„Finanzindustrie und Bankwesen dienen dem Gemeinwohl“

Dass Wörter wie „Finanzen“, „Bankwesen“, „Gewinn“, „Kapital“ und sogar „Geld“ mit dem Begriff „Gemeinwohl“ in Verbindung gebracht werden, ist ungewöhnlich. Warum es aber keineswegs abwegig ist, sie miteinander zu verknüpfen, ja warum gerade das Finanzwesen einen entscheidenden Beitrag zur Schaffung der Bedingungen für menschliche Entfaltung und damit zum Gemeinwohl leistet, erörterte Samuel Gregg  in zwei Vorträgen in Wien. weiter hier

2 comments

  1. Christian Peter

    Das mag in der Theorie stimmen, die Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus. Kein Bereich der Wirtschaft ist derart verkommen wie die Finanzindustrie und niemand richtet mehr Schaden an als Banken. Es läge an der Politik, den kriminellen Machenschaften der Banken endlich den Garaus zu machen, darauf wartet man freilich vergeblich.

  2. Marcel Elsener

    @Christian Peter
    Leider muss ich Ihnen widersprechen. Es gibt eine Organisation, die noch mehr Schaden anrichtet als Banken. Diese Organisation heisst: Staat. Ausgerechnet diesen Obergauner namens Staat mit der Kontrolle des Untergauners Finanzindustrie zu beauftragen, zeugt von einem besonders stark entwickelten schwarzen Humor.

    Tatsächlich sind die Staaten und die mit diesen verbandelten Zentralbanken die Hauptverursacher des derzeitigen Problems des Fiat-Money-Systems; die unethisch handelnden Banken sind lediglich ein Symptom dieser korrupten Politik. Noch schlimmer: die korrupten Geschäftsbanken werden von dem noch korrupteren Staats-/Zentralbanksystem dringend gebraucht, damit diese ihre Politik exekutieren zu können. Nur deshalb wird die immer engere politische Kontrolle des Finanzmarkts überhaupt angestrebt: damit die korrupte Politik noch besser exekutiert werden kann. Gleichzeitig werden die systemrelevanten Banken (damit sind die obrigkeitskonformen Bankinstitute gemeint) zu fast jedem Preis gerettet – jedenfalls, solange sie zur Exekution der Politik noch notwendig sind.

    Die fortgesetzte Griechenlandrettung beispielsweise war in Wahrheit nichts anderes als eine Bankenrettungsaktion (v.a. von stark in Griechenland engagierten französischen Bankinstituten). Wie die NZZ schon vor Jahren in einem Artikel über einen entsprechenden Untersuchungsbericht feststellte, flossen etwa 80 Prozent der nach Griechenland geschickten Rettungsgelder wieder zurück in einige wenige europäische Länder sowie an den IWF.

    Realistisch gesehen, kann man den potentiell von einem sogenannten Haircut bedrohten Sparern eigentlich nur empfehlen, ihre Gelder von den Banken abzuziehen und in etwas Werthaltiges (möglichst wenig Bargeld) umzuwandeln, um so wenigstens ihren Notgroschen zu retten; ihre Renten- und Versicherungsansprüche sind ohnehin in diesem zutiefst korrupten Finanzsystem schon längst versenkt.

    Fazit: Nur blökende Schlafschafe glauben, dass sie mit Staates Hilfe ungeschoren aus dieser Bredouille herauskommen werden. Das Gegenteil wird der Fall sein: sie werden nicht bloss geschoren, sondern ihnen wird vom Staat im Falle eines Crashs richtiggehend das Fell abgezogen.

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