#metoo-Kampagne: Hängt sie!

“….Die medialen Scheiterhaufen brennen derzeit lichterloh und weltweit. Das Lauffeuer zieht wie die Alarmlichter in Tolkiens „Herr der Ringe“ von Berggipfel zu Berggipfel, nur daß wir derzeit nicht Holzscheite niederbrennen, sondern männliche Karrieren in der Filmbranche…” (hier)

16 comments

  1. Thomas Holzer

    Nicht nur in der Filmbranche, nahezu überall.

    “Der öffentliche Pranger funktioniert ohne Pflichtverteidiger……….”

    Ja, aber der öffentliche Pranger funktioniert nur deswegen so gut, weil es, wieder einmal, wie üblich, nur allzu viele Mitläufer gibt. Diese Mitläufer sind wie immer und überall das große Übel, diese sind nämlich die Verstärker, die Multiplikatoren

  2. Der Realist

    Ich würde sagen, die medialen Scheiterhaufen brennen nicht lichterloh, sie glosen nur mehr. Die ganze Kampagne wurde mittlerweile ja schon ins rechte Licht gerückt und auch die Glaubwürdigkeit bestimmter “Damen” wird hinterfragt.

  3. Selbstdenker

    “Niemand hatte ihm [Matt Damon] offenbar die ungeschriebenen Gesetze der #Metoo-Kampagne erklärt: Nummer 1: ‘Wirf dich als Mann in den Staub. Zeig dich betroffen und zerknirscht, auch wenn du selbst nichts getan hast.’ Nummer 2: ‘Komm uns nicht in die Quere’, und ganz wichtig Nummer 3: ‘Wehe, du wagst zu widersprechen, dann hängen wir dich direkt daneben.'”

    Der Einsatz dieser Mob-Methoden hat Ähnlichkeiten mit der chinesischen Kulturrevolution.

    Ermöglicht wird dies – ähnlich wie bei der chinesischen Kulturrevolution – u.a. durch die bewusste Politisierung von Institutionen, die bestimmten, geschützten Gruppen Narrenfreiheit ermöglicht sowie dem bewussten Aufstacheln “begeisterungsfähiger” Menschen.

    Gejagte werden nicht über eine objektive Berichterstattung, die Unschuldsvermutung, das faire Verfahren oder die Angemessenheit der Strafe vor der Irrationalität der Masse geschützt. Während Institutionen gegenüber Initiatioren und Mitläufern weitgehend untätig sind, konzentrieren sie sich auf die Verfolgung von Kritikern.

    Um diesen Wahnsinn zu stoppen, muss man im Kern die zugrundeliegende Philosophie dekonstruieren und die politische Korrumpierung der Institutionen abstellen. Am Ende der Kette können sich die Menschen durch gegenseitigen Beistand, umfassender Beweissischerung und – in extremen Fällen – mit einer MAD-Doktrin (mutually assured destruction) absichern.

    Zumal linke Hate-Mobs nach einem Schneeball-Prinzip institutionell zugesicherter Irrationalität funktionieren, sollte klar sein, das man sich über eine de facto Mitgliedschaft bzw. “Haltungsbekundungen” bei so einer Bewegung nicht schützen kann; siehe Matt Damon. Linke Hate-Mobs neigen dazu sich selbst zu kannibalisieren.

  4. Herbert Manninger

    @ Realist
    Was hilft es dem Verbrannten, wenn sein Scheiterhaufen nur mehr glost, Sie ,,Realist”?

  5. Selbstdenker

    @Reini:
    Weil die schon seit Jahrzehnten rechtlich und medial von Spießern angegriffen werden. Die Evangelikaner haben ihnen zu jenem rechtlichen Immunsystem verholfen, das sie nun offenbar auch gegen die linken Spießer von der metoo-Kampagne schnützt.

    Beispiel: schriftliche Verträge mit detaillierten Leistungsbeschreibungen, ärztliche Untersuchungen, Zeugen am Set, Dokumentation vom Akt aus verschiedenen Blickwinkeln, etc.

    Es hat eine gewisse Ironie, wenn der Puff zum letzten Ort wird an dem man rechtssicher verkehren kann und wenn man Pornos drehen muss um Freiwilligkeit aller Beteiligten dokumentieren zu können.

    Unintended consequence sozusagen… 😀

  6. Reini

    @Selbstdenker,… der “Schriftliche Vertrag” ist das Kleingedruckte, was bei den Hollywood Schauspielerinnen schlecht oder gar nicht gelesen wird. 😉

  7. Selbstdenker

    @Reini:
    Die Schriftgröße in den Nebenklauseln dürfte tatsächlich in Los Angeles und im San Fernando Valley unterschiedlich sein. Wobei man an beiden Orten die Usancen kennt.

    Die Metamorphose von der “Hure” zur “Heiligen” ist jedoch nur den “Damen” aus Los Angeles im fortgeschrittenen Alter vorhehalten.

  8. Falke

    Dabei muss man sich fragen, warum die Männer (jedenfalls ein Großteil) offenbar freiwillig und gerne mitmachen – denn ohne ihren Beitrag würde die ganze Kampagne ja nicht funktionieren. In diesem Zusammenhang habe ich mich diebisch gefreut, als der Schauspieler James Franco, der bei der Verleihung der Golden Globes, als Zeichen der Unterstützung für die “metoo”-Bewegung, ebenso wie alle anderen in Schwarz erschienen ist, gleich nachher auch der sexuellen Nötigung beschuldigt wurde.

  9. KTMTreiber

    @ Selbstdenker:

    “Der Einsatz dieser Mob-Methoden hat Ähnlichkeiten mit der chinesischen Kulturrevolution.”

    Ich gehe noch einen Schritt weiter und vergleiche diese Kampagne mit der Herrschaft der “Roten Khmer” in Kambodscha unter Pol Pot. Nur das Kritiker und angebliche “Täter” (bis dato) nicht samt deren Familien ermordet werden, sondern “lediglich” deren wirtschaftliche Existenz und gesellschaftliche Achtung / Stellung, vernichtet werden.

    Dachte ich schon vor Jahren diese Gesellschaft hätte bereits den Zenit der Blödheit erreicht – falsch gedacht.

  10. KTMTreiber

    @Falke:

    Dazu müssen Sie sich nur diese “Männer” ansehen. Der Umstand im Stehen “pinkeln zu können”, macht einen noch lange nicht zum Mann. 😉

  11. Selbstdenker

    @Falke:
    Es sind White nights wie James Franco, die diese obskure Bewegung selbst im Laufen halten. Offenbar, weil sie ernsthaft glauben von jener Lawine, auf der sie mitfahren, nicht begraben zu werden.

    Die Titanic-Schnulze hat ohnedies die letzten guten Hollywood-Produktionen, die es in den 1990igern noch gab, mit in die Tiefe gerissen; seitdem wird (fast) nur noch Schrott mit dummen Stories und viel Special Effects produziert.

    Mir können diese hechlerischen Vollkoffer – männlich wie weiblich – von der US Left Coast ohnedies gestohlen bleiben. Am besten sie zeigen sich gegenseitig an und bringen sich gegenseitig hinter Gittern.

  12. Selbstdenker

    @KTMTreiber:
    Stimmt. Während man bei der Kulturrevolution “nur” von einer Klassenschuld ausging, wurde diese von den Roten Khmer auf Familienangehörige, Freundes – und Bekanntenkreis der Klassenfeinde ausgedehnt.

  13. sokrates9

    reini@..@Selbstdenker,… der „Schriftliche Vertrag“ ist das Kleingedruckte, was bei den Hollywood Schauspielerinnen schlecht oder gar nicht gelesen wird. ..
    Sind sie sicher dass die Schauspielerinnen alle schreiben und sinnerfassend lesen können??:-)

  14. Falke

    @Selbstdenker
    Danke für die Berichtigung, ich hatte mir schon den Kopf zerbrochen und befürchtet, an einer Bildungslücke zu leden bzw. etwas versäumt zu haben 🙂

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