Herr Marx, das Geld und die Juden

“Interessant ist auch, dass Antisemitismus noch immer als exklusives Phänomen von Rechtsaußen wahrgenommen wird. Dabei hat der Judenhass längst alle Parteigrenzen überwunden und ist so gesehen schon wieder fast unpolitisch. Bereits 1843 verfasste der dieser Tage groß gefeierte Karl Marx einen Text “Zur Judenfrage”. Darin heißt es: “Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.” Letzteres ist nicht ganz ohne Ironie, ging es Herrn Marx zeitlebens ja nahezu ausschließlich um eines: um Geld.” (hier)

8 comments

  1. Gscheithaufen

    Zwei Kommentare zum Artikel auf Profil haben das Niveau des v.Beobachters….

  2. Lisa

    Antisemitismus sei, den Ju-den etwas vorzuwerfen, was man andern nicht vorwirft – das klingt einleuchtend. Hält man die Praxis dagegen, das Leben, den Alltag, bleibt das fragwürdig. Frau G. geht mit ihrer Nachbarin Sch. öfters und gern spazieren oder einen Kaffee trinken: Frau G. bewegt sich nicht in engen jidischen Kreisen, sie trägt auch keine Perücke und in die Synagoge geht sie drei-viermal im Jahr. Frau Sch. ist evangelisch, geht aber nur noch zu Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen zur Kirch, beten tun beide ab und zu, So. Nun äussert Frau Sch. sich wortreich und begeistert über ihre „so nette“ Freundin: “Also, de Kaffe bezaal ii jo majschtens, isch hald scho e Jüüde…“ Alle lächeln, die Bemerkung war bestimmt nicht „bös gemeint“. Ein anderes Beispiel: Der Hausbesitzer W. – auch seltenst Hut-oder Kippaträger, verlangt sehr moderate Mieten, „Haben wir ein Glück an dieser Lage so günstig zu wohnen,“ hört man häufig „dabei ist unser Vermieter Ju-de…“ Oder Oskar Spengler: „Der Ju-de begriff die gotische Innerlichkeit, die Burg, den Dom, der Christ die überlegene, fast zynische Intelligenz und das fertig ausgebildete ‘Gelddenken’ nicht.“ Wär mal interessant zu unteruchen, wo, wann und über welche welche Kanäle Vorurteile entstehen.

  3. ethelred

    Da meint ein Herr Abbas, ein Holocaustleugner mit einschlägiger Dissertation, die Juden seien ihrerer Geldgeschäfte wegen selbst schuld am Holocaust. Dem sorgsamen promovierten Historiker (Lumumba Universität Moskau, 1982) scheint entgangen zu sein, dass Juden in Europa der Landbesitz und seine Berufe vielfach verboten waren. Wären ihre beiden einzigen Berufsmöglichkeiten Banker oder Altkleidungshändler(vulgo Fetzentandler)- was hätten Sie persönlich gewählt.? Aber Abbas wird sicher beweisen können, dass auch daran die Juden irgendwie selbst schuld sind. Irgendetwas muß ja dran sein, wenn ein demokratisches, zugegeben recht kleines, Land mehr Verurteilungen der UNO jedes Jahr auf sich zieht als alle anderen eventuell sogar totalitärere, mächtigere Staaten gemeinsam, nicht wahr? Und der Islam hat damit genauso wenig zu tun, wie der angebliche Antisemitismus. Wer noch am Wahrheitsgehalt zweifelt, dem sei ins Gedächtnis gerufen, dass gerade wir Österreicher einen wertvollen Gradmesser besitzen, der längst schon zumindest alle männlichen Österreicher mutig zum Kippa-tragen aufgefordert hätte, wenn, ja, wenn es nicht so wäre, dass ein Präsident einem anderen bekanntlich kein Auge aushackt. In der Tat, VdB kommt seiner noblen Verpflichtung mustergültig nach. Stumm wie ein Stockfisch nach Maulsperre durch Zahnsanierung, sitzt er in den Ehrenreihen der Holocausterinnerer und sorgt für die Würde der Toten.Der Platz des Vizekanlzers indes bleibt leer. Für ein besseres Miteinander der Regierungspartei FPÖ und der Israelitischen Kultusgemeinde zu sorgen und für eine klare Abgrenzung von Hetze-Historikern, wäre für einen Bundespräsidenten aller lebenden Österreicher die ungleich integrierendere Tätigkeit. Soweit der Unterschied zwischen managing-director und breakfast-director.

  4. Falke

    Immerhin hat der unverdächtige Arik Brauer – zum Entsetzen von Ex-BP Fischer, des gesamten ORF sowie auch der IKG, die den Antisemitismus immer noch krampfhaft ausschließlich bei der FPÖ sucht – unverblümt ausgesprochen, woher der aktuelle Antisemitismus kommt: von den Millionen (illegal) nach Europa importierten moslemischen Arabern. Gerade gestern “Im Zentrum” hat der Schriftsteller Doron Rabinovici, der natürlich von Köhlmeiers Rede hellauf begeistert war, furchtbar zum Stottern angefangen, als die Rede auf Arik Brauer kam, den er ja schlecht als rechtsextremen islamophoben Antisemitien bezeichnen konnte.

  5. cosinus

    Dazu passend die sozialistische Ikone Karl Renner 1945 (zitiert nach M. Feingold): „… Ihr verliert’s nicht eure Wohnungen, denn ich werde keine Juden und KZler zurückkommen lassen“.

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