MH-17-Abschuss: «Es war die 53. Flugabwehrbrigade Russlands»

„Das Investigativkollektiv Bellingcat veröffentlichte einen Bericht zur Flugzeugkatastrophe in der Ostukraine. Die Recherche lässt nur einen Schluss zu…“ (hier)

24 comments

  1. sokrates9

    Wenn man sich die Bilder von Wrackteilen ansieht sind eindeutig Einschussloecher zu sehen die nicht von einer Rakete stammen koennen! Doch Physik und Naturwissenschaftliche Erkenntnisse haben in diversen politischenBerichten nie Prioritaet!

  2. stiller Mitleser

    Angesichts der Lage ist man verständnisvoll für die Idealisierung, ja Adoration, die Rußland im – sagen wir mal –
    rechten Politspektrum genießt. Eine detaillierte Auflistung der dort dafür geltendgemachten Gründe wäre interessant.
    Und eine rationale Diskussion derselben auch.

  3. cmh

    Na und wenns die Russen waren. Ein Zivilflugzeug hat über Kriegsgebiet nichts zu suchen.

    Die 2000 Leute in den Twin Towers wären heute noch froh, wären diese „Zivilmaschinen“ abgeschossen worden.

    Die Schuld liegt also bei den Flugroutenerstellern und den Flugrutengenehmigern. Denen ist das Nichtwissen über die Möglichkeiten der Buk vorzuwerfen.

  4. sokrates9

    Stiller Mitldser@In einer rationalen Diskussion koennte man zB erklaeren wie eine explodierende Rakete eine Streifspur diametral zu allen ballistischen Erkenntnissen an einemFluegel bewirken kann! Erst wennsolche Details geklaert sind macht es Sinn zu hintertfragen wer warum mit welchen Motiven die Maschine abgeschossen hat!

  5. Falke

    Wer so einen Artikel schreibt, sollte zumindest irgend eine Ahnung von Russland haben, sonst klingt sowieso alle unglaubwürdig. Konkret: Die Verdächtigen namens „Andrei Iwanowitsch und Nikolai Fjodorowitsch“ – sehr eindeutig! Das sind nämlich Vornamen – der jeweils zweite Name ist der Vorname des Vaters; offenbar weiß das der Autor des Artikels nicht. Klingt etwa so, als ob Verdächtige bei uns als „Hans-Jürgen“ oder „Heinz-Christian“ 🙂 „identifiziert“ würden.

  6. Thomas F.

    Natürlich war es jedem nüchternen Beobachter von Anfang an klar, dass es eine russische Rakete war, bedient von Putins Schergen, die zu blöd waren, ein Passagierflugzeug vor dem Beschuss zu identifizieren.
    Aber Putin ist einer, der schießt dir ins Gesicht und sagt: „Ich war’s nicht. Es gibt keine Beweise.“
    Mysteriöserweise gibt es genug Trotteln, sogar außerhalb der direkten Reichweite der Kreml-Propaganda, die sich von ihm einwickeln lassen.

  7. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Immer wieder faszinierend, wie viele Fachleute sich auf dieser Seite zu den verschiedensten Themen äußern;
    Sie scheinen nicht nur in Ballistik, Militärwissenschaften, sondern auch in Demographie, Politologie, Soziologie, Islamwissenschaften und was sonst noch so am Straßenrand liegt, promoviert, wenn nicht sogar habilitiert zu haben 😉

  8. Rizzo C.

    @sokrates9
    Die angeblichen „Einschusslöcher“ (von der Maschinenkanone eines angeblichen ukrainischen Erdkampfbombers) waren ausgerissene Nietlöcher! Man sah sie auf mehreren Bildern von völlig unterschiedlichen Teilen des Wracks, immer in schöner schnurgerader Linie, in gleichmässigen kurzen Abständen und exakt kreisförmiger Lochform. Nicht mal die Russen kamen auf die Schnapsidee, sowas als „Einschusslöcher“ auszugeben, bloss ein windiger deutscher Schwadroneur namens Hasenko und seine Adepten.

  9. Rizzo C.

    @Falke
    Von den beiden Verdächtigen Andrei I. und Nikolai F. sind ausser Vornamen und Vaternamen nur die Decknamen Orion und Delphin bekannt. Ihre Klarnamen werden gesucht. Steht alles im Bericht. Der Autor des Artikels wusste sehr wohl Bescheid um russische Namensgebung.

  10. Rizzo C.

    Auf Seite 42/73 des Bellingcat-Reports findet sich die Kommandostruktur Fla-Brigade aus Kursk, deren Buk mit der Nummer 332 die MH17 abschoss.
    Dort findet sich unter den 11 Buk-Kommandanten des 2.Bataillons ein gewisser Sergey O. Das war dejenige, der schlussendlich den Befehl zum Abschuss gab.
    Sein Klarname ist Sergej Obinochnj, damals Leutnant, geboren am 6.3.1989 in Unecha. 3 Tage nach dem Abschuss wurde er zum Oberleutnant befördert. Die Angaben sind seit spätestens 2015 bekannt und werden nur aus Rücksichtsnahme gegenüber dem Gericht noch zurückgehalten.

    Ohne Klarnamen:
    http://www.bellingcat.com/wp-content/uploads/2017/07/mh17-3rd-anniversary-report.pdf

  11. Christian Peter

    @Thomas Holzer

    Bei dem Wissen der (allermeisten) Journalisten, die in der Regel über keine nennenswerte Ausbildung verfügen (allenfalls über ein Publizistik – Studium) braucht sich sokrates9 nicht zu verstecken.

  12. Thomas Holzer

    @CP
    Ich finde es einfach „faszinierend“, daß jene, welche den sog. „mainstream-media“ vorwerfen, nur entsprechend der Wünsche und Vorstellungen des „establishments“ zu berichten, einen Bericht, basierend auf sog. „open sources“ sofort als falsch brandmarken, nur weil er nicht ihrem Weltbild entspricht.
    Frei nach dem Motto: „Was nicht sein darf, kann nicht sein“

  13. Rennziege

    Was immer die Holländer da aufgeklärt zu haben glauben: Welches Interesse sollte Wladimir Wladimirowitsch Putin (hier mit Vaternamen, die den Holländern offenbar unbekannt sind) daran gehabt haben, 298 harmlose Touristen ins Jenseits zu befördern? Wenn einer die Weltmeinung im Blick hat, dann dieser in der DDR feingeschliffene KGB-Agent. Die Frage lautet nach wie vor: Cui bono?

  14. Thomas Holzer

    @Rennziege
    sometimes, things do go out of hand! It happens, unfortunately

  15. Rennziege

    20. Juli 2017 – 18:04 — Thomas Holzer
    Certainly things might have got out of hand, Sir. But out of whose hand we simply don’t know, and probably never will learn.

  16. Thomas Holzer

    @Rennziege
    😉
    Aber Putin, genauso wenig wie alle anderen, ist die „Unschuld vom Lande“. Auch dies sollte man konzedieren.
    Und irgendwann, wenn vielleicht auch nicht zu unseren Lebzeiten, wird die Wahrheit ans Licht kommen.

  17. bill47

    Wer ist das „Investigativkollektiv Bellingcat“ ? Wer finanziert sie? Wer steht dahinter?

  18. Rennziege

    20. Juli 2017 – 18:19 — Thomas Holzer
    Die einzigen echten Undschuldslämmer vom Lande, die ich kenne, sind die islamischen Massenmörder (Nizza, Berlin, Paris., Israel, etc.) der Gegenwart. Sobald deren Opfer verscharrt sind, kräht kein Hahn mehr nach ihnen, während den Tätern gutmenschliches Verständnis der zeitgeistsüchtigen Regierungen zuteil wird.
    Das, Herr Holzer, ist die Welt, in der wir leben. Selbst Kanada, vor Justin Trudeau noch ein law-and-order-Staat, driftet dorthin ab. (Ich — Monarchistin, wie Sie wissen — werde beim alltäglichen Blick auf Can$-Geldscheine sentimental, wenn ich Queen Elizabeth II. sehe; denn formal ist Kanada immer noch ein britisches Dominion, aber halt nur noch auf dem Papier.) Aber auch dieser unbedarfte Sunny Boy hat ein Haltbarkeitsdatum, das die Selbstheilungskräfte dieses großartigen Halbkontinents nicht überdauern wird; die Kanadier wählen stets Ping-Pong zwischen links und rechts.
    Herzliche Grüße!

  19. Rennziege

    20. Juli 2017 – 18:22 — bill47
    Gute Frage, von Amateuren leider nicht zu beantworten. Aber vielleicht weiß unser Hausherr, wer wo, wie und warum dort die Fäden zieht.

  20. KTMTreiber

    @Bill47

    Bellingcat und „Atlantic Council“ –> Suchmaschine seines persönlichen Vertrauens hilft sicherlich weiter…

  21. Rennziege

    20. Juli 2017 – 18:51 — KTMTreiber
    Vielen Dank! Schon Google ist sehr deutlich, q.e.d.:
    Mit der Analyse von zwei Satellitenbildern will Bellingcat, eine angeblich unabhängige und crowdgefoundete Enthüllungsplattform, die gesamte Darstellung des russischen Verteidigunsministeriums zum Einsturz bringen und damit die BUK-Raketen-Abschuss-Theorie untermauern.
    Was stutzig macht: Bellingcat-Gründer Eliot Higgins ist nicht einfach nur irgendein Blogger der sich wie so viele andere zu Themen äußert, zu denen ihm jegliche Fachkenntnis fehlt. Nein, Higgings arbeitet auch mit dem Atlantic Council – einem der einflussreichsten US Think-Tanks – zusammmen. Und dieser ließ die Bellingcat-“Beweise“ in seinen eigenen Bericht einfließen.

    No servas!

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