6 comments

  1. Rupert Wenger

    Man sollte den Tag nicht vor seinem Ende loben: Ob Vor- und Nachteile des Brexit so schlimm, wie von der EU prophezeit, oder so vorteilhaft, wie die Brextiers es darstellen, wird sich am Ende des Tages zeigen.
    Man sollte die ganze Auseinandersetzung einmal vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte sehen: Napoleon wollte Frankreich als Vormacht in Europa installieren und scheiterte an England. Willhelm II und A.Hitler versuchten es ebenso für Deutschland und scheiterten ebenfalls an Großbritannien (mit Hilfe der USA). Deutschland und Frankreich wollen UK gar nicht als Konkurrenz um die Führung in der EU, sie wollen sich die Vormacht in Europa teilen. Damit treiben sie UK in die Arme der USA. Sie werden gemeinsam an UK und USA scheitern. Und das hoffe ich inständig. Eine Union mit der Führungsmannschaft Macron/Merkel ist der ultimative Schrecken: Beide haben die Medien ihres Landes voll unter Kontrolle, das Parlament ist machtlos und hält seine eigenen Regeln nicht ein (z.B. Ergebnis der Abstimmung über die Untersuchung gegen Ungarn), kämpfen mit unlauteren Mitteln gegen die Opposition (z.B. Zwangspsychiatrierung von Frau Le Pen). Wir leben bereits in einer Semidiktatorischen Oligarchie.

  2. astuga

    Auch mit BREXIT haben die Briten mehr importierte Probleme im Land als sie vielleicht bewältigen können.
    Und die verdanken sie alle ihren eigenen Regierungen und der Unfähigkeit sich von ihrer Empire-Attitüde zu verabschieden. Weshalb sie ja noch immer die halbe Welt einwandern lassen. Ausser es sind Polen…
    Die Franzosen sind in dem Punkt ja genauso bescheuert.

  3. astuga

    Bei Briten und Franzosen treibt der Großmachtkomplex die Migration voran.
    Bei den Deutschen ist es ihr Schuldkomplex und Selbsthass.

  4. Falke

    @astuga
    Man sollte nicht vergessen, dass ein Gutteil der Brexit-Entscheidung auf die Angst vor Migration zurückzuführen ist; die Bilder von den EU-Grenzen sowie – vor allem – aus Deutschland haben sicherlich die entscheidende Mehrheit für den Austritt aus der EU gebracht.

  5. astuga

    Stimmt, aber interessantweise wird vor allem die Migration aus Osteuropa in Frage gestellt und problematisiert (legitim aber kurzsichtig). Von Personen aus dem ehemaligen britischen Einflussbereich bzw dem Commonwealth ist fast keine Rede. Diese zu kritisieren wäre ja Rassismus. Dabei war genau das jene Zuwanderung gegen die sich Enoch Powell vor Jahrzehnten aussprach.

  6. Johannes

    Großmachtinteressen getarnt hinter sogenannter europäischer Solidarität.
    Es gibt Leute die hassen die Besinnung auf die eigene Nationalität, Nationalinteressen werden in der EU als das schändlichste überhaupt gehandelt. Und dann hört man die gleichen Leute wie sie davon reden wie wir 4oo Mill. Europäer gegen die 1,2 Milliarden Chinesen uns behaupten müssen und das gehe nur über einen europäischen Superstaat der dann sehr wohl nationalistisch sein soll und darf.

    Ja sicher soll die europäische Union Interessen nach außen gemeinsam vertreten aber den Superstaat mit einem Vorsitzenden braucht es dafür wirklich nicht.
    Es ist doch so Frankreich und Deutschland wollen die EU führen, dafür müssen die „Kleinen„ kuschen und gehorchen. Großbritannien war das dritte Rad am Wagen und hat sich abgekoppelt.

    So wie die Briten dem Euro nicht getraut haben, trauen sie der Hegemonie von Frankreich – Deutschland nicht.
    Wenn ein Kommissar Staats- und Regierungschefs abwatscht wie Schulbuben ist jede Relation verloren gegangen. Wenn souveräne, zugegeben kleine, Mitgliedsländer nach Artikel 7 diszipliniert werden sollen ist man keine Gemeinschaft mehr. Dann ist man eine Gang in der man zeigen will wer der Stärkere ist.

    Mit so einer kindischen Methoden kann man sich nur blamieren, die EU als Gouvernante Wie soll Europa dann noch ernst genommen werden in der Welt?

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