Mit dem Privatjet ins All….

“Am Boden schafft der Riesenvogel bereits 75km/h. Es hat sechs Triebwerke, 28 Räder und eine Spannweite von 117 Metern. Und in Zukunft soll es sogar ins Weltall fliegen können. Noch ist das Datum für den Erstflug geheim. Daher kann nur gerätselt werden, ob das derzeit weltgrößte Flugzeug noch in diesem Jahr erstmals abhebt. Fest steht jedoch, dass der Premierenflug in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien näher rückt.” (hier, mit Video)

5 comments

  1. Rennziege

    Elon Musik ist ein klassischer Blender. Dieser Doppelrumpf-Flieger, aus zwei ausgemusterten Boeing-747-Wracks zusammengeflickt — O.K., die Triebwerke wurden generalüberholt —, ist eine weitere Blendgranate dieses allmählich ausflíppenden Öko-Gurus. Anstatt sich um seine maroden Tesla-Werke und deren gewaltige Verluste zu kümmern, schießt er sinnlose Raketen zum Mond und brüstet sich mit Flugmaschinen, die im Taxi-Modus 60 mph erreichen. Immerhinque! 🙂
    Diese 60 mph erreicht jedes halbwegs getunte Moped.
    Aber der gute Elon wird für diesen flügellahmen Vogel gefeiert. Verstehe das, wer mag. Mir gelingt’s nicht.

  2. Rennziege

    Pardon: Nicht Elon Musik, sondern Musk. Handy-Buchstaben liegen zu nah an- und übereinander.

  3. Leitwolf

    Leider ist das ein ziemlich sinnloses Unterfangen. Die grundlegende Herausforderung bei Raketen war immer die Relation Nutzlast zu Startmasse. Die Nutzlast (LEO) kann 3-4% des Gesamtgewichts ausmachen, mehr ist kaum zu schaffen.
    Leider gibt es was die Triebwerke selbst angeht seit Apollo keine Effizienzgewinne. Der Wirkungsgrad eines Ottomotors hat sich in den letzten 50 Jahren mindestens verdoppelt, bei Düsentriebwerken wird es ähnlich sein. 10% mehr Wirkungsgrad bei einem Raketenmotor wären hingegen schon ein Quantensprung, mit dem sich die Nutzlast locker verdreifachen ließe. Allein, es sind nichtmal 1% drin.
    Der Ansatz von SpaceX macht sehr viel Sinn. Damit spart man zwar keinen Sprit, im Gegenteil, aber eben teure Hardware. So können bis zu 15t (von 540t = 2,8%) in den LEO gebracht werden, obwohl die Hauptstufe wiederverwendet wird. Dass bis zu 4,2% ohne Wiederverwertung geschafft werden, liegt übrigens an der Verwendung von sehr leichten Verbundwerkstoffen, nicht an effizienteren Triebwerken.
    Und was bringt nun der Stratolauncher? Eine Limitierung der Startmasse auf ca. 220t (mehr kann das Flugzeug nicht tragen) und eine notwendige strukturelle verstärkte Rakete (damit sie horizontal getragen werden kann), was zusätzliches Gewicht und weniger Nutzlast bedeutet. Die Geschwindigkeit des Flugzeugs ist als Impuls praktisch nutzlos. Auch wenn die Maschine im Steigflug ist (mit vielleicht 400km/h vertikal?), fällt die Rakete nach dem Abkoppeln zu Boden und kann erst nach einem gewissen Sicherheitsabstand gezündet werden. Da sind die 400km/h weitgehend “verbraucht”.
    Die größere Starthöhe bringt zwar sehr wohl den Vorteil weniger Luftwiderstands, das wiegt aber die Nachteile nicht auf. So war denn auch geplant 6,1t Nutzlast von 220t in den LEO zu bringen, das sind 2,8%, ohne Wiederverwendbarkeit. Da geht ohne Trägerflugzeug, vom Boden aus, mehr. Wobei, man hat ja nichtmal eine entsprechende Rakete..

  4. Rennziege

    28. FEBRUAR 2018 – 16:53 — Leitwolf
    Fundiertes Posting, Leitwolf. Danke! (Hat man nicht alle Tage.) Die Abhebe- (takeoff-) Geschwindigkeiten eines Linienflugzeugs betragen mehr als das Doppelte des von Elon Musk hochgejazzten Vogels mit sechs Triebwerken. Ein befreundeter Lufthansa-Pilot bestätigt das. Er fliegt meist den Airbus A-380 und fügt hinzu, dass dies die am leichtesten zu handhabende Maschine sei, die er je pilotiert hat.

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