Hilfe, Killerpandas aus dem Reich der Mitte fressen uns auf!

“(C.O.) Chinesische Unternehmen kaufen ein europäisches Unternehmen nach dem anderen auf – auch in Österreich. Ein Grund zur Sorge ist das aber nicht…” (hier)

6 comments

  1. Mourawetz

    Die US-Botschaft hat unlängst, festgestellt, es gäbe eine chinesisches Redensart: Es ist nur höflich, sich zu revanchieren.

    Wer seine Märkte nicht öffnet, muss eines Tages damit rechnen, dass man sich dafür revanchiert, sprich seine eigenen Märkte schließt. Asymmetrien, bei denen die Last immer nur einer trägt, sind auf Dauer nicht haltbar. Deshalb sollten die Chinesen schleunigst Handelsbarrieren abbauen, wie zum Beispiel, dass eine ausländische Firma nur Minderheitseigentümer in China sein darf. So weit, so gut. Dass das so kommen wird, daran darf berechtigt gezweifelt werden.

    Die Chinesen versuchen den Westen auszutricksen, und haben dabei nicht einmal ein schlechtes Gewissen. List und Weisheit bedeuten im Chinesischen das selbe Schriftzeichen, weiß Harro von Senger. Wer mit den Chinesen Handelbeziehungen eingeht, sollte sich vorher das Buch “36 Strategeme für Manager” dieses Sinologen reinziehen. Zwischen China und dem Westen bestehen große kulturelle Unterschiede. Kein Wunder, dass der Umgang mit den Chinesen eine Wissenschaft für sich ist.
    Die Taktik, den Österreichern einen Brückenkopf der neuen Seidenstraße in Wien zu versprechen, wie es die Chinesen vor dem Abflug der Delegation nach China getan haben, und gleichzeitig chinesische Interessen betreffend Territorialansprüche betreffend Taiwan und im Chinesischen Meer damit zu verbinden, erinnert an das Verschleierungs-Strategem in Sengers Buch. Ist eh nicht hineingegangen. Aber sie probieren es immer wieder. Die Ungarn sind bereits in der Hand Pekings.
    https://diepresse.com/home/ausland/5400882/Chinas-Lockangebot-fuer-Oesterreich
    https://www.cash.ch/news/politik/handelsstreit-zwischen-usa-und-china-schaukelt-sich-hoch-1160734

  2. astuga

    Klar, wer würde sich etwa nicht vergleichbar an die übertriebene Furcht vor den Japanern erinnern.
    Filmtipp: Die Wiege der Sonne (Rising Sun, 1993), mit Sean Connery und Wesley Snipes, nach einem Roman von Michael Crichton.
    Vielen Sparten hat die asiatische Konkurrenz letztlich gut getan, zumindest langfristig.

    Dennoch besteht auch kein Grund zur Freude über solche Unternehmensaufkäufe.
    Erstens geht es dabei nicht nur um Gustostücke der jeweiligen Volkswirtschaft, sondern mitunter auch um Infrastruktur (etwa Hafenanlagen in Europa).
    Und es handelt sich eben nicht um freie, liberale Marktwirtschaft.
    Denn die Chinesen ihrerseits verkaufen weder ihre Unternehmen noch ihre Infrastruktur.
    Ja sie erlauben nicht mal Ausländern einen Markteintritt ohne chinesische Beteiligung (meistens dann sogar als stille Mehrheitseigentümer).

    In Kanada beginnt man gerade schmerzvoll zu spüren, was es heißt den Immobiliensektor unüberlegt den (oftmals dubiosen) Chinesen überlassen zu haben.
    Etwas wovor übrigens die Nachrichtendienste in Kanada die Politik schon vor 20-30 Jahren gewarnt haben, wie erst kürzlich bekannt wurde.

  3. CE___

    @ astuga

    “Und es handelt sich eben nicht um freie, liberale Marktwirtschaft.”

    Sie sprechen ein sehr wahren und auch gravierenden Punkt an.

    Rotchina ist eine knallharte totalitär-kommunistische Diktatur, egal was auch immer die Glitzerstädte vorspielen, und der neue Kaiser Xi hat in dieser Hinsicht in letzten Jahren nochmals ein paar Gänge zugelegt.

    Als aus welchen Grund auch immer in das Fadenkreuz der Partei gekommener Bürger gibt es heute schon Schwierigkeiten überhaupt nur in einen der Hochgeschwindigkeitszüge einzusteigen um sich fortzubewegen.

    Es wird einem verwehrt.

    Und wer (pekuniär) kann und kein Partei-Kader ist (die kommen nämlich nicht weg, verboten) rennt von dort weg (siehe Immo-Boom in Vancouver).

    Vor 10, 20 Jahren ging dies noch in eine andere Richtung, schrittweise gesellschaftliche Liberalisierungen, wo man argumentativ den Kurs halten konnte “machen wir Handel mit denen, schauen wir über viele merkantilistische Elemente hinweg, es wandelt sich etwas zum besseren”.

    Nur findet derzeit ein Roll-Back statt welches in den westlichen rot/grün linksextrem verseuchten “Qualitäts”(hüstel, hüstel)medien” partout unter den Teppich gekehrt wird.

    Aus einem schnurrenden und auf Samtpfötchen dahertappsenden Kätzchen ist nach 30 Jahren ein ausgewachsener fauchender und die Krallen ausfahrender Tiger geworden.

    Und ich spreche es ihnen nicht einmal ab: sie haben es sich erarbeitet.

    Nur steht es dem Westen an hier eine grundlegende Veränderung der Gesamtlage auch zu realisieren.

    Und Trump ist augenscheinlich der erste westliche Politiker der den Mut oder das Scheixxmichnix hat es anzusprechen.

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  5. Selbstdenker

    @Mourawetz, astuga, CE___:
    Ich gebe Ihnen recht: China sollte man nicht anhand der Glitzerstädte messen.

    China würde ich als Hybrid-System bezeichnen: die chinesische KP hat die Bürger in eine immer engere Matrix eingesponnen und über diesen Weg fest im Griff. Die Westler sehen zwar die Erfolge der (noch) grobmaschigen Matrix im wirtschaftlichen Bereich, während sie übersehen, dass sich im gesellschaftlichen Bereich die Schlinge immer enger zuzieht.

    Irgendwie werde ich den Eindruck nicht los, dass sich die Chinesen beim Umgang mit dem Westen ihrer jüngeren Geschichte bedienen: a) die ungleichen Verträge, b) die Opium-Kriege und c) die Kulturrevolution.

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