Frau Merkels Schattenmann

„……Angela Merkel muss man nicht mehr beschreiben, im Herbst ihrer Karriere. Dagegen Kurz, grossgewachsen, souverän, auch Kritikern sympathisch, der deutschen Sprache mächtig. Wäre Kurz Deutscher, wäre er Kanzler oder kurz davor. Leider ist er Österreicher…“ (NZZ, hier)

13 comments

  1. Herbert Manninger

    So zu tun als wäre die Mehrheit der Deutschen Opfer der Merkel-Politik, ist, verdammt noch einmal, auch so eine Legende. 87% haben Merkel und Parteien, welche diese unkontrollierte Masseneiwanderung befürworten, zu einem Zeitpunkt, als die Folgen auch geistig Herausgeforderten sichtbar waren, gewählt.

  2. Christian Peter

    Dieser Artikel hat keinen Inhalt, nichts als leeres Gerede. Tatsache ist : Niemals hatte Österreich eine lächerlichere Regierung, mit einem Studienabbrecher und einem Zahntechniker an der Spitze des Staates. Außerdem und vor allem aber hat diese Regierung bislang noch nichts geleistet, mit Ausnahme beinahe tagtäglicher, medienwirksamer Schaumschlägerei.

  3. Selbstdenker

    Ich bin sehr zufrieden mit dieser Regierung und – etwas das eigentlich eher selten vorkommt – auch stolz Österreicher zu sein.

    Merkel und Kurz unterscheiden sich ganz massiv in den von Thomas Sowell beschriebenen weltanschaulichen Visionen:
    https://thelandofthefreeblog.wordpress.com/2017/08/11/a-conflict-of-visions/

    Die einer radikalen constrained / utopian vision von Angela Merkel geschuldete moralisierende Politik befördert Deutschland in ein Desaster. In der eher an der constrained / tragic vision ausgerichteten Politik von Sebastian Kurz liegt hingegen die Chance für einen erfolgreichen Umbau Österreichs, das in Zukunft auch ein gutes Vorbild – keine verklemmte Hegemonialmacht wie Deutschland – für andere (europäische) Länder sein könnte.

  4. Mona Rieboldt

    Angela Merkel wird erst mal bleiben bis zur nächsten Wahl. Und wenn es möglich ist, wird sie 2021 wieder antreten. Die Grabplatte wird nicht freiwillig aufhören.

  5. Selbstdenker

    Angela Merkel hat Deutschland einen (vermeintlich alternativlosen) institutionellen Rahmen aufgedrängt, um die Vorstellungen der Anhänger der utopian vision (Linkskatholiken, linke Protestanten, islamophile Multikulti-Anhänger, Altmarxisten, akademische Postmodernisten, PC-Authoritäre, öko-radikale Deindustrialisierer, radikale FeministInnen, Genderasten, etc.) gegen den Willen der ungewaschenen Massen durchzudrücken.

    Auch wenn dieser „bunte“ Einheitsbrei eher ein amorphes Gefüge mit häufig divergierenden bis diametral gegenüberstehenden Interessen ist, so gibt es gewisse Gemeinsamkeiten: alle Anführer dieser Gruppen sehen sich als auserwählte Philosophenkönige, die daran glauben, dass sie – wenn man ihnen politische Macht geben würde – die perfekte Utopie auf Erden erschaffen würden. Sie haben daher das gottgegebene Recht anderen Menschen in das Portemonnaie, auf den Mund, in den Schritt und (neuerdings) in den Po zu greifen.

    Sie huldigen einen radikalen Egalitarismus und sehen sich als irdische Vollstrecker einer „Gerechtigkeit“ über deren konkrete Definition sie selbst situativ entscheiden können. Zur weiteren Charakterisierung zitiere ich aus einen – meiner Meinung nach hervorragenden – Online-Beitrag auf den ich dieser Tage gestoßen bin:

    http://www.ku.de/forschung/forschungseinr/forschungseinrzimos/publikationen/forum/ideengeschichte/ignatow-vorahnungen-totalitarismus/

    „Das von Dostoevskij in den Teufeln konzipierte – Paradies ist vor allem eine nivellierte Gesellschaft, ein Reich des Egalitarismus. Die Gleichheit im Å igalevschen Sinn ist von der Sklaverei nicht zu trennen, sie ist ihr alter ego. Dabei trifft das neue System harte – banale, aber auch originelle – Vorkehrungen gegen jeden möglichen Verstoß: jedes Mitglied der Gesellschaft beaufsichtigt jedes andere und ist zur Anzeige verpflichtet. Jedes gehört allen und alle jedem. Alle sind Sklaven und in diesem Sklavenzustande untereinander gleich […] In extremen Fällen kommen Verleumdungen und Mord zur Anerkennung; aber die Hauptsache ist die Gleichheit. Somit leben die Mitglieder der neuen Gesellschaft in einer wahrlich infernalischen Atmosphäre.

    Die Gleichheit – und das ist das Neue – dehnt sich auch auf die menschliche Seele aus und zieht eine allgemeine Niveausenkung der Kultur nach sich. Verchovenskij bekennt sich ganz ehrlich und ohne Verschönerung zum Å igalevschen Programm:

    Das erste, was geschehen wird, ist, daß sich das Niveau der Bildung, der Wissenschaften und der Talente senken wird. Ein hohes Niveau der Wissenschaften und der Talente ist nur höher Begabten erreichbar; aber wir brauchen keine höher Begabten! Die höher Begabten haben immer die Macht an sich gerissen und sind Despoten gewesen […], die werden vertrieben oder hingerichtet.

    Und in seiner in der Tat dämonischen Exaltation veranschaulicht Verchovenskij, was das konkret bedeutet: Einem Cicero wird die Zunge herausgeschnitten, einem Kopernikus werden die Augen ausgestochen; ein Shakespeare wird gesteinigt […] Wir werden jedes Genie im Säuglingsalter ersticken.

    Obschon Verchovenskij deswegen gegen die Begabten ist, weil sie die Macht an sich rissen und Despoten gewesen seien, hat er nichts dagegen, daß gewisse Personen, zu denen er natürlich gehört, die Macht an sich reißen und zu Despoten werden. In einer merkwürdigen Ambivalenz zum Grundsatz der Gleichheit sind nicht alle gleich gleich (man erinnere sich an das Orwellsche Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher als die anderen). Å igalev und Verchovenskij finden nämlich die Zerlegung der Menschheit in zwei ungleiche Teile unumgänglich.

    Ein Zehntel erhält die Freiheit der Persönlichkeit und das unbeschränkte Recht über die übrigen neun Zehntel. Diese aber müssen ihre Persönlichkeit verlieren und sich in eine Art von Herde verwandeln und bei unbegrenztem Gehorsam durch eine Reihe von Wiedergeburten die ursprüngliche Unschuld, gewissermaßen das ursprüngliche Paradies wiedererlangen, obwohl sie übrigens auch arbeiten müssen. Die vom Verfasser [Å igalev – A.I.] vorgeschlagenen Maßregeln, um neun Zehnteln der Menschheit den Willen zu nehmen und dieselben vermittels einer umbildenden Erziehung ganzer Generationen in eine Herde zu verwandeln, sind sehr interessant, auf naturwissenschaftliche Tatsachen gegründet und streng logisch

    – so lobt ein anderer Verehrer von Å igalev seine Ideen. Auch Raskolnikov glaubt, daß die Menschen nach einem Naturgesetz sich tatsächlich in zwei Klassen scheiden: in eine niedrige, die der gewöhnlichen Menschen […] und in eigentliche Menschen, das heißt solche, die die Gabe oder das Talent besitzen, in ihrem Wirkungskreis ein neues Wort auszusprechen. Für diese höhere Kategorie ist die Verletzung der üblichen Moral normal und unvermeidlich.

    Die Versklavung der Massen durch die neuen Herren findet ihre metaphysische Begründung in den berühmten Worten des Großinquisitors, daß für die überwiegende Mehrheit die Freiheit eine schwere Bürde sei; somit geschehe die Unterjochung der Massen sozusagen zu ihrem Besten […]“

  6. Seerose

    @ Christian Peter
    Wer wäre eigentlich Ihre ganz persönliche Wahl als Bundeskanzler?
    Was für eine Regierung würden Sie persönlich bevorzugen?
    Ich kann für mich nur folgendes sagen. Ich war 40 Jahre lang Parteimitglied bei der SPÖ – mögen sie sich nun Sozialisten oder Sozialdemokraten nennen. Ich schäme mich dafür, dass eine derart grosse Partei ein Land so schlecht geführt hat und ich das noch mit meinen Beiträgen unterstützt habe. Aber, ich steh dazu. Aber, dass ich Herrn Kern sein sowieso nicht knappes Einkommen noch als Pensionistin mit meinen Beiträgen aufbessere, einen Herrn Cap – der sicher in seinen Anfangsjahren viel für die Partei getan hat – nun erhalte, nein und nochmals nein.
    Und was immer Sie da ständig an Herrn Kurz herumkritteln, dass er ein Studienabbrecher ist, dass Herr Strache ein Zahntechniker (übrigens ein sehr nützlicher Beruf für ASVG-Versicherte, so sie das Geld dafür haben) ist, was sind denn die anderen, die uns da so vertreten? Was haben die eigentlich geleistet?

  7. fxs

    >C.Peter: „Niemals hatte Österreich eine lächerlichere Regierung, mit einem Studienabbrecher und einem Zahntechniker an der Spitze des Staates.“ Doch Österreich hatte! Einer Regierung mit einem Taxler an der Spitze, der sein Maturazeugnis „verloren hat“.

  8. Selbstdenker

    @Seerose:
    Der CP ist ein Spin-off der Silberstein-Strategie, wenn ich das mal so andeuten darf. Es geht nicht darum was er schreibt – die meiste Zeit schreibt er ohnedies das Gleiche; häufig auch völlig aus dem Kontext gerissen -, sondern darum was er hofft damit zu bewirken.

  9. Selbstdenker

    Ergänzend zu meinen Kommentar vom 21. August 2018 – 09:46 ein kurzes Video in dem die unconstrained / utopian vision der constrained / tragic vision gegenübergestellt wird:

  10. Christian Peter

    @Seerose

    Mein erhoffter Bundeskanzler kommt von keiner der im Parlament vertretenen Parteien. Einem Politiker wie S. Kurz zu beweihräuchern, der noch keinen Tag seines Lebens außerhalb der geschützten Werkstätten tätig war und bislang nichts weiter leistete, denn als Wahlhelfer der ÖVP Kondome zu verteilen, ist absurd.

    Wo bleiben die Leistungen der neuen Bundesregierung, wo bleiben die (Struktur-) Reformen, wo bleiben die Einsparungen, wo bleiben die Steuersenkungen ? Schüssel war ein Genie im Vergleich zu dem Schmalspurpolitiker Kurz, dessen Regierung erweckte wenigstens den Anschein, das Land zu reformieren, obwohl es sich dabei zum großen Teil um Scheinreformen mit Einmaleffekten handelte (Privatisierungen, Ausgliederungen etc.).

  11. Gerhard

    Bitte die Kommentare von Christian Peter nicht mehr beachten. Entweder schreibt er im Auftrag der Löwelstraße oder gehört er einfach sonst zu den Linken, welche die Wahlniederlage im Herbst 2017 noch immer nicht verkraftet haben.

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