Genmais, gesünder als normaler Mais

Genmais dürfte für Umwelt und Gesundheit Vorteile haben. Das zeigen die bisherigen Daten von Studien aus 21 Jahren, behaupten italienische Forscher (hier)

19 comments

  1. G.

    Die hysterischen Gengegner dürften ihrer eigenen bescheidenen Logik folgend kein Fleisch essen, stammen doch praktisch alle heute verzehrten Tiere in unseren Breiten aus Kreuzungen und Züchtungen, keine Obst, nicht einmal heimische Äpfel, sind doch alle aus veredelten Sorten, kein Gemüse, etc. Wären sie so konsequent, dann wäre die Welt diese Plage rasch los, sie würden nämlich in kürzester Zeit verhungern.

  2. Astuga

    @christian peter – das ist kein argument, denn wir züchten und selektieren auch nicht gezielt menschen. Pflanzen und tiere aber sehr wohl. Ich halte diese metastudie (die eben bloß andere und eventuell auch dubiose studien zusammenfasst) und den artikel für fragwürdig. Die angeblichen höheren erträge bei mais gibt es bloß zu beginn für kurze zeit. Und wenn jemand den unterschied zwischen einer gentechnisch erzeugten reinsubstanz wie insulin und einem veränderten organismus nicht kennt, dann disqualifiziert er sich selbst.

  3. Mourawetz

    Und wieder einmal zerstiebt ein Mythos wie eine Sternschnuppe am Himmel.
    Genmais ist ungesund, Glyphosat ist schädlich. Alles Märchen, die uns die grünen Meinungspriester glauben machen wollen.

  4. Astuga

    Also ich bin weder ein grüner noch kleriker… Aber ich halte sowohl genmais für unnötig und ökonomisch schädlich (wenn auch nicht zwangsläufig unmittelbar für gesundheitlich bedenklich), wie auch glyphosat für gefährlich. Die probleme die wir heute bei gentechnisch veränderten pflanzen debattieren gibt es auch deshalb, weil es sich noch um ergebnisse alter methoden handelt. Wo die dahinter stehenden konzerne in erster linie ihren gewinn (monopol auf saatgut in kombination mit pestizid) und weniger das was für den landwirt und verbraucher sinnvoll ist im auge hatten. Als ergebnis hat man dann etwa sog. superunkräuter. Bei neuen methoden wie crispr kas und anderen zuchtzielen mag es anders aussehen.

  5. Falke

    @Mourawetz
    Kommt mir genauso vor, wie die jahrzehntelange Warnung, das in künstlichem Sußstoff enthaltenen Saccharin sei krebserregend. Ja, stimmt: allerdings nur dann, wenn man täglich mindestens 500 Tabletten davon kosumiert. Das gilt übrigens für hunderte Lebensmittel bzw darin enthaltene Stoffe, wovon man absurde Mengen einnehmen müsste, um ernstlich gefährdet zu sein.

  6. aneagle

    …auch goldener Reis hat durchaus seine Meriten. Aber vielleicht bin ich ja, (wie auch der Artikelautor?), nur ein verkappter Genleugner mit zu wenig Antikörpern gegen böse Konzerne.
    Interressant, dass der Substandard den Artikel veröffentlicht hat.

  7. Astuga

    @mourawetz – mir persönlich geht es dabei weder für noch gegen irgendwelche konzerne. Insgesamt bringt der fortschritt ja mehr gutes, und gewinnstreben ist legitim. Hier ist aber das problem, dass eigentlich schlechte wie überflüssige produkte, in welche aber viel forschungsgeld investiert wurde, noch schnell den leuten aufgeschwatzt werden sollen. Bevor neue und bessere auf den markt kommen. Ich kaufe auch kein altes und schlechteres smartphone nur weil der hersteller noch schnell gewinn machen will bevor er das neue modell auf den markt bringt.

  8. Astuga

    @aneagle – wäre der golden rice so super, dann wäre er ein erfolg. Aber nichtmal im gentech-freundlichen asien will den jemand haben.

  9. Mona Rieboldt

    Astuga
    Sie halten das Herbizid Glyphosat für gefährlich. Ich glaube aber nicht, dass das Unkraut jetzt von den Grünen mit der Hand gezupft wird. Also was kommt dann nach Glyphosat? Vielleicht ist das ja schädlicher als Glyphosat, das seit Jahren im Einsatz ist.

  10. Weninger

    Man muss die Gefahren nicht mit leichter Hand vom Tisch wischen, DTT galt auch einmal als unbedeklich. Außerdem geht es nicht nur um die Menschen, sondern auch um Fauna und Flora, die dadurch geschädigt werden können.

  11. Hausfrau

    Grundsätzlich solllte man bei sog. Metastudien die Arbeiten, welche von der einschlägigen Industrie bezahlt wurden, unberücksichtigt lassen.

  12. astuga

    @Mona Rieboldt
    Darüber könnte man jetzt lange diskutieren.
    Aber ich hielte es bereits für einen bedeutenden Fortschritt, wenn man solche Pestizide auf die Landwirtschaft beschränken würde.
    Und nicht so, dass jeder Schrebergärtner sie im Baumarkt kaufen kann, wobei es da zuletzt bereits ein gewisses Umdenken gegeben hat.

    Das eigentliche Problem, Nutzpflanzen sind auf Hochertrag gezüchtet.
    Vereinfacht gesagt stecken sie ihre ganze Energie in möglichst große Körnerfrüchte (Mais, Weizen etc.).
    Glyphosat ermöglicht ihnen gegenüber Unkräutern zu bestehen, die wiederum ihre ganze Energie in ihre Fortpflanzung investieren.
    ZB. durch vegetative Vermehrung, größere Anzahl an Sämlingen, schnelleres Höhenwachstum etc.
    Das klappt auch fast immer, einige Unkräuter entwickeln aber Resistenzen gegen Herbizide.
    Am Ende hat man dann sog. Superunkräuter (Superweeds), die man oft nur noch mit großem Aufwand und kostenintensiv händisch entfernen kann.

    Die etwas höheren Erträge ganz zu Beginn (so viel ist das nicht, weil der Stoffwechsel der meisten Nutzpflanzen züchterisch schon ausgereizt ist) kommen also mittelfristig sehr teuer, und am Ende hat man ein größeres Unkrautproblem als vorher.
    Ist halt wie beim Pyramidenspiel, am Ende gewinnt nur einer – der Produzent.

  13. Johannes

    Oft haben bestimmte Veränderung einen großen Vorteil und viele kleine Nachteile die diese Pflanze zwar vordergründig sehr potent aussehen lassen aber eben gegenüber neuen Gefahren oft umso empfindlicher machen.
    Die Selektion ist so alt wie die Landwirtschaft, selektiert wurden natürlich Pflanzen die ein natürliches Genmaterial hatten das hervorragte und deswegen weiterverwendet wurde.
    Man spricht auch von Genmutationen die es immer gegeben hat, meist durch Zufall, wurden daraus Eigenschaften die den Bauern gefallen haben und so haben sie diese genveränderten Pflanzen weiterverwendet.

    Jetzt komme ich aber auf die Problematik der modernen Saatgutveränderung, sie ist aggressiv, sucht das Weltmonopol und wird dadurch enorm gefährlich.
    Vergeht die Vielfalt so kann die Einfalt beim Auftreten von sich ebenfalls immer wieder verändernden Gefahren mit einem Schlag die ganze und einzige Population vernichten.
    Des weiteren wollen bestimmte Saatgutkonzerne natürlich nicht, dass Saatgut einmal gekauft und dann gratis immer und immer weiterverwendet wird, daher haben sie das Saatgut so manipuliert das deren Frucht in der Erde verfault würde man es säen.
    Wir sollten uns bei allem Fortschrittsglauben bei einem immer sicher sein, wir brauchen die Arche Noah-Samenarchive, sie sind unsere Lebensversicherung.

  14. aneagle

    @Astuga -13:17
    interessanter Standpunkt. Warum eigentlich ist der Reis nicht gewollt? Mit ihm sollte es doch möglich sein der Erblindung von Kindern entgegenzuwirken, oder stimmt das nicht?Zugegebenermaßen habe ich als reine Stadtpflanze wenig Zugang zu landwirtschaftlichen Fakten und bin daher zur Meinungsbildung auf Menschen, denen ich eine solide durchdachte Ansicht zutraue, angewiesen. Sie scheinen sich hier trittsicher auszukennen. Hierunter meine quelle:
    http://www.transgen.de/forschung/428.goldener-reis-vitamin-augenerkrankungen.html
    Was stimmt daran nicht, bzw. welche Zusatzinformation fehlt? Danke.

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