In der Tropenidylle des Hungers und des „ewigen Führers“

In der schütter besetzten Embraer-Maschine der Kenya Airways stochert eine bunte Reisegesellschaft in ihren silbernen Aluwarmhalteboxen mit Tortellini: Geschäftsleute, vereinzelte Exemplare der burundischen Jeunesse dorée in T-Shirts und Jeans, eine davon in unfassbar hohen Stöckelschuhen, dazwischen Bürokraten, eine deutsche Weltbank-Mitarbeiterin, ein paar Individualtouristen und eine Delegation der Caritas, angeführt von Präsident Michael Landau. Er hat österreichische Journalisten im Schlepptau, denen er in sechs Tagen Projekte in Burundi und Ruanda zeigen will. Reportage, hier

4 comments

  1. CE___

    Hmmm…Aha…unheimlich geschäftlicher Anreiz wenn die erste Ziege gleich wieder an irgendeinen Fremden kostenlos „abgetreten“ werden muss wie im Sozialismus…wahrscheinlich kann sich der arme Ziegenzüchter im Falle von zu viel Erfolg vor lauter zu Versöhnenden vor der eigenen Haustür gar nicht erwehren.

    Und sonst der Artikel? Tja, nichts neues, ausser Tränendrücker- und Geldbeutelaufmach-Gesäusel.

    Mit sechs Tagen Dschungelaufenthalt wird man Afrika halt nicht ändern können.

  2. sokrates9

    ….Wer es ins Waisenhaus schafft, hat eine Chance. Die 15-jährige Dorine Mugabekazi besucht ein Gymnasium. Sie will zurückgeben, was sie bekommen hat, und Ärztin werden. Sie träumt von einem Leben in Amerika.. (Klassischer Brain-Drain) -.was soll diese Reise auf Caritaskosten? Fruchtbares Land, wo sich die Menschen selbst ernähren könnten, keine Klimawandelausrede, korrupte Politik! Nichts Neues in Afrika! Das Wort Geburtenkontrolle wurde natürlich peinlich gemieden!!

  3. astuga

    Ich spende gerne, damit der Herr Landau mit Journalisten nach Afrika fliegen kann.

    Was nicht gesagt wird, Afrika ist wahrscheinlich der Kontinent wo die ethnische Zugehörigkeit die größte Bedeutung hat. In gewisser Weise auch der Kontinent mit dem meisten Rassismus.
    In Verbindung mit dem Bevölkerungswachstum als brennender Zündschnur eine explosive Mischung.

  4. dna1

    Zitat: „Sie will zurückgeben, was sie bekommen hat, und Ärztin werden. Sie träumt von einem Leben in Amerika.“
    Wie soll ich das verstehen? Sie will das, was sie (von der österr. Caritas) in Burundi bekommen hat, durch Arbeit in einem Spital in Amerika zurück geben?

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