Liberale Muslime fordern Verbotsgesetz gegen Radikal-Islamismus

„.….Nach den Terrorangriffen der letzten Monate sowie den rasant zunehmenden sexuellen Übergriffen auf Frauen und angesichts der auch momentan allgegenwärtigen Terrorgefahr ist es ein Gebot der Stunde, dieser Saat des Bösen endlich den Nährboden zu entziehen. Und dieser Nährboden heißt politischer Islam, egal von welcher Herkunft oder Nationalität er auch ausgeht.

Das ist eine gefährliche, voraufklärerische sowie missionierende Ideologie und hat mit der Religion Islam nichts zu tun. Auch der aktuelle Verfassungsschutzbericht 2015 diagnostiziert unmissverständlich: „In Österreich ist die Zahl der sich radikalisierenden Anhänger des salafistischen Dschihadismus weiterhin im Ansteigen begriffen.“ Man darf aber nicht erst bei den Terroristen beginnen, sondern muss im Vorfeld – beim politischen Islam – ansetzen.

„Es braucht daher in Österreich ein gesetzliches Verbot aller Organisationen, die den Boden für Extremismus und Terrorismus erst aufbereiten: Konkret muss Österreich auch ein Verbotsgesetz gegen radikalen Islamismus, das die Organisationen der Muslimbuderschaft, die Kalifat-Partei Hizb ut- Tahrir, die Terrororganisation Hamas sowie Milli Görüs und angesichts der jüngsten besorgniserregenden Entwicklungen in der Türkei auch ATIB umfasst, entwickeln. Viele Organisationen haben die Einführung der Scharia entgegen den Gesetzen in Europa als Ziel und bereiten die ideologische Grundlage für Extremisten bis hin zum islamischen Staat.

Verbotsgesetz: Bei den Symbolen der radikal islamistischen Organisationen ansetzen

„Wir sind froh, dass die politischen Parteien langsam erkennen, dass man den politischen Islam in die Schranken weisen muss.“ Das Team Stronach brachte am 18. Mai 2016 bereits einen ersten Antrag für ein Verbot des politischen Islam ein, und führt Gespräche mit dem Justizministerium und anderen Parteien. Die FPÖ hat ein konkretes Islamismus-Verbotsgesetz ebenfalls auf ihre Agenda genommen. Und auch seitens der NEOS wurden entsprechende Initiativen gegen radikalen Islamismus im Rahmen eines 9-Punkte-Plans für Integration und Deradikalisierung zugesagt. Die Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ steht hier allen Parteien und Medien mit ihrer Expertise zur Verfügung. Denn Religion ist Privatsache“, betont Albayati.

Es bräuchte, so wie es letztes Jahr (wie damals von der ILMÖ gefordert) bei den Symbolen des Islamischen Staates und Al Kaida gemacht wurde, ein effektives Verbot islamistischer Symbole. „Das ist eine gefährliche, voraufklärerische sowie missionierende Ideologie, die meisten Muslime wollen ihren Glauben friedlich ausüben und lehnen daher solche extremistischen Varianten ab, dem friedlichen Zusammenleben und der Integration in Europa hilft ein Verbot dieser radikalen Strömungen“, sagte Albayati.

IGGIÖ-Führung zeigt fortschreitende Erdoganisierung

Beim neuen Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft IGGIÖ (Ibrahim Olgun) sehen die Österreicher einmal mehr, wie intensiv die IGGIÖ und deren Mitgliedsverbände aus dem Ausland gesteuert werden. Nach arabischen Muslimbrüdern und der türkisch-nationalistischen Milli Görüs ist nun also ATIB, ein Verband mit engsten Beziehungen zu Erdogan persönlich, an der Reihe. „Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ATIB nun vom völlig verpatzten Islamgesetz profitiert – ein Gesetz, dass der Erdogan-Verband vergeblich bekämpfte. Man darf dabei nie vergessen, dass die IGGIÖ nur rund 2 Prozent der Muslime vertreten, aber nach außen hin so getan wird, als sei das die alleinige Vertretung der Muslime“, bekräftigte Albayati.

Die ILMÖ bekräftigt ihre wiederholte kategorische Ablehnung des Alleinvertretungsanspruches der sogenannten Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich-IGGiÖ. Die IGGiÖ hat keinen Anspruch, als alleiniger Gesprächspartner in der Öffentlichkeit zu agieren.
Der Status der IGGiÖ ist nach wie vor eine Missachtung der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes vom 1. Dezember 2010 (B1214/09), die das Monopol der Alleinvertretung der „Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“ für alle Muslime aufgehoben hat. Sie stärkt den Einfluss des fundamentalistischen politischen Islam und forciert die ideologisch konservativen fundamentalistischen Islamisten in der IGGiÖ.

Die IGGiÖ habe kaum zahlende Mitglieder, sei nun aber, obwohl sie niemals als Verein oder Organisation angemeldet war, auf Druck von Saudi Arabien und der Türkei als Körperschaft anerkannt. Grundsätzlich gehören Moschee-Vereine aber generell untersagt. Ein Verein darf weder eine Kirche noch eine Moschee betreiben. Dem direkt von Ankara gesteuerten politischen Verein ATIB unterstehen aber die meisten Moscheen in Österreich. Albayati: „Das ist eine Fehlentwicklung, der man mit aller Kraft entgegentreten muss. Denn jeder weiß, wo die Radikalisierung beginnt: In den ideologisch indoktrinierten Moschee-Vereinen, in den angeschlossenen Kinderbetreuungseinrichtungen und beim Islamunterricht werden extremistische Parallelgesellschaften gezüchtet.“

Halal-Industrie stoppen

„Hier kann der Staat nicht zusehen und muss diese drei falschen Machtblöcke des politischen Islam endlich verbieten. Man darf auch nicht vergessen, dass es da nicht nur um ideologischen Einfluss, sondern auch um sehr viel Geld geht. Über Halal-Zertifizierungen nach dem (in Europa verbotenen) Sharia-Recht fließen Millionen insbesondere an die Muslimbruderschaft. Wir fordern in diesem Zusammenhang auch einen wirksamen Stopp dieser millionenschweren Schwarzarbeit ohne Steuern zu zahlen und insbesondere für diese heimische Exportwirtschaft so schädlicher Praktiken“, so Albayati abschließend.  (Aussendung der „Initiative Liberaler Muslime Österreich – ILMÖ“)

42 comments

  1. Mourawetz

    Team Stronach, FPÖ, NEOS scheinen die Parteien der Zukunft zu sein.
    Auf Wiedersehen Vereinigte Sozilistische Parteien, ruhet in Frieden.

  2. Rado

    Da wird die „Zivilgesellschaft“ von katholischer Kirche bis zur SPÖ aber keine Freude damit haben!

  3. Tom

    @Mourawetz:

    Team Stronach, FPÖ, NEOS scheinen die Parteien der Zukunft zu sein.
    Auf Wiedersehen Vereinigte Sozilistische Parteien, ruhet in Frieden.

    In Zukunft wird es keine Partei(en) mehr in diesem Land geben. Nur noch die Zwangsverwaltung aus dem ZK in Brüssel. Österreich wird ein „Gau“ der EUDSSR. Es sei denn, die Leute wachen endlich auf UND gehen geschlossen auf die Straße. Das allerdings, befürchte ich, wird nicht passieren.

  4. Gerhard

    Laut führenden Islamgelehrten müssen der Koran und seine wichtigen Hadithen zu 100% für Punkt und Beistrich gültig und erfüllt bleiben. Daher ist eine „Modernisierung“ bzw. Anpassung an heutige Verhältnisse reine Illusion. Alles andere widerspricht den Aussagen des „falschen“ *) Propheten Mohammed.

    *) falsch deshalb, weil in der christlichen Bibel eindringlich vor solchen Leuten gewarnt wird.

  5. wbeier

    Während die Initiative liberaler Muslime kaum Beachtung und keine öffentliche Unterstützung erhält, kriecht man zumindest kritikwürdigen Vereinigungen wie der MJÖ und der IGGIÖ in den Hintern.
    Was ist los in diesem Land? Wünscht und fördert man gar die Konfrontation und den Crash? Cui bono?

  6. Calderwood

    Ein liberaler Islam ist ein verfälschter Islam, den man anders nennen sollte, damit ihn keiner mit dem echten Islam verwechselt.

    Ob ein Verbotsgesetz zu befürworten ist oder nicht, ist Ansichtssache. Aber wenn es für den Nationalsozialismus ein solches gibt, dann wäre es nur konsequent ein solches auch für den Islam zu beschließen. Schließlich sind beide totalitäre Ideologien, die schon viel Schaden angerichtet haben.

  7. sokrates9

    Schön, dass Muslime erkennen welche menschenverachtende Wirkungen der Islam hat, doch einen Kuschelislam kann und wird es nicht geben! Die Worte Mohammeds sind nicht interpretierbar!!

  8. Marcel Elsener

    Wobei sich die Gretchenfrage stellt, ob das, was die sogenannten ‚liberalen Muslime‘ da betreiben, tatsächlich noch als Islam bezeichnet werden kann.

    Sicher scheint mir, dass der sogenannte Islamismus oder radikale Islam wesentlich mehr mit der von Mohammed gestifteten Glaubenslehre zu tun hat als der ‚liberale Islam‘. Zweifellos gibt es jedoch viele ‚liberale Muslime‘, die sehr wohl merken, dass sie mit ihrem säkularisierten Pseudoislam das erste Ziel der Anhänger des echten Islams (im Sinne des Korans) sein werden. Bei der Reislamisierung, deren Beginn wir gerade in der Türkei live beobachten können, werden die ‚liberalen Muslime‘ entweder wieder zu echten Muslimen mutieren oder als Renegaten niedergemacht werden. Die weitaus meisten werden logischerweise ersteren Weg wählen. Glaubensabfall wird im Islam nunmal mit dem Tode bestraft.

    Besonders lächerlich ist es, wenn gewisse westliche Politiker und Religionsexperten (zumeist selbst Agnostiker oder gar Atheisten) den Moslems den einzig wahren gemässigten Islam erklären wollen, dabei den echten Muslimen einen Islamismus unterschieben, der gar nichts mit dem Islam zu tun habe, und diesem Islamismus dann ihren eigenen konstruierten Islam oder meinetwegen Euroislam gegenüberstellen. Zweifellos haben gläubige Moslems nur auf solche bizarre, nichtmuslimische Figuren gewartet, die ihnen – gewissermassen in der Rolle von neuen Propheten – ihren Glauben erklären. Der Dünkel und die Selbstüberschätzung anmassender westlicher Erklärbären kennen heute keine Grenzen mehr.

  9. Austrian

    Wie kann sich ein gebildeter Mensch mit etwas Hausverstand nur mit diesem religiösen Gedöns auseinandersetzen ? Egal ob Bibel („Harry Potter für Archäologen“ mit „übers Wasser gehen“ oder „plötzliche Fisch- und Wein-Vermehrung“ oder „Schwängerung von verheirateten Jungfrauen durch einen GEIST“) oder Koran (Frauen schlagen, Kopf abschlagen für Atheisten und Andersgläubige, Steinigungen für Ehebrecher, etc.), all das ist völliger Humbug, und mit einer aufgeklärten Welt und einem laizistischen Staat weder vereinbar noch vermittelbar ! Was sagte Karl Lagerfeld ganz richtig über all die „heiligen Bücher“ : SCHLECHTE LITERATUR ! Dem ist nichts hinzuzufügen.

  10. Günther Katzlberger

    Die islamische Lehre wurde um 1100 n Chr vollendet. „Das Tor ist geschlossen“ deklamierten alle Rechtsschulen. Alles, was neu ist seit dieser Zeit und widersprechend ist Apostatie.

    Und wie wollen wir solche Zeilen reformieren: „Wenn die Frau widerspenstig ist, dann meidet sie im Ehebett oder schlaget sie“. Von den Schwertversen ganz zu schweigen, die zum Kampf gegen die Ungläubigen auffordern.

    Da kann man nichts reformieren. Das kann man nur ersatzlos streichen.

    Und wer einen Propheten verehrt, der ein Massenmörder war, der Kritiker und Spötter ermorden ließ, der etliche Kriege gegen Ungläubige geführt hat, der es in Ordnung fand, daß seine Krieger gefangene ungläubige Frauen vergewaltigten oder in die Sklaverei verkauften,……….. der muß sich unter „Generalverdacht“ stellen lassen.

  11. gms

    Austrian,

    „Wie kann sich ein gebildeter Mensch mit etwas Hausverstand nur mit diesem religiösen Gedöns auseinandersetzen ?“

    Sie fragen nach einem Wie und meinen mutmaßlich das Warum, korrekt? Die Antwort darauf ist trivial: Die Auseindersetzung damit bringt den einen oder Puzzle-Stein zum Verständnis des menschlichen Naturells und daran anknüpfender soziologischer Phänomene hervor.

    Ignoranz ist der Erkenntnis abträglich, sei es nun schlechter Weltliteratur gegenüber oder generell, ein Umstand, der ausgerechnet gebildeten Menschen mit Hausverstand einleuchten muß. Wer nicht erkennt, kann wenig zur Verbesserung beitragen und taugt bei entsprechendem Ambitionsniveau allenfalls zum Balkonmuppet mit dem Hang zum öffentlichen Praktizieren individueller Rituale der Psychohygenie.

  12. astuga

    Naja, die IGGiÖ wurde bereits mit personeller und finanzieller Unterstützung Saudi Arabiens gegründet (der Bezug auf den Islam in der Spätphase der k&k Monarchie ist ja lediglich konstruiert).
    Ein Präsident der Glaubensgemeinschaft war gleichzeitig Angestellter der saudischen Botschaft, der nächste kam aus der nationalislamistischen Milli Görüs, und der jetzige aus dem türkischen Religionsministerium (über dessen Ableger ATIB).
    Im Kern geht es aber immer auch um Überschneidungen mit der Muslimbruderschaft.
    Und selbst Organisationen wie die Muslimische Jugend Öst. (MJÖ), unterstehen über ihren europäischen und internationalen Dachverband direkt den Wahabiten in Saudi Arabien.

    Alles mit jahrzehntelanger Duldung, Zustimmung und Förderung der öst. Bundesregierungen.

  13. astuga

    Sei es aus Ignoranz oder mit Vorsatz…
    Die meisten europäischen Regierungen und die EU-Kommission sind aktive Unterstützer und Förderer des islam. Fundamentalismus in Europa.

    Eine Privatperson die vergleichbar handelt würde man längst polizeilich überwachen oder vor ein Gericht stellen.

  14. Falke

    @astuga
    Sie haben die Kirche (samt Papst) vergessen. Sie fördert inzwischen den Islam sowie die Islamisierung Europas womöglich noch aktiver als die EU und die (meisten) Regierungen. Es gibt allerdings auch welche, die sich dem noch entgegenstemmen (Visegrad-Staaten sowie auch großteils die Kirche in diesen Ländern – Schönborn hat das ja einen „Skandal“ genannt).

  15. Austrian

    @gms
    44% der Deutschen sind ohne religiöses Bekenntnis und 99 von 100 Christen gehen am Sonntag nicht in die Kirche.
    Man sollte das Wort „Religion“ in den Begriff „Religions-Erkrankung“ umwandeln und das Wort „Gläubige“ in „Religions-Infizierte“, wie das ja auch bei Alkoholikern in „Alkoholkranke“ „gegendert“ wurde.
    Das Nicht-Befassen mit religiösen Schriften hat wahrlich nichts mit „Ignoranz“ zu tun, sondern mit einer begrenzten Lebenszeit, die es ausschließt, sich mit allen Dingen dieser Welt zu befassen. Auch Sie haben nicht die Zeit dazu, sich mit allem auseinanderzusetzen, – also sind auch Sie gegenüber manchen Themen „ignorant“.
    Aber die Erkenntnis, dass Religionen, besonders die katholische Kirche im heute eher friedlichen Sinn und der Islam, mit Gewalt und Aggression, nur dazu da sind um Herrschaftsstrukturen zu erzeugen, zu erweitern und zu bewahren, ist evident und wird Ihnen jeder Soziologe bestätigen.
    Dass wir über einen mutmaßlichen Gott oder Nicht-Gott leider nichts wissen und wahrscheinlich auch nie etwas erfahren werden ist ebenfalls offensichtlich.
    Unsere Energie, meines Erachtens, ist besser verwendet, wenn wir eine funktionierende Gesellschaft und Politik ohne Religion und Ideologie organisieren, als unsere wertvolle und begrenzte Lebenszeit mit sinnloser Exegese von „Harry-Potter“-artigen, alten Büchern (bibel, Koran, etc.) zu verschwenden, die das Papier nicht wert sind, auf die sie gedruckt sind.

  16. gms

    Austrian,

    „Man sollte das Wort „Religion“ in den Begriff „Religions-Erkrankung“ umwandeln und das Wort „Gläubige“ in „Religions-Infizierte“, wie das ja auch bei Alkoholikern in „Alkoholkranke“ „gegendert“ wurde.“

    Was wäre damit gewonnen? Welcher Vorteil erwüchse daraus insbesondere im Umgang mit jenen gegenüber, die als Individuum und Vertreter einer evident harmlosen Religion definitiv keine pathologischen Züge aufweisen?

    „Das Nicht-Befassen mit religiösen Schriften hat wahrlich nichts mit „Ignoranz“ zu tun, sondern mit einer begrenzten Lebenszeit, die es ausschließt, sich mit allen Dingen dieser Welt zu befassen.“

    Erzählen Sie das mal einem Numismatiker oder Altphilologen.

    „Auch Sie haben nicht die Zeit dazu, sich mit allem auseinanderzusetzen, – also sind auch Sie gegenüber manchen Themen „ignorant“.“

    Richtig, bloß, siehe oben, folgt daraus nichts im Sinne Ihrer Argumentation.

    „Aber die Erkenntnis, dass Religionen, besonders die katholische Kirche im heute eher friedlichen Sinn und der Islam, mit Gewalt und Aggression, nur dazu da sind um Herrschaftsstrukturen zu erzeugen, zu erweitern und zu bewahren, ist evident und wird Ihnen jeder Soziologe bestätigen.“

    Komisch. Auf der einen Seite verlassen Sie sich auf das Urteil aller Soziologen, zugleich unterstellen Sie vielen davon mangelnde Bildung und fehlenden Hausverstand, haben sie sich doch zwangsweise mit dem beschäftigt, was Sie als ’schlechte Literatur‘ bezeichneten.

    Zu unserer Kultur gehört jede Menge Trash. Wollte man etwas über Menschen lernen, könnte man diese Seite ausblenden, allein es wäre verdammt töricht.

    „Dass wir über einen mutmaßlichen Gott oder Nicht-Gott leider nichts wissen und wahrscheinlich auch nie etwas erfahren werden ist ebenfalls offensichtlich.“

    Das anvisierte Ziel war niemals Wissensgewinn über transzendente Wesen, sondern eines über, wie Sie selbst nahelegen, menschliche Krankheiten, deren Erreger und Verbreitungswege.

    „Unsere Energie, meines Erachtens, ist besser verwendet, wenn wir eine funktionierende Gesellschaft und Politik ohne Religion und Ideologie organisieren“

    Sie wissen schon, welche politische Richtung sich am vehementesten gegen jede Ideologie ausspricht und zugleich Religion als Opium fürs Volk bezeichnet, oder? Es zeugt zugleich von geringer Selbstreflexion, sich aus der Gruppe der mit Memen befallenen Menschen auszuschließen, sind Ideologien doch nichts anderes als die jeweiligen Summen halbwegs kompatibler Meme.

  17. Marcel Elsener

    @Austrian
    Zitat
    ‚Aber die Erkenntnis, dass Religionen, besonders die katholische Kirche im heute eher friedlichen Sinn und der Islam, mit Gewalt und Aggression, nur dazu da sind um Herrschaftsstrukturen zu erzeugen, zu erweitern und zu bewahren, ist evident und wird Ihnen jeder Soziologe bestätigen.‘
    Zitat Ende

    Mit Verlaub, der obige Satz ist trivial. In jeder Gesellschaft gibt es Organisationen oder Individuen, welche Herrschaftsstrukturen erzeugen, zu erweitern oder zu bewahren. Auch die Entität Staat erzeugt, erweitert und bewahrt Herrschaftsstrukturen (Exekutivbürokratie, Polizei, Militärs) und setzt diese obendrein mit Gewalt durch. Wo ist hier also der Aufreger?

    Warum es Religionen gibt, kann man durchaus anthropologisch erklären; mit Krankheit hat das nichts zu tun, sondern in unserem Menschsein selbst ist offensichtlich ein mehr oder weniger grosser Hang zur Transzendenz angelegt. Es geht dabei um nicht weniger als das menschliche Bestreben, dem eigenen Dasein irgendeinen Sinn zu verleihen – eben die Frage nach dem ‚Warum‘, welches der werte gms zuvor bereits in seinem Beitrag genannt hat. Wer die Frage nach dem ‚Warum‘ nicht stellt, droht im Nihilismus zu versinken. Sogar den einsichtigeren Atheisten ist das klar. Ob und an welche göttliche Entität oder quasigöttliche Ordnung man als Individuum glaubt, ist jedoch jedem selbst überlassen.

    Der Marxismus beispielsweise ist eine materialistische Erlösungsideologie, denn er postuliert ein wünschbares Ideal (= Dogma) der klassenlosen Gesellschaft, die nach diversen Transformationen der Gesellschaft irgendwann in der Zukunft zwingend erreicht werden soll – sozusagen eine paradiesische Gesellschaft, die am Ende der sozialen menschlichen Entwicklung steht. Die darin innewohnende Eschatologie und die Parallelen zur (christlichen) Prädestinationslehre sind klar zu erkennen. Die klassenlose Gesellschaft als Endzustand der Menschheit selbst ist dabei der materialistische Fetisch, den der Marxist anbetet und für den er auch jede Menge Menschen zu opfern bereit ist, die nicht daran glauben wollen oder einfach nur im Wege stehen.

    Ich habe hier den Marxismus nur genannt, weil bei diesem sich der Glaubenscharakter einer radikalen, atheistischen Ideologie besonders schön aufzeigen lässt. Prinzipiell lässt sich das aber auch auf jede andere Ideologie anwenden.

  18. Thomas Holzer

    @Marcel Elsener
    Touche!
    Erlaube mir zu ergänzen, daß irgendjemand mal die nicht ganz unrichtige Aussage tätigte, daß der Marxismus eine Nachäffung des Christentums sei

  19. Austrian

    @Marcel Elsener
    Ihr Zitat: „sondern in unserem Menschsein selbst ist offensichtlich ein mehr oder weniger grosser Hang zur Transzendenz angelegt.“
    Genau ! Und ich bin ein Vertreter von weniger, bzw. gar keiner Transzendenz, weil diese nämlich weder messbar noch sonst wahrnehmbar ist, außer in den Köpfen einiger Transzendenz-Kranker.
    Aber: Können wir hier nicht dieses ganze Geschwurbel von Ideologie, Religion und transzendentaler Gehirnfurzerei lassen, und uns ganz nihilistisch darum kümmern, dass mein Nachbar unter mir jetzt mit seinem Rollstuhl in den Kurpark kommt, durch Sie oder mich ? Eher durch mich ! Tschüss !

  20. Thomas Holzer

    @Austrian
    Ich denke, die wenigsten hier werden Ihnen Ihren Glauben 😉 an die Nichttranszendenz verbieten wollen.
    Es soll doch jeder glauben, was er möchte, solange mit diesem Glauben keine Schädigung eines anderen Menschen verbunden ist.
    Außerdem: Glaubens- und Ideologieverbote helfen überhaupt nicht, den Glauben an ungewünschte Ideologien und/oder Religionen, zu verhindern. Der Glaube spielt sich nämlich im Kopf ab, und zu diesem haben „unsere“ Politikerdarsteller erfreulicher Weise (noch) keinen Zugriff

  21. Austrian

    @Thomas Holzer @Marcel Elsener
    Liebe OrtnerOnline-Freunde ! Es ist doch ganz einfach. Auch wenn man an nichts „Transzendentes“ glaubt, sich auch schon lange nicht mehr damit befaßt, weil es (für mich) Zeitverschwendung ist, so kann man doch versuchen ein halbwegs „guter Mensch“ zu sein, – auch ohne religiösen oder ideologischen „Überbau“. Ich kümmer mich um meinen fußmaroden Nachbarn, mäh ihm den Rasen, bürste meinen Kater, weil ihm sonst im Sommer zu heiß ist, schreib für eine Bekannte einen englischen Brief, weil sie darin nicht so fit ist, kauf für junge Fussball-Fans aus meiner weiteren Verwandtschaft einen gscheiten (großen) Fernseher, damit sie ordentlich „Party“ machen können, etc. Alles ohne Ideologie, Religion und Transzendenz. Und ich weiß, viele meiner klugen Freunde machen es nicht viel anders. Aber damit nicht alle glauben, ich sei ein „Gutmensch“: ich klau am Sonntag manchmal die „Krone“,- für meine Frau, damit sie in unserer Datscha was zum Blättern hat . . .
    P.S.:Mein Vater betitelte mich immer als „unsentimentalen Verdinglicher“, womit er nicht ganz unrecht hatte . . . 🙂

  22. astuga

    Es ist völlig egal, ob der Islam oder generell organisierte Religionen Unfug sind oder nicht.
    Sofern sie Probleme schaffen deren Auswirkungen uns alle betreffen sind diese ja in jedem Fall real.

    Alleine das macht eine ernsthafte (!) Beschäftigung damit notwendig!
    Im konkreten Fall des Islam mangelt es an einer solchen intellektuellen Ernsthaftigkeit, da von vielen Verantwortungsträgern und Meinungsmachern aus ideologischen Gründen die Ursachen ausgelagert, und nicht in der Ideologie des Islam selbst gesehen werden.
    Und zB durch sozioökonomische Voodoo-Science als Erklärung ersetzt werden.
    Da werden lieber noch die wenigen kritischen Muslime diffamiert oder an den Rand gedrängt (siehe Studie zu Islamkindergärten in Wien und den Umgang der Stadtregierung damit), bevor man sich der Realität stellt.

    Im Ggt. die heimische Politik gefällt sich noch darin, immer zielgenau ausgerechnet die radikalsten und fragwürdigsten Islamvertreter zum Partner auf Augenhöhe zu erheben.
    Wohl auch als Kniefall vor div. ausländischen Regimen, wie in Saudi Arabien, Qatar, der Türkei oder dem Iran.

  23. mariuslupus

    Und schon wieder wird die Grundsatzfrage ausgeblendet. Ist der Islam eine Religion, oder eine Ideologie ?
    Sollte der Islam eine Religion sein, dann sollte er im 21. Jahrhundert seine Gläubigen zum Glauben an Gott erziehen, und sich in das öffentliche Leben nicht einmischen.
    Der Islam ist aber eine Ideologie. Diese Ideologie steht im Widerspruch zu den Rechtsgrundlagen einer aufgeklärten Gesellschaft. Im Islam ist das Prügeln der Ehefrau, erster, zweiter, dritter oder vierter, egal, erlaubt. Im Islam darf der Mann seine erste, zweite, dritte und vierte Ehefrau, verstossen, ohne Angabe von Gründen. Im Islam darf der Vater, Bruder, Onkel beschliessen das die Tochter, Schwester, Nichte, verpflichtet ist jemanden zu heiraten, kein Mitspracherecht der Tochter und egal ob sie noch minderjährig ist. Im Islam darf das Familienoberhaupt beschliessen und befehlen eine Tochter ermorden zu lassen, nur weil sie sich anders verhält, als er sich das wünscht. Im Islam wird ein minderjähriges Mädchen einer genitalen Verstümmelung unterzogen, und die Mutter widersetzt sich nicht. Weitere Exemplifikationen möchte ich mich ersparen.
    Alle diese Verletzungen der geltenden Gesetze geschehen im Namen des Islams. Keine einzige der muslimischen Organisationen hat die aufgeführten Straftaten verurteilt.
    Warum sollten die „aufgeklärten Muslime“ diesen Schritt wagen. Sie haben ein Vorbild, die herrschende Klasse in der EU. Diese Leute, die sich Elite nennen, O-Ton Gauck, haben sich von den Prinzipien der europäischen Aufklärung verabschiedet, und jubeln den zukünftigen Machthabern aus voller Überzeugung zu.

  24. Gerhard

    zu Austrian, dem Zeitungsklau:
    Ihre missionarischen Bemühungen zur Verteufelung aller Religionen sind absolut entbehrlich. Erst am Totenbett bzw. spätestens danach werden Sie erkennen, dass Ihre Gutmenschlichkeit und alternative Lebensphilosophie vergebens war.
    Aber wie Sie richtig schreiben: schade um die Zeit, sich mit Ihren Kommentaren zu beschäftigen.

  25. Thomas Holzer

    @Austrian
    Jeder nach seiner Facon, meine Worte, solange niemand geschädigt wird.
    Das würde ich den Minimalkonsens einer Gesellschaft nennen.

    Und wenn die „Krone“ am Sonntag die Zeitung freiwillig gratis anbietet, und viele andere Zeitungen sich auch, darf man das Angebot durchaus annehmen, man muß ja über den „Feind“ informiert sein 😉

  26. Austrian

    @Gerhard
    Sehr geehrter Herr Gerhard !
    Nun, dass die angeblich „großen“ Religionen ziemlich viele nicht-friedliche Kriege hervorgebracht hat, ist wohl historisch belegbar. Wenn man irgendwie humanistisch geprägt ist (wie ich), kann man auf die Idee kommen, dass es vielleicht besser wäre, wenn es diese Religionen, von denen jede behauptet, sie sei die allein Seligmachende, nicht gäbe. Da liegt keinerlei „Missionsgedanke“ dahinter, sondern eher der Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben der Menschen und Kulturen, wie es derzeit NICHT gegeben ist, siehe all die Attentate.
    Offensichtlich sind Sie ein religiöser Mensch, und es liegt mir fern, Ihre religiösen Gefühle zu beleidigen, – im Gegenteil, ich bin bildungswillig, und es würde mich interessieren, was Sie glauben, was mich am Tontenbett (wie Sie schreiben) erwartet, bzw. nicht erwartet. Ich kann es mir, wie viele andere auch, nicht vorstellen. Wenn Sie überzeugt sind von dem, was Sie glauben, dann sagen Sie es mir.

  27. Gerhard

    @Austrian:
    Danke für Ihre freundlichen Worte sowie Frage.
    Weder kann man Gott mit menschlichen Argumenten beweisen, noch kann man beweisen, dass es ihn nicht gibt. Gott als Schöpfer dieser Welt denkt und handelt in x-Dimensionen, welche wir Menschen mit dem dreidimensionalen Denken (mit Faktor Zeit: 4) nicht erfassen und ergründen können. Also fehlt uns – um die Computersprache zu verwenden – die „Aufwärtskompatibilität“. Aber Christen können sein Handeln täglich erleben und ihn auch in der Natur erkennen.
    Man kann nur sagen, dass Menschen, welche sich erst am Totenbett zu diesem Gott bekennen (ja, dies kommt sehr oft vor!), viele „verlorene“ Jahre verbracht haben. Aber lieber Austrian: bleiben Sie bei Ihrer Lebensphilosphie, aber bitte akzeptieren Sie auch Andersdenkende.
    Übrigens: den Islam betrachte ich nicht als Religion, es ist ein Weltanschauung, welche nicht nur den ganzen Menschen, sondern die ganze Welt mit Gewalt beherrschen will. Im Koran gibt es auch einen Misssionauftrag für alle „Gläubigen“. Der Unterschied zum Christentum ist, dass deren Missionsauftrag auf Freiwilligkeit basiert, während lt. Mohammed bei Nichterfolg die „Ungläubigen“ (dort Schweine genannt) – das sind alle Nichtmohammedaner – physisch vernichtet werden müssen.
    Ich weiß, wovon ich schreibe, ich habe mich intensiv mit dem Koran und mit einigen Pflicht-Hadithen (= Zusatzaussagen) beschäftigt. H. gibt es ja hundertausende, wovon einmal im Rahmen einer Zäsur immer noch zigtausende übrig geblieben sind. Leider leben zirka 1,3 Millarden auf dieser Erde unter dieser Knechtschaft und können nur bei Lebensgefahr „aussteigen“.

  28. gms

    Austrian,

    „… so kann man doch versuchen ein halbwegs „guter Mensch“ zu sein, – auch ohne religiösen oder ideologischen „Überbau“.“

    Freilich kann man das auch ohne Überbau, allein es läßt sich nicht rational begründen.

    Was läßt Sie also glauben, Sie wären ein halbwegs verträglicher Kerl? Ihr Umgang mit dem fußmaroden Nachbarn kann es nicht sein, denn dafür müßten Sie, so nicht andere Ursachen hierfür kausal sind, entgegen Ihrer Selbstbeschreibung mit der Ideologie des Humanismus infiziert sein.

    Zugleich hätten Sie die Beschreibung Ihrer Taten unterlassen, falls Sie nicht angenommen hätten, die Leser hier im Blog teilten im Großen und Ganzen Ihre Sichtweise betreffend Gut und Böse, was wiederum ohne kohärente Weltanschauung nicht funktioniert.
    Bloß weil immer mehr Leute an Sozialismus laborieren und daher wortreich jedwede Ideologie verabscheuen wie Hydrophobe einen Schluck Wasser, kann man als Gebildeter mit Hausverstand dennoch das Kind im Bade belassen. Dann klappt’s nicht nur mit den Nachbarn.

  29. waldsee

    hudna
    ist ein vorübergehender friede.
    islam hat mit liberal nichts am hut.
    nicht täuschen lassen.

  30. Fragolin

    Ein Muslim, der sich nicht an die muslimischen Regeln hält, ist keiner. Ein „liberaler“ Islam müsste sich einen neuen Namen geben. Ein Protestant ist auch kein Katholik und ein Agnostiker ist beides nicht. Ich glaube an Gott, aber ich glaube nicht daran, dass die katholische Kirche viel mit ihm zu tun hat oder der Papst gar sein Stellvertreter auf Erden sei. Gott benötigt kein Bodenpersonal. Und er benötigt keine Rituale, Anbetungen, Waschungen und Enthauptungen. Er hat dem Menschen ein Hirn geschenkt, das zu verwenden erschreckend viele aber ausgerechnet für Blasphemie halten.
    Wer an Allah, also an Gott, glaubt, und daran, dass Mohammed sein letzter Prophet war und seine kriegerische Hetzschrift die göttliche Offenbarung darstellt, kann nicht liberal sein.
    Und wer glaubt, Gott würde seine Meinung so oft ändern, dass er sogar in der Hetzschrift eines Nomaden öfter mal umschwenkt und deshalb die Regel eingeführt werden muss, dass neue Suren alte Suren aufheben, also Gott sich ständig selbst korrigiert, der beleidigt das Ansehen Gottes.

  31. Fragolin

    Verbotsgesetz? Gegen was denn?
    Glauben und Denken kann man nicht verbieten.
    Was man verbieten kann, ist für die religiösen Rituale und Machtkämpfe geltende Grundgesetze zu übertreten.
    Hoppla, das ist ja schon verboten.
    Also bitte, nur geltendes Recht exekutieren und fertig.

  32. Fragolin

    Ach ja, ein Schmankerl noch aus unseren Wahrheitsmedien: Kurdische „Aktivisten“ haben ein türkisches Büro in Wien gestürmt, mit Waffengewalt (Messer) einen Praktikanten in die Flucht geschlagen und das Büro verschandelt; dann sind sie getürmt.
    http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Aktivisten-stuermten-tuerkisches-Tourismusbuero/241682002
    So weit, so schlecht. Ich kann die Kurden sogar ein paar Millimeter weit verstehen, also was sie antreibt, aber nicht, was sie getan haben.
    Interessant nur, dass es sich bei etwa 15 jungen, bewaffneten und gewaltbereiten (warum wohl sonst bewaffnet?) muslimischen Männern um „Aktivisten“ handelt, während eine Handvoll Identitärer, die unbewaffnet eine Propaganda-Aufführung stören, „rechte Terroristen“ sind gegen die der Staatsschutz aktiv wird und alle „die volle Härte des Gesetzes“ fordern.
    Ein junger Ösi mit Styroporbällchen ist also ein Terrorist, ein junger Kurde mit scharfem Messer ein Aktivist.
    Danke für diese Darstellung Eures Weltbildes, liebe Wahrheitsmedien!

  33. Austrian

    @Gerhard
    Danke für Ihre ausführlichen, erklärenden Worte, deren Inhalt ich auch weitestgehendst teile.
    Sie schreiben über Ihren Gott: „Aber Christen können sein Handeln täglich erleben und ihn auch in der Natur erkennen.“ Natürlich können auch Nicht-Christen eine schöpferische Kraft erkennen, weil ja evident ist, dass sich dauernd etwas bewegt, ja sogar entwickelt. Das „Problem“ mit dieser, nennen wir es „göttlichen Kraft“, liegt darin, dass ich mich mit dem offensichtlichen System des „Fressens – und Gefressen-Werdens“ nicht anfreunden kann. Wenn Sie je gesehen haben, wie die „Natur“ funktioniert, (wie ein Krokodil ein Zebra zerfleischt), dann hätte ich diese Natur, wenn ich ein Gott wäre, SO nicht erfunden. Das ist alles. Und wenn mein Kater eine Maus fängt, und ich diese noch lebend erwische, dann trage ich sie wieder in den Garten und versuche ihr Leben zu retten, weil es mir das Herz rausreißt, wenn ich sehe, wie die Maus leidet und mein elender Stubentiger damit noch die größte Freude hat, sodass ich mich frage : Ist Gott ein Sadist ?
    Übrigens Ihre Einschätzung des Islam teile ich voll und ganz und hoffe, dass unsere Gesellschaft die Kraft haben wird, etwas dagegen zu unternehmen.
    Ich wundere mich allerdings, dass viele prominente Christen-Vertreter den Islam hofieren und hoffähig machen wollen. Haben Sie eine Erklärung dafür ?

    @gms
    Natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen, ich sei wahrscheinlich mit der „Ideologie des Humanismus infiziert“, allerdins führe ich das weniger auf eine Ideologie zurück, sondern mehr auf mein Erbe als „TrockenNasenAffe“, von dem (zumindest ich) offenbar abstamme, und der sich schon um seine Nachkommen humanistisch gekümmert hat, sonst wären wir ja ausgestorben.
    Aber wie sagte schon Schnitzler: „Es ist ein weites Land . . .“.

  34. Weninger

    @Austrian
    Sie armes, argloses Gemüt, Sie wollen sich hier unter diesem Häuflein von (großteils) zynischen Misanthropen, Ewiggestrigen und religiösen Sektierern artikulieren? Außer Häme werden Sie hier nicht viel ernten, für die ist jeder, der nicht dem Evangelium des sacro egoismo und des alles heiligenden Konservatismus anhängt, doch nur ein linker Abweichler, ein Linksgrüner, ein Kommunist, schlimmstenfalls ein Bolschewist. Jaja der böse Staat, die böse EUdSSR und der böse Islam, alle nur erdacht, um diese aufrechten Menschen zu knechten, auf dass es ihnen von Jahr zu Jahr schlechter geht, wie die letzten tränenreichen Jahrzehnte bezeugen. Es trifft halt immer nur die Guten, Leistungswilligen und Aufrichtigen, traurig genug. Leider wissen diesen bedauernswerten Kreaturen selber nicht was sie wollen und können sich immer drauf rausreden, dass sie ja von der bösen unwissenden und dummen Masse in der Demokratie weiterhin unterdrückt und ausgebeutet werden. Sozusagen Communism reversed. Good Luck, Austrian! und möge(n) das Spagettimonster und alle anderen Götter mit Ihnen sein.

  35. Austrian

    @Weninger
    Danke Herr Weninger für den Hinweis,- Sie haben recht, ich werde mich wieder verabschieden,- es macht keinen Sinn. Das mit dem armen, arglosen Gemüt tut zwar weh, ist aber wohl richtig,- man hofft ja irgendwie, man könnte etwas Positives bewirken, aber man scheitert, und das ist offensichtlich.
    Zu meinem persönlichen Abschied hier noch ein Gedanke, der mir heute Nacht eingefallen ist :
    Was ist das Gegenteil von SOZIALISMUS ?
    Die Antwort ist : LOTTO !
    Beim Sozialismus wird dem Reichen alles weggenommen und unter den Armen verteilt. Und beim Lotto zahlen Millione etwas ein, um einen EINZIGEN reich zu machen ! Ein seltsames Paradoxon dabei ist, dass viele Sozialisten Lotto spielen, obwohl es eigentlich ihrer Ideologie diametral widerspricht.
    Adieu,- Austrian

  36. Weninger

    @Austrian
    Ein Wort noch, … was ich nicht verstehe? Sie sind Agnostiker und erkennen den Darwinismus als folgerichtige Erkenntnis an, und dann haben Sie ein Problem damit, dass Ihr Kater Mäuse fängt? Das ist die Natur, und ohne Fressen und Gefressenwerden gibt es keine Evolution, keine höheren Lebensformen, keine menschliche Kultur, gar nichts. Das hat eben niemand „erfunden“, schon gar kein Gott, sondern das sind die Gesetze der Natur und des Lebens. Dass diese der Mensch zunehmend in Frage stellt, ist Zeichen der urbanen Dekadenz. Die Anerkennung der Natur und ihrer Gesetze schließt doch auch soziales Verhalten, wie Sie für andere Tierarten (eben kein „Humanismus“) richtig feststellen, die Systemimmanenz und Notwendigkeit sozialen Verhaltens nicht aus. Bestes Beispiel, die Silberrücken in diesem Forum, die sich mit den Fäusten furchterregend gegen die Brust trommeln und sich gleichzeitig über die testosterongesteuerten Orientalen ereifern.

  37. Fragolin

    @Weninger
    „Außer Häme werden Sie hier nicht viel ernten…“ ist eine gewagt Aussage, wenn sie im einzig hämischen Kommentar des threads steht. Nichts für Ungut.

    @Austrian
    Viele Menschen haben das Problem, dass sie sich selbst über Gott stülpen. Sie sagen ja selbst, Sie hätten die Natur anders gestaltet. Mag sein, aber eine Macht, die so groß ist ein ganzes Universum zu erschaffen, können wir weder verstehen noch korrigieren. Deshalb schlagen auch alle Versuche fehl, Gott zu erklären oder noch schlimmer, ihm zu Gefallen zu sein. Ich vermute nämlich, darauf legt er keinen gesteigerten Wert. Ein Gärtner bekommt auch nicht mit, ob die Regenwürmer ihn fünfmal täglich anbeten oder sich gegenseitig erdrosseln, um ihm zu gefallen.
    Aus dieser pragmatischen Sichtweise heraus sehe ich die Welt so, dass jede Unterlassung der Benutzung der Gaben Gottes (wie Hirn) oder die mutwillige Beschädigung Seiner Schöpfung nur mal so aus Jux die eigentlichen Sünden darstellen, und nicht das Lesen des „faschen“ Buches, das Essen des „falschen“ Tieres oder das Reden mit den „falschen“ Mitmenschen.
    Gute Reise noch.

  38. Weninger

    @Fragolin
    Wenn dem angenommenen Schöpfer-Gott unser Verhalten bzw. unsere Existenz eh Blunzen ist, dann erübrigt sich jede religiöse Lehre von selbst. Und auch jedes Gequaggel darüber.

  39. Fragolin

    @Weninger
    Ich sehe, wir verstehen uns. Nur wie bekommt man das in hirngewaschene Mohammedaner hinein? (Und nur die sind momentan das Problem. Alle anderen relativierenden Diskussionen führen in die Irre.)

  40. Gerhard

    ad Austrian:
    Ich möchte vor der Beeendigung dieser interessanten Diskussion noch zwei Hinweise anbringen.

    1. Sie schreiben:
    „Ich wundere mich allerdings, dass viele prominente Christen-Vertreter den Islam hofieren und hoffähig machen wollen. Haben Sie eine Erklärung dafür ?“
    Da wundere ich mich auch, denn eigentlich wäre es einerseits die Pflicht der Christen (besonders auch vom Papst, der Bischöfe und den Caritas-/Diaonie-Mitarbeitern), den Mohammedanern die „Gute Botschaft von Jesus“ im Rahmen des gültigen Missionsauftrages zu sagen und nicht Gebetsräume mit der Markierung in Richtung Mekka zu errichten. Der Nächste – welchem geholfen werden soll – ist laut christlicher Bibel nicht der Mohammedaner aus Afghanistan – sondern unser hier wohnenden Mitbürger, wenn schon Flüchtlinge, dann eher die verfolgten Christen in Syrien und anderswo. Natürlich wird man niemand eine Erstunterstützung verweigern, aber alle Hilfe muss langfristig bedacht werden.
    2. Wenn Sie das Tierreich ansprechen, so das Fressen und gefressen werden ein Teil davon, sonst würden einige Arten gar nicht überleben. Die Natur hat – solange der Mensch nicht eingegriffen hatte – immer für ausreichend Fortpflanzung gesorgt, sodass die Arterhaltung funktionierte. Menschliche Gefühle auf Tierarten zu übertragen, ist zwar schön, aber nicht im Sinn des Schöpfers.
    Wenn Sie so ein tierliebender Mensch sind, dann dürften Sie aber auch kein Fleisch und andere tierische Produkte verzehren – also ein Vegetarier oder Veganer sein. Denn die heutige industrielle Fleisch- und Eierproduktion ist voll von Grausamkeiten (nicht brauchbare Kücken werden millionenfach gleich nach der Geburt vergast, den anderen werden die Schnäbel abgekürzt, nach kurzer Produktionszeit für die Fleisch- und Eierproduktion aber auch gekillt. In der Schweine-, Puten- und Rinderzucht sowie Milchproduktion läuft es ähnlich, nicht erwachsene Fische werden massenhaft gefangen, zu Tierfutter verarbeitet und in Aquazuchten verfüttert usw.). Als Konsequenz bin ich ein sog. Flexitarier, esse also kaum industriell hergestellten Fleischprodukte, dafür etwas aus den Bauernläden, wo noch – so hoffe ich zumindest – natürliche Bedingungen herrschen.
    Wenn Sie so rücksichtsvoll zu den Mäusen sind, wie ist Ihre Einstellung zu dem millionenfachen Kindesmord durch legalisierte Abtreibung?

  41. gms

    Austrian,

    „Natürlich haben Sie recht, wenn Sie sagen, ich sei wahrscheinlich mit der „Ideologie des Humanismus infiziert“, allerdins führe ich das weniger auf eine Ideologie zurück, sondern mehr auf mein Erbe als „TrockenNasenAffe“ [..], und der sich schon um seine Nachkommen humanistisch gekümmert hat, sonst wären wir ja ausgestorben.“

    Wie Sie richtig schreiben, hat er sich um seine *Nachkommen* gekümmert. Infantizid und Kanibalismus sind damit trefflich vereinbar und dennoch nicht humanistisch inspiriert.

    > Aber wie sagte schon Schnitzler: „Es ist ein weites Land . . .“.

    Umso ungeschickter ist das argumentative Verharren auf einem eng abgezirkelten Terrain.

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