Erkenntnis des Tages

Das heimliche Hobby einiger Journalisten scheint die Fehlprognose. Trump wird nie Präsident. Brexit kommt nicht. Martin Schulz rettet SPD. Danach: Trump wird im Amt vernünftig. Brexit wird zurückgenommen. Jetzt: Regierung in Deutschland hält. Europa steht. Merkel bleibt. Wer findet den Fehler? (Gabor Steingart, Journalist)

9 comments

  1. Namor

    Noch ein paar Leckerlies:
    Der Wald ist schon tot.
    Bringen dem Irak Demokratie.
    Arabische Frühling bringt dem Islam in die Moderne. (meisten Flüchtlinge aus Syrien)
    Freiheitsverteidigung am Hindukusch. (zweitmeisten Flüchtlinge aus Afghanistan)
    Sie basteln am neuen Wirtschaftswunder.
    Sie zahlen mal meine Rente.
    Qualifiziertes Zuwanderung die es je gab.

    Entweder die potentierte Unfähigkeit oder die systematische Manipulation (in dann so gut wie jedem medienrelevanten Thema)

  2. Falke

    Wenn man einmal von seiner extrovertierten Selbstinszenierung absieht, sind die meisten Aktionen Trumps durchaus vernünftig, auf jeden Fall im Sinne seiner Wähler, was er auch vorher versprochen hat.

  3. aneagle

    Jahrzehntelang hatte das Mantra Freihandel ein Monopol auf die aufgeweichten Hirne der Konsumenten und der Mainstream hämmerte unkritisch nur die guten Seiten der Medaille. Ebenso, wie sich bis vor kurzem praktisch niemand mit den Schattenseiten der heiligen Monstranz der Entwicklungshilfe auseinandergesetzt hat.

    Jetzt kommt eben Gegenwind mit Strafzöllen. Wo das richtige Maß zwischen den beiden Denksystemen liegt, weiss kein Mensch, wahrscheinlich ändert es sich täglich. Aber selten war es, von menschenverachtenden Systemen wie dem Kommunismus mal abgesehen, ganz schlecht, wenn zwei Systeme sich friedlich um Wohlstand für ihr Klientel bemühen. Da greift dann eine anderer Binse: Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir werden sehen, wer die Nase vorne hat.

  4. aneagle

    PS: völlig außer acht gelassen wird, dass Strafzölle nur eine Umgehung von Geldbeschaffung(Steuern) für Regierungen ist. Ob der Raub am Anfang oder Ende der Produktion samt Dienstleistung steht, oder gar dazwischen (Maschinensteuer), sich also mal Zoll, mal Luxussteuer nennt, ist letztlich egal- die Regierung raubt, der Kunde zahlt. Alles paletti auf dem Planeten.

  5. CE___

    Über Artikel wie diesen hier kann ich nur den Kopf schütteln (wie über viele andere der sogenannten „Qualitätspresse“)

    Bezugnehmend auf die schon langweiligen Phrasen wie „Handelskonflikt, den Trump mit Europa und China anzettelt“, „liest sich wie eine Kriegserklärung an die Globalisierung“, „baut er seine aggressive Handelspolitik“ etc etc……

    ….kann mich nur dem US-amerikanischen Sekretär für Handel Willbur Ross anschliessen, der in einem Interview vor ein paar Wochen in einer internationalen Finanzzeitung meinte es verblüffe ihn wie die (mein Wort) internationale Journaille die seit langem bestehenden Investitionsrestriktionen- und vorgaben und höheren Einfuhrzölle seitens der EU und vor allem Rotchina einfach NEGIERT. Wie wenn es diese Fakten gar nicht gäbe und man diese Fakten durch Verschweigen und Lücken lassen ungeschehen machen könnte.

    Warum liest man in der „Qualitätspresse“ denn nicht Rotchina mögen seine Einfuhrzölle auf US-Niveau senken und seine ganzen Investitionsvorgaben abschaffen? Das gleiche für die EU?

    Es ist schon so lächerlich. Unglaublich.

  6. CE___

    @ aneagle

    Das Thema Freihandel im heutigen Geldsystem wäre eine extrem interessante Diskussion, auch in „Qualitätsmedien“.

    Leider aber, wie dieser Artikel von dem Hr. Steingart wieder zeigt, glaubt ein jeder Journo beweisen zu können irgendetwas von Freihandel zu verstehen wenn er fleissig verbal auf Trump losprügelt und dadurch versumpert die Diskussion in…naja, wie diesem Artikel eben.

    Freihandel ist für die Konsumenten des jeweils in Frage befindlichen Produktes IMMER vorteilhaft und zu begrüssen. Punkt.

    Aus Produzentensicht des jeweiligen Produktes sieht die Sache differenzierter aus, und dadurch auch für eine Volkswirtschaft welche sich als „Weltmacht“ begreift und dadurch Produktionskapazitäten für hoffentlich nicht eintretende Fälle (Krieg) vorhalten will.

    Die von Smith und Ricardo angedachte und völlig nachvollziehbare und gute Theorie der Arbeitsteilung und Freihandel war fest eingebettet in einen Goldstandard, welche für die eigenen Produzenten ab einem gewissen Zeitpunkt, wenn zuviel EM’s aufgrund zu langjähriger und zu hoher Importe aus dem Land geflossen sind, als Schutzmechanismus gedient hat (Abwertung der eigenen Währung im Aussenwert und dadurch Verteuerung der Importe und Umkehrung des Handelsstroms).

    Was aber tun mit Freihandel in einem System des ungedeckten Geldes samt Geldschöpfung durch Teilreserve? Welches quasi unbegrenzte Importe erlaubt, solange halt die Handelspartner die Währung als zahlung akzeptieren? Und was wenn der Haupthandelspartner ein Gegenspieler am Weltparkett ist der dieses Geldsystem zielgerichtet als Waffe einsetzen kann für Dumping, Überwasserhalten unrentabler Produktionskapazitäten, und die Währung freiwillig ZIELGERICHTET weiter akzeptiert um eben damit eine De-Industrialisierung des Gegner auszulösen, einfach da ihm etwaige einmal wertlose US-Dollar-Bestände weniger wichtig als die dadurch erlangte industrielle Schwächung des Gegners?

    Und ist auch Freihandel überhaupt im gesamten zielführend wenn es sich um einen ideologischen und politischen Gegner handelt?

    Nicht umsonst hat Ricardo seine Theoriebeispiel anhand des UK mit dem langjährigen Verbündeten Portugal aufgebaut.

    Hätte er den Konkurrenten Frankreich unter Napoloen anstelle Portugal als Beispiel genommen (in Analogie zu USA vs. Rotchina) wäre ihm der Spott und Kopfschütteln seiner Landsleute sicher gewesen.

    Hätte es Sinn gemacht dass sich das UK die Holzkolben für seine Vorderlader in Frankreich herstellen lässt um der Theorie der Freihandels genüge zu tun und die französische Massenproduktion für die Grande Armée für billigen Einkauf ausnutzen? Oder hätten da nicht alle mit dem Kopf geschüttelt?

  7. sokrates9

    Falke@ vor einer Stunde konnte man lesen, dass der OGH in USA nun Trumps Meinung bestätigt hat, dass mit dem Argument Nationale Sicherheit Einreiseverbote gegen Moslems gültig sind. Titel war: Großer Sieg für Trump – schon wieder aus den Medien verschwunden.., total uninteressant… , schießlich hat man doch wochenlang gefeiert dass Provinzrichter Trump als großen Depp darstellen können!

  8. Kluftinger

    Eine kurze aber einleuchtende Analyse in der NZZ von gestern (26.6.):
    „Deal statt Meinungsaustausch“ – Trägt zum Verständnis der Trump Administration bei!

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