„Monumente einer gescheiterten Zivilisation“

„One of the world’s top environmentalists has said wind farms risk becoming “monuments of a failed civilisation“ as he fights to stop a 275ft turbine being erected near his home.“ (Köstlich!)

21 comments

  1. Rennziege

    „Denkmäler einer gescheiterten Kultur“ (das englische Wort civilisation umfasst auch Gesellschaft, Gemeinwesen und Bildung) sind auch in Norddeutschland zu bewundern; das Bild der Osterinseln ist ganz nah. Da stehen und rosten sündteure Windmühlen in Ost- und Nordsee sowie an den Küsten vor sich hin, auch zahlreiche unvollendete Fundamente — und niemand ist einfältig genug, die horrend teuren Leitungen zu bezahlen, die den Zufallsstrom dorthin befördern, wo er eventuell gebraucht werden könnte, falls Rasmus (der Windgott der Segler) gut aufgelegt ist: in den Süden und Südwesten der Bundesrepublik.

    Aber die Windmüller haben gut lachen; die werden für den Strom bezahlt, den sie theoretisch ins nicht existierende Netz einspeisen könnten, was ihnen uralte rotgrüne Gesetze garantieren. Und jeder Deutsche zahlt alljährlich ~5,6 ct/kWh mehr für seinen Strom. (Gegenwärtiger Preis pro kWh: 30,6 ct. Und Vater Staat kassiert auch noch Umsatzsteuer, vulgo MWSt, auf die kontinuierlich steigende „Energieabgabe“.)

    Paradiesische Verhältnisse für Spekulanten, die kein Risiko mehr einzugehen brauchen, sondern einfach die Gunst des Öko-Wahns nutzen.
    In zwei Wochen erzähl‘ ich was über den Schwarzwald, wo der traditionelle Fremdenverkehr durch Windgeneratoren und Solarwüsten zunehmend seiner Landschaft und seiner Gäste beraubt wird.

    Auch der gelinkte Professor James Lovelock (93), einst führender Grünbewegter, sieht diese Zerstörung von Kulturlandschaften (und gewachsener Kultur)ein — jetzt, da man ihm eine gewaltige Windturbine quasi in den Vorgarten setzt. Zu spät für ihn, aber nicht zu spät für uns, diesem physikalisch und wirtschaftlich irrwitzigen Unfug ein Ende zu setzen.

  2. Mona Rieboldt

    Vor allem die 100 m breiten Stromtrassen durch die Wälder, nicht nur durch den Schwarzwald, werden die Landschaft zerstören. Ich wunder mich nur, dass ich da noch nichts von diesem Naturbund dazu gehört habe. Sonst schreien sie bei jedem angeblich seltenen Käfer auf, dann darf da nicht mehr weiter gebaut werden etc. Nur zur Zerstörung der Landschaft durch Windräder und Stromtrassen höre ich nichts.

  3. Rennziege

    @Gerhard
    @Mona Rieboldt

    Eh kloah: Not in my backyard, eine bewundernswert selbstlos-solidarische Haltung aller Gaia- und Öko-Bewegten. Aber der bejahrte James Lovelock scheint eine umfassendere, auch altersweise Katharsis durchlaufen zu haben.
    „Ich wunder mich nur, dass ich da noch nichts von diesem Naturbund dazu gehört habe“, schreibt Mona. Tja, das wundert mich auch — vor allem, zumal nun die in grünen Augen teuflisch klimavernichtenden Kohlekraftwerke, zur Aufrechterhaltung der Grundlast bei launischem Wind und Sonnenschein unentbehrlich, CO2 in rauhen Mengen in die Atmosphäre pusten. Was die plakatierte Intention der „Energiewende“ komplett ad absurdum führt: Der CO2-Ausstoß der Bundesrepublik ist nicht gesunken, sondern um 50% gestiegen.
    Aber BUND, Greenpeace, Grüne, Rote, Presse und C-Parteien (incl. Mutti Merkel) ignorieren das. Der deutsche Michel war bereit, für eine sinkende CO2-Bilanz sein Brieftascherl zu leeren. Nun aber leert er es für ein EEG, das Öko-Profiteure mästet, während fossile Brennstoffe mehr CO2 absondern als je zuvor.
    100 m breite Stromtrassen, die alte Kulturlandschaften ruinieren, stören Öko-Freaks nicht mehr, obwohl sie zuvor jeden Ameisenhaufen mit Klauen und Krallen verteidigten. „Grün ist jetzt das, was den ökologischen Erfordernissen im Wege steht“, sagte ein führender Grüner namens Cem Özdemir vor einem Jahr, und er meinte damit Wälder und Wiesen, die für die Stromtrassen planiert werden sollen. Aber in letztere wird kein Stromkonzern einen Cent investieren, weil sich dieser schreiende Unfug nie rechnen wird.
    Bleibt den Weltrettern also nur die Option, den eh schon irrwitzig gerupften Stromkunden erneut ins Brieftaschl zu greifen … Aber die nahenden Wahlen werden uns einen kleinen Aufschub gewähren. Und anschließend, sofern noch ein Funken Hirn die herrschenden Klassen leitet, werden wohl oder übel einige der wahltaktisch abgewürgten Kernkraftwerke wieder angefahren werden müssen, um den zunehmenden Exodus von Industrie und Arbeitsplätzen wenigstens einzudämmen — und den vielen (beharrlich verschwiegenen) Haushalten mit geringem Einkommen die Bezahlung ihrer Stromrechnungen wieder so halbwegs zu ermöglichen.

  4. Ehrenmitglied der ÖBB

    @Mona Rieboldt
    Hans Werner Sinn hat in seinem Buch: „Das grüne Paradoxon“ schon auf dieses Phänomen aufmerksam gemacht, und das war vor der „Energiewende“ (heute noch lesenswert).
    UND: sind sie schon einmal mit dem Auto von Bayern kommend in das schöne Land Thüringen gefahren?
    Sie erkennen es kaum wieder vor lauter Windmühlen!
    Ich bin nur froh, dass man den Naumburger Dom noch stehen lässt!?

  5. oberösi

    ist ja nun wirklich nichts neues. und seit jahrzehnten bekannt. trotzdem gilt nach wie vor das dogma der co2-religion. wer seine kinder in dem wahn erzieht, dass co2 als klima-gift das weltklima zerstört bzw. aus feigheit oder opportunismus diesen irrationalen schmarrn mitmacht und greenpeace oder global 2000 unterstützt (irgendwer muß dies ja tun, wenn man sich deren wirtschaftlichen erfolg betrachtet), der braucht sich nicht zu wundern, daß ihm irgendwann einmal die windräder um die ohren fliegen. oder quadratkilometergroße agrarwüsten in form von monokulturen, genannt biomasse, natürlich ebenfalls auf kosten der steuerzahler. beides geht eben nicht: entweder sterbende pandas, sterbende gletscher, der regenwald, der täglich 100x stirbt, emissionszertifikate und jede menge hochsubventionierten okowahnsinn – oder rationalismus, heißt wasserkraft und möglicherweise auch atomkraft (ogottogottogott)

  6. Reinhard

    Der Anbau vormaliger Lebensmittel als Energielieferant vulgo „Biomasse“ macht die Bauern glücklich, denn endlich können sie sich dank der grünen Umwelt- und Klimaretter aus dem Buhlen um den markenorientierten Fressalienmarkt, auf dem alles gentechnikfrei, CO2-neutral und bio sein muss, bevor es mit künstlichen Aromastoffen und Glutamat vollgestopft wird, verabschieden und nach Herzenslust ihre Monokultur mit Kunstdünger und allen möglichen -iziden optimieren.
    Endlich ist nur (Bio-)Masse gefragt und kein Schwein kratzt es, wie man sie erreicht. Egal, wenn der Boden verseucht ist und der alte Traktor noch einen Liter Öl pro Stunde hineinsifft, es muss ja eh keiner essen. Wird nur verheizt. Umweltfreundlich und nachwachsend.

  7. Mme. Haram

    hier ein interessanter Leserkommentar auf den artikel

    http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/gruenen-guru-lovelock-widerruft/

    zu Lovelock.
    Zitat:“
    Das Geseier dieses alten Narren ist nichts wert!
    Er hat sich damals geirrt – und heute irrt er sich schon wieder.
    Lovelock hatte noch nie Recht! Mit gar nichts!

    Nur ein Beispiel das Zitat: “ .. Ein einziges Kernkraftwerk erzeugt soviel wie 3200 große Windturbinen“.
    Auf die falschen Bezeichnungen und fehlende Wörter will ich hier gar nicht erst eingehen. Um KKW und WKA vergleichen zu können, nimmt man sinniger weise weder die „installierte Leistung“ NOCH die tatsächlich eingespeiste Strommenge (wie offensichtllich hier geschehen) sondern die NUTZBARE Strommenge. Da man bei dem gegenwärtigen Anteil von Windstrom mehr als die Hälfte des eingespeisten Stroms verschenken oder zu negativen Preisen verkaufen muss, bleibt vom eingespeisten Strom nur noch ca. 45% nutzbar. Jetzt wären wir schon bei 7000 WKA! Bei steigendem Anteil der „erneuerbaren“ wird das Verhältnis von eingespeisten zu nutzbaren Strom sogar noch dramatisch schlechter.
    Und weiter gehts: Ein KKW hält mindestens 60 Jahre, eine WKA maximal 15 Jahre. Also müssen mindestens 4 x 7000 = 28.000 WKA gebaut werden, um ein einziges KKW zu ersetzen. DAZU kommt noch anteilig der als Reserve vorzuhaltene konventionelle Kraftwerkspark, sowie die notwendigerweise auszubauenden Netze – die Rechnung stimmt also nur innerhalb eines funktionierenden Energienetzes.

    Will man sich überhaupt auf diese Rechnerei einlassen, muss es also heissen:

    Ein KKW + Brennstoff ersetzt 28.000 WKA + Netzausbau + anteiliger Energie-Infrastruktur

    ODER (will man den gelieferten WKA-Strom zu 100% nutzen):

    Ein KKW + Brennstoff ersetzt 12.800 WKA + ausreichend dimensioniertem Speicher (der allein die Kosten eines KKW um Größenordnungen übertreffen dürfte).

    Wenn man nach ehrlicher Kalkulation zu dem Ergebnis kommt, dass eine WKA eigentlich nie den Punkt erreicht, von dem ab sie mehr Energie liefert als sie bei Produktion, Transport, Rückbau, Wartung und Nutzung der in- und ausländischen allgemeinen Energie-Infrastruktur verbraucht hat, erübrigt sich eigentlich jede Rechnung: WKA sind nichts weiter als teure, ressourcenbindende, umweltschädliche, gesundheitsgefährdende und hässliche Denkmäler des Öko-Faschismus!

    Lovelock und Co. können sich ihre halbherzigen Entschuldigungen, Ausflüchte und „neuen“ Erkenntnisse dahin stecken, wo die Sonne (auch) nie scheint.
    Hochmut, Größenwahn und Machtgier haben sie zu Werkzeugen des Bösen werden lassen. Sie haben keine Gnade zu erwarten.

    MfG
    J.R. Huels

  8. Behaimb

    @Rennziege
    „Was die plakatierte Intention der “Energiewende” komplett ad absurdum führt: Der CO2-Ausstoß der Bundesrepublik ist nicht gesunken, sondern um 50% gestiegen.“

    Was ist das für eine dreiste Falschbehauptung? CO2 sinkt seit 1990 jährlich, abgesehen 2009 auf 2010, wo es nach der Wirtschaftskrise einen leichten Anstieg um ein paar Prozent gab. siehe:
    http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2842

    Sie lehnen Alternativ-Energien so massi ab, dass man denken muss, Sie sitzen in der PR-Abt. der Atomlobby. Alle Technologien haben auch Nachteile, und breite Energietrassen werden auch dort gebaut, wo herkömmlicher Strom gewinnbringend verschoben wird. Ihre Ablehnung kann man nur als sehr einsitig empfinden, auch wenn man wie ich den Versprechungen der EE sehr skeptisch gegenüber steht. Andererseits muss es auch technologischen Fortschritt geben, sonst würden wir noch heute mit filterlosen Kohlekraftwerken Schwefel und Ruß in Mio Tonnen rausqualmen.

  9. Rennziege

    @Behaimb
    Ich meinte den CO2-Ausstoß der Energieerzeugung.
    Ansonsten: Einfach Mme. Haram (.s.o) lesen und in der ORF-Mediathek „Climate Crimes“ anschauen!
    P.S.: Der „technische Fortschritt“ der Windenergie wurde von unseren Vorfahren vor anderthalb Jahrhunderten ad acta gelegt.

  10. Behaimb

    @Rennziege
    „Ich meinte den CO2-Ausstoß der Energieerzeugung.“

    Stimmt doch ebenfalls nicht, siehe dieselbe Statistik. Oder meinten Sie seit 2010, wenn Sie neuere Zahlen haben, her damit.
    Nochmals: ich räume jederzeit ein, dass alternative Energiesysteme auch ihre Nachteile haben, aber selbiges gilt für die konventionelle Energieerzeugung aus Kohle, Atomenergie oder Wasserkraft. Sie beklagen zB gerne eine (bislang wenig belegte) Vogelgefährdung durch Windräder, aber ebenso hatten und haben zB Fluss-Wasserkraftwerke massive schädigende Wirkungen auf die Fauna in Gewässern. Vom ökologischen Preis durch Wärmekraftwerke ganz zu schweigen. Aber Hauptsache Energie bleibt billig, dafür kann man schon Opfer bringen.

  11. Kassandra

    @Behaimb
    was die sogenannten Vogelschredder betrifft darf man nicht auch einmal ein klein wenig ein irrationales Horrorszenario heraufbeschwören? Ist das nur den Grünen vorbehalten? Was wesentlich dramatischer ist als die Waldschneisen sind Maismonokulturen: wirklich schlimm für die Artenvielfalt. Waldschneisen hingegen wirken sich eher positiv aus. In diesen siedeln sich Beerensträucher, was sich äußerst günstig für die Artenvielfalt asuswirkt. In Waldmonokulturen werden sie kaum Vögel finden. Am Waldrand schon.

  12. gms

    Rennziege :
    .. in der ORF-Mediathek “Climate Crimes” anschauen!

    Danke für den Hinweis. So bemerkenswert besagter Film auch ist, läuft er letztendlich doch nur wieder auf dumme und antikapitalistische Sprechblasen hinaus („kein Wachstum .. keine neuen Gewerbe-, Wohn- und Verkehrsflächen .. Einschränkung unserer Selbstverwirklichungsambitionen bishin zur Telekommunikation (?!) .. Autarkie und Selbstversorgung“).

    Moral von der Geschichte: Die jakobinischen Umweltbewegten lagen niemals falsch, denn es war der Klassenfeind, der einmal mehr ein wichtiges Ziel – jenes der Nachhaltigkeit und Ökologisierung – hintertrieben hatte. Erst durch Selbstkasteiung und die Rückkehr der Menschen auf die Bäume aber können Letztgenannte erhalten bleiben.

    Bemerkenswert wäre daher bloß gewesen, diesen Film /nicht/ im ORF auszustrahlen. Nachdem der Öko-Wahnsinn schon common sense wurde, mußte man halt rechtzeitig „Haltet den Dieb!“ brüllen.

  13. gms

    Kassandra :
    Waldschneisen hingegen wirken sich eher positiv aus.

    Gewiß. Bloß werden sich ausreichend „anerkannte Forscher“ finden, welche befinden, unter Hochspannungsleitungen würden Pilze bedingt durch Elektrosmog sonderbare Gestalten annehmen, ja quasi alienhaft mutieren. Völlig katastrophal wäre, gelangten derart modifizierte Pilze in die Nahrungskette.

    Erst wenn jedes Dorf über eine eigene Kerzenmanufaktur verfügt und das Wachs dafür lokal gezüchteten Bienen abgewinnt, ist die Welt wieder in Ordnung.

  14. Rennziege

    @gms
    Sie haben recht, gms. Der Tenor des Filmchens ist gewohnt systemkonform; sonst hätte ea der ORF ja auch nicht gesendet. Und das obligate „Haltet den Dieb!“ richtet sich gegen die politisch korrekte Adresse, wie nicht anders zuz erwarten. Aber wer Augen und Ohren hat, die Realität vom Hype noch zu unterscheiden wissen, wird sich seinen Reim darauf machen.

  15. Behaimb

    @Rennziege
    Sie haben Ihre Fehlinformation noch immer nicht belegt. Sie müssen Ihren Methoden nach in den Medien tätig sein: Schnell eine falsche Schlagzeile rausschießen, bestenfalls im Kleindruck dementieren, wenn überhaupt. Und ein bissel was bleibt immer hängen, so dreist können Übertreibungen und Lügen gar nicht sein.

  16. Behaimb

    @Rennziege
    Und so hat sich Rennschweinchen Tante Hildegard wieder aus der Affäre gezogen. Rotzfrech wie die von ihr geliebten Linken, die ihr auf Russisch erregende Zärtlichkeiten ins Ohr flüstern, während …

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