Frontex-Chef warnt vor neuer Hauptroute für Flüchtlinge

Im Juni hat Frontex laut ihrem Chef Leggeri rund 6000 irreguläre Grenzübertritte nach Spanien gezählt. Viele kommen über Marokko. Über diese Route versuchen kriminelle Netzwerke nicht nur Migranten, sondern auch Drogen zu schmuggeln. (NZZ, hier)

3 comments

  1. astuga

    Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ist Spanien ein Auswandererland. Daran erinnert z.B. noch die Avenida de Knittlingen im andalusischen Bergdorf Montejaque. Viele Einwohner sind damals in die schwäbische Kleinstadt Knittlingen ausgewandert um dort Arbeit zu finden.

    Dann dreht sich der Trend um. Erst kommen die europäischen Touristen und lassen Dörfer wie Torremolinos und Marbella aufblühen. Ihnen schließen sich reiche Ölscheichs aus den Golfstaaten an. Dann reisen im Rahmen der EU Integration osteuropäischer Staaten vor allem Migranten aus Rumänien ein, vermutlich wegen der lateinischen Wurzeln ihrer Sprache und wegen der andalusischen Zigeuner-Subkultur.

    Bald darauf wächst die schwarzafrikanische Bevölkerung Spaniens von nahezu Null auf über 400.000 Menschen an.
    Anfang 2016 wird die erste Abgeordnete mit schwarzafrikanischen Wurzeln im spanischen Zentralparlament gesichtet. Sie ist von der Bürgerschreckpartei Podemos aufgestellt worden. Mittlerweile ist die Meerenge von Gibraltar für afrikanische Bootsflüchtlinge nahezu verschlossen. Die beiden spanischen Enklaven in Marokko, Ceuta und Melilla, sind von acht Meter hohen Zäunen umgeben, so dass hier kaum noch jemand durchkommt (Anm. von mir: Die neue sozialistische Regierung ändert das ja gerade).

    Dafür blüht der Menschenhandel. Nicht mehr so sehr aus Marokko, aber umso mehr aus Süd- und Mittelamerika und der Karibik sowie aus Russland, China und Thailand werden Menschen ins Land geschmuggelt. Die Lateinamerikaner können wegen ihrer spanischen Wurzeln unauffällig in der spanischen Bevölkerung untertauchen, während die anderen Ethnien an der Küste zwischen den vielen Touristen kaum auffallen.

    Waren 1980 noch nahezu 100 Prozent der Prostituierten in Andalusien Spanierinnen, sind es heute nur noch 10 Prozent. Mit falschen Versprechungen nach Spanien eingeschleuste Frauen werden in die Prostitution gezwungen. Mit Menschenhandel verdient das organisierte Verbrechen so viel Geld wie mit Drogen. In honorigen bürgerlichen Zeitungen wie der in Málaga erscheinenden Tageszeitung Sur kann der Interessent jeden Tag unter Hunderten von ausländischen Liebesdienerinnen in der Rubrik “Relax” auswählen. Kleine private Bordelle findet man entlang der Küstenstraße A7 genauso wie in den Bergen im Hinterland. Teure Sexclubs befinden sich auf luxuriösen Fincas im Raum Marbella. Der eigentlich verbotene Straßenstrich und einige Großbordelle ballen sich im Industriegebiet von Málaga im Mündungsgebiet des Flusses Guadalhorce.

    Auf den Obst- und Gemüseplantagen schuften Tausende von Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis unter erbärmlichen Umständen. Auf den Strandpromenaden der Urlaubszentren entwickeln sich die Hundertschaften von afrikanischen Souvenirverkäufern mit ihren Handtaschen- und Uhrenplagiaten zu einer Landplage. Hin und wieder werden sie von der Polizei verscheucht, stehen aber nach wenigen Minuten wieder an gleicher Stelle. Ob die Polizei hier an Schutzgeld mit verdient, lässt sich nicht beweisen.
    Korruption und Vetternwirtschaft

    Im Gefängnis von Alhaurín bei Málaga sitzen etliche Bürgermeister und Stadträte ein, weil die Gier sie dazu getrieben hat, sich an öffentlichem Eigentum zu vergreifen oder Menschen, ungesetzliche Vorteile zu gewähren, wenn sie mit Geldscheinen wedeln oder anbieten, für den kleinen Gefallen private Bauleistungen in Schwarzarbeit zu erbringen. Diese Politiker werden nach Verbüßen ihrer Haftstrafe manchmal sogar wieder gewählt. Denn die Wähler haben nicht vergessen, wem sie es zu verdanken haben, dass ihre Grundstücke in Naturschutz- oder Wasserschutzgebieten zu Bauland wurden…
    https://www.andalusien360.de/magazin/kriminalitaet-andalusien

  2. Falke

    Nein, wir müssen keine Menschen in Seenot retten, jedenfalls nicht jene, die sich wissentlich und willentlich in Seenot begeben, weil sie wissen (oder weil man ihnen versichert), dass sie sehr bald “gerettet” werden. Und jenen Dumpfköpfen, die “Stell dir vor, in den Booten säße deine Familie” kreischen, würde ich antworten: “Das kann ich mir keineswegs vorstellen, denn alle Mitglieder meiner Familie verfügen zumindest über soviel Grundintelligenz, dass sie nicht glauben, man könne in einem überfüllten aufblasbaren Gummiboot das Mittelmeer überqueren und sich folglich auch nicht in so ein Boot setzen würden – und schon gar nicht tausende Euro im vorhinein dafür bezahlen”.

  3. Johannes

    Anhand von Spanien kann man meiner Meinung nach gut erkennen wie schnell auf vermeintlich humanitäre Gesten reagiert wird.
    Das Geschäftsmodell der Schlepper ist hoch flexibel, während Europa wie ein angeschlagener Boxer in den Seilen hängt setzen die Schlepper Schlag auf Schlag. Ist es zu schwierig in Italien oder auf Malta zu landen und erklärt sich Spanien bereit aufzunehmen werden die Kanäle sofort umgeleitet.
    Ich behaupte ohne Schlepper würde sich nur ein Bruchteil der Menschen überhaupt erst auf die Reise machen.
    Wir wissen doch nur ansatzweise mit welchen Methoden und Versprechen auf Wohlstand und Reichtum Menschen dazu gebracht werden das gesamte Ersparte der Familie an die Schlepper zu übergeben um ein Mitglied der Familie nach Europa zu bringen. Dann wird erwartet das dieses eine Familienmitglied die nun mittellose Familie daheim regelmäßig und reichlich mit Geld versorgt, sodass diese “Investition“ sich rechnet und die Familie versorgt.
    Dem ist aber nicht so, die so Geschleppten kommen in Europa an und sind zumeist ohne größere Chance die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen.
    Viele leben hier wie Obdachlose, versorgt von karitativen Organisationen, das Geld von der Mindestsicherung wird brav nach Hause geschickt aber dadurch sinken die Chancen noch drastischer sich etwas aufzubauen.
    Manche sind nicht wegen der Familie gekommen sondern um einfach und schnell reich zu werden, die finden ganz schnell den Weg in die erwerbsmäßige Kriminalität, die vor allem im Drogenbereich rasant zunimmt.

    Alles in allem die falschen Motive für eine sinnvolle Zuwanderung dazu die kulturellen und religiösen Unterschiede, die oft vollkommen gegensätzliche Einstellung zur entwickelten europäischen Lebensweise und die Masse von Millionen Migranten die einen vernünftigen Versuch Integration zu versuchen zum scheitern verurteilt.

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