Lob einer vergessenen Tugend

„….Der Welthandel wird von Wechselkursen nicht so stark beeinflusst wie oft behauptet. Entscheidend ist, ob Ersparnisse gebildet werden – wie eben in der Schweiz und in Deutschland. Die Wirtschaft der USA dagegen zeichnet sich seit 1974 durch strukturelle Mängel bei der Ersparnisbildung aus, was zu den bekannten Handels- und Leistungsbilanzdefiziten führt. Die amerikanische Regierung trägt mit ihrem enormen Fiskaldefizit massgeblich dazu bei….“ (hier)

4 comments

  1. Carl Schurz

    Seltsam. Dabei soll das Handelsdefizit der USA unter Trump so schnell gesunken sein wie noch nie zuvor. Gegen Ersparnisbildung ist gar nichts ernsthaftes zu sagen. Ausgerechnet D zu erwähnen ist dagegen ein Witz. Denn im Vergleich zu USA, Japan und Italien ist das durchschnittliche Vermögen in D geringer.
    Und: wie gut das Prof. Hanke den Durchblick hat. Das Interview lässt mich mehr kopfschüttelnd und skeptisch als gut informiert zurück.

  2. Leitwolf

    „Der Erfolg der Schweiz nach dem Ersten Weltkrieg ist ein gutes Gegenbeispiel zu dem Unsinn, den Politiker von sich geben, sobald sie von kompetitiver Abwertung reden. Denn hätten sie recht, müsste sich die Schweizer Wirtschaft desaströs entwickelt haben, weil der Franken seit dem Jahr 1914 die stärkste Währung weltweit ist und real etwa 1% p. a. zulegt. Stattdessen ist das Land kompetitiv wie kaum ein anderes und erzielt enorme Leistungsbilanzüberschüsse.“

    Das ist so ziemlich das Dümmste was ich seit langem gelesen habe, sieht man mal von diversen linken Quellen ab. Den Unterschied zwischen innerer und äußerer Auf- bzw. Abwertung zu kennen ist ökonomisches Grundlagenwissen. Wenn jemand das nicht versteht, dann gehört er im ersten Studienjahr aussortiert. Und der war ökonomischer Berater von Reagan? Holla die Waldfee!

  3. FDominicus

    Geht wohl nur darum Dinge nicht beim Namen zu nennen sondern sich in blumigen Umschreibungen zu „vergehen“. Warum schreibt man nicht einfach das weltweite Problem sind Schulden? Genau das ist doch des Pudels Kern….

  4. Johannes

    Es würde mich interessieren wie die USA zu einem Budgetdefizit kommen, als Sozialstaat kann man die USA ja wohl kaum bezeichnen. Wie wir in Europa wissen werden die größten Ausgaben, besonders in sozialistisch regierten Ländern, für Sozialausgaben verwendet.
    Daher, woher kommt das US-Defizit?
    Ich vermute die Aufgabe der Weltpolizei verschlingt enorme Summen, nicht zuletzt das Ungleichgewicht der Ausgaben für die NATO ist ein gutes Beispiel wie man sich von den USA schützen läßt, gleichzeitig zeigt jede Statistik das die USA ein Selbstbedienungsladen punkto Export sind.
    Die USA haben die geringsten Zölle auf Einfuhren, laut letztem Bericht in der Raiffeisenzeitung liegt China unangefochten weit vorne wenn es um den Schutz des eigenen Binnenmarktes geht.
    Die höchsten Zölle haben demnach China, in großem Abstand gefolgt von der EU und weit abgeschlagen die USA.
    Es ist für mich vollkommen unverständlich wenn man nun von einem Handelskrieg spricht wenn Trump diese Ungerechtigkeit beseitigen will.
    Trump hat Maßnahmen gesetzt um die Produktion im Land zu halten, er hat viele amerikanische Firmen zurückgeholt die schon dabei waren in zB. Mexiko zu investieren um dann den amerikanischen Markt zu bedienen.
    Ich glaube Trump hat Weichen gestellt die mittelfristig viel Geld in das Budget der USA spülen werden.
    Zu glauben die USA wären einzig und allein eine Melkkuh wird in Zukunft nicht reichen, man wird sich an die neuen Spielregeln gewöhnen müssen.

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