Liberalismus, wozu eigentlich?

(von FRANZ SCHELLHORN)  Vermutlich ist es nicht ganz fair, Heide Schmidt für die finale politische Vernichtung der liberalen Idee in Österreich verantwortlich zu machen. Immerhin war sie es, die sich mit einigen gleich gesinnten Freunden vor genau 20 Jahren von der FPÖ verabschiedete, um das Liberale Forum (LIF) aus der Taufe zu heben. Die erste politische Bewegung im Nachkriegs-Österreich, die sich ungeniert mit dem Etikett „liberal“ schmückte. Eine Gruppierung, die auf Anhieb für frischen Wind sorgte und insbesondere besser Gebildeten, Freiberuflern sowie allen unternehmerisch Denkenden eine Heimat fernab des staatsverliebten Mainstreams in Aussicht stellte.

Sechs Jahre später war diese liberale Episode beendet. Weshalb Meinungsforscher heute jeder neuen Partei, die für weniger Staat, mehr Bewegungsfreiheit und Eigenverantwortung der Bürger eintritt, von einem wärmstens abraten: sich auch nur im Entferntesten „liberal“ zu nennen. Das käme einem politischen Selbstmord gleich, der Begriff „liberal“ sei in Österreich nämlich tot.

Was auch stimmen dürfte. Aber warum eigentlich? Weil das Liberale Forum die Sache in den Sand gesetzt hat? Wohl kaum. Schließlich hat das Land eine beachtliche liberale Tradition. Die „Österreichische Schule“ ist weltberühmt – nur eben in Österreich nicht. Hierzulande wird damit eher eine staatliche Gesamtschule ohne Notendruck assoziiert als die Erkenntnisse eines Carl Menger, Eugen von Böhm-Bawerk, Ludwig von Mises, Friedrich August von Hayek oder Fritz Machlup.

 

Vergessene Österreicher
Die Arbeiten der „Österreicher“ stehen an allen führenden Hochschulen der Welt hoch im Kurs, weil sie Antworten auf die Frage geben, wie es zur globalen Finanz- und Schuldenkrise kommen konnte. Das gilt vor allem für Mises’ Erkenntnisse: Die Intervention der staatlichen Geldpolitik drückte die Zinsen künstlich nach unten, um die Märkte mit Unmengen an günstiger Liquidität zu überschwemmen. Mit dem Vorteil, dass sich hoch verschuldete Staaten ebenso günstig Geld leihen konnten wie die konsumberauschten privaten Haushalte.

Eine derart expansive Geldpolitik verleitet allerdings zu Investitionen und Ausgaben, die in einem „normalen“ Zinsumfeld niemals getätigt worden wären. Die Folge sind Spekulationsblasen, die bei steigenden Zinsen platzen, weil die Investitionen unrentabel werden. Das führt zu enormen Wertverlusten, die weniger den Interventionen der Geldpolitik angelastet werden als vielmehr den „verrückt spielenden“ Märkten.

Mit dieser Art von Liberalismus wussten selbst gestandene österreichische Liberale nie wirklich viel anzufangen. Wer sich hierzulande als „wirtschaftsliberal“ zu erkennen gibt, könnte genauso gut als willfähriger Knecht des gnadenlosen Spekulationskapitals durch die Lande ziehen. Heide Schmidt musste sich Derartiges nie vorwerfen lassen, sie offerierte ihrem Publikum den „netten“ Liberalismus. Das, was heute gern unter den Begriffen „linksliberal“ oder „sozialliberal“ läuft. Vielleicht wurde hier ja hin und wieder Liberalismus mit Toleranz verwechselt.
Bemerkenswert ist aber, dass der Liberalismus seit dem Untergang des Liberalen Forums in unregelmäßigen Abständen für tot erklärt wird. Welchen Sinn es haben soll, einen mehrfach für tot Erklärten immer wieder aufs Neue für tot zu erklären, lässt sich nur mit der offensichtlich nicht totzuschlagenden Hoffnung begründen, dass der Leblose vielleicht doch noch einmal die Äuglein öffnet. Weil es in diesem vom Staatswesen dominierten Land eben doch noch eine kleine Gruppe von Menschen zu geben scheint, die sich nicht damit abfinden will, dass im Staatssold stehende Individuen bessere Entscheidungen treffen als jene Millionen von Bürgern, die immerhin klug genug zu sein scheinen, das Geld zur Bezahlung der staatlichen Entscheidungsträger aufzutreiben. Und weil es in diesem vom Staatswesen dominierten Land noch Menschen zu geben scheint, die es ein wenig eigenartig finden, sich vom Gesetzgeber eine für sie passende Interessenvertretung vorschreiben zu lassen. Menschen, die es für niederträchtig halten, dieses Zwangskammerwesen dann auch noch per Verfassung vor dem Wettbewerb zu schützen.

Dass sich Derartiges ohne Getöse abspielen kann, liegt nicht zuletzt an der Professionalität des heimischen Sozialismus. Der seit Jahrzehnten kontinuierlich expandierende Umverteilungs- und Versorgungsstaat scheint mittlerweile eine breite Mehrheit der Bevölkerung überzeugt zu haben, dass es tatsächlich besser sei, wenn die für sie wichtigen Entscheidungen von anderen getroffen werden.

 

Mageres Angebot
Hinzu kommt die Schwäche der Liberalen selbst. Sie haben den besorgten Menschen von heute nicht mehr viel anzubieten. Während die politischen Gegner mit unbegrenzten Geldmengen aus den staatlichen Notenpressen der „sozialen Gerechtigkeit“ zum Durchbruch verhelfen, haben die Vertreter der Freiheit oftmals nur Blut, Schweiß und Sparpakete anzubieten. Statt den Menschen zu erklären, dass es einzig und allein der von ihnen gewählte Steuerstaat ist, der sie daran hindert, sich mit eigener Hände Arbeit ein bescheidenes Vermögen zu schaffen. (“Presse”)

 

137 comments

  1. Mercutio

    @wollecarlos
    Sie wollen nur religoös gefärbte Schwarz-Weiß-Kategorien schaffen, ist für mich als Relativisten leider völlig uninteressant. Sie haben ja eh den Lodur.

  2. Mercutio

    @S.M.
    Auch im Kapitalimus ist der Overhead längst zu groß, er ist eben nicht effizient, sobald er von Großkonzernen kontrolliert wird, die in Monopol- und Kartellpositionen nicht gezwungen sind, sich an einen Markt zu stellen, sondern selbst die Bedingungen diktieren. Insofern hat Schumpeter recht, der Sozialismus und Syndikalismus strukturell ganz nah am Konzern- und Trustkapitalismus sieht.

  3. wollecarlos

    @Lodur
    Ach Lodur, Sie kleines Dummerchen!
    Da wollte ich Ihnen die Chance geben, klammheimlich und unauffällig mal auf die Gewinner-Seite zu wechseln.
    Aber Sie bleiben eben wohl lieber ein Looser!

    Zur Strafe schreiben Sie einen Aufsatz zum Thema

    “Kanin eine sozialistische Gesellschaft demokratisch sein?”

    Und!
    CopY und PastA sind ausdrücklich und ausnahmsweise mal erlaubt!

  4. S.M.

    @Mercutio

    Es gibt ein Kartellrecht. Was Monopole betrifft, so vergessen Sie die Dynamik der Marktwirtschaft. Der Konsument lässt sich niemals nur von einem Unternehmen versorgen. Tut er es doch, so ist er offensichtlich zufrieden damit, oder zumindest bereit, den Preis zu zahlen. Aber irgendwann lösen sich Monopole immer auf. Denken Sie an Microsoft. Hätten Sie je für möglich gehalten, dass der Internet Explorer kein Monopol mehr hat oder das Windows Betriebssystem. Schon heute gibt es Android, Linux, Apples OS.

    Übrigens kleine Frage, was meinen Sie mit Overhead?

  5. Lodur

    @S.M.
    “Es muss Ideen haben. Diese Ideen müssen beworben werden. Es müssen Verträge aufgesetzt werden. Es müssen Güter eingekauft werden, es müssen die Produktionsmittel verwaltet werden. Es muss eine Rechnungslegung geben. Investitionen müssen geplant und durchgeführt werden. Es müssen die Arbeiten durchgeführt werden. Darunter fallen meist komplizierte Produktionsvorgänge, aber auch viele einfache Arbeiten wie Reinigung der Toiletten der Angestellten.

    Und jetzt kommen Sie daher und meinen wirklich, dass sich für so ein Unternehmen im Sozialismus Menschen finden werden, die gewillt sind, jahrelang zu studieren, jahrelang Geld anzusparen (denn dass ein Unternehmen Kapital braucht, können selbst Sie nicht leugnen) nur damit sie danach genausoviel verdienen, wie die Putze? Mit Verlaub, Sie haben einen Dachschaden.”

    1.) Ein Unternehmen hat keine Ideen, sondern die dafür arbeitenden Menschen. Oder ist etwa ein Unternehmen ein selbständig denkendes Lebewesen? Offensichtlich sind Sie vom Fetischismus der technokratisch-kapitalistischen Ideenlehre schon so vereinnahmt, dass Sie selbst einfachste Subjekt-Objektbeziehungen sprachlich-semantisch nicht mehr erfassen können.

    2.) All diese Dinge kann die Gemeinschaft auch organisieren und verwalten, sogar besser als individuelle Privateigentümer. Kosten, Nutzen, Risiko, Gewinn und Verlust teilt sich die Gesellschaft. Ebenso bestimmen Arbeiter und Konsumenten über die Verteilung des Mehrwerts und der Güter, z. B. wie viel, wie lange und in was investiert wird, das betrifft auch dessen Ausschüttung in Form eines Einkommens. Und wer sagt, dass die Putze mehr, weniger oder gleich viel verdienen sollte als jemand mit einem Universitätsabschluss? Darüber entscheiden im demokratischen Sozialismus Arbeiter und Konsumenten und kein “Markt” oder ein sonstiges fetischistisches aus der Irrationalität geborenes Phantasma. Idealerweise würde das Einkommen dem Wert der Arbeitskraft entsprechen, der auf dem Quantum der zu ihrer Erhaltung bzw. (Re-) Produktion nötigen Arbeitskraft basiert. Das bedeutet, dass ein Bauarbeiter, der schwer schuften muss, ein höheres Einkommen hätte, als ein Vorarbeiter, der die Arbeitsabläufe plant und koordiniert, da der Bauarbeiter mehr Lebensmittel zu seiner Regeneration benötigt als letzterer. Aber schließlich und endlich bleibt es der Gemeinschaft überlassen, zu bestimmen, welche Art von Arbeit ihr wie viel wert ist.

  6. wollecarlos

    Mercutio :
    @S.M.
    Auch im Kapitalimus ist der Overhead längst zu groß, er ist eben nicht effizient, sobald er von Großkonzernen kontrolliert wird, die in Monopol- und Kartellpositionen nicht gezwungen sind, sich an einen Markt zu stellen, sondern selbst die Bedingungen diktieren.

    Gut rausposaunt!

    Ich weiß zwar nicht, wie es in Österreich ist, aber in Deutschland gibt es ein Bundeskartellamt und Landeskartellbehörden.
    Auch in den USA und Großbrittanien arbeiten solche Behörden.

    Und die alle arbeiten ziemlich effektiv, was man an den verhängten Geldstrafen ablesen kann. Googeln Sie mal unter “kartellamtstrafen”.

  7. Lodur

    @S.M.
    “Es gibt ein Kartellrecht.”

    Sehen Sie. Der Konkurrenzkapitalismus wird vom hier immer so gehassten Staat künstlich durch Ämter und Gesetze am Leben erhalten, sonst würde er im Monopol- bzw. Oligopolkapitalismus enden.

    “Hätten Sie je für möglich gehalten, dass der Internet Explorer kein Monopol mehr hat oder das Windows Betriebssystem. Schon heute gibt es Android, Linux, Apples OS.”

    Sie vermischen hier verschiedene Sphären. Was PC-Betriebssysteme betrifft, so hat MS noch immer eine Monopolstellung. Apple und Co. sind hier ein Minderheitenprogramm. Bei Mobiltelefonbetriebssystemen herrscht ein Oligopol aus Apple, MS und Open Handset Alliance, einem Konsortium von 84 Firmen.

  8. Lodur

    @wollecarlos
    “Auch WIKIPEDIA ist so nett, Ihren Wissensstand auf ein allgemein erträgliches Niveau anzuheben….”

    Ihnen gegenüber ist es leider nicht so nett.

  9. Lodur

    @S.M.
    “Und Sie haben selbstverständlich Recht, das ist so. Niemand braucht Ultra- HD Fernseher, schnelle und sparsame Autos, Flugzeuge, Spielekonsolen, Parfüms, schicke Mode, internetfähige Smartphones, Hightech- Kriegsgerät, Romane. Ja es braucht sogar niemand Strom.”

    Mit Verlaub, Sie sind ein autoritärer Totalitarist, der bestimmen will, was andere brauchen oder nicht brauchen. In einer demokratisch-sozialistischen Gesellschaft entscheidet die Gemeinschaft darüber und nicht so ein schwadronierender Besserwisser wie Sie.

  10. wollecarlos

    Lodur :
    @S.M.

    Sehen Sie. Der Konkurrenzkapitalismus wird vom hier immer so gehassten Staat künstlich durch Ämter und Gesetze am Leben erhalten, sonst würde er im Monopol- bzw. Oligopolkapitalismus enden.

    Oh, dieses Hin- und Hergezappel des “Herrn” Lodur!
    Behauptungen immer, wie es gerade passt, ob richtig oder falsch, ob logisch oder unlogisch, die Balken biegen sich!

    Immer ist es der böse Kapitalismus, der sich jeder Regulierung entzieht.

    Nun aber auf einmal -weil es gerade passt- gibt es “Konkurrenzkapitalismus”, ein Wort, das man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

    Aber wenn schon, damit steht also auch für Lodur fest, daß die Regeln der Marktwirtschaft gelten: Wettbewerb.

    Das ist tröstlich!

    Aber es gibt ja noch viele andere Gebiete, die vom ” immer so gehassten Staat künstlich durch Ämter und Gesetze am Leben erhalten” werden:

    Zentralbanken und Gefängnisse, Krankenhäuser und Kindertagesstätten, Finanzämter und Kraftfahrzeugzulassungsstellen, Patenämter und Polizeireviere….

    Dauert es noch lange, bis Sie in der Realität angekommen sind? Oder erleben Sie das nicht mehr?

  11. wollecarlos

    Lodur :
    Ja, ja, schlummert nicht in jedem Liberalen ein kleiner (oder großer) Stalin?

    Einfache Frage.
    Einfache Antwort:
    NEIN!
    Diesen Vorzug genißen die Murxisten ganz alleine (also ohne Konkurrenz!).

  12. S.M.

    Wissen Sie, werter Lodur, Ihre Argumentation beruht nunmehr auf Ausflüchten und Phrasendrescherei. Sie sind auf keinen einzigen Punkt, den ich angesprochen habe, eingegangen.

    Sie schwadronieren davon, dass “die Gesellschaft” die Verteilung der Güter bestimmt:

    All diese Dinge kann die Gemeinschaft auch organisieren und verwalten, sogar besser als individuelle Privateigentümer. Kosten, Nutzen, Risiko, Gewinn und Verlust teilt sich die Gesellschaft. Ebenso bestimmen Arbeiter und Konsumenten über die Verteilung des Mehrwerts und der Güter, z. B. wie viel, wie lange und in was investiert wird, das betrifft auch dessen Ausschüttung in Form eines Einkommens. Und wer sagt, dass die Putze mehr, weniger oder gleich viel verdienen sollte als jemand mit einem Universitätsabschluss? Darüber entscheiden im demokratischen Sozialismus Arbeiter

    Wer ist “die Gesellschaft”? Wer sind “die Arbeiter”? Letztlich müssen das immer Einzelpersonen tun oder wollen Sie ernsthaft behaupten, dass ein paar staatliche Akteure hunderte tägliche Entscheidungen von Tausenden Unternehmen treffen können? Oder dass gar über jede Betriebsentscheidung einer Volksabstimmung unterzogen werden soll? Sie sind ja schon fast wieder niedlich.

    Wenn also Einzelpersonen entscheiden, wer wieviel zahlt und wer wieviel bekommt, wer soll das dann sein? Eben und schon sind wir beim realen Sozialismus des 20. Jahrhunderts angekommen, der sich in den westlichen Industrien in Luft ausgelöst hat. Das Blöde, Lodur, ist nämlich, dass die Gesetze der Marktwirtschaft überall auf der Welt gelten und der Tag, wo es eine Weltregierung gibt, wird niemals kommen.

  13. Lodur

    @S.M.
    “Wer ist “die Gesellschaft”? Wer sind “die Arbeiter”? Letztlich müssen das immer Einzelpersonen tun oder wollen Sie ernsthaft behaupten, dass ein paar staatliche Akteure hunderte tägliche Entscheidungen von Tausenden Unternehmen treffen können? Oder dass gar über jede Betriebsentscheidung einer Volksabstimmung unterzogen werden soll? Sie sind ja schon fast wieder niedlich.”

    Die Gesellschaft ist die Gemeinschaft von Arbeitern (= Produzierende, Dienstleistende) und Konsumenten (= die Produkte und Dienstleistungen in Anspruch nehmen). Arbeiter und Konsumenten könnten die Unternehmen durch von ihnen gewählte, rechenschaftspflichtige und jederzeit abwählbare Räte führen lassen. Grundsatzentscheidungen könnten in einer allgemeinen Betriebsversammlung beschlossen werden. Die Unternehmen könnten anhand eines bestimmten Schlüssels Räte bzw. Delegierte in die Bezirks-, Gemeinde-, Länderversammlungen etc. entsenden, in denen auch die Konsumenten vertreten sind.

    “Wenn also Einzelpersonen entscheiden, wer wieviel zahlt und wer wieviel bekommt, wer soll das dann sein? Eben und schon sind wir beim realen Sozialismus des 20. Jahrhunderts angekommen, der sich in den westlichen Industrien in Luft ausgelöst hat. Das Blöde, Lodur, ist nämlich, dass die Gesetze der Marktwirtschaft überall auf der Welt gelten und der Tag, wo es eine Weltregierung gibt, wird niemals kommen.”

    Ich wiederhole mich. Über die Verwendung des produzierten Mehrwerts entscheiden Arbeiter und Konsumenten in den dafür gewählten Gremien. Für Sie natürlich “mit den Gesetzen der Marktwirtschaft nicht vereinbar”:

    1. Gesetze machen Menschen, ebenso auch die kapitalistische Marktwirtschaft. Diese ist kein handelndes Lebewesen, sondern eine von Menschen gemachte abstrakte Güterverteilungs- und Produktionsform, die jederzeit abgeschafft werden kann. Natürlich nicht in ihrem Bewusstsein, da Sie ja schon total vom Objektfetischismus der kapitalistischen Propaganda benebelt sind.

    2. Sie stehen offensichtlich auf autoritäre und totalitäre Strukturen. Deshalb erscheint Ihnen eine demokratisch organisierte Wirtschaft als undenkbar. Eben ein kleiner (oder großer) Stalin.

  14. Lodur

    @wollecarlos
    “Aber wenn schon, damit steht also auch für Lodur fest, daß die Regeln der Marktwirtschaft gelten: Wettbewerb.”

    Und am Ende steht das Monopol bzw. Oligopol.

    “Zentralbanken und Gefängnisse, Krankenhäuser und Kindertagesstätten, Finanzämter und Kraftfahrzeugzulassungsstellen, Patenämter und Polizeireviere….”

    Unrentable Institutionen (da diese keine verkaufbaren Waren produzieren, sondern Dienstleistungen anbieten, die mit den Erträgen der Mehrwertschöpfung bezahlt werden), die von der öffentlichen Hand geführt werden, damit die Gesellschaft nicht zusammenbricht. Das würde nämlich bei einer Privatisierung dieser Einrichtungen stattfinden.

    Ich weiß nicht, auf was Sie eigentlich hinauswollen. Was wollen Sie mir mit der Existenz von öffentlichen Dienstleistungs- und Sicherheitseinrichtungen beweisen?

    “Nun aber auf einmal -weil es gerade passt- gibt es “Konkurrenzkapitalismus”, ein Wort, das man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.”

    Konkurrenzkapitalismus heißt, dass es in einem bestimmten Sektor bzw. einer Branche oder Markt mehrere miteinander konkurrierende profitorienterte Unternehmen gibt und nicht eines oder ein paar wenige, die den Markt/Branche/Sektor beherrschen. Alles klar?

  15. wollecarlos

    @Lodur #16

    “Über die Verwendung des produzierten Mehrwerts entscheiden Arbeiter und Konsumenten in den dafür gewählten Gremien.”

    Das klingt prima… !

    Wo, in welchem Land, wurde dieses tolle (!!!) System erfolgreich ausprobiert?
    Wenn man dorthin einreisen möchte, braucht man dazu ein Visum?

  16. wollecarlos

    @Lodur #17
    Lodur… immer erst zu ende Denken…

    “Aber wenn schon, damit steht also auch für Lodur fest, daß die Regeln der Marktwirtschaft gelten: Wettbewerb.”

    Darauf schreiben Sie
    “Und am Ende steht das Monopol bzw. Oligopol.”

    Tun Sie nur so dumm, oder sind Sie es auch?
    Wenn nach den Regeln der Marktwirtschaft gearbeitet wird, also unter Konkurrenz, kann es gar kein Monopol oder Oligopol geben. Auch davor schützen uns die Kartellwächter.

    “Zentralbanken und Gefängnisse, Krankenhäuser und Kindertagesstätten, Finanzämter und Kraftfahrzeugzulassungsstellen, Patentämter und Polizeireviere….”

    Ihre Einlassung dazu:

    “Unrentable Institutionen (da diese keine verkaufbaren Waren produzieren, sondern Dienstleistungen anbieten, die mit den Erträgen der Mehrwertschöpfung bezahlt werden), die von der öffentlichen Hand geführt werden, damit die Gesellschaft nicht zusammenbricht. Das würde nämlich bei einer Privatisierung dieser Einrichtungen stattfinden….”

    Tun Sie nur so dumm, odere sind Sie es auch?

    Schon mal gehört, daß es seit Jahrhunderten private Krankenhäuser gibt?
    Schon mal davon gehört, daß es seit Jahrzehnten private Kindertagesstätten gibt?…

    Und… wird es in Ihrem Arbeiter- und Bauernparadies keine Polizei, keine Finanzämter usw. geben, also Bereiche, die mit hoheitlichen Aufgabe beauftragt sind.

    Und… wie / von wem sollen diese Mitarbeiter bezahlt werden, da sie ja keinen “Mehrwert” produzieren?

    Wo montieren Sie diese Funktionen in Ihr obskures Weltbild?

  17. wollecarlos

    @Lodur
    Lodur, Sie sind ein egoistischer, un- besser a- sozialer Typ, bar jeder Solidarität mit der arbeitenden Klasse!

    Sonst würden Sie meine Frage aus #18

    “Wo, in welchem Land, wurde dieses tolle (!!!) System erfolgreich ausprobiert?
    Wenn man dorthin einreisen möchte, braucht man dazu ein Visum?”

    schon längst beantwortet haben!

    Ihre Nicht-Handlungsweise entspricht in keiner Weise Ihren hier verbreiteten menschenfreundlichen geistigen Ejakulationen!

  18. Lodur

    @wollecarlos
    “Wo, in welchem Land, wurde dieses tolle (!!!) System erfolgreich ausprobiert?
    Wenn man dorthin einreisen möchte, braucht man dazu ein Visum?”

    Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit mir daran zu arbeiten.

    “Schon mal gehört, daß es seit Jahrhunderten private Krankenhäuser gibt?
    Schon mal davon gehört, daß es seit Jahrzehnten private Kindertagesstätten gibt?…”

    Ja, und diese sperren Menschen unter einer bestimmten Zahlungskraft eben aus. Deshalb gibt es Gesetze und öffentliche Einrichtungen, die das verhindern. Ein öffentliche Einrichtung kann sich das eher weniger leisten, da sie ihrem Bürger und Steuerzahler in einem demokratischen Rechtsstaat rechenschaftspflichtig ist.

  19. Lodur

    “Und… wie / von wem sollen diese Mitarbeiter bezahlt werden, da sie ja keinen “Mehrwert” produzieren?”

    Von der Gemeinschaft, die über die Verteilung des Mehrwerts entscheidet, und auch darüber entscheidet, was sie braucht.

  20. wollecarlos

    Lodur :
    @wollecarlos
    “Wo, in welchem Land, wurde dieses tolle (!!!) System erfolgreich ausprobiert?
    Wenn man dorthin einreisen möchte, braucht man dazu ein Visum?”
    Sie sind herzlich dazu eingeladen, mit mir daran zu arbeiten.
    “Schon mal gehört, daß es seit Jahrhunderten private Krankenhäuser gibt?
    Schon mal davon gehört, daß es seit Jahrzehnten private Kindertagesstätten gibt?…”
    Ja, und diese sperren Menschen unter einer bestimmten Zahlungskraft eben aus. Deshalb gibt es Gesetze und öffentliche Einrichtungen, die das verhindern.

    Schon wieder irrationales Kauderwelsch, Sie tun einem wirkliich Leid!

    Einerseits behaupten Sie “diese sperren Menschen aus”, um im nächsten Satz zu sagen, daß es Gesetze gibt, die das verhindern.

    Und mit solchen Typen soll man zusammenarbeiten, um das Paradies zu schaffen?

    Da ist mir dann die christliche Kirche lieber!

  21. S.M.

    Sie geben sich hier wie der größte Intellektuelle und sind zu blöd, ein Geschichtsbuch oder auch nur Wikipedia aufzurufen? Das von Ihnen mir gerade beschriebene System wurde schon zahlreich praktiziert. Die Kollektivierung gab es in der Sowjetunion, in der DDR und in zahlreichen anderen kommunistischen Staaten. Dieses System sah und sieht in diesen Staaten genau so aus, wie Sie es beschreiben.

    Wollen Sie ernsthaft behaupten die Theorie sei besser als die Empirie? Gott Sie sind wirklich ein dämlicher Bast***.

    Over und Aus Faschistengenosse!

  22. Lodur

    @wollecarlos
    “Einerseits behaupten Sie “diese sperren Menschen aus”, um im nächsten Satz zu sagen, daß es Gesetze gibt, die das verhindern.”

    Diese Gesetze gibt es mehr (z. B. in Österreich) oder weniger (z. B. in den USA), damit eben diese von mir beschriebene Praxis verhindert wird. Ultraliberale wollen deshalb ja diese reformiert bzw. abgeschafft wissen, und so alles den “Marktkräften” preisgeben.

    Mit Ihnen ist jede Debatte sinnlos, da sie anstatt mit Fakten und Sachargumenten zu kontern, permanent den gleichen Nonsense wiedergeben, und obendrein nicht einmal sinnerfassend lesen können.

  23. Lodur

    @S.M.
    “Sie geben sich hier wie der größte Intellektuelle und sind zu blöd, ein Geschichtsbuch oder auch nur Wikipedia aufzurufen? Das von Ihnen mir gerade beschriebene System wurde schon zahlreich praktiziert. Die Kollektivierung gab es in der Sowjetunion, in der DDR und in zahlreichen anderen kommunistischen Staaten. Dieses System sah und sieht in diesen Staaten genau so aus, wie Sie es beschreiben.”

    Kollektivierung allein macht noch keinen Sozialismus, schafft jedoch die materielle Basis dafür. Sozialismus ist dann gegeben, wenn die Arbeiter und Konsumenten die Produktionsmittel kontrollieren. Deshalb bezeichnete Trotzki die stalinistische Sowjetunion als einen “degenerierten Arbeiter- und Bauernstaat”, der von einer allmächtigen Bürokratie kontrolliert wird. Tony Cliff, ein Trotzkist und Funktionär der Vierten Internationale, ging in den 50er Jahren sogar noch weiter, indem er die These formulierte, dass die UDSSR, Nordkorea und die VR China staatskapitalistische Konstrukte seien.

  24. Lodur

    Abgesehen davon haben sich diese Staaten als “sozialistisch” bezeichnet und nicht als “kommunistisch”.

  25. wollecarlos

    @Lodur #25
    Unser kleiner nationaler Sozialist schreibt (mal wieder völlig konfus):

    “damit eben diese von mir beschriebene Praxis verhindert wird. ”

    Mal zum Nachdenken…:

    Wenn es eine “Praxis” gäbe, die “verhindert” wird, ist es denn dann eine Praxis?

    Logik ist manchmal besonders schwer, vor allem für Menschen, die mythischen Gedanken anhängen.

    Die kennen dann auch nicht den Begriff “Liberal”, sondern schwafeln von neoliberal, oder jetzt sogar von “ultraliberal”.

    Das nennt man dann,… ja, wie ?

  26. Lodur

    @wollecarlos
    “Wenn es eine “Praxis” gäbe, die “verhindert” wird, ist es denn dann eine Praxis?”

    Süß, Sie versuchen sich in Vulgärdialektik. Und ja, diese Praxis gibt es tatsächlich in (fast) voll privatisierten Gesundheitssystemen wie den USA tatsächlich.

    “Unser kleiner nationaler Sozialist schreibt (mal wieder völlig konfus)”

    Ich bin genauso national wie Sie gebildet (kleiner Tipp: also überhaupt nicht).

    Und die Nazis waren so “sozialistisch”, dass sie ihren eigenen linken Flügel ausgerottet (Röhmputsch 1934) haben. Aber, das hatten wir hier schon einmal. Nicht alles, was antiliberal und antidemokratisch ist, ist auch sozialistisch.

  27. wollecarlos

    @Lodur
    Lodur, zählen Sie mal die Tassen in Ihrem Schrank, ob noch alle da sind!

    Es ist doch so einfach…

    Wenn man eine “Praxis” verhindert, dann gibt es die nicht mehr.

    Und dann/damit/darum bricht Ihre ganze “Argumentation” zusammen….

    Für Sie mag das vulgär sein, aber Logik ist nunmal manchmal “vulgär” , im Sinne von einfach und gewöhnlich.

    Daß dies für Sie schwer zu akzeptieren ist, kann ich mir vorstellen.

    Die Ermordung von Röhm und seinen braunen Gespielinnen männlichen Geschlechts hat nichts mit deren Homosexualität zu tun, sondern war Ergebnis eines Machtkampfes zwischen SS und SA.

    Es hat auch nichts mit der angeblich (!!!) “linken” Einstellung von Röhm zu tun, er war bis zu seinem Lebensende ein Faschist.

    Hitler & Cons. stellten das homosexuelle Element propagandistisch heraus.

    Aber wenn Sie bei Ihrer Meinung bleiben, dann bin ich bei Ihnen: Röhm war (auch) Faschist.

    Ein sozialistischer.

    Und bleibt damit in der Linie:
    Linksfaschismus = Rechtsfaschismus

    Die Ausprägungen bleiben die gleichen!

  28. Lodur

    @wollecarlos
    Ihr öde Vulgärdialektik kombiniert mit Unwissen und Präpotenz ist enorm anstrengend. Diese Praxis ist in Österreich stark eingeschränkt durch die Gesetzgebung, in den USA eben nicht. Und Liberale fordern ja eine Liberalisierung des Gesundheitssektors, also eine NICHTEINMISCHUNG des Staates und seiner Institutionen.

    Und was den Röhmputsch betrifft. Ja, Röhm und große Teile der damaligen SA-Führungsriege vertraten einen völkischen Sozialismus, der zwar den marxistischen Klassenkampf ablehnte, jedoch eine Kollektivierung der Großindustrie und der Finanzwirtschaft forderte. Dabei schwankten die Konzepte zwischen Verstaatlichung und Rätesystem. Unter anderem wurde Ende Juni/Anfang Juli auch Gregor Strasser ermordet, der einen völkischen Staatssozialismus vertrat. Die Partei hat sich 1934 tatsächlich von ihren sozialrevolutionären Elementen gereinigt, um sich mit dem deutschen Großkapital endgültig zu versöhnen und nach der Machtergreifung als staatstragend, also systemstabilisierend zu präsentieren. Dass Sie das nicht wissen, wundert mich nicht. Sie können ja nicht einmal sinnerfassend lesen.

  29. Lodur

    Und von Röhms tasächlicher oder vermeintlicher Homosexualität habe ich NIE etwas erwähnt. Was wiederum beweist, dass Sie NICHT das lesen, was von mir geschrieben wurde, sondern nur das, was Sie lesen WOLLEN. Sie phantasieren und delirieren.

  30. wollecarlos

    @Lodur
    Lodurs Meinung:

    “Sie können ja nicht einmal sinnerfassend lesen.”

    Doch, das kann ich schon, aber in dem, was ich lese muß eben SINN stecken.
    Und Ihr Geschreibsel hat eben keinen!

  31. wollecarlos

    @Lodur
    OT Linksfaschist Lodur:

    “…Was wiederum beweist, dass Sie NICHT das lesen, was von mir geschrieben wurde.”

    Sie beweisen wieder mal, daß man vor Faschisten aller Coleur, also auch Linksfaschisten, wie Ihnen, Angst haben muss!

    Jetzt ist man also verpflichtet, das zu lesen, was Sie absondern?

    Es lebe die Diktatur des Proletentums!

  32. Lodur

    @wollecarlos
    Sie sind nicht nur ungebildet und unhöflich, sondern auch noch extrem verwirrt. Sie versuchen, Thesen zu widerlegen (Röhmputsch wegen Homosexualität), die ich NIE aufgestellt habe.

    Jede weitere Diskussion mit Ihnen ist daher sinnlos. Und den Begriff “Faschismus” verwenden Sie genauso inflationär und willkürlich wie die Stalinisten, anarchistische Spinner und die ANTIFA.

    Jede weiter Debatte mit Ihnen ist daher ABSOLUT SINNLOS.

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