, das macht das ganze einfacher
    by the way
    Die Merkel spricht jetzt nicht mehr von schutzsuchenden, sondern ganz offen von Migranten

  3. Lisa

    Hauptursache für das Scheitern der Hilfen an Afrka sind die unterschiedlichen Wertvorstellungen der (meist „westlichen“) Helfer – gut gemeint, schlecht getan. Die Chinesen mit ihren Industrien und ihrer – von manchen „Helfern“ als unmenschlich bezeichneten – Arbeitgeberhaltung können sich da viel eher durchsetzen und lehren die Angestellten, wie arbeiten aussieht: wenn du nochmal zu spät erscheinst, fliegst du. Wenn das einhiemische PErsonal versagt, werden Chinesen eingeflogen. Zudem akzeptieren beide Kulturen steile Hierarchien. In manchem sind viele Afrikaner eben wie Kinder: arbeiten, wenn es unbedingt sein muss- Geld verdienen mit irgendwas (und sei es Drogenhandel oder Ausnuckeln eines ausländischen Sozialsystems). Kaum in der Hand, wird es sofort für G’lump ausgeben und erst dann wird wieder gejammert und um Arbiet (bzw. das damit lockende Geld) gebettelt. Die Frauen sind, zumindest meiner Erfahrung anch, viel „reifer“: sie sehen Notwenigkeiten ein, arbeiten zuverlässiger und können vorausplanen. (nein, ich bin weder Rassistin noch Feministin, aber experientia docet!)

  4. Der Realist

    @Gerald Steinbach
    die Linken sind ja dafür bekannt, dass sie mit dem Geld der Anderen sehr großzügig umgehen und damit gerne medial die „Wohltätigen“ spielen.
    Und müssen tun wir in Zusammenhang mit Afrika gar nichts, wir müssen nicht einmal dorthin auf Urlaub fahren.

  5. Falke

    Vor allem reden uns die Politiker ständig ein, dass „wir“ an den Zuständen in Afrika schuld seien und deswegen verpflichtet sind, diese Schuld durch Milliarden an „Entwicklungshife“ abzutragen. Da allerdings immer weniger Menschen bei uns dewegen ein schlechtes Gewissen haben, versuchen es die Politiker, wie der Autor richtig anmerkt, mit Eigeninteressen, wie Bekämpfung des Klimawandels und der Fluchtursachen. Sehr lange wird das wohl auch nicht mehr wirken.

  6. Der Realist

    @Falke
    Wie schon oftmals hier im Blog angeführt, die unzähligen Milliarden an Entwicklungshilfe sind irgendwo versickert, meist in Bürgerkriegen und in den Taschen korrupter Despoten. Die Politiker reden uns ja auch ein, wird seien schuld wenn Abenteuerlustige im Mittelmeer ertrinken, weil dem Schlauchboot die Luft ausgeht. Ich gehe ja auch nicht mit Badeschlapfen und Poloshirt auf einen Viertausender..
    Es ist an der Zeit, dass die Afrikaner ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen, und wenn sie das nicht schaffen, dann wird sich das Problem von selbst lösen, und immer weniger werden dabei ein schlechtes Gewissen haben.

  7. KTMtreiber

    Die „Entwicklungshilfe“ für Afrika bestünde darin, als dass man ein riesiges Loch inmitten des Kontinents schlägt und diesen versenkt … – alles andere ist Fiktion …

  8. Gerald Steinbach

    KTMtreiber
    Aber bitte vorher alle Afrikaner gerecht in Europa verteilen und dies bitte menschlich und alles wird gut,

  9. KTMtreiber

    @G.S.

    … wenn wir „alle“ Afrikaner –> Europa, – dann kippt die Erdachse (ob des Gewichtes aller Afrikaner), folglich käme es zum Polsprung / Umkehrung des Erdmagnetfeldes und wir würden alle sterben !!!

    —> geht gar nicht !!! 😉

  10. waehler2015

    antibabypillen verteilen, die staaten müssen , wenn sie geld wollen eine geburtenkontrolle einführen und bekommen erst wieder geld, wenn diese funktioniert. ansonsten selbsthilfe unter anleitung und keine fremdarbeiter und -firmen. die örtlichen despoten sollen sich um die armee kümmern und die arbeitenden in ruhe lassen. sonst werden sie halt ausgetauscht . sollte das jemdandem wie kolonialismus vorkommen, dann behaupte ich genau das ist es. aber nach 60 jahren funktioniert afrika noch immer nicht ohne hilfe oder mit hilfe – wie man eben will. also bleibt keine andere wahl.

  11. Daniel B.

    „antibabypillen verteilen, die staaten müssen , wenn sie geld wollen eine geburtenkontrolle einführen und bekommen erst wieder geld, wenn diese funktioniert. ansonsten selbsthilfe unter anleitung und keine fremdarbeiter und -firmen“

    Mehr arbeiten wär noch eine Möglichkeit, denn dann bleibt weniger Zeit zum bums…
    So wie bei uns, wir arbeiten aber bums… nicht mehr.

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